Stimmt es

dass alle Juden am Hamanfest das Dankgebet Arur Haman beten müssen?

Grüße
Raimund

hallo raimund,

alter bekannter israel- und judenkritiker :wink:-:

dass alle Juden am Hamanfest das Dankgebet Arur Haman beten
müssen?

also ein hamanfest gibt es nicht als hamanfest. aber wir wissen beide, was du meinst, naemlich Purim.

zu deiner antwort, es stimmt nicht, niemand muss irgendwas beten lautet naemlich die antwort.

das purim-fest feiert den sieg ueber alle versuche, das juedische volk physich zu vernichten.

lies doch einmal die rolle esther, zu finden in der bibel auf deinem nachttisch, falls sie dort liegt.

http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/purim/esth…

und hier hast du eine ganze linkliste zu purim:

http://www.hagalil.com/judentum/feiertage/purim/puri…

wie kommst du zu deiner frage?

beste gruesse, lego

Hallo Raimund,

wo hast Du das denn her?

Es gibt kein „Arur Haman“ - Gebet, weder als Dankgebet noch als irgendeine andere Form von Gebet.

„Arur Haman“ ist eine Formulierung, die im Talmud (mündliche Tradition des Judentums) vorkommt, und zwar in dem Traktat, in dem es u.a. darum geht, wie das Purim-Fest begangen wird. (Megilla 7):

„Michajew Inisch Libesumei Bepuraja Ad Delo jada Bein Arur Haman Ubaruch Mordechai“ und heißt, daß man am Purimfest soviel trinken soll, daß man nicht mehr zwischen „arur Haman“ (wörtlich: verflucht sei Haman) und „baruch Mordechaj“ (wörtlich: gesegnet sei Mordechaj) unterscheiden kann.

Purim ist ein sehr fröhliches Fest, und ansonsten ist Alkoholkonsum im Judentum bei Festen geboten, aber klar reglementiert.

Diese talmudische Regel meint nun nicht, daß man sich sinnlos besaufen soll, sondern daß man etwas mehr trinkt, als man üblicherweise trinkt, in einen leicht schläfrigen Zustand gerät, sodaß man eben arur Mordechaj bzw. baruch Haman nicht mehr unterscheiden kann.

Der Alkoholgenuß darf aber nicht soweit gehen, daß man andere Gebote nicht mehr erfüllen kann. An Purim wird - wie an den anderen jüdischen Feiertagen - sehr reichlich gegessen. Nach dem Essen wird das „birkat haMazon“ - Gebet gesprochen (ist ein Gebot). Das ist traditionell ein ziemlich langes Gebet, das Du nicht auf die Reihe kriegen würdest, wenn Du sturzbesoffen bist. Im leicht schläfrigen Zustand geht es schon noch.

Zum Verhältnis von Torah (schriftlicher Tradition), Talmud (mündlicher Tradition) und späteren Kommentierungen sowie zum „Neuen Testament“ findest Du hier weiteres Material:
http://www.judentum.org/judenmission/judenmission/bi…

Viele Grüße

Iris

Soooo - und wieviel Sternchen gibt es jetzt :smile: ???

hallo Iris,
das war eine Aussahge eines sehr rechts stehenden. Wörtlich hieß es:
Am Hamanfeste müssen alle Juden das Dankgebet Arur Haman beten, worin es
heißt: „Verflucht sei Haman und alle Akum (Nichtjuden), gesegnet Mardochäus
und alle Juden!“

Da mir die Quelle etwas antiqiert vorkommt (beide stammen aus dem 19. Jahrhundert) wollte ich erst mal nachfragen.
Es gibt in religiösen Schriften aller Religionen Passagen, die nicht mehr in die heutige Zeit passen. Mit sichheit auch in der mosaischen.
Die Quelle ist kein Geheimnis, die kennst Du mit absoluter Sicherheit:
Auszug aus dem Talmud und Schulchan Aruch. Zusammenstellung
rabbinischer Lehren und jüdischer Sittengesetze
dem Talmud bezw. Schulchan Aruch entnommen und kommentiert von dem
Orientalisten Professor Eisenmenger
und dem Kanonikus Professor Dr. August Rohling in Prag. Veröffentlicht auf
Grund des eidlichen Gutachtens des gerichtlichen Sachverständigen
Professor Dr. Jakob Ecker in Trier.
Aus deren Büchern kenne ich nur einige Sätze, Auszüge.
Gerade deswegen sind mir deren Aussagen etwas suspekt. Sie wurden schon mal für einen „Kreuzzug“ verwendet.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Eisenmenger ist ein klassischer Vertreter des christlichen Antijudaismus:

„Offener Judenhass und Verschwörungstheorien waren in Deutschland schon im 17. Jahrhundert gut für die Karriere: Johann Andreas Eisenmenger schrieb ein Buch: „Entdecktes Judenthum Oder Gründlicher und Wahrhaffter Bericht, welchergestalt die verstockten Juden die Hochheilige Drey-Einigkeit lästern und verunehren.“ Kurfürst Johann Wilhelm (1690-1716) ernannte ihn dafür zum Professor für Hebräische Sprache. Das Machwerk erlebte noch 1893 eine Neuauflage.“

Quelle:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/12893/1.html
Auge um Auge - 2000 Jahre christlicher Antijudaismus

viele Grüße

Iris

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Verunehrung
Hallo Iris,

welchergestalt die verstockten Juden die Hochheilige
Drey-Einigkeit lästern und verunehren." KurfEst Johann
Wilhelm (1690-1716) ernannte ihn dafE zum Professor fE

Uns deutschen Christen ist es verboten, die Hochheilige Dreieinigkeit zu lästern und zu verunehren. Viel strenger noch ist uns verboten, Juden und Judentum zu lästern und zu verunehren.
Dürfen Juden die Hochheilige Dreieinigkeit lästern und verunehren? Und wird das auch getan?

Gruß,

Wolfgang Berger

hallo wolfgang,

Uns deutschen Christen ist es verboten, die Hochheilige

nur den deutschen? na da frage ich mal beim pabst nach, er wird sicher keine aussnahme dulden.

Dreieinigkeit zu lästern und zu verunehren. Viel strenger noch
ist uns verboten, Juden und Judentum zu lästern und zu
verunehren.

juden sind menschen mit ihrem eigenen glauben und auffassungen. wer redet hier eigentlich von viel strenger? in welchem sinne? denn ich glaube, beides ist hier nicht vergleichbar, also religionen mit menschen bzw gar mit einzelpersonen.

Dürfen Juden die Hochheilige Dreieinigkeit lästern und
verunehren? Und wird das auch getan?

wie verstehst du das? inwieweit willst du verunehrung verstehen? jedenfalls versichere ich dir, dass mir nicht bekannt waere, dass in der juedischen religion als ausgeuebte religion irgendwo das christentum verunglimpft wird oder gar speziell die dreifaltigkeit. es ist sogar verboten meines wissens.

was ist mit moslems, fuer die jesus zum beispiel ein phrophet ist? fuer juden ein juedischer gelehrter? fuer die christen ist jesus teil der dreifaltigkeit und zu gottes sohn erklaert auf dem 2. konzil von konstantinopel von 536. und dann waeren da noch die gruppen der atheisten und agnostiker und oder der buddhisten und … gleich alle? da soll es aber noch ganz andere geben, deren beispiele ich nicht nennen moechte, kannst dir aber einige vorfaelle/schmierereien in kirchen vorstellen. was ist mit christen, koennen nicht christen dreifaltigkeit verunehren und wie dann?

iris redet von einem bekannten antijudaisten aus einem vergangenen jahrhundert und dessen worten. seinen worten wohlgemerkt. damit ist klar, was der herr im sinn hat und redet.

der alte fritz: „ein jeder nach seiner fasson“

hillel: „was du nicht willst, das man dir tut, das tue auch keinem anderen.“

jesus: „liebe deinen naechsten wie dich selbst.“

meint alles dasselbe. und ich meine damit, dass glaubensfreiheit und meinungsfreiheit besteht. und von daher sehe ich auch keine schwierigkeit, wer an was glaubt.

beste gruesse, lego

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Hallo Iris.

