Stoffwindeln - welche Menge werde ich brauchen?

Hallo liebe Wissende,
ich bekomme im Herbst mein erstes Kind und möchte aus diversen Gründen mit Stoffwindeln wickeln.
Leider hab ich noch nirgends (weder Bücher, Kataloge noch Internet) auch nur annähernde Angaben darüber gefunden, WIEVIELE Windeln denn so als Grundstock gekauft werden müssen. Hat hier jemand Erfahrung??
Auch bin ich mir unsicher, was besser/praktischer ist: die gestrickten Schafwollüberhöschen oder die Stoffhöschen mit Klettverschluss?
Und was genau hat sind die Vorteile der „Bindewindeln?“

Ich bin für jede Hilfe dankbar!
lg aus Österreich
Birgit

Hallo liebe Wissende,
ich bekomme im Herbst mein erstes Kind und möchte aus diversen
Gründen mit Stoffwindeln wickeln.
Leider hab ich noch nirgends (weder Bücher, Kataloge noch
Internet) auch nur annähernde Angaben darüber gefunden,
WIEVIELE Windeln denn so als Grundstock gekauft werden müssen.
Hat hier jemand Erfahrung??

Hallo,
diesen heren Anspruch hatte ich bei meinem ersten Kind auch :wink:
ich hatte ca. 20 Stück, weil ich nicht jeden Tag waschen wollte (sondern nur jeden zweiten). Gerechnet: bei Stillkindern kann man schon mal 8-10 Windeln pro Tag brauchen.
Bin dann aber ziemlich schnell auf Wegwerfwindeln umgestiegen…

Beatrix

Hallo Birgit,

ich bekomme im Herbst mein erstes Kind und möchte aus diversen
Gründen mit Stoffwindeln wickeln.
Leider hab ich noch nirgends (weder Bücher, Kataloge noch
Internet) auch nur annähernde Angaben darüber gefunden,
WIEVIELE Windeln denn so als Grundstock gekauft werden müssen.
Hat hier jemand Erfahrung??

aus der Erinnerung an die Babyzeit meiner Cousins, die 1963 - 1965 selbstverständlich mit Stoffwindeln gewickelt wurden (Pampers wurden damals noch sehr mit Mißtrauen betrachtet): rechne mal mit Minimum 20 Stück. Du musst absolut jeden Tag waschen, bzw. Windeln einweichen; Du weißt nicht, wie die Teile trocknen und ob sie schnell genug trocknen.
Es sei denn, Du hast einen Wäschetrockner. Außerdem macht so ein Baby „viel durch“. Stoffwindeln halten nichts zurück oder auf.

Auch bin ich mir unsicher, was besser/praktischer ist: die
gestrickten Schafwollüberhöschen oder die Stoffhöschen mit
Klettverschluss?

Wer je ein widerwilliges Baby davon überzeugen wollte, sich etwas über den Bauch nach oben schieben zu lassen, nimmt Ratzfatz-Lösungen. Und glaub mir - ein Kind von 12 Wochen kann sich sehr energisch unter Deinen Händen winden.

Und was genau hat sind die Vorteile der „Bindewindeln?“

Das weiß ich nicht. Die meiner Cousins wurden zum Dreieck gelegt und zwischen den Beinen durch und die langen Enden um das Bäuchlein zusammengelegt. Außerdem kam zuerst noch eine Saugeinlage drunter, wenn ich mich richtig erinnere. Und natürlich ein Strampler drüber.

Vergiss auch die Gummiunterlage für das Bettchen nicht. Und genügend Laken, Bezüge. Wie gesagt: Stoff feuchtet durch. Kann mich heute noch an die Begeisterung der Mutter erinnern, als mein Cousin fix und fertig angekleidet im Taufkleidchen kurz vor Aufbruch noch einmal ausgekleidet und neu gewickelt werden musste.

viele Grüße
Geli

… und möchte aus diversen
Gründen mit Stoffwindeln wickeln.

