Stillen im Lokal

Hallo…

offensichtlich ein ziemlich emotionales Thema…
Ich kenn mich da nicht aus, also klärt mich ruhig mal auf:
Was (ausser dem Prinzip) spricht gegen abgepumpte Milch?

Dann kann man nicht mehr rumprollen „Hey, seht her, ich bin jetzt MUTTER! Ich hatte ungeschützten Geschlechtsverkehr, welch Leistung!“…

Ich sag nicht, daß alle so drauf sind, aber es sind soooo viele…

Außerdem: Was spricht dagegen, sich zum Stillen, wenn man denn schon einen Säugling mit ins Restaurant nehmen muß und wenn man denn schon auf abgepumpte oder ausnahmsweise mal nicht-Muttermilch verzichten muß, in eine ruhige Ecke zu verziehen?

Weiters bin ich überzeugt davon, daß man so dezent stillen kann, daß es niemand mitbekommen muß. Das stört dann auch niemanden.

Genauso wenig wie Kinder in einem Restaurant stören, die es eben nicht in einen Abenteuerspielplatz verwandeln. Viele Restaurants haben ja Spielecken - is doch super, da können sie toben. Aber nicht unter meinem Tisch.

Restaurants sind nunmal Orte, an denen man - McD u.ä. mal ausgenommen :smile: - ungestört und in Ruhe in angenehmer Atmosphäre essen und trinken möchte. Wer das nicht akzeptieren mag, hat da nix verloren.

Dieses ganze „Hach, Kinder sind nun mal so“ Gesülze geht mir auf den Sack und ist imho maximal egoistisch. Es darf jeder Kinder so toll finden wie er möchte, aber das anderen aufdrücken zu wollen… asig.

Gruß,

Malte.

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Hallo Malte,

Weiters bin ich überzeugt davon, daß man so dezent stillen
kann, daß es niemand mitbekommen muß. Das stört dann auch
niemanden.

die meisten Frauen stillen ihre Kinder so, daß nur die davon gestört werden, die gestört werden wollen. Mich persönlich stören Raucher am Nachbartisch, die ungefragt meine Luft verpesten tausendmal mehr als stillende Mütter.

Restaurants sind nunmal Orte, an denen man - McD u.ä. mal
ausgenommen :smile: - ungestört und in Ruhe in
angenehmer Atmosphäre essen und trinken möchte. Wer das
nicht akzeptieren mag, hat da nix verloren.

Das magst Du vielleicht so sehen, aber viele Eltern nicht. Soll ich Jahre auf den Besuch eines Restaurants verzichten oder immer Babysitter anstellen?!
Zudem sind längst nicht alle Kinder so drauf wie beschrieben.
Nebengedanke:
Im Mittelmehrraum ist es mehr als üblich, daß Kinder selbst zu später Stunde auch in Restaurants umgehen, nicht unbedingt leise und - oh Wunder - niemand (außer vielleicht einige nordische Touristen) nimmt Anstoß daran. Man kann also auch etwas gelassenenr an die Sache gehen wie ich finde.

Dieses ganze „Hach, Kinder sind nun mal so“ Gesülze geht mir
auf den Sack und ist imho maximal egoistisch. Es darf jeder
Kinder so toll finden wie er möchte, aber das anderen
aufdrücken zu wollen… asig.

Hm, man kann es aber auch so sehen:
Alle, die Kinder nervig finden, weil sie nun mal so sind und denen sie auf den Sack gehen sind asig und gehen mir auf den Sack. Wie findest Du diese Argumentation?!

Ich erinnere mich noch mit Gausen an eine Großtante von mir, die immer sagte: Kinder darf man sehen aber nicht hören
M.E. der größte Blödsinn.

Gandalf

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Hallo Bommel

Was (ausser dem Prinzip) spricht gegen abgepumpte Milch?

