ich suche eine Idee für meinen Psychologie-Kurs.
es geht darum uns 90 min aufzustellen und irgendetwas statistisch festzuhalten, was idealerweise im Bereich des menschlichen Verhaltens liegt. Habt ihr eine Idee? Also wenn es jetzt regnen würde würde ich zum Beispiel die Leute zählen die aufgrund des Wetters ein trauriges Gesicht ziehen, obwohl es ja an dem Wetter nichts ändert. Sowas eben. Vielen Dank schon mal!
Gibt da ein Buch mit Titel „Verlust des Miitgefühls“ (von einem Psychoanalytiker namens Gruen), das sich u.a. am Beispiel der KZ-Überlebenden sehr mit Statistik befasst. Es gibt nämlich eine winzige Minderheit unter solchen Menschen, die die Zeit im KZ nachträglich als die glücklichste in ihren Leben bezeichnet - warum? läßt sich anhand Statistik mitnichten klären. Ist vielleicht für Deinen Lehrer interessant, um ihm die totale Haltlosigkeit der gesamten akademischen Psychologie aufzuzeigen…
Ich schliesse mich da uneingeschränkt meinem Vorredner an.
So viele Mitmenschen es gibt , so viele Ansichten gibt es .
als Beispiel : ein toller Sommertag , ich freue mich das es schön warm ist , mich freuen 25° im Schatten und dann kommt da einer und flucht , boooh wie heiss , ich kann nicht mehr …
Das vorgelegte Beispiel hinkt auch , denn beispielweise ein Landwirt hat riesen Spass wenn es regnet , seine Frucht wächst .
dem nächsten schenkst du ein Ticket für sein Lieblingsfussballverein und hat einen riesen spass , der nächste sagt . was soll ich denn damit und ist angepisst , weil er den Fussballhype nicht mag.
Und dann wird zu einer tollen Familienfeier geladen , es gibt Schweinebraten mit lecker Kroketten und Wintergemüse , eine Person steht auf und geht kommentarlos , wird nie wieder gesehen …
warum , weil er nicht gefragt worden ist ob er das mag , es gibt viele die essen kein Schwein und vertragen kein Wintergemüsse .
und genau so könnte ich hier den Webspace die nächsten 2 Stunden mit Beispielen verbrennen …aus dem Stehgreif könnte ich ohne Probleme und lange nachzudenken noch gut 10 solcher Dinge aufzählen , wo eine Person Ja , die nächste Nein sagt , obwohl man oberflächlich sich darüber keine Gedanken macht.
Zusätzlich zu den anderen Antworten noch etwas (ich bin keine Psychostudentin sondern Biostudentin, allerdings haben wir da in der Verhaltensforschung auch Beobachtungen gemacht):
Such dir ein Merkmal aus, das möglichst eindeutig ist. „Ein grantiges Gesicht“ liegt im Auge des Betrachters, einerseits, weil jeder in eurer Gruppe es anders empfindet, weil ihr keine ordentliche Grenze zwischen gut und übel gelaunt ziehen könnt, weil ihr nicht wisst, wie der Mensch den ihr beobachtet „im Durchschnitt“ schaut, weil Gesichtsmuskulatur beim Nachdenken/alleine sein eher entspannt ist und darum von vornherein eher grantig als freundlich aussieht usw…
Ihr müsst etwas finden, was eindeutig ist, vermutlich am besten „ja oder nein“, besonders, wenn es um Beobachtungen geht.
Ich erinner mich an Beobachtungen wie „welche Personengruppe [da müssen vorher die Einteilungen klar gestellt werden] geht bei rot über die Ampel“, „halten Männer oder Frauen einer Person (Mann oder Frau) mit vollen Händen eher die Tür auf“ oder „wird einer vermeindlich Schwangeren ein Platz in der vollen Bahn angeboten“ - natürlich alles grobe Fragestellungen.
Man muss möglichst alle Faktoren bis auf den zu untersuchenden ausschließen können (was natürlich bei Verhalten nie zufriedenstellend machbar ist).