HI.
diesen Anspruch hatten wir auch, haben es aber nach 2 Tagen gelassen und sind auf Windeln vom ALDI (besser als Pampers, DM oder sonstwelche, alles selbst getestet, aber ist ein anderes Thema) umgestiegen.
Wir hatten uns ca. 20 Stoffwindeln angeschafft, natürlich dazu die passenden Einlagen und Plastik-Überzieher. Das Wickeln an sich war kein Thema, unsere Kleine liess alles brav zu, aber wenn diese Windel mal voll war, was ja durchaus so ein paar male am Tage geschieht, dann kannst Du meist das ganze Kind umziehen, weil der Body versaut ist, dazu oft auch die andere Kleidung. Stoffwindeln halten nun mal nicht wirklich viel zurück, auch mit dicken Einlagen. Und ob das alles wirklich soooo viel besser ist als Einwegwindeln? Die Sauerei und Arbeit beim Waschen mal aussen vor, aber ich geh lieber ein paar Windeln kaufen und unser Kind hat bislang keine Probleme damit.
Überleg es dir gut, bevor Du dich in allzu grosse Umkosten wegen der Stoffwindeln stürzt, wenn Du nicht wirklich überzeugt bist, es durchzustehen und Ahnung davon hast, was Du da machst…

Hallo Birgit

Falls du aus oekologischen Motiven zu Stoffwindeln greifst, gebe ich
dir meine Zweifel bekannt, ob diese tatsaechlich umweltfreundlicher
sind. Das viele Waeschewaschen verbraucht Strom, Wasser und belastet
die Umwelt mit Waschmitteln.
Ich habe die Bilanzen nicht verglichen. Und du?

Gruss, Tychi

Hallo,

da wird es ja Zeit, daß auch mal jemand positiv über Stoffwindeln spricht…:wink:
Wir wickeln/wickelten unsere beiden Jungs mit Stoffwindeln (System „Popolino“, Frottee-Windel mit Klett und Druckknöpfen zur Größenregulierung - die Windel ist universell, darüber eine Gummiwindel mit Klett und Druckknöpfen - die Gummiwindel in drei Größen), allerdings nicht ausschließlich. Nachts und für unterwegs verwenden wir Aldiwindeln (die Stoffwindeln halten die Nacht nicht durch, die Flüssigkeitskapazität ist halt deutlich kleiner und unterwegs ist es ganz praktisch, wenn man keinen „Müll“ - gebrauchte Windeln - heimschleppen muß).
Das Ganze braucht ein wenig Übung, wenn die Windel nicht richtig sitzt läuft sie schnell aus (der unten beschriebene Effekt). Hat man den Dreh aber raus, sind sie so sicher wie jede Einmalwindel (versaute Kleidung gibt es nur bei Durchfall - da halten aber auch Einmalwindeln nicht dicht) und fast genauso schnell. Waschmachiene und Trockner sind natürlich unverzichtbar (Winter und Regenwetter).

Wir haben so 20 bis 30 Windeln und drei Überhosen jeder Größe. Beides hat beide Jungs überstanden (der Kleine wird langsam trocken), und nun sind die Klettverschlüsse langsam am Ende. Aber die Windeln werden noch saugute Lappen abgeben! Wir haben uns die Windeln zur Geburt des Ersten schenken lassen (anstatt fünzig Strampler, Mützen, Bodys etc - diese Sachen bekommt man auf Flohmärkten für sehr wenig Geld), der Kostenvorteil war dadurch enorm! Die Windelzahl war mehr als ausreichend, länger als zwei, drei Tage sollte man sie nicht ungewaschen lassen - allein schon geruchstechnisch.

Ich muß jetzt noch ein wenig arbeiten - aber wenn Du Fragen hast, nur zu.