„Michajew Inisch Libesumei Bepuraja Ad Delo jada Bein Arur
Haman Ubaruch Mordechai“ und heißt, daß man am Purimfest
soviel trinken soll, daß man nicht mehr zwischen „arur Haman“
(wörtlich: verflucht sei Haman) und „baruch Mordechaj“
(wörtlich: gesegnet sei Mordechaj) unterscheiden kann.

Nun stellt sich natürlich die Frage, was damit genau gemeint ist. Geht es hier nur um die Aussprache, soll wirklich verflucht werden und wer ist überhaupt heute noch Hama und Modrechaj? Wann genau hat man also genug getrunken (denn Betrunken ist ja nicht gemeint)?

Nach der Lehre bezieht sich dieses auf den Betreffenden selbst. So hat jeder eine Seite Hama in sich und eine Seite Mordechaj in sich (hier stellvertretent für die gute und böse Seite), welche in ständiger Auseinandersetzung sich befinden. Der Talmud bezieht sich nun hierauf und wir sollen zwischen beiden nicht mehr unterscheiden können. Es geht also um uns.

Schalom,
Eli

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Hallo Wolfgang.

Dürfen Juden die Hochheilige Dreieinigkeit lästern und
verunehren?

Wir dürfen allgemein nicht lästern noch schlechte Rede führen. Dieses ist ein wichtiger Grundsatz im Judentum. Ansonsten ist aus Sicht des Judentums es unwichtig, welchen Glauben Christen haben und dieses interessiert nur da, wo es auch Juden betrifft.

Und wird das auch getan?

Warum sollte es nicht getan werden. Auch Juden sind keine Engel und sicherlich gibt es auch hier welche, die dieses tun. Wo ist dabei nun das Problem? Oder willst Du hier behaupten, alle Christen würden nie schlechte Reden gegen die Juden führen?

Schalom,
Eli

hallo Iris,
das war mir klar. Denn gerade in dieser Zeit kamen viele „wissenschaftliche“ Werke auf den Buchmarkt. Es ist mir auch klar, dass so mancher Satz in der Thora und dem Talmut herausgerissen genau das Gegenteil bedeutet, als es den Schein hat.
Grüße
Raimund

hallo Eli,

Dürfen Juden die Hochheilige Dreieinigkeit lästern und
verunehren?

Wir dürfen allgemein nicht lästern noch schlechte Rede führen.
Dieses ist ein wichtiger Grundsatz im Judentum. Ansonsten ist
aus Sicht des Judentums es unwichtig, welchen Glauben Christen
haben und dieses interessiert nur da, wo es auch Juden
betrifft.

Eure Gegenr behaupten, dieser gesamte Sittenkodex (nicht töten, nicht betrügen, nicht…) nur für Juden unter Juden gilt. Dass aber gegenüber Nichtjudendiese Gesetze nicht zählen, bzw. sogar teilweise gottgefällig sind. Sie beweisen das mit Auszügen aus dem Talmut und anderen Überlieferungen.
Nun ist z.Zt. die Regierung Israels nicht gerade ein anhänger der Menschenrechte (meiner Meinung nach). So fällt natürlich so manches dieser Beweise auf nahrhaften Boden

Und wird das auch getan?

Warum sollte es nicht getan werden. Auch Juden sind keine
Engel und sicherlich gibt es auch hier welche, die dieses tun.
Wo ist dabei nun das Problem? Oder willst Du hier behaupten,
alle Christen würden nie schlechte Reden gegen die Juden
führen?

Ich glaube, da können wir uns die Hand reichen.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund.

Eure Gegenr behaupten, dieser gesamte Sittenkodex (nicht
töten, nicht betrügen, nicht…) nur für Juden unter Juden
gilt. Dass aber gegenüber Nichtjudendiese Gesetze nicht
zählen, bzw. sogar teilweise gottgefällig sind.

Wenn unsere Gegner sie daran selber messen würden, hätten wir keine Probleme mehr. Aber sie sind es ja, welche töten, betrügen … Alles andere sind typisch rechte Argumente. Mit ein bisschen Nachdenken fällt das Meisten ins sich zusammen. So müsste ja in Vergangenheit es dokumentierte Fälle davon geben, immerhin hatten wir schon immer Gegner und die haben alles und nichts gegen uns vorgebracht. Wo sind also die Belege? Nein, nach so vielen Jahrhunderten der Suche nun ausgerechnet und nur mit Israel zu kommen *g*.

