Stellenanzeigen, wie ernst gemeint?

Hallo,

da ich viele Bewerbungen geschrieben habe und entsprechend viele Absagen bekommen habe, frage ich mich wie erst die Anzeigen gemeint sind.

Ok, ein Knackpunkt ist natürlich mein Alter (im Jini 52).

Aber ich habe von verschiedenen Leuten gehört, dass ca. 70 bis 80% aller Anzeigen nur geschaltet werden, um den mitberwerbern zu zeigen, uns gehts gut.

Hab ihr diese Version schon mal gehört?

Auch auf Messen wurde deutlich gesagt, wir suchen nicht, obwohl Stellenanzeigen am Stand ausgehängt waren.

Gruß Volker

Hallo Volker,

Hab ihr diese Version schon mal gehört?

Auch auf Messen wurde deutlich gesagt, wir suchen nicht,
obwohl Stellenanzeigen am Stand ausgehängt waren.

welche Branche meinst Du?

Unsere Personalmenschen würden einen Schei**dreck machen sich solch einen Berg von Arbeit ans Knie zu nageln.

Nein. Bei uns und auch anderen mir bekannten Chemiefirmen hab ich noch nichts davon gehört.

Gandalf

Hallo Volker

kein Mensch ist so blöd, Anzeigen zu schalten, für Stellen, die es
nicht gibt.

Dein Problem ist das Alter. Leider.

Es werden 25-jährige gesucht, aber die dann mit 30 Jahren Erfahrung.

Vielleicht versuchst Du es beim Alter mal mit einem Zahlendreher?

Viel Glück bei Deiner Suche!

Gruss
Heinz

Hi,

Arbeitssuche scheint mir bei dir ein seit langem anhaltendes fundamentales problem zu sein, deshalb rede ich hier mal ausfuehrlicher.
(…)

Ok, ein Knackpunkt ist natürlich mein Alter (im Jini 52).

Redest du dir das dauernd ein, oder hat man dir das schon MEHRFACH gesagt? Kann es sein, dass diese Negativhaltung in deinen Bewerbungen indirekt rueberkommt?
War das evtl. nur vorgeschoben, und der wahre Grund ist ein Anderer?
Moeglicherweise bist du nicht sonderlich flexibel (mein Eindruck)
Soll nur ein Denkanstoss sein, brauchst nicht zu antworten.

Aber ich habe von verschiedenen Leuten gehört, dass ca. 70 bis
80% aller Anzeigen nur geschaltet werden, um den mitberwerbern
zu zeigen, uns gehts gut.

man sieht schnell, dass das totaler Schwachsinn ist, wenn man sich mal vor Augen haelt, dass eine Stellenanzeige

  1. fuer die Firma sehr teuer ist,
  2. fuer die Firma viel Arbeit nach sich zieht.

Hab ihr diese Version schon mal gehört?

Noch nie.

Auch auf Messen wurde deutlich gesagt, wir suchen nicht,
obwohl Stellenanzeigen am Stand ausgehängt waren.

Das kann theoretisch sein, wenngleich ich es nicht glaube.
Ein Zettel ist schnell am Messestand aufgehaengt und kostet nichts.

Mal was Anderes:
Hast du schon mal an ein StellenGESUCH gedacht?

  1. Nicht teuer (fuer Privatleute im oberen 2stelligen Bereich)
  2. Deutlich bessere Ausgangssituation (von wegen Alter…)
  3. Zugang zu Stellenangeboten, die noch gar nicht formuliert oder erwogen worden sind,
  4. Zugang zu internen Stellenangeboten, die nie die Oeffentlichkeit erreichen.
    Durch gezieltes Stoebern in den Stellengesuchen sparen sich viele Firmen grosse Geldbetraege. Und wenn der an sich geignete Kandidat 52 ist, ja was soll’s…

Gruss,

Hallo,

erstmal vielen Dank für eure schnellen Reaktionen.

Ja, meine Arbeitslosigkeit dauert jetzt 4 Jahre.

Ich habe mich in dieser Zeit sowohl in der Industrie beworben als auch an Schulen und habe verschiedene Krankheitvertretungen wahrgenommen, also räumlich flexibel.

Ich selbst bin nicht auf diese Interpretation gekommen, ich konnte mir auch nicht vorstellen,dass Firmen Geld inverstieren um zu blenden.