Stillen ist weit mehr als pure Nahrungsaufnahme.
Es ist ein sehr intimer Kontakt und ein sehr intensiver Austausch zwischen Mutter und Kind. Ein Fläschchen geben ist weit weniger emotional als Stillen.
Außerdem empfinden viele Frauen das Abpumpen als unangenehm oder es geht bei ihnen schlicht nicht (wie bei meiner Frau).

Gandalf

Hallo, wie oft is(st) Mutter im Restaurant? Wohl höchstens einmal am Tag, eher einmal die Woche… Droht dem kind dann direkt psychischer Schaden? Ich kenn mich da nicht aus, erklärts mir ruhig.

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Hallo allerseits!

Servus Iris,

daran hat sich niemand zu stören, und wenn doch, dann ist das sein Problem.
Stillen ist die natürlichste Sache der Welt.
gruß Richard

Schaut doch bitte mal in der Kategorie WITZE den Beitrag USA
an! Da geht es um Stillen in der Öffentlichkeit. Ich stille
mein Baby auch im Restaurant und hab mir nie was dabei
gedacht. Un jetzt kommen mir Bedenken… Nicht, dass ich jetzt
die ganze Zeit daheim sitze - das seh ich nicht ein. Aber ein
ungutes Gefühl hab ich schon, dass sich manche Leute echt
soooo daran stören…

Was sagt ihr dazu?

Grüßle, IRIS

Hi,

Weiters bin ich überzeugt davon, daß man so dezent stillen
kann, daß es niemand mitbekommen muß. Das stört dann auch
niemanden.

die meisten Frauen stillen ihre Kinder so, daß nur die davon
gestört werden, die gestört werden wollen.

Der „Fall“, der hier weiter unten beschrieben wurde, liest sich nicht so.
So lange das so ist, wird sich auch kaum jemand beschweren.

Mich persönlich
stören Raucher am Nachbartisch, die ungefragt meine Luft
verpesten tausendmal mehr als stillende Mütter.

Siehste, so hat jeder seine Ansprüche. Mit Rücksichtnahme funktioniert das meistens ganz gut, nur scheint’s hier im Thread oft so, als seien Mütter von dieser Rücksichtnahme ausgeschlossen, und das finde ich überhaupt nicht.

Restaurants sind nunmal Orte, an denen man - McD u.ä. mal
ausgenommen :smile: - ungestört und in Ruhe in
angenehmer Atmosphäre essen und trinken möchte. Wer das
nicht akzeptieren mag, hat da nix verloren.

Das magst Du vielleicht so sehen, aber viele Eltern nicht.

Ich scheine damit nicht so ganz allein zu stehen…

Soll ich Jahre auf den Besuch eines Restaurants verzichten
oder immer Babysitter anstellen?!

Nein, keineswegs. Wie erwähnt, es gibt ja genug Möglichkeiten, Rücksicht zu nehmen.

Zudem sind längst nicht alle Kinder so drauf wie beschrieben.

Auch richtig. Wie gesagt, meine Lübecker Lieblings-Brunch-Lokalität hat in einer Ecke, also ab vom hauptsächlichen Betrieb, aber trotzdem hell und einsehbar, einen kleinen Minispielplatz eingerichtet. Find ich toll, damit sind alle glücklich.

Im Mittelmehrraum ist es mehr als üblich, daß Kinder selbst zu
später Stunde auch in Restaurants umgehen, nicht unbedingt
leise und - oh Wunder - niemand (außer vielleicht einige
nordische Touristen) nimmt Anstoß daran. Man kann also auch
etwas gelassenenr an die Sache gehen wie ich finde.

Im Mittelmeerraum sind auch noch ganz andere Sachen üblich, die ich als unglaublich distanzlos empfinde :smile: Nochmals die Frage: Was ist schwer daran, mal Rücksicht zu nehmen auf andere Gäste, die ihre Ruhe haben wollen?

Dieses ganze „Hach, Kinder sind nun mal so“ Gesülze geht mir
auf den Sack und ist imho maximal egoistisch. Es darf jeder
Kinder so toll finden wie er möchte, aber das anderen
aufdrücken zu wollen… asig.

