Struktur im KInderzimmer und Alltag

Der Verzweiflung nahe, suche ich für unseren 12jährigen Sohn Tipps und Anregungen, damit nicht jeden Tag Dinge verloren gehen, Dinge vergessen werden, Hausaufgaben gemacht werden, er irgendwohin zu spät kommt und das Zimmer spätestens eine halbe Stunde nach dem Aufräumen wie zuvor aussieht.
Auch praktikable Übungen, um sich besser zu konzentrieren und vorallem auf das, was gerade angesagt ist, wünsche ich mir.
Wir haben schon die verschiedensten Pläne, Punktsysteme, Zettel mit Erinnerungen und Wochenplänen, Belohnungs- und Bestrafungssysteme ausprobiert und es bringt einfach auf Dauer keine Besserung.

Sorgen mache ich mir vorallem darum, da er jetzt häufig schlechte Noten aufgrund von vergessenen HA, nicht für die Arbeit gelernt haben, Schulmaterialien vergessen, Ordern mit losen, fehlenden oder nicht ausgefüllten Zetteln drin, im Unterricht vor sich hinmalen, anstatt aufzupassen etc. mit nahc Hause bringt. Er befindet sich gerade im Probehalbjahr des Gymnasiums (7.Klasse)

Auf seinem Klavier übt er allerdings immer ohne Ermahnung und Erinnerung (würde er am liebsten den ganzen Tag spielen).

Er wird als hochbegabt eingestuft und ich weiß, dass viele solche Kindern Konzentrationsschwierigkeiten haben, bzw. kein Einsehen haben, gerade den „Mist“ zu lernen, wo es tausend andere interessante Sachen in der Welt zu erforschen gibt.

Also wer Ideen zur bessere Strukturierung hat, ich wäre dafür sehr dankbar.

Beste Grüße aus Berlin von Sulamith

Hallo Sulamith!

Wenn Ihr bereits erfolglos Punktepläne und Strukturhilfen benutzt habt, wird Dein Sohn zur Gattung „zerstreuter Professor“ gehören.

Zudem befindet er sich in der Pubertät, was die Sache auch nicht grade erleichtert.

Die ziehharmonikaähnlichen Zettel am Grund der Schultasche kennen wir auch zur Genüge, da kann ich Euch nur - auch wenn Dein Sohn eigentlich „zu alt“ dafür ist - zur Mama-Kontrolle raten.

Und lass Dir nicht erzählen, das sei unmöglich!

Es gibt Kinder, die benötigen ein Extra-Programm, und dazu kann gehören, dass Du mit ihm gemeinsam mittags die Schultasche auspackst, die Zettel sortierst und nach den Hausaufgaben die Klamotten wieder einpackst.

Dein Sohn setzt andere Prioritäten, und je mehr Du etwas dagegen sagst, desto heftiger wird die „Mama-Taubheit“ (ein Begriff, den Cordula Neuhaus so treffend prägte).

Es kann übrigens gut sein, dass er irgendwann den Dreh bekommt…kann aber dauern.

Es gibt übrigens Kinder, die sind wirklich nicht in der Lage ihr Kinderzimmer aufzuräumen.
Sie sehen die geballte Unordnung und können nicht beginnen, weil sie den Überblick nicht haben.

Gehen wir Eltern ihnen aber dann zur Hand und fordern sie auf „erst die Bücher ins Regal, dann…“ klappt es besser.

Also, Humor behalten und manchmal das, was man sagen möchte, herunterschlucken.
Einige, wenige, wichtige Regeln aufstellen, beim Rest (vorübergehend)helfen.

Angelika

Hi!

Ich würde es auch so machen, wie es Angelika vorschlägt. Die Mama-Kontrolle einführen und ihm nach und nach eigene Bereiche zur Verantwortung wieder selbst übernehmen lassen.

Frag mal den Klassenlehrer, welche Schülerin oder welcher Schüler so gut wie immer die Hausaufgaben hat. Vielleicht kannst du dann mit den Eltern dieses Schülers abmachen, dass du dort die Hausaufgaben erfragen kannst. Würde ich nicht immer machen, aber mal Stichprobenartig, ob dein Sohn sich auch alles gemerkt/notiert hat.

