Stasi-Akten und Helmut Kohl

…anzunehmen, die Ursprungsform der Stasiakten sei
gewährleistet, finde ich sehr gewagt…

Niemand , aber niemand kann das beurteilen, außer denjenigen,
die eine solche akte selbst zusammengepinselt und angelegt
haben,
und heute bewerten könnten, ob das was jetzt da ist, dem
ursprung entspricht…

Mußt Historiker als ziemlich unfähige Wissenschaftler ansehen.

Andererseits: wie wäre es mit zumindest einem Indiz, dass die seit über 10 Jahren in strengem Gewahrsam gehaltenen Akten von irgendeiner politisch interessierten Seite gefälscht worden sein könnten? Du hast doch nichts als an den Haaren herbeigezogene absurde Vermutungen anzubieten.

Oder?

nun ja.

ist ja denn doch etwas weit hergeholt. zumal ich dich nicht zu denen zähle, die in der sache stasi akten kompetent sind, um mal mit deiner pampigkeit zu antworten.

auch historiker werden nie mit sicherheit sagen können, ob das so ursprünglich ist oder nicht. ob vollständig - oder nicht.

das kann niemand. nicht mal der betroffene. und hättest du in diesem thema ahnung, würdest du anders schreiben.

----> über mich sind 1200 seiten aufgetaucht, die ich auch gelesen habe.

----> keiner , niemand kann sagen, auch nicht gauck/birthler,
ob das alles ist, was über mich geschrieben wurde.

----> geht ja wohl auch nicht

----> fälschungen in akten gibt es mit sicherheit.
in meinem fall wurde das von der stasi selbst gemacht.

und quacke ruhig weiter rum. kannst ja mal erzählen, welche berührung du mit gauck hast. also ran. haste ne akte ?
gelesen ? mit den leuten von gauck mal gesprochen darüber ?
und hier wieder rumquatschen…

also laß mal hören - und dann sehen wir mal ok.

auch historiker werden nie mit sicherheit sagen können, ob das
so ursprünglich ist oder nicht. ob vollständig - oder nicht.

Wir sprachen von Fälschungen. Nicht-Vollständigkeit können Historiker nicht beweisen, richtig. Ursprünglichkeit schon. das Alter des Papiers z.B. läßt sich wissenschaftlich bestimmen (natürlich nicht auf den Tag, wenn aber schon aufs Jahrzehnt und genauer).

----> keiner , niemand kann sagen, auch nicht
gauck/birthler,
ob das alles ist, was über mich geschrieben wurde.

Klar, nur Nicht-Vollständigkeit sind keine Fälschungen. Außer natürlich die Gauck-Behörde unterschlägt bewußt einzelne Akten, damit ein bestimmtes Bild entsteht. Aber für diesen Verdacht müßtest Du zumindest Indizien bringen. Dass Akten vor Eröffnung der Behörde verloren gegangen sind bzw. vernichtet wurden, ist bekannt. Aber das ist dann keine Fälschung der Akten mehr.

----> fälschungen in akten gibt es mit sicherheit.
in meinem fall wurde das von der stasi selbst gemacht.

Das ist bekannt. Daher ja auch der geringe Glaubwürdigkeitsgehalt der Akten. Ich hatte Dich aber so verstanden, als wolltest Du sagen, dass es NACH 1990 (von wem auch immer) Fälschungen und Manipulationen an den Akten gab. Diese Behauptung solltest Du zumindest mit Indizien belegen.

Wenn Du aber nur sagen wolltest, dass es VOR 1990 Fälschungen und Manipulationen an den Akten gab, dann stimme ich Dir zu. Das ist ja bekannt und wird von Wissenschaftlern bei ihrer Analyse und Bewertung der Akten auch berücksichtigt.

also , zum besseren verständnis :

  1. die stasi hat ua. akten - die sie selbst angelegt hat,
    gefälscht. nicht in jedem fall - aber oft genug.

  2. ich habe nicht gesagt, daß die gauck behörde selbiges
    nach 1990 gemacht hat. zumindest habe i c h dafür
    kein indiz.

  3. ist es selbst für mich als betroffener - schier unmöglich,
    festzustellen oder - zu lassen, wer was wann wissentlich
    falsch dargestellt hat - in meinen akten.

  4. habe ich den eindruck, daß akten teilweise so angelegt
    wurden, daß für den fall des zusammenbruchs - der ja dann
    kam - viele menschen die observiert wurden, in erklärungs-
    notstand kommen. ---- die krux an der sache.
    …und zeigt die perversität dieses dienstes

und zum schluss ein kleines beispiel :

ich finde also in ostberlin - bei meinem termin in der ruschestrasse ( 09 - 16.30 ) - in meinen akten eine abschrift
eines von mir gefertigten schreibens. dieses schreiben - also
mein handschriftliches - war aber nicht in der akte. das gab es aber - und ua. hatte ich genau danach gesucht. nicht auffindbar.
nur eine abschrift eben…

ich habe die kollegin dort - die mich den tag über betreute, damit konfrontiert. sie konnte nicht mehr als das zur kenntnis nehmen. was ja auch normal ist. es war ein recht brisantes schriftstück welches ich im jahre 1985 selbst schrieb, an allerhöchste militärische stelle - mit politischem sprengstoff.
soviel sage ich mal dazu.

heute gibt es dieses original nicht mehr - und niemand - nicht mal ich, kann zu hundert prozent sagen, ob diese abschrift genau das widergibt, was ich seinerzeit formuliert habe.

das ist nur ein beispiel -------

  1. war es schlamperei ?
  2. methode ?

darüber können sich nun die gelehrten streiten.

mein eindruck , und das betone ich hier an dieser stelle, mein eindruck ist, daß dieser dienst im verlaufe seiner tätigkeit
sich die strategie der „verbrannten erde“ zu eigen gemacht hat,
und in dem moment wo sie es taten sehr genau wußten, daß es einer
menschenwürdigen betrachtungsweise nie wird standhalten können.

für mich ist meine akte die perfide chronologie einer diktatur.
mehr nicht.

…es gab aber ua. uni rektoren, die sind in den freitod gegangen, weil ihre akten „zweifelsfrei“ nachgewiesen haben, daß
sie für eben diesen dienst gearbeitet hätten…

und somit nicht mehr tragbar waren…

…was sich in diesem fall aber als irrtum herausstellte - nur eben zu spät…

gruss vom tom