Hm, man kann es aber auch so sehen:
Alle, die Kinder nervig finden, weil sie nun mal so sind und
denen sie auf den Sack gehen sind asig und gehen mir
auf den Sack. Wie findest Du diese Argumentation?!

Ist eine gültige Meinung :smile: Ich bin bloß im Zweifelsfall in solchen Angelegenheiten für zurückstecken. Das ist schlichte Höflichkeit.

Ich erinnere mich noch mit Gausen an eine Großtante von mir,
die immer sagte: Kinder darf man sehen aber nicht hören

Mit welchem Recht willst Du mir vermeidbares Kindergeschrei aufzwingen?

Das Ganze ist doch das alte Spiel mit der eigenen Freiheit und der des anderen.

Ein Satz noch zur „Intimität“ des Stillens: Ich bin mir sicher, es schadet dem innigen Verhältnis zwischen Mutter und Kind in keinster Weise, wenn es ausnahmsweise mal keine Muttermilch aus der Brust gibt. Es schadet dem intimen Verhältnis zwischen mir und meiner Freundin ja auch nicht, wenn ich sie im Restaurant ausnahmsweise mal nicht auf dem Tisch vögel :wink:

Entscheidend ist für mich persönlich ganz einfach mein Anspruch, in Ruhe bei angenehmer Atmosphäre ungestört etwas essen und trinken zu können.
Das ist nicht so allzu viel verlangt, oder? Dieser Anspruch steht, wie oben schon erwähnt in keinem Widerspruch zu dem Anspruch von frischen Eltern, mal essen zu gehen. Wenn man nur will, dann geht das.

Und wenn mir jemand diesen Anspruch nicht zugestehen möchte, dann schau ich, was ich dagegen tun kann - als letztes Mittel muß ich dann eben je nach Störfaktor gehen.
Ich gehe nicht so oft essen, aber bisher war sowas immer irgendwie gütlich lösbar.

Gruß,

Malte.

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Hallo Bommel,

die Saugtechniken sind an Flasche und Brust recht unterschiedlich. Im Schlimmsten Fall kann es zu einer Saugverwirrung kommen und das Baby kommt nicht mehr mit dem Trinken an der Brust zurecht.
Im Gegensatz zur Flasche ist die Milch aus der Brust immer richtig temperiert, praktisch und hygienisch verpackt und kann nicht vergessen werden.

VG,

Birgit

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Hallo bommel,

offensichtlich ein ziemlich emotionales Thema…

ja leider.

Ich kenn mich da nicht aus, also klärt mich ruhig mal auf:
Was (ausser dem Prinzip) spricht gegen abgepumpte Milch?

Ich weiß ja nicht, was Du mit dem „Prinzip“ meinst, aber abgepumpte Milch verfügt nicht mehr über die zwei größten Vorteile der „Muttermilch unterwegs“: Immer in der richtigen Temperatur und garantiert steril!

Babys brauche zwar auch ihre Portion Bakterien, um eine Darmflora aufzubauen, aber die Dosis in einer länger gelagerten Milch (auch bereits angerührte Fertignahrung sammelt schneller Bakterien, als es Babys gut vertragen) ist dann doch etwas riskant.

Und Fertignahrung hat noch einen zusätzlich ungewollten (außer von Stillgegnern natürlich) Effekt: Alles, was das Baby nicht trinkt, wird auch nicht nachproduziert. Das muss ja auch so sein, sonst könnte keine Mutter je wieder aufhören zu stillen.

Gruß, Karin

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Hallo, wie oft is(st) Mutter im Restaurant? Wohl höchstens
einmal am Tag, eher einmal die Woche… Droht dem kind dann
direkt psychischer Schaden? Ich kenn mich da nicht aus,
erklärts mir ruhig.

Nein, dem Kind droht sicher kein unmittelbarer psychischer Schaden, wenn es im Restaurant das Fläschchen bekommt. Aber die Gegenfrage sei erlaubt:
droht dir denn unmittelbarer psychischer Schaden, wenn du einer stillenden Mutter ansichtig wirst? Oder irgend jemand anderem?