Gruß Stefan

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Hallo Birgit,

  1. ich habe Stoffwindeln benutzt, weil meine Kinder
    in Südafrika geboren sind.
  2. Ohne Trockner kaum zu machen (es geht nicht mal nur ums
    rechtzeitige trocknen, auch darum, dass die Windeln schnell
    beim Lufttrocknen bretthart werden; d.h. dann braucht man
    wieder Weichspüler).
  3. Tychi hat Recht: umweltmäßig gesehen sind Stoffwindeln
    Quatsch. FALLS die Windeln abgeholt und außer Haus gewaschen
    werden (also nicht von dir), dann kann es in etwa hinkommen
    (allerdings sind diese Windeldienst nicht billig und man braucht
    wirklich gute, die in der Nähe sind - besonders an langen Wochenenden
    braucht man auch wieder mehr bzw. hat dreckige Windeln in Einweich-
    eimern rumstehen). Windelservice sagen aber, wieviele und welche
    Windeln man anschaffen soll (meist bei ihnen).
    PS: @Tychi: Wieso hast du das mal ausgerechnet??
  4. Wenn dich das alles nicht abschreckt:
    Mach dich daraufgefasst, dass euch in den ersten Monaten
    an vielen Tagen selbst diese wenige Arbeit (Windeln großzügig
    entleeren, einweichen, in die Waschmaschine stopfen, in den
    Trockner stopfen, falten, wegräumen), zuviel werden wird.
    Es gibt Tage, da kommt man nicht dazu. Und mit Stoffwindeln
    (das wurde ja auch schon angesprochen) hast du unweigerlich
    mehr nasse Kleider, nasses Bettzeug etc. (wenn du Glück hast,
    u.U. auch braune Hosen, braunes Bettzeug :wink: )
    Von daher sind 20 Windeln das absolute Minimum. Oder man
    hat Wegwerfwindeln für Notfälle und wenn man unterwegs ist.

Ich weiß nicht genau, was du mit Bindewindeln meinst.
In Südafrika (und England) sind Windeln aus Frottee.
Es gibt eine besondere Technik zum Falten, unterschiedlich
für Jungs und Mädchen, mit einer großen Sicherheits-Sicherheits-
nadel zum Zusammenhalten. Diese Windeln machen einen Riesenhintern.
Bei kleinen Babies verhindern sie oft sogar das Strampeln!

Ich habe mir damals aus Deutschland Windeln schicken lassen,
die von der Form her wie große Damenbinden waren. Dazu gab
es Plastikfolien, die man wie Bikinihöschen an der Seite
geknüpft hat. Für uns damals der ideale Kompromis, aber
eben nur weil es in SA noch kaum Wegwerfwindeln gab.

Gruß
Elke

Hallo,

… und möchte aus diversen Gründen mit Stoffwindeln wickeln"

Die Sache mit den „diversen Gründen“ lässt Böses ahnen. D.h. es gibt offenbar eigentlich keine konkrete Notwendigkeit und feste Überzeugung sondern eher so ein Bauchgefühl. Und dies kann dann schnell zu einem teuren Spaß werden. Denn während Du jederzeit ohne großen finanziellen Verlust weg von Einwegwindeln kommst, legst Du bei Stoffwindeln und dem ganzen Zubehör erst mal richtig Geld auf den Tisch. Und das ist weg, wenn Du nach wenigen Tagen feststellst, dass Du mit dir, deinem Baby und eurer gemeinsamen Zeit besseres als Wickeln und Wäschewaschen anstellen kannst.

Meine Frau und ich sind ja neulich erst in relativ hohem Alter Eltern geworden, und kennen diese Thematik aus unzähligen Storys von Freunden und Bekannten. Meine Güte, was gab es da alles für tolle Vorstellungen, was so ein Kind alles braucht und was man alles nicht machen darf. Glücklicherweise holte die Realität die meisten Eltern recht schnell wieder ein und die Kinder entwickelten sich vernünftig. Einige Eltern blieben recht verbiestert, und man kann die lieben Kleinen heute nicht mit der Kneifzange anfassen.

Wir haben uns das immer aus der Distanz belustigt angesehen, und gehen jetzt vermutlich etwas abgeklärter und gelassener an das Thema Elternsein heran, und haben z.B. Stoffwindeln nach den Negativerfahrungen anderer nie ernsthaft in Erwägung gezogen (da habe einige richtig Geld gelassen, durchgezogen hat es im Bekannten- und Verwandtenkreis über die ganzen Jahre hinweg niemand ohne triftigen Grund, wie z.B. Allergien). Die Pampers nehmen keinen Platz weg, müssen nicht ständig durchs Haus geschleppt und irgendwo verstaut werden (die Packung steht einfach neben dem Wickeltisch), sind in Windeseile gewechselt, und landen im Eimer der bei Bedarf geleert wird. Die Klamotten überstehen diverse Windelwechsel unbeschadet und wenn wir mit dem Kleinen unterwegs sind müssen wir keine Säcke voll Zeug mitschleppen. Die Ersatzwindel passt nebst Creme in jede etwas größere Handtasche.

