Studiengebüren ab dem 1. Semester

Hallo,

ich könnt mich so aufregen; vor Allem weil ich nicht weiß, wie ich das hinkriegen soll!!!

diese Infos habe ich beim Asta gefunden:

"Bald Studiengebühren ab dem ersten Semester

Derzeit verbietet das Hochschul-Rahmengesetz (HRG) allgemeine Studiengebühren. Aber einige Länder klagen gerade gegen das HRG beim Bundesverfassungsgericht. Die Richter in Karlsruhe werden im Sommer diesen Jahres ihr Urteil sprechen. Sollte das Verbot von allgemeinen Studiengebühren kippen, werden wohl überall Studiengebühren ab dem ersten Semester in Höhe von mind. 500 Euro/Semester eingeführt werden."

Gruss von einer wütenden Sabine

hier der Link:

http://www.keine-studiengebuehren.de/studiengebuehre…

Hi,
ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht das HRG kippen wird. Dazu müsste es verfassungswidrig sein. Ist es das? und inwiefern? ich sehe da keinen Ansatzpunkt.

Eine viel konkretere Gefahr sehe ich darin, dass durch eine ganz normale Gesetzesnovelle dieses Verbot beseitigt werden könnte.

Die Politik sieht eben, dass jetzt hochqulifizierte Akademiker aus den neuen EU-Mitgliedstaaten zuhauf billig zur Verfügung stehen und man deshalb nicht mehr darauf angewiesen sein wird, die eigenen Leute für teures Geld auszubilden. Also will man weniger eigene Studenten.

Bleibt dann noch die Frage, welche Studenten?
Stell Dir nur mal vor, wie grotesk die Situation wäre, wenn die Tochter vom Reinemachemann später einmal Chefin vom Sohn des Bankdirektors wäre, nur weil die Tochter des Reinemachemanns vielleicht zufällig 50 IQ-Punkte mehr mitbringt? Damit solche gesellschaftlichen Dissonanzen gar nicht erst enstehen, kann man
den Studienzugang einfach über die Kohle anstatt die Befähigung regeln.

Kommt vielleicht nicht jetzt, aber kommt noch, glaub mir.

Wenn es Dich treffen sollte, was mir leid täte, dann gibts noch folgende Möglichkeit, die aber Deinen Ehrgeiz auf eine harte Probe stellen wird: Lerne zunächst einen anderen Beruf und ziehe ein Fernstudium nach, welches Du dann mit den Einkünften aus Deinem Beruf finanzierst.

gruß

unimportant

ich könnt mich so aufregen; vor Allem weil ich nicht weiß, wie
ich das hinkriegen soll!!!

diese Infos habe ich beim Asta gefunden:

"Bald Studiengebühren ab dem ersten Semester

Derzeit verbietet das Hochschul-Rahmengesetz (HRG) allgemeine
Studiengebühren. Aber einige Länder klagen gerade gegen das
HRG beim Bundesverfassungsgericht. Die Richter in Karlsruhe
werden im Sommer diesen Jahres ihr Urteil sprechen. Sollte das
Verbot von allgemeinen Studiengebühren kippen, werden wohl
überall Studiengebühren ab dem ersten Semester in Höhe von
mind. 500 Euro/Semester eingeführt werden."

Gruss von einer wütenden Sabine

hier der Link:

http://www.keine-studiengebuehren.de/studiengebuehre…

Hallöchen zusammen,

also ich bin der Ansicht, dass zumindest Personen ohne deutschen Pass für das Studium was zahlen sollten. Bei mir im Studiengang ganb es sehr viele Ausländer (über 50%), die hier kostenlos ausgebildet werden und anschließend wieder zurück in ihre Heimat gehen. Sie „bringen“ also der deutschen Wirtschaft nichts, das einzige, was sie tun, ist, die Vielfalt an Nationalitäten an den Unis erhöhen (ist positiv gemeint, damit mich keiner missversteht!). In fast allen anderen der EU müssten sie Studiengebühren zahlen. Bei uns nicht.

Auch gegen eine generelle Studiengebühr spricht für mich nichts, wenn es entsprechende Ausnahmen für besonders Begabte gibt. Denn wenn ich sehe, wie viele meiner gescheiterten Kommilitonen sich nicht informiert hatten, was sie da studieren wollten, kann das meines Erachtens nicht sein. Wenn man jedoch dafür etwas bezahlen muss, überlegt man es sich bestimmt genauer!