Ich frage mich wirklich, inwiefern eine stillende Mutter offensichtlich das Menschenrecht auf eigene Persönlichkeitsentfaltung derjenigen verletzt, die einfach nur weggucken können, wenn ihnen das nicht gefällt.

Grüße
Uschi

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teilweise ist das nicht sachlich
Hi,

Ein Satz noch zur „Intimität“ des Stillens: Ich bin mir
sicher, es schadet dem innigen Verhältnis zwischen Mutter und
Kind in keinster Weise, wenn es ausnahmsweise mal keine
Muttermilch aus der Brust gibt.

Es ist keine Frage der Intimität. Wenn man stillt, ist das eine zweiseitige Beziehung zwischen dem Kind und der Mutter, d.h. durch das regelmäßige Stillen wird so viel Milch produziert wie das Kind braucht. Andererseits steht dann die Milch auch zur Verfügung und es tut weh, wenn man nicht stillen kann!! Solange dies nicht gestört wird, ist das nicht bemerkbar. Da meine Tochter mit 12 Monaten von einem auf den anderen Tag beschlossen hat, sich abzustillen, also nicht mehr zu wollen, kenne ich das Gefühl, Milch zu haben, aber keinen Abnehmer.

Abpumpen ist ein technischer Vorgang. Mit der Handpumpe klappt das nicht, sondern man braucht eine Pumpe. Auch damit habe ich monatelange Erfahrung, da ich ein krankes Kind hatte.

Viele Grüße
C.

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Hi,

Ein Satz noch zur „Intimität“ des Stillens: Ich bin mir
sicher, es schadet dem innigen Verhältnis zwischen Mutter und
Kind in keinster Weise, wenn es ausnahmsweise mal keine
Muttermilch aus der Brust gibt.

Es ist keine Frage der Intimität.

Oben wird es eine solche genannt.

steht dann die
Milch auch zur Verfügung und es tut weh, wenn man nicht
stillen kann!!

Ahja, und das tritt auf, wenn man’s einmal auslässt? Faszinierend.

Gruß,

Malte.

Hallo Iris,
ist schon irre, welche „Flut“ von Antworten Deine Frage nach sich gezogen hat!!!
Was machst Du Dir Gedanken über einen Artikel aus den USA (die Amis sind oftmals sehr prüde, was aber für Europa nicht gilt) oder andere Leute?!
Verlasse Dich einfach auf Dein Gefühl und stille Dein Kind dort, wo Du es möchtest. Wer es nicht sehen möchte kann doch wegsehen. Meiner Meinung nach ist es bei vielen Leuten einfach nur Neid wenn sie sich aufregen!
Ich habe meine beiden Kinder dort gestillt wo ich es wollte und niemand hat sich darüber aufgeregt! Wenn man es geschickt macht sieht sowieso kein Mensch etwas davon.

Also - keine Bedenken mehr - still weiter wo und wann Du willst!
Nichts ist schöner als eine stillende glückliche Mutter und ein glücklich saugendes Kind!

Weiter so und Gruß
Gabi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

servus bommel,
das wichtigste am Stillen ist und bleibt der direkte körperliche Kontakt zur Mutter.
Alles andere sind nur auf stofflicher Ebene feststellbare positive Faktoren.
gruß Richard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ahja, und das tritt auf, wenn man’s einmal auslässt?
Faszinierend.

Hi,

ja klar tut das weh!
Die Milch wird ja ständig produziert und wenn das Baby nicht nach einer Zeit trinkt spannt die Brust und wird hart.
Wenn man Pech hat kann sowas dann zu Milchstau und Brustentzündung führen (:frowning:(

Sue

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Ahja, und das tritt auf, wenn man’s einmal auslässt?

ja klar tut das weh!
Die Milch wird ja ständig produziert und wenn das Baby nicht
nach einer Zeit trinkt spannt die Brust und wird hart.
Wenn man Pech hat kann sowas dann zu Milchstau und
Brustentzündung führen (:frowning:(

Schon innerhalb weniger Stunden? Achja, und noch eine Frage: Wie regelmäßig trinken Säuglinge? Ist das pi mal Daumen planbar? Oder völlig chaotisch (was ich mir nicht wirklich vorstellen kann)? Wie groß sind die Abstände?

