Hi,
Weiters bin ich überzeugt davon, daß man so dezent stillen
kann, daß es niemand mitbekommen muß. Das stört dann auch
niemanden.
die meisten Frauen stillen ihre Kinder so, daß nur die davon
gestört werden, die gestört werden wollen.
Der „Fall“, der hier weiter unten beschrieben wurde, liest sich nicht so.
So lange das so ist, wird sich auch kaum jemand beschweren.
Mich persönlich
stören Raucher am Nachbartisch, die ungefragt meine Luft
verpesten tausendmal mehr als stillende Mütter.
Siehste, so hat jeder seine Ansprüche. Mit Rücksichtnahme funktioniert das meistens ganz gut, nur scheint’s hier im Thread oft so, als seien Mütter von dieser Rücksichtnahme ausgeschlossen, und das finde ich überhaupt nicht.
Restaurants sind nunmal Orte, an denen man - McD u.ä. mal
ausgenommen
- ungestört und in Ruhe in
angenehmer Atmosphäre essen und trinken möchte. Wer das
nicht akzeptieren mag, hat da nix verloren.
Das magst Du vielleicht so sehen, aber viele Eltern nicht.
Ich scheine damit nicht so ganz allein zu stehen…
Soll ich Jahre auf den Besuch eines Restaurants verzichten
oder immer Babysitter anstellen?!
Nein, keineswegs. Wie erwähnt, es gibt ja genug Möglichkeiten, Rücksicht zu nehmen.
Zudem sind längst nicht alle Kinder so drauf wie beschrieben.
Auch richtig. Wie gesagt, meine Lübecker Lieblings-Brunch-Lokalität hat in einer Ecke, also ab vom hauptsächlichen Betrieb, aber trotzdem hell und einsehbar, einen kleinen Minispielplatz eingerichtet. Find ich toll, damit sind alle glücklich.
Im Mittelmehrraum ist es mehr als üblich, daß Kinder selbst zu
später Stunde auch in Restaurants umgehen, nicht unbedingt
leise und - oh Wunder - niemand (außer vielleicht einige
nordische Touristen) nimmt Anstoß daran. Man kann also auch
etwas gelassenenr an die Sache gehen wie ich finde.
Im Mittelmeerraum sind auch noch ganz andere Sachen üblich, die ich als unglaublich distanzlos empfinde
Nochmals die Frage: Was ist schwer daran, mal Rücksicht zu nehmen auf andere Gäste, die ihre Ruhe haben wollen?
Dieses ganze „Hach, Kinder sind nun mal so“ Gesülze geht mir
auf den Sack und ist imho maximal egoistisch. Es darf jeder
Kinder so toll finden wie er möchte, aber das anderen
aufdrücken zu wollen… asig.
Hm, man kann es aber auch so sehen:
Alle, die Kinder nervig finden, weil sie nun mal so sind und
denen sie auf den Sack gehen sind asig und gehen mir
auf den Sack. Wie findest Du diese Argumentation?!
Ist eine gültige Meinung
Ich bin bloß im Zweifelsfall in solchen Angelegenheiten für zurückstecken. Das ist schlichte Höflichkeit.
Ich erinnere mich noch mit Gausen an eine Großtante von mir,
die immer sagte: Kinder darf man sehen aber nicht hören
Mit welchem Recht willst Du mir vermeidbares Kindergeschrei aufzwingen?
Das Ganze ist doch das alte Spiel mit der eigenen Freiheit und der des anderen.
Ein Satz noch zur „Intimität“ des Stillens: Ich bin mir sicher, es schadet dem innigen Verhältnis zwischen Mutter und Kind in keinster Weise, wenn es ausnahmsweise mal keine Muttermilch aus der Brust gibt. Es schadet dem intimen Verhältnis zwischen mir und meiner Freundin ja auch nicht, wenn ich sie im Restaurant ausnahmsweise mal nicht auf dem Tisch vögel 
Entscheidend ist für mich persönlich ganz einfach mein Anspruch, in Ruhe bei angenehmer Atmosphäre ungestört etwas essen und trinken zu können.
Das ist nicht so allzu viel verlangt, oder? Dieser Anspruch steht, wie oben schon erwähnt in keinem Widerspruch zu dem Anspruch von frischen Eltern, mal essen zu gehen. Wenn man nur will, dann geht das.
Und wenn mir jemand diesen Anspruch nicht zugestehen möchte, dann schau ich, was ich dagegen tun kann - als letztes Mittel muß ich dann eben je nach Störfaktor gehen.
Ich gehe nicht so oft essen, aber bisher war sowas immer irgendwie gütlich lösbar.
Gruß,
Malte.