Die Info kam von einem Organisator einer solchen Messe und da ich diese These gelegentlich mal in die Runde geworfen habe wurde sie von verschiedenen Leuten bestätigt.

In der Industrie ist klar mein Alter ein Problem, aber auch laufen noch Bewerbungen (nach telefonischer Anfragen ob sinnvoll).

Im Lehrerjob hab ich das Problem, dass ich halt 15 Jahre in der Industrie war, keine Fortbildungen als Lehrer habe (warum auch, die Fa. lief, wurde dann aber geschluckt), außerdem meine Examensnote (für heutige Verhältnisse ) nicht so prall war.

Jetzt erarbeite ich mir durch dieses Springen durch die BRD halt wieder langsam die Chance auf eine feste Stelle, da jeder Zeitjob mich auf der Hühnerleiter nach oben bringt. Aber Zeitjobs in einem anderen bundesland zählen nicht!

Also, ich liege nicht auf der faulen Haut und schmolle!

Gruß Volker

Hallo Volker

kein Mensch ist so blöd, Anzeigen zu schalten, für Stellen,
die es
nicht gibt.

Hallo Heinz,
dann schau mal in die FAZ, wieviele Anzeigen eine bekannte Firma in Bayern schaltet. Ich sag nur die mit dem Stern.
Grüße
Almut

H
man sieht schnell, dass das totaler Schwachsinn ist, wenn man
sich mal vor Augen haelt, dass eine Stellenanzeige

  1. fuer die Firma sehr teuer ist,
  2. fuer die Firma viel Arbeit nach sich zieht.

Hab ihr diese Version schon mal gehört?

Noch nie.

Hallo helge,
ich kenn einige dieser Firmen, und das wird aus der Porto-kasse bezahlt.
Alleine aus der Sonntagsbeilage der FAZ kann ich Dir locker 10-15 Anzeigen zeigen, die nur eine Aussage haben „Uns gehts gut“
Grüße
Almut

Hallo Volker,

Aber ich habe von verschiedenen Leuten gehört, dass ca. 70 bis
80% aller Anzeigen nur geschaltet werden, um den mitberwerbern
zu zeigen, uns gehts gut.

Das halte ich für wenig plausibel. Zeitungsanzeigen kosten richtig Geld. Auch auf Messen wird ganz deutlich nach Bewerbern Ausschau gehalten. Wenn man Dir sagt, dass gar kein Bedarf bestünde, liegt das an Deinem Alter und an der vierjährigen Arbeitslosigkeit, nur will man Dir das nicht sagen. Ich habe verschiedentlich in den Medien gehört und gelesen, dass es Firmen gibt, die gezielt nur Personen einstellen, die über 50 sind. Also gib die Hoffnung nicht ganz auf.

Alles Gute

Nordlicht

Hallo,
ich arbeite selbst in dem Bereich, schalte auch Anzeigen für mein Unternehmen. Manche Firmen machen solche Anzeigen kurz vor Messen, um sich eben vor allem in Fachblättern zu profilieren. Ansonsten ist wirklich der Preis ein Gegenargument.

Grüße
Simone

Hallo,

das kann sein, dass die damalige Aussage sich auf Messen bezog, an die Details kann ich mich nicht mehr erinnern, aber Dein Posting untrstützt zumindest diese These.

Vielleicht sind 70- 80% zu hoch gegriffen, aber offensichtlich auch ist die Vermutung nicht ganz daneben.

Ich hatte kaum mit so vielen Re´s in so kurzer Zeit gerechnet, aber weitere Meinungen sind mir sehr willkommen.

Nochmal deutlich: ich weiss dass ich mein „Verfallsdatum“ überschritten habe und dass mir das eine Firma selten direkt sagt.

Ich wiederhole mich, ich habe per Telefonkontakt Firmen gefunden, die sagten, das Altern ist nicht wichtig. Diese Bewerbungen laufen noch.

Nur habe ich keine Lust mehr Bewerbungen zu streuen wenn ich erkennen kann,dass es nicht passt.

