da per TV zu Stauffenberg aktuell Bezug genommen wird, besteht der Bezug zu Inlandspolitik durch die sponsorenden Interessengruppen.
…Im Grunde nebensächlich sich über dieses Etikett zu unterhalten…
Aber: Was mich in diesem Zusammenhang seit Jahren interessiert:
Wer von den teilnehmenden Personen hat Informationen aus der Zeit, über die diskutiert wird, aus „erster Hand“? Oder wer kann Zeitzeugen glaubhafte Auskünfte entlocken?
Eins vorweg, um meine Position darzulegen: Mir fehlt grundsätzlich jegliches objektives Urteilsvermögen, egal zu welcher Sache, wenn mir es unmöglich ist, jegliche ungefilterte Information zu Thematik zu erlangen. So verhält es sich für mich zumindest auch bei dieser, und ich bin überrascht, wie es manchem gelingt trotz dieser Löchrigkeit abschliessende Erkenntnisse zu gewinnen.
Das Thema ist sehr brisant, da man zwangsläufig auch einen Schwenk zu den K-Lagern machen muß und die Funktionsweise hinterfragen muß.
Warum bedarf es einer technisch aufwendigen Menschenvernichtungsmaschinerie, wenn durch einen jeweils einzigen Schuß gleiches Ergebnis erzielt würde?- Mir nicht erklärbar!
Warum wußten die allermeisten Deutschen nichts von dieser Menschenvernichtungsmaschinerie?, und waren nach der Information nach Kriegsende durch die Siegermächte, wie vor dem Kopf gestoßen?
Ich habe meine Großeltern zu der Thematik gefragt. Mehrmals intensiv, mit der Bitte um Offenlegung aller Details. Für mich bis dato die einzigen „Zeitzeugen“ ausgenommen von weiter unten zitierter Quellen.
Nun äusserten sich meine Großeltern in einer Art und Weise, wie sich Lebensversicherungsnehmer zu Ihrem Vertrag äußern, nachdem ein anderer Versicherungsagent einige Zeit nach Abschluß des Vertrages offenbart, daß sie einem Schwindler aufgesessen sind.
Hat das jeder verstanden?
Mit Beendigung des Krieges, hat man einen Krieg verloren, aber der Schuldige, war noch nicht derjenige, den wir heute dafür hinstellen.
(In diesem Zusammenhang sollte man mal nachlesen, was Churchill vor Kriegsbeginn mit den Deutschen zu tun beabsichtigte, das war, so wie ich es gelesen habe, keinesfalls ehrenwert)
Also was war denn wirklich los, nach der Weltwirtschaftskrise?
Eine Weimarer Republik, deren Redelsführer, den Rückhalt in der Bevölkerung verloren hatten. Diese, durch Armut und Not gepeinigt, suchte dringenst nach Alternativen.
Da ich mir sicher bin, mit Abkürzungen Klischees zu bedienen, sei mir erlaubt, mal eine Langschreibweise mitzuteilen: National -Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands oder Kommunistische Partei Deutschlands.
Also Parteien, die sich zwar gegenseitig konkurrierten aber jeweils einen Sozialistischen respektive Kommunistischen Gedanken in sich trugen.
Jetzt meine Frage: Kann man Menschen, zumal der Deutschen Bevölkerungsmehrheit, aus dieser Zeit wahrhaft vorwerfen, nach Auswegen aus der Massenarbeitslosigkeit der Not und dem Elend zu suchen?
Als Kind, habe ich mich stets gefragt, wieso es unsere Vorfahren erlaubten, sich nicht nur Deutschland sondern Europaweit gegen Menschen einer Glaubensrichtung auszusprechen und deren Übersiedlung nach Madagaskar zu forcieren, was dann aber wohl ausartete und nicht mehr als schlichte Lebensraumsveränderung in den Geschichtsbüchern Eintrag fand.
Die Eine dieser genannten Parteien, instrumentalisierte das deutsche Volk, in eben dieser Glaubensrichtung den Urheber ihrer Misere zu sehen, und versuchte dies Anhand der gegebenen Eigentumsverhältnisse der europäischen Printmedien und der Offenlegung der sog. „Weisen des Zion“ zu beweisen.