Ausserdem sind es nicht MEINE Gegner, da ich sie mir nicht ausgesucht habe.

Schalom,
Eli

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Hallo Elimelech,

daß das Gesetz das Spotten allgemein verbietet, habe ich schon mal gehört, allerdings sei das Verspotten religiöser Symbole und Praktiken von Götzenanbetern = Christen generell erlaubt und zu bestimmter Gelegenheit sogar geboten. Ich weiß es ja nicht.

Und wird das auch getan?

Warum sollte es nicht getan werden. Auch Juden sind keine
Engel und sicherlich gibt es auch hier welche, die dieses tun.

Da wären wir beispielsweise wieder bei der Friedhofsfrage: wird die Schändung z.B. verlassener islamischer Friedhöfe durch israelische Staatsbürger als Straftat geahndet?

Wo ist dabei nun das Problem? Oder willst Du hier behaupten,
alle Christen würden nie schlechte Reden gegen die Juden
führen?

Spott, Karikatur und schlechte Reden gegenüber zeitgeschichtlich wirksamen Entitäten aller möglichen christlichen Konfessionen oder auch islamischer wie jüdischer Provenienz ist eigentlich von je her erlaubt, aber das meine ich jetzt gar nicht.

Spottreden gegen die jüdische Religion hingegen habe ich in Deutschland noch nie gehört, auch nicht von Rechtsextremen.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Elimelech,

So müsste ja in Vergangenheit es dokumentierte Fälle davon
geben, immerhin hatten wir schon immer Gegner und die haben
alles und nichts gegen uns vorgebracht. Wo sind also die
Belege? Nein, nach so vielen Jahrhunderten der Suche nun
ausgerechnet und nur mit Israel zu kommen *g*.

Auch ich meine, daß die Betrachtung der tatsächlichen Handlungsweise eines wie Israel im Krieg stehenden Volkes wenig über seine religiöse Moral aussagen kann.
Wenn Du allerdings Belege aus der rabbinischen Bibel- und Talmudauslegung etc. forderst, dann ist das Obskurantismus; und gegen die Juden sprechende zeitgeschichtliche Tatsachen zu fordern, dann ist das die Auschwitzkeule und das Ende der Diskussion.

Kann man nicht einfach positiv sagen, daß das jüdische Gebot der Nächstenliebe keinen Unterschied macht zwischen Juden und Nichtjuden und daß jedwede gegensprechende Schrift irgendwann für ungültig erklärte oder ohnehin nie existiert hat?

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang.

allerdings sei das Verspotten religiöser Symbole
und Praktiken von Götzenanbetern = Christen generell erlaubt
und zu bestimmter Gelegenheit sogar geboten. Ich weiß es ja
nicht.

Davon habe ich bisher nie etwas gelernt. Meinst Du wirklich? Wie stellst Du dir das vor - in dem wir Hostien schänden oder Mazzen aus Kinderblut backen? Entschuldige, dass ich mich hier etwas lustig darüber mache, aber es ist einfach Unsinn. Es gibt solche Gebote nicht, noch wird das praktiziert. Genau genommen besteht aus Sicht des Judentums kein Interesse am Christentum. Dieses ist hier keine Thema und es gibt keine Gebote noch irgendwelche Traditionen, wo das Christentum angesprochen wird.

Da wären wir beispielsweise wieder bei der Friedhofsfrage:
wird die Schändung z.B. verlassener islamischer Friedhöfe
durch israelische Staatsbürger als Straftat geahndet?

Was hat das jetzt wieder mit den Judentum zu tun? Ich weiss davon nichts und dazu musst Du jemanden fragen, welcher sich mit isralischem Recht auskennt. Aus Sicht des Judentums ist dieses ausgeschlossen, will heissen nicht erlaubt.

Spottreden gegen die jüdische Religion hingegen habe ich in
Deutschland noch nie gehört, auch nicht von Rechtsextremen.

Aha. Da habe ich schon ganz anderes gehört und jetzt stellt sich natürlich die Frage, was wir jeweils unter Spott verstehen.

Schalom,
Eli

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Hallo Wolfgang.