WEnn mir ein Arbeitsberater sagt, gib in ´ne Suchmaschine „Physiker“ ein und du findest hunderte Stellen.Er es sich aber nicht anhört weshalb ich mich dort nicht sinnvoll bewerben kann, weil…

  • Alter, wenn „bis 35 Jahre“ gefragt, soll ich mich da bewerben?
  • aus der Alternative (Ingenieur) und der Aufgabenstellung klar hervorgeht, dass ein Dipl.-Ing gesucht ist
    usw.
    An meiner räumlichen und aufgabenbezogenen Flexibilität liegt es nicht, ich lerne noch gerne dazu.

Gruß Volker

Bist du dir da sicher?
Hi,

darf ich mal ganz dezent nach einem beispiel fragen, oder nach einem Grund, weshalb ein Unternehmen so etwas tun sollte?
Gruss,

Hi,

dann schau mal in die FAZ, wieviele Anzeigen eine bekannte
Firma in Bayern schaltet. Ich sag nur die mit dem Stern.

Die suchen wirklich!
Das ist zur neulichen Entlassungswelle nur scheinbar ein Widerspruch.
Gruss,

Dipl.-Ing vs. Dipl.-Phys.
Hi,
(…)

aus der Alternative (Ingenieur) und der Aufgabenstellung
klar hervorgeht, dass ein Dipl.-Ing gesucht ist

Ja was denn nun?
Gerade sagtest du noch, du willst dazulernen, und jetzt diese Aussage?
Nach Jahrzehnten Berufserfahrung sollte ein Physiker aber locker in der Lage sein, als Dipl.-Ing zu „agieren“.
Auch aus Sicht der Firmen ist es oft belanglos, ob man nun Physiker oder Ingenieur ist.
Gruss,

Hallo,

da ich viele Bewerbungen geschrieben habe und entsprechend
viele Absagen bekommen habe, frage ich mich wie erst die
Anzeigen gemeint sind.

Hallo Volker,

selber habe ich mit Stellenangeboten aus online-Stellenbörsen mehrfach folgende leicht irritierende Erfahrung gemacht:
Ich bewerbe mich auf eine dort ausgeschriebene Stelle, bekomme nach kurzer Zeit eine Absage ("… haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden."). Nach wenigen Tagen ist die gleiche Stelle wieder in der gleichen (vermutlich kostenlosen) Stellenbörse angeboten. Wie jetzt?:
War der andere Bewerber ein totaler Fehlgriff? Soll ich mich erneut bewerben? Oder haben die vielen hoch bezahlten Personaler am Ende einfach hin und wieder zu viel Langeweile?

Gruß, Martin

Hallo Martin,

selber habe ich mit Stellenangeboten aus online-Stellenbörsen
mehrfach folgende leicht irritierende Erfahrung gemacht:
Ich bewerbe mich auf eine dort ausgeschriebene Stelle, bekomme
nach kurzer Zeit eine Absage ("… haben wir uns für einen
anderen Bewerber entschieden.").

Das ist eine normale Floskel. Sollen sie Dir schreiben, dass Du zu alt, zu schlecht, zu blöd, zu teuer, zu männlich, zu blond oder zu was auch immer warst?

Nach wenigen Tagen ist die
gleiche Stelle wieder in der gleichen (vermutlich kostenlosen)
Stellenbörse angeboten. Wie jetzt?:

Und? Nicht jeder, der sich bewirbt, wird eingeladen. Manchmal wird aus der ersten Runde keiner(!) eingeladen. Manchmal springt der einzige erfolgreiche Bewerber zur Konkurrenz ab. Es gibt viele Gründe, warum eine Stelle ggf. jahrelang nicht besetzt wird.
Und: Stellenanzeigen sind für Unternehmen niemals kostenlos. Ein Bewerbungsvorgang kostet insgesamt minimum 4-stellige Summen. Da macht sich kein Unternehmen einen Spass daraus. Aber: Einen ungeeigneten Kandidaten zu nehmen kostet schnell 5-6-stellige Summen.

War der andere Bewerber ein totaler Fehlgriff? Soll ich mich
erneut bewerben?

Wenn Du bereits abgelehnt wurdest? Machst Du Witze?

Oder haben die vielen hoch bezahlten
Personaler am Ende einfach hin und wieder zu viel Langeweile?

Das mit Sicherheit nicht. Nebenbei: Meist ist letztendlich die Fachstelle entscheidend, nicht der Personaler.