Die andere Partei, logischerweise durch Eigennutz Widersacher der ersteren, sattelte auf die bolschewistische Bewegung Russlands auf, ebenfalls mir der Absicht der nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen der Deutschen Bevölkerung. (Das ist im Übrigen stets die proklamierte Absicht einer Partei, die sich zu irgendeiner Wahl stellt)
Die hautnahen Erfahrungen der Weltwirtschaftskrise, also der verallgemeinerte Verlierer, das einfache Volk, welches kurz vor Toresschluß noch dazu animiert wurde per Kredit Aktien zu kaufen, mit dem Versprechen, selbigen durch die zu erwartenden Kurssteigerungen, den Kredit nebst horrender Zinsen leicht zurückzahlen zu können, und im Gegensatz dazu, der Gewinner, eine durch die Weltwirtschaftskrise keinesfalls gebeutelte, statt dessen reich gewordene zahlenmäßig sehr kleine identifizierbare elitäre Schicht, taten ihr übriges.
Scheinbar stellt heute Letztere Rückübereignungsansprüche für die aus dieser Zeit gewonnenen oder gefestigten Reichtümer, womit ebenfalls der Bezug zu Inlandspolitik besteht.
Also eine wirkliche Parteinahme kann ich, zum guten Schluß, erst finden, nachdem ich mehr in der Art „Geschichte eines Deutschen“ Sebastian Haffner ISBN: 3423308486 Buch anschauen gelesen, aber sodann auch seinen Gegenpol mit seiner damals wohl auflagenstarken weltweit bekannt gewordenen Literaur studiert habe. (warum ich das in D. nur mir der kommentierten Fassung darf, (wer glaubt eine Erklärung dafür zu haben?), sind die D. nach Meinung der Siegermächte zu dumm für den richtigen Erkenntnisgewinn? also, ich weiss nicht…)
(Mir ist bis heute nicht bekannt, wie ein Gericht ein gerechtes Urteil finden konnte, nachdem nur der Ankläger frei argumentieren durfte, aber dem Verteidiger nur erlaubt wurde, gefilterte Informationen beizusteuern.)
Da fällt mir noch was ein. Zu den Nürnberger Prozessen, wurden die „Köpfe“ angeklagt und verurteilt.
Mir wäre heute aber ein Verfahren recht, in dem in gleicher Form das deutsche Volk angeklagt wird und ihm die Gelegenheit gegeben wird, sich zum Sachverhalt zu äußern und zu verteidigen.
Ich krieg irgendwie das Gefühl nicht los, daß dieses Verfahren einen absolut anderen Ausgang haben würde als die Nürnberger Prozesse.
In jedem Fall nehme ich an, nachdem alle hier Urteilssuchenden die gleichen Informationen bekommen haben, auch alle zum gleichen Schluß kommen werden, sich auf halbem Weg in der Mitte treffen.
Auch in unserer rechtschaffenden Welt, wird nicht jedem die Reputation zuteil, die er verdient, dem einen vermeintlich etwas mehr (Stauffenberg) dem anderen demgegenüber etwas weniger (Thälmann), …ach ja den gabs ja auch noch…denn der war auch gegen diese National-Sozialisten!
Gruß Torsten
PS
ich stelle mir gerade vor, wie jemand als „National-Sozialist“ beschimpft oder bezeichnet wird. Merkt ihr was? Diesem Wort fehlt der Schrecken.
Ist es der Schrecken, den wir mit dem Wort „Nazi“ seit Jahren ins Hirn projiziert bekommen haben?
Allerletzer Gedanke:
Meine Großeltern, da ich sie oben zitiert habe, fanden ebenfalls nichts abstoßendes an diesem Wort. Sie waren (ein sicherlich instrumentalisierter) Teil einer Bewegung, die dem deutschen Volk Wohlstand versprochen hatte.
Sie haben mit dem heutigen Bild, der uns überlieferten Informationen über Faschisten oder Nationalsozialisten nichts aber auch gar nichts gemeinsam, weil sie ein winziges Glied einer Kette waren, bei der nur die (oder ein Teil der) Spitze die abgrundtiefe Wahrheit, so es sie so gegeben hat, wie wir heute glauben, kannte.
Und offensichtlich waren sie, wie die zahlenmäßig überwiegende Mehrheit Deutschen (s. Wahlergebnisse), bis Ende 1937, Gewinner des Systems!