Also immer locker bleiben (das überträgt sich auf die Kinder). Wir genießen jedenfalls ganz entspannt mit unserem Kleinen jede Minute.

Gruß vom Wiz

Leider hab ich noch nirgends (weder Bücher, Kataloge noch
Internet) auch nur annähernde Angaben darüber gefunden,
WIEVIELE Windeln denn so als Grundstock gekauft werden müssen.
Hat hier jemand Erfahrung??
Auch bin ich mir unsicher, was besser/praktischer ist: die
gestrickten Schafwollüberhöschen oder die Stoffhöschen mit
Klettverschluss?
Und was genau hat sind die Vorteile der „Bindewindeln?“

Ich bin für jede Hilfe dankbar!
lg aus Österreich
Birgit

Hallo Elke

PS: @Tychi: Wieso hast du das mal ausgerechnet??

Hab’ ich ja nicht. Ich habe es Birgit vorgeschlagen, einmal darueber
nachzudenken.

Gruss, Tychi

Hallo Birgit,

ich bekomme im Herbst mein erstes Kind und möchte aus diversen
Gründen mit Stoffwindeln wickeln.

dazu möchte ich Dir zunächst mal viel Glück wünschen.

Leider hab ich noch nirgends (weder Bücher, Kataloge noch
Internet) auch nur annähernde Angaben darüber gefunden,
WIEVIELE Windeln denn so als Grundstock gekauft werden müssen.
Hat hier jemand Erfahrung??

Ich habe mit 18 Windeln angefangen, habe aber danach noch einige nachgekauft.

Auch bin ich mir unsicher, was besser/praktischer ist: die
gestrickten Schafwollüberhöschen oder die Stoffhöschen mit
Klettverschluss?

Ich habe seinerzeit sogenannte Wickelfolien verwendet. Da wurde die Windel (eine Tuchwindel) wie eine Damenbinde gelegt (das wurde zu meiner Zeit vor fast 27 Jahren noch beschrieben) und auf die Wickelfolie gelegt. Danach wurden die Zipfel rechts und links verknotet.

Das hat sowohl bei meiner Tochter als auch später bei meinen beiden Neffen super funktioniert. Schmutzige Windeln kamen nach kurzem Auswaschen in einen dicht schließenden Eimer, der halt via Waschmaschine geleert wurde, sobald nur noch ein Tagesvorrat (im Schnitt 6 Windeln, wenn keine Katastrophen anstanden) vorhanden war. Außer bei einem schweren Durchfall und starken Blähungen meiner Tochter in der Stillzeit ist auch nie „die ganze Wäsche“ verschmutzt gewesen.

Und was genau hat sind die Vorteile der „Bindewindeln?“

Vielleicht meinst Du das, was ich oben beschrieben habe, mit „Bindewindeln“, da kann ich nichts zu sagen.

Aber eines möchte ich noch ergänzen zu Trockner und Co. Wir haben nie mit dem Trockner die Windeln trocknen lassen. Erstens hatten wir keinen (und ich will auch heute noch keinen). Zweitens hatte ich das Glück in einer eher trockenen Wohnung zu wohnen, so dass das Trocknen auch im Winter kein Problem war. Und drittens saugen Windeln aus dem Trockner fast so schlecht wie weichgespülte Windeln! Das ist das allerwichtigste. Die Dinger sind nämlich gar nicht so schlecht wie unten berichtet, offensichtlich haben alle ihre Versuchsergebnisse damit verschlechtert, dass sie mit falschen Hilfsmitteln versucht haben, die Windeln weich zu kriegen. Das geht nämlich auch ganz einfach (bei den Windeln, die wie ein Tuch geformt sind und dann gefaltet werden), indem man sie beim Abnehmen von der Wäscheleine (d.h. nach dem Trocknen) ein-/zweimal ausschlägt, bevor man sie zusammenlegt.

Gruß, Karin

Hi Karin,

Ich habe seinerzeit sogenannte Wickelfolien verwendet. Da
wurde die Windel (eine Tuchwindel) wie eine Damenbinde gelegt
(das wurde zu meiner Zeit vor fast 27 Jahren noch beschrieben)
und auf die Wickelfolie gelegt. Danach wurden die Zipfel
rechts und links verknotet.

