eigentlich wollte ich nach meiner diagnose „kalkschulter“ und nach abklingen der schweren entzündung physiotherapie machen oder, wenn nötig, eine schlüsselloch op durchführen lassen.
mein orthopäde meinte aber, außer stoßwellentherapie sei alles andere die wahl zwischen pest und cholera (wörtlich), da die verkalkung aufgrund von narbenbildung wiederkäme. physiotherapie würde überhaupt nichts bringen.
Hallo Anja!
Ja, leider ist das so. das Problem liegt darin, dass die Sehnen bzw. deren Ansätze „verkalken“. D.h. die Sehnen erzeugen bei Bewegung (gleiten) einen Schmerz, der eben durch Reibung entsteht. Es gibt meines Wissens keine wie auch immer geartete manuelle Physio die da wirklich! Abhilfe schaffen würde. Die erwähnte Stoßwellentherapie (im Sinne auch eine Physiotherapie!)bringt bei vielen Patienten gute Erfolge, zumindest eine Erleichterung. Weiters bei akuten Schmerzzuständen zusätzlich Schmerzmedikamente. (z.B. Diclofenac oder Steroidinjektionen)
Bzgl. der OP hat dein Orthopäde auch recht, da der Verkalkungsprozess selbst ja nicht gestoppt wird dadurch. (allerletze Alternative)
Im bereich der TCM (traditionelle chinesiche Medizin) gibt es sehr wohl Behandlungsmöglichkeiten bzw. Behandlungsansätze. Es hilft da der Ansatz der „Frozen Shoulder“ die mit Akupunktur (Nadel) bzw. Tuina (spezielle Manualtherapie) behandelt werden kann. Allerdings ist es eine langwierige Behandlung. Erfahrung: 3 Monate wirds schlimmer, 3 Monate bleibts, 3 Monate wirds besser. Dazu muss man 2 - 3 mal/Woche zur Therapie.
Such mal in deiner Umgebung, ob da TCM-Therapeuten aktiv sind.
vielen dank für ihre antwort, aber ich kann mir schon die stoßwellentherapie nicht leisten, die tcm-behandlung wird wohl um ein vielfaches kosten.
danke für ihre mühe!
ich habe gehört, die stoßwellentherapie sei reine geldmacherei und die erfolge sehr mäßig, während andere nach der op oder cortisonspitze jahrelang beschwerdefrei sind. alle nur aus meinem bekanntenkreis.
Das tut mir sehr leid!
Bekommst du von keiner Krankenkasse einen Zuschuss? TCM ist auch bei uns in Österreich nicht immer kostenunterstützt. Aber die Eigenzahlung der Stoßwellentherapie versteh ich nicht…
Herumfragen täte ich trotzdem! Fragen kostet nix! Und die Krankenkasse tät ich auch „belagern“.
Ich wünsche dir alles Gute!
Andy
vielen dank für ihre antwort, aber ich kann mir schon die
stoßwellentherapie nicht leisten, die tcm-behandlung wird wohl
um ein vielfaches kosten.
danke für ihre mühe!
Hallo Anja,leider habe ich da gar keine Erfahrung und kann dir leider in keiner Weise weiterhelfen. Alles Gute
eigentlich wollte ich nach meiner diagnose „kalkschulter“ und
nach abklingen der schweren entzündung physiotherapie machen
oder, wenn nötig, eine schlüsselloch op durchführen lassen.
mein orthopäde meinte aber, außer stoßwellentherapie sei alles
andere die wahl zwischen pest und cholera (wörtlich), da die
verkalkung aufgrund von narbenbildung wiederkäme.
physiotherapie würde überhaupt nichts bringen.
Hallo Anja,
ich übergebe an meine Frau, die sich mit dem Thema deutlich besser auskennt als ich.
Grüße, Michael
Eine Kalkschulter entsteht meistens aus Fehlbelastung. Typische Haltung im Büro: eine Hand an der Maus, die andere an der Tastatur und der Rücken wird eingeknickt. Meine Empfehlung: Suchen Sie sich einen guten Physiotherapeuten, der ausreichend Praxiserfahrung hat. Lassen Sie nicht nur die Schulter behandeln, sondern lassen Sie sich beraten bezüglich Haltung, vielleicht auch mit Übungen. Eine Rückenschule von der Krankenkasse (wird zu 80% gesponsert) sollte auch besucht werden. Eine Kalkschulter kommt wieder, wenn die Haltung nicht verändert wird.
Eine Sehne, die eine Kalkablagerung gebildet hat, ist über lange Zeit falsch belastet worden. Der Körper hat als Schutzmaßnahme den Punkt der maximalen Belastung verdickt und aus Sehnenmaterial ist Knochenmaterial bzw. eine Kalkablagerung geworden. Stoßwellentherapie ist nett, vor allem für den behandelnden Arzt, denn das angeschaffte Gerät soll sich doch amortisieren. Ich bin selber unter anderem Physiotherapeutin und empfehle langfristig und dauerhaft die Haltung zu verändern und aktiv geeignete Übungen zu machen.