Beispiel: Vor einiger Zeit hörte ich in der S-Bahn einem Gespräch von 2 Studenten (1. Semester Fahrzeug- und Motorentechnik) zu. Beide beklagten sich darüber, dass dieses Studium nichts mit dem zu tun hat, was sie in ihrer Kfz-Lehre gelernt haben. Als ob das eine was mit dem anderen zu tun hätte!!! Das war für mich mal wieder ein eindeutiges Zeichen dafür, dass hier 2 Leute ein Studium begonnen haben, ohne sich zu informieren, was man da so lernt!

Gar nicht so entrüstete Grüße von Nina

Hallo wütende Sabine,
warum denn keine Studiengebühren? Der Kindergarten kostet mich zur Zeit 110Euro pro Monat. Warum, bitte, soll also das Studium kostenlos sein? Warum, bitte, soll die Allgemeinheit den Studenten das Studium finanzieren, nur damit die hinterher ein höheres Einkommen erlangen können? Ist das nicht deren Privatvergnügen, da sie schließlich auch den Nutzen daraus ziehen?
Gruß
Axel

Öm, Hi…

abgesehen davon dass ich der Meinung bin Kindergartenplätze sollten
ebenfalls zu bezahlbaren Preisen allen zur Verfügung stehen kann ich
den Satz nicht so ganz vertsehen…

Warum denn dann auch Schule für alle umsonst (ausser die Bücher, je
nach Bundesland)? Ok, ist ein wenig polemisch, ich gebs ja zu.

Wenn schon Studiengebühren, dann sollten die in einem Rahmen liegen
der auch finanzierbar ist UND von langer Hand geplant werden! Wenn
heute beschlossen würde, dass ab dem Geburtsjahrgang xy
Studiengebühren zu entrichten sind, dann muss genügend Zeit dafür
bleiben sich entsprechend darauf einzurichten. Damit die weitere
Laufbahn WIRKLICH davon abhängig ist was man KANN und nicht was die
Alten BEZAHLEN können. Auch Begabten- und Härteregelungen müssen da
sein. Und vorallem muss die Uni dann auch was bieten fürs Geld. Von
wegen Profs aus den 60ern, Geräte aus den 70ern und Hirngespinnste
aus den 90ern.

Wöllte Dein Gesicht mal sehen wenn Dein zukünftig evtl. sehr begabtes
Kind keine der Befähigung entsprechende Ausbildung antreten könnte,
weil Dein Geldbeutel zu mickrig dafür ist.

Wir brauchen an den Hochschulen keine Geldelite, sondern begabte
Leute die in angemessener Zeit das Maximum an Bildung aufnehmen UND
auch einsetzten/anwenden können. Und auch Kreativität; denn Forschung
und Wissenschaft sind kein bloßes „Pfade ablatschen“ mit „Ich hätte
gern“ Mentalität. Mut zum Risiko, das Abweichen von ausgetretenen
Pfaden und pfiffiges Um-die-Ecke-Denken sind gefragt. Alles Dinge die
man mit Geld alleine nicht auf der „Haben-Seite“ verbuchen kann.

Was natürlich nicht heißen soll das Leute mit Geld ihre
Qualifikation grundsätzlich nur „einkaufen“… bitte keine
Umkehrschlüsse daraus konstruieren.

Lass Dir das vielleicht noch mal durch den Kopf ziehen bevor Du
wieder die „die leben alle auf unsere Kosten“ Keule auspackst :wink:

JD

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Ansatzpunkt Verfassung HRG

Hi,
ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das
Bundesverfassungsgericht das HRG kippen wird. Dazu müsste es
verfassungswidrig sein. Ist es das? und inwiefern? ich sehe da
keinen Ansatzpunkt.

Hallo Unwichtig,

da Bildung und Kultus Landessache ist, kann der Bund eigentlich nicht einfach ion diese Kompetenz hineinreden. Daher die Klage. Wie es ausgeht, weiß keiner. Allerdings hätte ich nichts gegen eine klare Trennung von Bund- und Landeskompetenzen.