Eben die hatten wir auch.

Aber eines möchte ich noch ergänzen zu Trockner und Co. Wir
haben nie mit dem Trockner die Windeln trocknen lassen.
Erstens hatten wir keinen (und ich will auch heute noch
keinen). Zweitens hatte ich das Glück in einer eher trockenen
Wohnung zu wohnen, so dass das Trocknen auch im Winter kein
Problem war. Und drittens saugen Windeln aus dem Trockner fast
so schlecht wie weichgespülte Windeln!

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Das ist das
allerwichtigste. Die Dinger sind nämlich gar nicht so schlecht
wie unten berichtet, offensichtlich haben alle ihre
Versuchsergebnisse damit verschlechtert, dass sie mit falschen
Hilfsmitteln versucht haben, die Windeln weich zu kriegen.

Nein, Trockner und kein Weichspüler ging sehr gut.

Das
geht nämlich auch ganz einfach (bei den Windeln, die wie ein
Tuch geformt sind und dann gefaltet werden), indem man sie
beim Abnehmen von der Wäscheleine (d.h. nach dem Trocknen)
ein-/zweimal ausschlägt, bevor man sie zusammenlegt.

Vielleicht lags am südafrikanischen Klima, aber das Ausschlagen
hat an der Härte des Materials wirklich kaum was verändert.
Und ich weiß, ich bin von Hause aus faul, aber Wäsche
auf- und abhängen ist schon viel zeitaufwändiger wie in den
Trockner stopfen.

Gruß
Elke

Hallo Birgit,

da hier ja inzwischen eine regelrechte pro/contra Diskussion angefangen hat, hier auch noch kurz mein Senf:

Ich wollte auch aus „diversen Gründen“ mit Stoffwindeln anfangen. Da meine Kleine wider Erwarten termingerecht kam, hab ich’s dann mit dem Windelservice nicht mehr zu einem Termin geschafft. Danach dann 3 Monate entzündete Milchgänge und da hatte ich alles andere im Kopf als das Windelthema. Tja und nun hab ich mich natürlich an die Wegwerfwindeln gewöhnt…(Faulheit, Trägheit und überhaupt:wink:

Außer Windelservice kam bei mir nichts anderes in Frage, da mir diverse Leute bestätigten, daß ich mich ohne Trockner totarbeite (und wenn man dann keinen großen Garten zum Aufhängen hat;-( Folglich solltest Du einen Trockner besitzen!

Das Umweltthema hält sich wohl die Waage. Ich hatte vorher so viel darüber gelesen, daß das kein Argument sein kann (weder pro noch contra).

Selbst das mit dem Wundwerden kann man laut diverser Ärzte wohl nicht an den Windeln festmachen. Scheint auch total umstritten zu sein, welche Windeln wohl eher zum Wundwerden veranlassen.

Bleibt für mich schlichtweg „das bessere oder sagen wir natürlichere Gefühl“, also quasi keine Chemie an den Hintern etc. Und dann etwas, was mich jetzt noch beschäftigt (und ich deswegen immer noch überlege vielleicht umzuschwenken):

Stoffwindelkinder werden eher sauber.

Meine privaten Umfragen und das, was ich gelesen und sonst noch gehört habe, kamen zu diesem Ergebnis. Und das wäre für mich immer noch ein schlagendes Argument. Und die Zeitraumunterschiede sollen sehr groß sein.

Ach ja, auch finanziell gibt es angeblich keine großen Unterschiede, denn das wäre für mich noch ein wichtiger Punkt.

Dies alles nur, falls Du durch die Beiträge hier vielleicht am Zweifeln mit Deiner Entscheidung bist. Ansonsten sorry, daß ich keine Deiner eigentlichen Fragen mangels Erfahrung beantworten konnte.

Um Antworten zu finden würde ich erstens ein bißchen rumgooglen auf diversen Babyseiten (Nike hat da mal ne schöne Liste zusammengestellt, glaub die ist in der FAQ), und zweitens z. B. mal die Lotties-Leute anrufen, die Dich auch ohne daß Du gleich etwas kaufst sicherlich gut beraten. Günstiger gibt’s die Stoffwindeln z. B. auf Babymessen (dort sind mir erhebliche Rabatte angeboten worden) oder auch via Ebay. Oder schau einfach mal, ob sich in Deiner Nähe ein Windelservice befindet.