Eventuell helfen auch Zusatzaufgaben zu den Hausaufgaben, um deinen Sohn ein wenig zu motivieren ( hochbegabte langweilen sich ja häufig ). Da muss er sich dann selbstständig informieren und diese Informationen aufbereiten.

Tara

Hy,

hab das derletzt bei nem befreundeten Paar gesehen:
Deren Tochter hat ein Heft, worin der Lehrer die jeweiligen Hausaufgabe und sonstigen zu erledigenden Aufgaben einträgt, und dieses dann von den Eltern unterschrieben wird.

(Zum Glück kam zu meiner Schulzeit keiner auf so ne Idee *g*)

Aber vielleicht redest du mal mit dem Klassenlehrer deines Sprosses.

gruss

Hallo Andy!

Sulamith schrieb, dass ihr Sohn auf dem Gymnasium ist.
Das heißt, er hat praktisch jede Stunde einen anderen Lehrer.

Somit ist es nicht umsetzbar mit dem Hausaufgabenbuch, denn bei 30 Kindern hätte ein Lehrer ausschließlich mit diesem Heftchen zu tun und käme nicht mehr zum Unterrichten.

An Grundschulen wird es manchmal (nach hartnäckigen Bitten der Eltern) von den Lehrern gemacht, recht selten, aber verständlich.

Angelika

Hy Angelika,

ich habe schon gelesen, dass der Spross am Gymnasium ist.

Aber es geht hier ja nicht um 30 Kinder, sondern um das eigene. Und vielleicht beweisen die Lehrer ja für einen bestimmten Zeitraum eine gewisse Einsicht, daß diese Methode helfen könnte, um das „Vergesslichkeitsproblem“ in den Griff zu bekommen.

Einen Versuch ists allemal wert. (Vielleicht fällt dem Lehrer ja auch was anderes ein)

gruss

Hallo,

ich bin der Meinung, dass dem Kind die Zuverlässigkeit und Pflichtbewusstsein fehlen. Dies sind wichtige Charaktereigenschaften, die dem Kind in allen Lebenslagen helfen. Diese Eigenschaften können meiner Meinung nach nicht „antrainiert“ werden. Sie müssen sich wie ein roter Faden von Anfang an durch das Leben des Kindes ziehen, schrittweise anerzogen werden, und vor allem durch die Eltern vorgelebt werden.

Viele Grüße
Andreas

Hallo

wenn dein Sohn wirklich hochbegabt ist, dann ist er mit 12 Jahren in der 7. Klasse nicht richtig. Kennt ihr den Hochbegabtenförderung e.V., der hat doch jetzt auch in Berlin ziemlich aktiv. Wenn nicht, ich kann darüber Infos beibringen, bei Interesse.

Manche Hochbegabte machen regelrecht absichtlich (allerdings unbewusst, kann also nicht auf Wunsch geändert werden) alles im letzten Augenblick, mit einem Riesenchaos, da das Leben sonst zu wenig Herausforderungen bietet (zu langweilig ist).

Hinzu kommt, dass dieses Verhalten in der Schule eingeübt wird: Wenn er sein bestes zeigt, stört er die Lehrerin bei ihrem Unterricht und kommt nie dran, außerdem ist er absoluter Außenseiter. Wenn er sich nicht konzentriert und nicht aufpasst, ist er ganz guter bis mittelmäßiger Schüler. Das ist akzeptabel, also wird letzteres gemacht.

Ganz wichtig ist, dass er für seine Sachen selbst verantwortlich ist. Man muss ihn in etwa wie einen Erwachsenen behandeln. Einfach nur erklären, wofür das wichtig ist, eine gewisse Ordnung zu halten, mit logischen und der Wirklichkeit entprechenden Argumenten. Dann muss man ihn machen lassen, allerdings nicht die Aufmerksamkeit entziehen, sondern auch gucken, was er macht, damit er nicht vereinsamt!

Viele Grüße
Thea

Hallo Andreas,

ich bin der Meinung, dass dem Kind die Zuverlässigkeit und
Pflichtbewusstsein fehlen. Dies sind wichtige
Charaktereigenschaften, die dem Kind in allen Lebenslagen
helfen.

