Starke Muskelverspannungen nach Hüftoperation

Hallo,
mein Lebensgefährte (über 60 Jahre) hatte im Januar seine 3. Hüftoperation, d.h. die zuerst operierte rechte Seite musste nach 15 Jahren erneuert werden. In Verdacht hatten die Ärzte allerdings erst die Lendenwirbel, da er schon 2x einen Bandscheibenvorfall hatte und mit Lähmungserscheinungen im rechten Bein ins Krankenhaus ging.
Direkt nach der OP, ging es im recht gut und er sollte - im Gegensatz zur 1.OP 1994 und 2.OP 1997 - das operierte Bein sofort wieder voll belasten, was ihm aber keine besonderen Schwierigkeiten bereitete (sagte er). Meiner Meinung nach fingen aber da schon die Probleme an, da seine ganze Muskulatur – auch schon oben im Schulterbereich (durch das Aufstützen auf die Gehhilfen) – immer mehr verspannte.
Ende Januar ging es dann ab zur REHA. Schon in der ersten Woche schwoll das operierte Bein immens an und die Schmerzen wurden sehr heftig. Zum Reha-Programm gehörten Lymphdrainagen, Kryotherapie, Tensgerät und diverse Gymnastik- und Dehnübungen. Leider gingen die Ärzte dann erst in der 3. Woche her, neue Röntgenaufnahmen und Ultraschall zu machen, da das Bein trotz der Lymphdrainagen nicht abschwoll. Außerdem bekam er immer häufiger wie so eine Art Stromschlag durch das ganze Bein. Einen Tag wurde es so heftig, dass sich die Ärzte der Reha entschlossen, ihn wieder beim Operateur vorzustellen.
Ergebnis nach 3-maligem Röntgen und Ultraschall innerhalb von 4 Tagen: Ein großer Bluterguß und eine Wasseransammlung bis zum Knie. Es wurden ihm Kompressionsstrümpfe angepasst, die er seitdem zwischen 10 und 12 Stunden täglich trägt.

Wasser nur bis zum Knie scheint m.E. nicht ganz zu stimmen, da das Bein bis in den Fuß hinein sehr dick war, so dass z.B. die Klettverschluß-Schuhe am rechten Fuß (trotz Kompressionsstrumpf) offen bleiben mussten. Außerdem meinte ich festzustellen, dass das ganze Bein ziemlich verkrampft ist.
Auch damals, vor der 2.OP, bauten sich seine Krämpfe bereits schon in der Po-Backe auf und strahlten dann an der Außenkante ins Bein runter. Jetzt ist die Po-Backe „frei“, dafür aber das gesamte Bein (Oberschenkel innen und außen, ganz extrem auch die Kniekehle und die Wade) steinhart verkrampft.
Direkt nach der Reha fragten wir deshalb beim Hausarzt nach einem muskelentkrampfenden Mittel. Dieser aber riet mit der Begründung ab, dass man eine Muskulatur ja erst einmal wieder aufbauen müsste, bevor man sie entkrampfen könne.

Wir wissen langsam nicht mehr weiter, denn trotz weiteren Lymphdrainagen und Massagen 2x wöchentlich, lässt sich immer noch keine Besserung erkennen. Wir kühlen viel und haben jetzt (Schleichwerbung lässt grüßen) auch Voltaren-Schmerzgel im Einsatz.

Ich möchte keinem zu Nahe treten, bräuchte aber bitte unbedingt entweder einen Rat von einem Experten oder einem Leidensgenossen, der hoffentlich seinen Schmerzensweg abgeschlossen haben möge.

Vielen lieben Dank
an-hild 7777

Vielleicht hilft hier eine Beinlängen Messung! Es kann sein, das der Patient während der OP in einer leichten Schieflage operiert wurde und nun ist das behandelte Bein kürzer als das Gesunde.
In einem mir bekannten Fall hat ein Professor in Magdeburg einem Patienten nach dem Bemerken des Pfusches sogar Geld für die Geheimhaltung angeboten.
MfG. George