Alles Gute euch beiden und eine schöne Schwangerschaft!

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo Christiane,

Stoffwindelkinder werden eher sauber.

Nein, das kannst du so nicht sagen. Mein Bruder und ich waren beide Stoffwindelkinder, ich wurde mit 22 Monaten sauber, er mit knapp 3 Jahren.
Meine Große war mit ca. 26 Monaten tagsüber zuverlässig sauber und trocken (erste Bestrebungen ihrerseits mit ca. 1 3/4 J.), nachts mit ca. 2 1/2 Jahren. Ganz ohne Zwang und Drill, versteht sich. Meine Kleine wird im Sommer 2 und fängt ebenfalls jetzt an, sauber werden zu wollen. Beide werden/wurden mit Wegwerfwindeln gewickelt.
Es mag sein, dass die windelwaschenden Eltern sich etwas mehr engagieren und vielleicht eher bereit sind, ihr Kind durchaus stündlich auf Toilette oder Töpfchen zu setzen und das Kind dann „sauber“ ist - aufgrund elterlichen Timings. Zumindest wurde mir diese Vorgehensweise von der älteren Generation bestätigt, dass es vielfach so gehandhabt wurde (tw. kaum dass das Kind sitzen konnte).
Das ist jetzt aber alles etwas off topic.
Ich hatte mich für Wegwerfwindeln entschieden, weil es sich umwelttechnisch die Waage hält und sich kostenmäßig frühestens beim zweiten Kind im gleichen Stoffwindelsatz anfängt zu rentieren. Zeit für das ganze Gewasche hätte ich nicht gehabt, Windeldienste fand ich zu teuer (gibt es auch nur 40 km entfernt).

Viele Grüße, Heike (die hofft, dass sich das Windelthema im nächsten Jahr erledigt)

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Hallo Birgit!

Ich habe mich vor der Geburt meines Sohnes (er ist jetzt knapp 7 Monate alt) auch darüber informiert, welche Vor- und Nachteile Stoffwindeln bieten.

Dazu zwei Tipps:

1.) http://www.naturwindeln.de/index.php
Auf dieser Seite gibt es Unmengen an Infos, und es werden viele verschiedene Systeme vorgestellt. Hier schreiben ja im Grunde alle bis auf eine(n) über die „uralt“-Methode, dabei gibts mittlerweile ganz tolle verschiedene Systeme, so dass für jeden was dabei sein könnte.

2.) Die Hersteller der Windeln bzw. Online-Shops, die die Teile vertreiben. Dort bekommst Du zum einen noch weitere Infos, zum anderen schreiben die meisten auch Empfehlungen, wovon Du wieviele Teile für den Anfang brauchst.
Zum „ausprobieren“ gibts ab und zu auch Pakete mit einigen Windeln verschiedener Systeme, so dass Du erstmal einigermassen preiswert antesten kannst, ob euch das liegt.
Nach Shops kannst Du gut googeln, nach Herstellern auch. Über ebay kannst Du noch zusätzlich schauen, dort gibt es sowohl gebrauchte als auch neue Systeme.

Wir haben uns gottseidank für Wegwerfwindeln entschieden. Die Entscheidung hat unser Geldbeutel uns abgenommen, wir haben das Geld nicht auf einmal gehabt, uns fiel es leichter, jeden Monat einen geringeren Betrag zu bezahlen, auch wenn es auf die Dauer vielleicht teurer kommt.
Im Nachhinein bin ich froh, weil es wirklich zeitweise immens viel an Wäsche ist, die so ein Baby zusätzlich zur Wäsche von uns Grossen produziert. Es ist unglaublich, wie viel das ist!
Ausserdem finde ich es ausgesprochen unpraktisch, zu waschen. Unsere Maschine steht im Keller, wir wohnen im 2. Stock. Unmöglich, Baby immer mitzuschleppen (dazu ist er einfach zu schwer, das Gewicht der Wäsche kommt ja noch hinzu)! Und ständig alleine lassen geht genauso wenig.
Zudem verbringe ich die Zeit wesentlich lieber MIT ihm, statt dass ich dasitze, ihn im Laufstall parke und Wäsche falte.
Aber das muss natürlich jeder selbst wissen :wink:

Ich hoffe, meine Tipps können Dir ein wenig weiterhelfen. Leider habe ich die Links zu den Herstellern und Shops gelöscht, wir selbst brauchen sie ja nicht mehr.