Warum sprichst du dem Kind diese „Charaktereigenschaften“ ab?

Diese Eigenschaften können meiner Meinung nach nicht
„antrainiert“ werden. Sie müssen sich wie ein roter Faden von
Anfang an durch das Leben des Kindes ziehen, schrittweise
anerzogen werden, und vor allem durch die Eltern vorgelebt
werden.

Oder man muß als Eltern damit umgehen lernen einen etwas ungeordneten Sohn zu haben? Pflichtbewußtsein und Zuverlässigkeit beschränkt sich wohl kaum auf den schulischen Bereich.

Gruß
Simone

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Hallo, Sulamith,
vielleicht hinkt der Vergleich ja ein bisschen, aber ich bin eine recht chaotische Hausfrau. Ich habe mir ein Karteikartensystem angelegt, wo ich auf jeweils eine Karte schreibe, was ich zu tun habe. Fenster putzen, Badewanne putzen udgl. mehr. Dann habe ich den Karteikasten unterteilt in Tage, Wochen, Monate und die Kärtchen einsortiert. Am Morgen eines Tages lege ich mir jeweils die Karten des Tages raus, bis abends müssen sie abgearbeitet sein und jede abgearbeitete Karte wandert in den nächsten Tag. Vielleicht kannst du das System ja für deinen Sohn modifizieren, mit Hausaufgaben machen (für jedes Fach eine Karte), aufräumen udgl. mehr. Für mich ist der Vorteil, dass ich nichts mehr vergesse, aber auch, dass ich sehe, was ich alles schaffe, wenn die Kärtchen so nach und nach verschwinden.
Gruß, Miriam

Hallo Sulamith,

was, bitteschön, machst Du heimlich in unseren Kinderzimmern ???

Wir haben auch mehrere dieser Kandidaten *seufz* und führen ständig einen Kampf gegen das Chaos, das eine fünfköpfige Familie (kein Zufall: die Eltern sind ähnlich (un-)strukturiert) täglich verbreiten kann…

Meine älteste Tochter geht in die 6. Klasse eines Gymnasiums; sie ist 10 Jahre alt (hat in der Grundschule eine Klasse übersprungen), hochbegabt und ein ADS-Träumer. Dass unsere Kinder nicht „nur“ hb sind, sondern auch noch ADS haben, wurde erst lange nach der HB entdeckt, da wir nicht wußten, dass es auch nicht-hyperaktive ADS’ler gibt. Was nicht heißen soll, dass Dein Sohn davon betroffen sein muss !

Jedenfalls sind wir sozusagen jahrelang im Ordnungskampf, auch unterstützt durch Elterntrainings bei der Psychologin und regelmäßige Elterngespräche.

Es geht tatsächlich nur so, wie Angelika schreibt: Eltern müssen mehr oder weniger dabei sein - wenn es dann einige Zeit klappt, kann man sich wieder etwas zurückziehen, bis zur nächsten Chaosphase. Es müssen klare Anweisungen gegeben werden: jetzt kommen die schmutzigen Socken in die Wäsche, dann werden die Hefte unter dem Bett hervorgeholt, jetzt wird Fach für Fach angeschaut, was heute in der Schule durchgenommen wurde (ich meine nicht, alles durcharbeiten, nur einen Blick darauf werfen - denn meistens findet sich irgendwo am Rande eines leicht angeknüllten Zettels auch die Hausaufgabe *g*), die Schultasche wird mit dem Stundenplan vor Augen für den nächsten Tag gepackt, irgendwelche Blöcke sollten nach Arbeitszetteln durchforstet werden (meine Chaostochter hat zeitweise gleich mehrere Blöcke im Einsatz, die sie zusätzlich von beiden Seiten aus benutzt *wahnsinnigwerd*), und so ungefähr einmal wöchentlich ist eine komplette Ranzenkontrolle nötig.

Das ist schrecklich mühsam, und wir halten die ganz strenge Überwachung immer nur kurz durch. Die Kinder wehren sich manchmal, ich HASSE es, aber wir sehen einfach, wie das Chaos unsere Tochter überwältigt, sobald wir etwas nachlassen. Sie bemerkt allerdings selbst sehr gut, wenn ihr alles entgleitet, und macht dann wieder mit.