Kann man nicht einfach positiv sagen, daß das jüdische Gebot
der Nächstenliebe keinen Unterschied macht zwischen Juden und
Nichtjuden und daß jedwede gegensprechende Schrift irgendwann
für ungültig erklärte oder ohnehin nie existiert hat?

Also gut. Dieses war schon immer Grundsatz des Judentums: Alle Menschen sind gleich. Warum fängt die Torah mit der Schöpfung und nicht bei Awraham an? Damit wir dieses lernen!

Gerade bei der Nächstenliebe sind die Fremden mit eingeschlossen und dieses wird in den Schrift oft besonders hervorgehoben, da uns dieses ja bekanntlich schwerer fällt. Es gibt keine Unterschiede zwischen Juden und Nichtjuden. Es gibt entsprechende Meinungen in den Schriften, diese waren und sind jedoch immer die Ausnahmen gewesen und konnten sich damit nie durchsetzen. Beide können ein gerechtes Leben führen und haben damit ein Anrecht auf die kommende Welt.

Nun zufrieden?

Schalom,
Eli

Hallo Elimelech,

allerdings sei das Verspotten religiöser Symbole
und Praktiken von Götzenanbetern = Christen generell erlaubt
und zu bestimmter Gelegenheit sogar geboten. Ich weiß es ja
nicht.

Davon habe ich bisher nie etwas gelernt. Meinst Du wirklich?

Ich sage ja, weiß ich nicht. Angeblich stünden solche Sachen im Aruch Schulcham o.w.d.h.

Wie stellst Du dir das vor - in dem wir Hostien schänden oder
Mazzen aus Kinderblut backen? Entschuldige, dass ich mich hier
etwas lustig darüber mache, aber es ist einfach Unsinn. Es

Wie kommst Du da gleich auf Kinderblut und findest das dann lustig?
Ich kenne antichristliches Lästern z.B. aus dem japanischen Fernsehen, da wurde jahrelang als „running gag“ die Szene gebracht, bei der jemand vor einem großen Kruzifix kniend vertrauensvoll sein Herz ausschüttete und als Antwort mit einem Wasserschwall begossen wurde. Die Japaner fanden es witzig.

gibt solche Gebote nicht, noch wird das praktiziert. Genau
genommen besteht aus Sicht des Judentums kein Interesse am
Christentum. Dieses ist hier keine Thema und es gibt keine

Das kann ich mir gut für das Land Israel vorstellen, aber in der christlichen Diaspora müssen die Christen doch ständig Thema gewesen sein.

Aha. Da habe ich schon ganz anderes gehört und jetzt stellt
sich natürlich die Frage, was wir jeweils unter Spott
verstehen.

Ja, und unter gegen die Religion gerichteten Spott im besonderen.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Elimelech nochmal,

Kann man nicht einfach positiv sagen, daß das jüdische Gebot
der Nächstenliebe keinen Unterschied macht zwischen Juden und
Nichtjuden und daß jedwede gegensprechende Schrift irgendwann
für ungültig erklärte oder ohnehin nie existiert hat?

Also gut. Dieses war schon immer Grundsatz des Judentums: Alle
Menschen sind gleich. Warum fängt die Torah mit der Schöpfung
und nicht bei Awraham an? Damit wir dieses lernen!

Weil es ohne die Schöpfung auch keine Nichtjuden gäbe. Zur eigenen Verwandtschaft (Volksgemeinschaft) rechnet der Jude bis Abraham zurück, zur Verwandschaft mit dem Deutschen, dem Indianer, Chinesen, Eskimo usw. rechnet er bis Adam zurück. Und dann war da noch die Sache mit dem Auserwählten Volk, welches als einziges als Volk im Dialog mit Gott steht.

Gerade bei der Nächstenliebe sind die Fremden mit
eingeschlossen und dieses wird in den Schrift oft besonders
hervorgehoben, da uns dieses ja bekanntlich schwerer fällt.

Nana, auch und besonders die Deutschen werden wegen angeblicher Fremdenfeindlichkeit oft arg gescholten.

Es

gibt keine Unterschiede zwischen Juden und Nichtjuden. Es gibt
entsprechende Meinungen in den Schriften, diese waren und sind
jedoch immer die Ausnahmen gewesen und konnten sich damit nie
durchsetzen. Beide können ein gerechtes Leben führen und haben
damit ein Anrecht auf die kommende Welt.