Liebe Grüsse und alles Gute für die weitere Schwangerschaft!

Bine :smile:

*smile*
Hoi Birgit!

ich bekomme im Herbst mein erstes Kind und möchte aus diversen
Gründen mit Stoffwindeln wickeln.

Erstmal herzlichen Glückwunsch!!!
Ich drück Dir die Daumen, dass alles glattgeht!

und zu den Windeln… so habe ich auch mal gedacht.
Lange ist es her…
Allerdings waren meine „diversen“ Gründe damals etwas detaillierter :smile:

ähem… da ich meine Zwillinge wirklich geliebt hatte… war die Zeit mit den Stoffwindeln eher kurz :smile:

So ein Dutzend pro Kind hatte ich angeschafft… die Zeit und die Kosten waren mir damals egal - der Hintern meiner Kinder allerdings nicht!

Viel Erfolg mit Deinen „diversen“ Gründen :smile:

umweltfreundlich sind sie jedenfalls nicht unbedingt … aber vielleicht fütterst Du ja MilchPULVER :smile:

Lieben Gruss
Ulli, deren Töchter trotzdem recht schnell trocken waren…

Hallo Birgit!

Wenn man mal davon ausgeht, dass Du aus Umweltgründen Stoffwindeln benutzen willst und damit das Kind schneller trocken wird - hast Du eigentlich schon mal an „Windelfrei“ gedacht?
Soll angeblich funktionieren - ich hab es noch nicht probiert, bin wohl zu faul :wink: Aber wenn Du die Zeit hast ständig Windeln zu waschen, hast Du vielleicht auch Zeit und Muße, das auszuprobieren… :wink:

http://www.rabeneltern.org/windelfrei/windelfrei.shtml

Gruß,

M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Heike,

Stoffwindelkinder werden eher sauber.

Nein, das kannst du so nicht sagen.

Na ich hab ja geschrieben, daß dies lediglich das Ergebnis meiner privaten Umfragen und allem Gelesenem war:wink: Und Du wirst es nicht glauben, in einem Kurs erzählte die Frau neben mir, daß ihr Kleiner bereits mit 5 Monaten es vermeidet Stuhlgang in die Stoffwindel zu machen. Er bevorzugt zu 95 Prozent der Fälle den Wickeltisch. Und die Frau verdient nichts daran mich eines besseren zu belehren. Na, vielleicht Zufall?! Ich weiß es ja selbst nicht… Wenn das mit dem Sauber werden auch kein Argument mehr ist, werd ich auch bei den Wegwerfwindeln bleiben. Ist halt praktisch, vor allem wenn man viel unterwegs ist.

Mein Bruder und ich waren

beide Stoffwindelkinder, ich wurde mit 22 Monaten sauber, er
mit knapp 3 Jahren.

Wir 3 waren auch Stoffwindelkinder, aber wenn ich nun meine Mutter frage wann wir sauber waren, kommt da bestimmt ein ganz tolles Ergebnis raus (bei getrübter Erinnerung, was mir immer wieder auffällt, auch bei anderen Babythemen, denn sonst müßten wir Wunderkinder gewesen sein).

Meine Große war mit ca. 26 Monaten tagsüber zuverlässig sauber
und trocken (erste Bestrebungen ihrerseits mit ca. 1 3/4 J.),
nachts mit ca. 2 1/2 Jahren. Ganz ohne Zwang und Drill,
versteht sich. Meine Kleine wird im Sommer 2 und fängt
ebenfalls jetzt an, sauber werden zu wollen. Beide
werden/wurden mit Wegwerfwindeln gewickelt.

Gut, zugegeben, Deine Statistik spricht gegen meine:wink:

Es mag sein, dass die windelwaschenden Eltern sich etwas mehr
engagieren und vielleicht eher bereit sind, ihr Kind durchaus
stündlich auf Toilette oder Töpfchen zu setzen und das Kind
dann „sauber“ ist - aufgrund elterlichen Timings. Zumindest
wurde mir diese Vorgehensweise von der älteren Generation
bestätigt, dass es vielfach so gehandhabt wurde (tw. kaum dass
das Kind sitzen konnte).