Dafür sind wir in anderen Dingen zwangsläufig (denn bei drei Chaoten hat man gar keine andere Chance) etwas großzügiger: unsere Kinder müssen nicht jeden Tag ihre Zimmer aufräumen, ich möchte lediglich ohne Unfallgefahr zum Fenster gehen können zwecks Lüften. Und ich versuche, den Wohnbereich einigermaßen spielzeugfrei zu halten.

Im übrigen gebe auch ich mir wirklich viel Mühe, aber aus irgendwelchen Gründen gleicht mein Schreibtisch ständig einem Schlachtfeld *seufz* …

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Andreas!

*Ironie-Modus an*: nette Theorie, die an der Umsetzbarkeit scheitert

Und nun mal im Ernst.
Wenn es so einfach wäre, dass man Kindern nur etwas vorzuleben braucht, damit sie es zuverlässig in ihr eigenes Leben integrieren, ach, was wäre das schön und nervenschonend!

Angelika :wink:

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Hallo Inselchen,

Kannst du mir genaueres zu de Elterntraining sagen? Das fände ich ja mal spannend.

Ich könnte mir das auch gut für uns vorstellen, da man oft schon so verstrickt ist in seinen tagtäglichen Auseinandersetzungen bezüglich dieses Themas, dass eine Sicht von außen, von einer neutralen Person wohl sehr hilfreich sein könnte.

Benötigt man dazu eine Überweisung und wohin und wie überhaupt?

Wie habt ihr das mit dem ADS herausgefunden?

Bin natürlich auch vorsichtig mit solchen Diagnosen, da es ja schon zur Mode geworden zu sein scheint. (ich meine nicht euch damit)

Ansonsten geht es mir wie dir (mit der Unordnung, wie du ja auch selbst geschrieben hast.

Gruß aus Berlin von Sulamith

Hallo Miriam,

an und für sich finde ich deine Karteikästchenmethode eine witzige Sache - allerdings befürchte ich, dass mein Sohn vergessen würde, die Kärtchen weiterzuordnen, sobal er eine Aufgabe fertig hat. Das hieße, er hätte folglich keine Aufgaben am nächsten Tag, weil ja keine Karten in dem Tag drin sind. Hm, dass wäre also schlecht. Oder ich müsste wiederum die Kärtchensortierei überwachen…

LG Sulamith

Hallo Thea,

warum ist das Kind mit 12 Jahren nicht richtig in der 7. Klasse?
Die meisten sind ein Jahr älter als er und so weit ich weiß, ist er der Jüngste in der Klasse. Er hat in der Grundschule ein Jahr übersprungen.

Auch würde es nichts nutzen, ihn gleich in die 8.Klasse zu „stecken“, da er auch so schon genug Schwierigkeiten sozialer Art hatte, sich auf den Alltag am Gymnasium einzustellen.

Oder wie meinst du das?

LG Sulamith

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Oder man muß als Eltern damit umgehen lernen einen etwas
ungeordneten Sohn zu haben? Pflichtbewußtsein und
Zuverlässigkeit beschränkt sich wohl kaum auf den schulischen
Bereich.

Kinder sind nicht von Geburt an „ungeordnet“. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine Charaktereigenschaft, die im Kindesalter durch das Umfeld geprägt wird, und nicht um etwas Angeborenes.

Viele Grüße
Andreas

Hallo Andreas,

wieviel Erfahrung (wirkliche, praktische, hautnahe
Erfahrung) hast du mit Hochbegabten?
Wenn keine, dann solltest du mit Meinungen (denn
mehr ist das nicht, was du hier bringst) in
diesem Fall vorsichtig sein.

Grüße
Elke

Oder man muß als Eltern damit umgehen lernen einen etwas
ungeordneten Sohn zu haben? Pflichtbewußtsein und
Zuverlässigkeit beschränkt sich wohl kaum auf den schulischen
Bereich.

Kinder sind nicht von Geburt an „ungeordnet“.