Gruß,

Malte, immer noch davon überzeugt, daß es auch ohne Belästigung anderer zu regeln ist, mit Säugling essen zu gehen. Wenn frau denn will.

Nein, dem Kind droht sicher kein unmittelbarer psychischer
Schaden, wenn es im Restaurant das Fläschchen bekommt. Aber
die Gegenfrage sei erlaubt:
droht dir denn unmittelbarer psychischer Schaden, wenn du
einer stillenden Mutter ansichtig wirst? Oder irgend jemand
anderem?
Ich frage mich wirklich, inwiefern eine stillende Mutter
offensichtlich das Menschenrecht auf eigene
Persönlichkeitsentfaltung derjenigen verletzt, die einfach nur
weggucken können, wenn ihnen das nicht gefällt.

Hiho…
Versteh mich nicht falsch, mir ist das grundsätzlich ziemlich gleich, ich geh eh nur zu Mc Donalds, da kann ich mein Tablett nehmen und gehen. Sollte mich jemals eine Frau fragen, sag ich nicht Nein, aber mich stört ein fundamentalistisches „Ich habe das Recht dazu!“ …
Freiheit endet eben da, wo sich andere belästigt fühlen, und nicht erst da, wo jemand Schaden nimmt… Belästigung ist subjektiv und der Maßstab ist der Betroffene…

Um auf die hier schon angesprochenen etwas fragwürdigen Vergleiche zurückzukommen: es nimmt ja auch keiner Schaden, wenn jemand im Restaurant in der Nase bohrt, trotzdem sollte man versuchen es nicht zu tun…

Schönen Abend noch…
B.

Die Antwort liegt irgendwo in der Mitte
Hallo Iris,

Die Antwort liegt wie immer irgendwo in der Mitte.

Ich hatte schon mal das Erlebnis in einer S-Bahn. Ein Mutter hatte dort einen Säugling auf den Armen und ich habe ihn lächelnd angeschaut. Es hat einen Moment gedauert bis ich bemerkte, dass dass sie das Kind säugte. In diesem Moment war ich peinlich berührt. Eine Frau auf die Brust zu starren macht man schließlich nicht,…oder?

Es gibt viele Dinge, die natürlich sind, die in der Öffentlichkeit aber als schlechtes Benehmen gelten, z.B. Nasebohren, Essensreste aus den Zähnen pulen, Rülpsen. Nun kann kann hier die Floskel verwenden," Schau woanders hin, wenn es dich stört!".
Schön ist es trotzdem nicht.

An der Tatsache, dass dieses Thema Emotionen weckt erkennt man, dass es Menschen gibt, die sich daran Stören, wenn in ihrem direkten Blickfeld eine Mutter die Brust auspackt und stillt.

Ich denke nicht, dass Mütter darauf verzichten sollten ihre Kinder unterwegs zu stillen. Aber dass kann auch diskret erfolgen ohne die Brust auszupacken. Ein schönes Beispiel dafür ist die Fersehwerbung für einen Mobilfunkprovider.

Gruß
Carlos

Hallo Malte!

ja klar tut das weh!
Die Milch wird ja ständig produziert und wenn das Baby nicht
nach einer Zeit trinkt spannt die Brust und wird hart.
Wenn man Pech hat kann sowas dann zu Milchstau und
Brustentzündung führen (:frowning:(

Schon innerhalb weniger Stunden?