Das mit den Ausnahmen mag sein, denn in Anbetracht des Umfanges der Schriften sind die im Internet zitierten Stellen der Gehässigkeit mengenmäßig minimal, aber warum hat oder hatte die Unmoral im Talmud Bestand?

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

Wie stellst Du dir das vor - in dem wir Hostien schänden oder
Mazzen aus Kinderblut backen? Entschuldige, dass ich mich hier
etwas lustig darüber mache, aber es ist einfach Unsinn. Es

Wie kommst Du da gleich auf Kinderblut und findest das dann
lustig?

Waren doch lange Zeit die gängigen Unterstellungen. Und Pogrome gab es deswegen sogar noch im 20. Jahrhundert - gar nicht so lange her …

Ich kenne antichristliches Lästern z.B. aus dem japanischen
Fernsehen, da wurde jahrelang als „running gag“ die Szene
gebracht, bei der jemand vor einem großen Kruzifix kniend
vertrauensvoll sein Herz ausschüttete und als Antwort mit
einem Wasserschwall begossen wurde. Die Japaner fanden es
witzig.

Ich finde es ziemlich doof, etwas geschmacklos aber Lästerung ???

Genau
genommen besteht aus Sicht des Judentums kein Interesse am
Christentum. Dieses ist hier keine Thema und es gibt keine

Das kann ich mir gut für das Land Israel vorstellen, aber in
der christlichen Diaspora müssen die Christen doch ständig
Thema gewesen sein.

Diese Meinung höre ich oft von Christen. Steckt dahinter möglicherweise der Wunsch, das Christentum möge eine so zentrale Rolle haben?

Wenn Du in einem muslimischen Land lebst, wirst Du immer wieder mit islamischen alltagskulturellen Prägungen und Äußerungen konfrontiert werden, aber das heißt doch nicht, daß der Islam in seinen Feinheiten deswegen der Mittelpunkt Deiner Beschäftigung werden muß.

Du mußt bestimmte Dinge wissen, um damit angemessen umgehen zu können. Wenn ich mich nicht drauf einstelle, daß am 25. und 26. Dezember die Läden in Deutschland zu sind, ist halt mein Kühlschrank leer.

Und kulturelle Wechselwirkungen hat es immer gegeben, wenn Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung nah beieinander leben. Um die Beziehungen und Wechselwirkungen von jüdischen Kulturen und den sie umgebenden Kulturen geht es in der neuesten Ausgabe des europäisch jüdischen Magazins GOLEM
http://www.hagalil.com/golem/diaspora/index.htm

Viele Grüße

Iris

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Hallo Wolfgang,

Und dann war da noch die Sache mit dem Auserwählten Volk,
welches als einziges als Volk im Dialog mit Gott steht.

wie bitte? Hast Du Dich schon mal mit dem jüdischen Konzept der Auserwählung beschäftigt, das auch im Archiv dieses Forums schon diverse Male vorkommt - oder zitierst Du hier christliche Vorurteile?

Gerade bei der Nächstenliebe sind die Fremden mit
eingeschlossen und dieses wird in den Schrift oft besonders
hervorgehoben, da uns dieses ja bekanntlich schwerer fällt.

Nana, auch und besonders die Deutschen werden wegen
angeblicher Fremdenfeindlichkeit oft arg gescholten.

Und was hat das mit dem Thema „Umgang mit dem Fremden“ zu tun.
Die Kritik an fremdenfeindlichen Verhalten und dem Ansteigen fremdenfeindlicher Delikte kommt schließlich von ganz unterschiedlichen Seiten ???

Das mit den Ausnahmen mag sein, denn in Anbetracht des
Umfanges der Schriften sind die im Internet zitierten Stellen
der Gehässigkeit mengenmäßig minimal, aber warum hat oder
hatte die Unmoral im Talmud Bestand?

Und warum gehst Du mit großer Selbstverständlichkeit davon aus, daß „die im Internet zitierten Stellen“ Talmudzitate sind und unterstellst minimal zugelassene Unmoral im Talmud?

fragt sich

Iris