Nun ja, da glaub ich, hat sich doch einiges geändert und zumindest ich hab da nicht vor irgendwas zu forcieren.

Das ist jetzt aber alles etwas off topic.

…und dennoch von Interesse, zumindest für die relativ „neuen“ Mütter:wink:

Ich hatte mich für Wegwerfwindeln entschieden, weil es sich
umwelttechnisch die Waage hält und sich kostenmäßig frühestens
beim zweiten Kind im gleichen Stoffwindelsatz anfängt zu
rentieren.

Ah, genau, das hatte vergessen noch an Birgit zu schreiben. Je mehr Kinder man haben möchte, desto mehr rentieren sich die Stoffwindeln.

Viele Grüße, Heike (die hofft, dass sich das Windelthema im
nächsten Jahr erledigt)

Viele Grüße,
Christiane (die noch etwas längere Zeit vor sich hat bezgl. der Windeln)

wirst es nicht glauben, in einem Kurs erzählte die Frau neben
mir, daß ihr Kleiner bereits mit 5 Monaten es vermeidet
Stuhlgang in die Stoffwindel zu machen. Er bevorzugt zu 95
Prozent der Fälle den Wickeltisch. Und die Frau verdient

Ja, und man kann ja auch „abhalten“, von Anfang an, also praktisch ganz ohne Windeln, so wie die Altvorderen es taten.

Viele Grüße

Ze

Hallo Christiane,

Und Du
wirst es nicht glauben, in einem Kurs erzählte die Frau neben
mir, daß ihr Kleiner bereits mit 5 Monaten es vermeidet
Stuhlgang in die Stoffwindel zu machen. Er bevorzugt zu 95
Prozent der Fälle den Wickeltisch.

Doch, glaube ich. Diese Angewohnheit hatten meine „Damen“ auch eine Weile. Das legte sich dann aber. Wenn die Windel aber voll war, dann musste sie schnellstens, sofort und auf der Stelle gewechselt werden. Gerade beim großen Geschäft ist es relativ egal, welche Windeln man verwendet. Selbst Wegwerfwindeln sind auch eine kurze Zeit feucht, wenn das Kind reinpullert, was meine Kleine unglaublich anwidert. Gut so.
Ich glaube am ehesten Remo H. Largo, der in seinem Buch „Babyjahre“ schreibt, dass es bei jedem Kind einen individuellen Zeitpunkt gibt, zu dem es bereit ist, sauber zu werden. Da ist eine Schwankungsbreite von etwa 2 Jahren übrigens völlig normal (das erklärt, warum jeder da eine etwas andere Wahrnehmung hat). Kinder brauchen auch Vorbilder. Wenn Mama die Klotür immer zusperrt, kann das Kind nur schwer lernen, wo man sein Geschäft verrichten sollte.
Was hier auch schon erwähnt wurde, das Kind abzuhalten, darüber hatte ich auch gelesen. Ich fand es sehr interessant. Wenn ein Kind aber so wenig schläft wie meine Große, dann bist du nachts nicht scharf drauf, auch noch aufstehen zu müssen, weil das Kind aller halber Stunde mal muss.

Viele Grüße, Heike

Hi Elke,

nur kurz zu einem Thema:

Aber eines möchte ich noch ergänzen zu Trockner und Co. Wir
haben nie mit dem Trockner die Windeln trocknen lassen.
Erstens hatten wir keinen (und ich will auch heute noch
keinen). Zweitens hatte ich das Glück in einer eher trockenen
Wohnung zu wohnen, so dass das Trocknen auch im Winter kein
Problem war. Und drittens saugen Windeln aus dem Trockner fast
so schlecht wie weichgespülte Windeln!

Das kann ich überhaupt nicht bestätigen.

Wir (meine Schwester und ich mit zwei Windelkindern) haben das in mehreren Urlauben ausprobiert, in denen ein Trockner nicht zu umgehen war (Waschmaschine im Waschsalon, Ferienwohnung ohne geeignete Trockenmöglichkeit): Die Windeln neigten deutlich mehr zum Überlaufen.

Gruß, Karin