Grüße
Jürgen

1 „Gefällt mir“

Hallo,

leider reicht es nicht, dass wir beide wissen, dass ein Physiker sich das Wissen eines Ing.-s aneignen kann.
Die Ausbildung ist sehr viel praxisbezogener, d.h. Bedienung von Maschinen, Konstruktionszeichnungen, Berechnung von Bauteilen etc.
Als Physiker hast Du zwar die Basis, aber die Einarbeitungszeit ist für die Firmen zu lang und rechnet sich nicht mehr in meinem Alter.
Zudem wird ein Ing. schlechter bezahlt als ein Dipl.-Physiker.
Gruß Volker

Hallo,

Das ist zur neulichen Entlassungswelle nur scheinbar ein
Widerspruch.

Dann lös doch bitte den Widerspruch auf, bin gespannt!
Gruß Volker

AG’s
Hi,

Das ist zur neulichen Entlassungswelle nur scheinbar ein
Widerspruch.

Dann lös doch bitte den Widerspruch auf, bin gespannt!

Börsennotierte Aktiengesellschaften (in diesem Beispiel handelt es sich um so eine) können nicht „einfach so“ längerfristig planen. Die hangeln sich von Quartalsergebnis zu Quartalsergebnis, und wenn es nicht so gut läuft, von Monatsergebnis zu Monatsergebnis.
Das Problem hierbei ist, dass Aktionäre JETZT Geld sehen wollen, und nicht in einem Jahr oder gar noch später.
Ich arbeite selber in einer AG.
Es ist teilweise frappierend, wie die Tatsache „AG zu sein“ einer Planung zum langfristigen Wohl der Firma entgegensteht.

Gruss,

Hallo Martin,

selber habe ich mit Stellenangeboten aus online-Stellenbörsen
mehrfach folgende leicht irritierende Erfahrung gemacht:
Ich bewerbe mich auf eine dort ausgeschriebene Stelle, bekomme
nach kurzer Zeit eine Absage ("… haben wir uns für einen
anderen Bewerber entschieden.").

Das ist eine normale Floskel. Sollen sie Dir schreiben, dass
Du zu alt, zu schlecht, zu blöd, zu teuer, zu männlich, zu
blond oder zu was auch immer warst?

Hallo Jürgen,
ich halte nicht viel von Floskeln; wenn tatsächlich jemand meint ich sei für die von ihm angebotene Stelle zu blond, habe ich Nichts dagegen, das so mitgeteilt zu bekommen.

Nach wenigen Tagen ist die
gleiche Stelle wieder in der gleichen (vermutlich kostenlosen)
Stellenbörse angeboten. Wie jetzt?:

Und? Nicht jeder, der sich bewirbt, wird eingeladen. Manchmal
wird aus der ersten Runde keiner(!) eingeladen.

Dann kann man den abgelehnten Bewerbern schreiben, dass sie nicht in die engere Wahl gekommen sind; aber die oben zitierte Floskel „… haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden“, ist in dem Fall eine Lüge.

Es gibt viele Gründe, warum eine Stelle ggf. jahrelang nicht
besetzt wird.

Bei Tausenden von gut qualifizierten, arbeitswilligen und flexiblen Arbeitsplatzlosen in vielen Berufen und Branchen halte ich das für fragwürdig.

Und: Stellenanzeigen sind für Unternehmen niemals kostenlos.

Ich glaube nicht, dass die bei den Arbeitsagenturen geschalteten Stellenangebote den Stellenanbieter Geld kosten.

Ein Bewerbungsvorgang kostet insgesamt minimum 4-stellige
Summen. Da macht sich kein Unternehmen einen Spass daraus.

Aber: Einen ungeeigneten Kandidaten zu nehmen kostet schnell
5-6-stellige Summen.

War der andere Bewerber ein totaler Fehlgriff? Soll ich mich
erneut bewerben?

Wenn Du bereits abgelehnt wurdest? Machst Du Witze?

Das hast Du richtig verstanden: die Frage war rhethorisch.

Grüße, Martin

Hallo helge,
ich habe 2 Jahre bei einem Engineering-Dienstleister gearbeitet. Ich weiss, welche Unternehmen wirklich suchen und welche nur schalten, um zu zeigen, „ja, es geht uns gut.“ Und ich bin mir sicher. Wenn Du weitere Angaben möchtest, mit konkreten Unternehmen, dann mail mich bitte an.
Grüße
Almut