Klar, Kinder sind bei der Geburt ein völlig leeres Blatt, ohne jede Persönlichkeit und werden nur durch ihre Umwelt geprägt…
Mann, mann…über dieses Wissensstadium sind wir schon ein paar Jahre hinnaus.

Meiner Meinung
nach handelt es sich um eine Charaktereigenschaft, die im
Kindesalter durch das Umfeld geprägt wird, und nicht um etwas
Angeborenes.

Meinungen sind, wenn es um Fakten geht, einfach nur Bullshit. Nach dem Motto, genaue Informationen habe ich nicht, aber ich möchte unbedingt meinen Senf loswerden.

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Hallo Sulamith

warum ist das Kind mit 12 Jahren nicht richtig in der 7.
Klasse?
Die meisten sind ein Jahr älter als er und so weit ich weiß,
ist er der Jüngste in der Klasse. Er hat in der Grundschule
ein Jahr übersprungen.

Ach so, dann hat er in diesem Schuljahr wohl schon Geburtstag gehabt. Hm, komisch, meine Tochter (nichts übersprungen) ist auch im 7. Schuljahr, und nicht nur sie, sondern ganz viele aus der Klasse sind 12 (halt alle, die zwischen dem 13.01. und dem 31.06. bzw. 31.12.(Kannkinder) Geburtstag haben. In Berlin ist wohl irgendwie ein völlig anderes Schulsystem als bei uns.

Dass er in der 7 nicht richtig ist, ist natürlich eine pauschale Behauptung von mir. Aber ein Hochbegabter müsste doch m.W. eigentlich so ca. jedes dritte Jahr überspringen, um sein Lerntempo zu haben. Obwohl das natürlich nicht optimal ist, weil dabei ja nicht die Wiederholungen wegfallen, die er nicht braucht, sondern das Erlernen des neuen Stoffes von einem ganzen Jahr.

Auch würde es nichts nutzen, ihn gleich in die 8.Klasse zu
„stecken“, da er auch so schon genug Schwierigkeiten sozialer
Art hatte, sich auf den Alltag am Gymnasium einzustellen.

Das ist natürlich ein Problem. Weiß ich auch nicht, wie man das lösen kann. Aber ein Hochbegabter kann mit Gleichaltrigen doch normalerweise ziemlich wenig anfangen, das ist einfach so. Mit älteren ist es natürlich auch nicht unbedingt optimal. Ich würde wirklich Kontakt mit einem Hochbegabtenverein empfehlen, falls noch nicht geschehen. Da kann er mal unter gleichen sein, und es gibt auch Kurse in seinem Lerntempo.

Oder wie meinst du das?

Doch, so ungefähr meinte ich das, das sollte aber nur ein Hinweis, und kein wirklicher Lösungsvorschlag sein.

Wichtig fand ich von meinem Beitrag vor allem den Hinweis, dass man ihm seine Aufgaben nicht abnimmt. Je mehr man als Mutter macht, desto weniger macht er. Die Aufgabe der Eltern ist hier m.M. nach hauptsächlich zugucken.

Viele Grüße
Thea

Hallo Andreas,

Kinder sind nicht von Geburt an „ungeordnet“. Meiner Meinung
nach handelt es sich um eine Charaktereigenschaft, die im
Kindesalter durch das Umfeld geprägt wird, und nicht um etwas
Angeborenes.

Ich will dir deine Meinung gerne lassen. Aber meine persönliche Erfahrung beruht auf der Tatsache, dass hier sowohl das personifizierte Chaos als auch ein tendenzieller Ordnungsfanatiker rumrennen. Pflichtbewußtsein, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewußtsein, Selbstständigkeit sind stark von den jeweiligen Interessen oder den dadurch entstehenden Vorteilen abhängig.
Und beim Thema Wäsche sind alle zusammen Schlampsäcke.
Wenn das Umfeld wirklich so prägend wäre wie du es beschreibst, müßten Zimmer perfekt aufgeräumt sein, Schmutzwäsche immer im Wäschekorb landen , Schulsachen sind immer auffindbar ;o)
Bedingt kann ich deiner Aussage zustimmen… im Erwachsenalter mag sich das als Kind erlebte Umfeld bemerkbar machen. Aber wir reden im Moment von schulpflichtigen Kinder.

Grüße
Simone