Die Brust kann nach vier Stunden schon ziemlich hart sein - entleert man sie auch dann noch nicht, kann es zu Komplikationen führen. Die Brust wird so steinhart und prall, dass das Kind die Brustwarze nicht mehr fassen kann. Also für „natürliche Entleerung“ ist es hiermit zu spät. Da frau nicht generell eine Milchpumpe zu Hause stehen hat, wird es jetzt echt schwierig: Sie muss auf eigene Kosten eine Milchpumpe ausleihen oder aber zum Arzt, der ihr eine Bestätigung schreibt, damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Währenddessen hat die Frau schon wahnsinnige Schmerzen …
Ich hab dies einmal erlebt, aber ab diesem Tag habe ich sehr darauf geachtet, dass mir sowas nie wieder passiert!

Nein, sowas lohnt nicht für einmal ohne Stillen ins Restaurant gehen!

Achja, und noch eine Frage:
Wie regelmäßig trinken Säuglinge? Ist das pi mal Daumen
planbar? Oder völlig chaotisch (was ich mir nicht wirklich
vorstellen kann)? Wie groß sind die Abstände?

Die Abstände sind zwei bis vier Stunden. Vor zwei Generationen wurde noch gelehrt, die Säuglinge ruhig hungern zu lassen bis die vier Stunden um sind. Dann ging man über, nach Bedarf zu stillen.

Planen konnte ich in der Stillzeit nicht wirklich viel, glaub mir.

Malte, immer noch davon überzeugt, daß es auch ohne
Belästigung anderer zu regeln ist, mit Säugling essen zu
gehen. Wenn frau denn will.

Ja, das glaube ich auch, wie ich schon beschrieben habe.

Hanna

Hi Malte,

Schon innerhalb weniger Stunden? Achja, und noch eine Frage:
Wie regelmäßig trinken Säuglinge? Ist das pi mal Daumen
planbar? Oder völlig chaotisch (was ich mir nicht wirklich
vorstellen kann)? Wie groß sind die Abstände?

Oh ja, schon innerhalb weniger Stunden…das kann ich Dir sagen…*aua*
Die Abstände liegen je nach Kind verschieden, manche alle 2 Std, manche alle 3 Std. und wieder andere werden alle 4Std gestillt.
Muttermilch macht nicht so satt wie Flaschennahrung und einfach mal so eine Flasche geben verträgt der Kindliche Verdauungsapparat nicht (Bei Kindern unter 6 Monaten sind die Darmzoten noch extrem durchlässig). Abgepumpte Milch hält sich auch nicht sehr lange, wenn sie nicht gekühlt wird.

Gruß
Maja

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Abpumpen geht nicht
Hi,

Ich sprach auch nicht über die Art von Stillen,
wie es z. B. Hanna und Iris beschrieben haben. Mir ging es um
die Frauen, die sich mitten im Restaurant praktisch die
Kleider vom Leib reißen und die ‚Milchbar‘ komplett freilegen.
Das muß nun wirklich nicht sein.

einverstanden, das muss nicht sein und kann vielmehr dezent gemacht werden

Oder - so die Frau Mama die Mahlzeit abgepumpt hat - aus dem
Fläschchen.

Da sehe ich praktische Probleme.
Solange Mutter und Kind zuhause sind, legt sie das Baby an, sobald es Hunger hat. Will sie dann weg, soll sie also abpumpen. Da gibt es folgendes zu bedenken:
-ausreichend Milch hat sich noch nicht gebildet, da die Milchproduktion im allgemeinen an den exakten Bedarf des Babys angepasst ist
-nicht jede Mutter hat eine Pumpe zu Hause
==> es wird also nichts mit dem bequemen Fläschchen mit abgepumpter Milch
Nimmt man Fertigmilch aus der Packung, geht das zwar ins Fläschchen, da ergeben sich dann aber folgende Komplikationen
-nicht jedes Brustkind weiß mit einer Flasche was anzufangen (eines meiner Kinder war aber so pflegeleicht, eines partout nicht)
-wenn die normale Stillzeit erreicht ist, ist die Brust gefüllt, was zu Schmerzen führt (siehe auch oben „das ist nicht ganz sachlich“)

Die Natur lässt sich halt nicht einfach so in Konventionen stecken.

Da ich sehr gerne gestillt habe, musste ich diese praktischen Auswirkungen mal darstellen.

Viele Grüße
Cirwalda

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