Ich habe schon genug Patienten gesehen, die erst einmal eine Stoßwellentherapie gemacht und dann mehrfach Cortisonspritzen bekommen haben. Entweder reißt die Sehne oder der Schmerz bleibt und sie gelten als therapieresistent.
Eine Kalkschulter entsteht meistens aus Fehlbelastung.
-> genau das dementieren die ärzte. aber ich kann es mir auch vorstellen. auch hatte ich nach einer nierenentgiftungskur längere zeit keine schmerzen in den schultern.
ich werde die physiotherapie in angriff nehmen. nur wie bekomme ich den kalk weg? bringt cortison da etwas?
Stoßwellentherapie ist aus meiner Sicht Therapie der Wahl, um das Kalkdepot aufzulösen. Würde ich persönlich machen lassen. Physiotherapie halte ich im Bereich des Schultergelenkes in jedem Fall für sinnvoll, gerade nach so einer heftigen Entzündung, um das Gelenk wieder voll beweglich zu machen und die Muskulatur um das Gelenk herum aufzubauen. Eine Operation würde ich möglichst lange rausschieben, der Kalk kann da theoretisch jahrzehntelang „rumliegen“, ohne dass es zu Beschwerden kommt.
Damit kenne ich mich nicht so gut aus, würde aber vor drastischen Maßnahmen wie OPs ec.alle Möglichkeiten der Naturheilkunde ausschöpfen. fasten wäre vielleicht auch ein Thema…Gute Besserung und freundliche Grüße kakmaki61
die „Verkalkung“ verschwindet von alleine, wenn die Ursache behoben ist. Dies dauert allerdings eine längere Zeit, nämlich bis zu 3 Jahre. Wenn die Entzündung abgeklungen ist, ist Cortison nicht mehr hilfreich. Bei Schmerzen bieteten sich als zusätzliche Behandlung z.B. Akupunktur oder APM an.
Hi,
es gibt einige Studien, die eine deutliche Beschwerdenlinderung bis Beschwerdefreiheit der Schmerzen nach Stoßwellentherapie berichten. In unserer Klinik machen wir das nicht, aber empfehlen das als Zwischenlösung falls der Patient keine Arthroskopie erstmal wünscht. Also, wenn du lieber noch was konservatives versuchen willst, ist die Stoßwellentherapie eine gute Lösung und vielleicht kannst du so eine OP sparren. Sonst vor einer Schulter-Arthroskopie hätte ich keine Angst, ist eigentlich ein gutes minimalinvasives Verfahren und haben mittlerweile ganz viele Orthopäde damit gute Erfahrung und Erfolgsaussichten…
nur, wie finde ich die ursache heraus? ich bin gelernte friseurin. könnte die zwangshaltung ein grund sein, auch wenn ich die vollzeittätigkeit schon vor 15 jahren aufgegeben habe?
Teilweise hat er recht. Ausgeprägte kalkschultern gehen ohne op kaum weg. Wenn man sich viel Mühe macht oder 18 Monate nix wundert man sich das in beiden Gruppen zufriedene und unzufriedene sind. Wie stark deine Beschwerden und die Lage und Ausdehnung des kalksepots spielen eine Rolle als auch dein alter Beruf Rauchen Freizeitsport und nebenerkrankungen. Letztendlich hier also wenig zu sagen. Die pp ist jedenfalls recht einfach und beschwerdearm. Wenig Risiko. Reißen kann die Sehne in allen Varianten so dass dies auch kein Kriterium ist. Die Reha nach op sorgt dafür, dass man eigentlich binnen 30 Tagen wieder fit ist.
Liebe Anja,
dazu kann ich nichts sagen. - So vom gesunden Menschenverstand her frage ich mich jedoch auch, was eine OP soll. Eine Versteifung lösen?
M. E. ist das erst einmal ein Stoffwechselproblem. Dafür ist der Orthopäde nicht ausgebildet. Finde ich schon bemerkenswert, dass er entgegen seiner Zunft von einer OP abrät. (=Positiv)
Woher kommt es, dass eine Verkalkung vorliegt? Hast Du an anderen Körperstellen auch ähnliche Beschwerden?
Frag’ doch mal einen Endokrinologen.
Liebe Grüße - Dagmar
an der op verdient er nichts, da wird der kalkherd entnommen. wirklich steif ist der arm nach der entzündung nicht mehr. die stoßwellentherapie muss privat bezahlt werden, und ich weiß, dass er sie für jedes wewehchen verschreibt. das macht mich misstrauisch. danke für deine antwort.