Andreas

Hallo Axel,

warum denn keine Studiengebühren?

weil ein Staat von gut ausgebildetetn Menschen mehr Nutzen hat als von weniger gut ausgebildeten. Nebenbei auch mehr Einnahmen.

Der Kindergarten kostet mich
zur Zeit 110Euro pro Monat. Warum, bitte, soll also das
Studium kostenlos sein?

m.E. sollte auch ein Kindergarten kostenfrei sein.

Warum, bitte, soll die Allgemeinheit
den Studenten das Studium finanzieren, nur damit die hinterher
ein höheres Einkommen erlangen können? Ist das nicht deren
Privatvergnügen, da sie schließlich auch den Nutzen daraus
ziehen?

Diese Argumente sind genaus bekannt wie falsch.
Von studierten (bzw. gut ausgebildeten) Menschen hat die Allgemeinheit (Staat) wesentlich mehr als von nicht studierten.
Eine der wenigen ‚Rohstoffe‘ mit dem D noch einigermaßen mithalten kann ist das Hirnschmalz. Wenn nun aber durch Studiengebühren (ich red jetzt nicht von Ewigstudenten) einen nicht geringen Teil Studienwilliger und -fähiger von einem Studium ausschließt, wird die Wirtschaft irgendwann lamentieren, es gäbe nicht genug Fachmenschen (das tut sie übrigens in einigen Bereichen jetzt schon).
Dann werden Programe zur Zuwanderung gefordert etc. obwohl brachliegendes ‚Kapital‘ gar nicht aktiviert bez. sogar ignoriert wurde.
Jetzt bitte keine Argumente wie ‚In den USA geht das aber auch …‘
Dort studieren sehr viele mit hilfe von Stipendien und Stiftungen.
Solche Strukturen gibt es in D wesentlich weniger und bis so was überhaupt aufgebaut ist (wenns denn überhaupt klappt), werden sicher viele Jahre ins Land gehen.

In anderen Ländern ist die Quote der Studierenden weit höher und wir können es uns schlicht nicht leisten, noch weniger Studenten zu haben.
Da sind Studiengebüren (momentan) einfach kontraproduktiv.

Gandalf

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Hallo Axel,

es gibt ne Studie (mal wieder, wobei die Ersteller sicher alle studiert haben :wink: ), nach der ein Akademiker aufgrund seines höheren Einkommens dem Staat wesentlich mehr Geld (inform von höherer Lohnsteuer/Verbrauchssteuern) zurückzahlt als die Ausbildung gekostet hat.

Nebenbei: Ich habe KEIN Problem damit Studiengebühren zu zahlen, aber bitte nicht während des Studiums, sondern danach!

Grüße
Wolfgang

warum denn keine Studiengebühren? Der Kindergarten kostet mich
zur Zeit 110Euro pro Monat. Warum, bitte, soll also das
Studium kostenlos sein? Warum, bitte, soll die Allgemeinheit
den Studenten das Studium finanzieren, nur damit die hinterher
ein höheres Einkommen erlangen können? Ist das nicht deren
Privatvergnügen, da sie schließlich auch den Nutzen daraus
ziehen?

der müll, den du da redest, kann zwei ursachen haben:

a) hast du nicht studiert oder
b) du hast reiche Eltern.

alles, was dir dazu hier schon erklärt wurde, stimmt. außerdem hat der staat ein gewisses interesse an qualifizierten menschen. nicht nur des geldes wegen, sondern einfach um humankapital aufzubauen, damit unternehmen geführt werden können und damit die wirtschaft funktionniert.
im übrigen bin ich auch der meinung, dass man studiengebühren besser nach dem studium fordern sollte, aber nur, wenn diese auch der uni zu gute kommen und nicht zweckentfremdet verwendet werden.

Hallo,

Warum denn dann auch Schule für alle umsonst (ausser die
Bücher, je
nach Bundesland)? Ok, ist ein wenig polemisch, ich gebs ja zu.

Genau das ist für mich der Punkt. Studium muss unbedingt kostenlos bleiben, Schulbücher kaufen ist aber okay?

Wenn schon Studiengebühren, dann sollten die in einem Rahmen liegen
der auch finanzierbar ist UND von langer Hand geplant werden!

Wie hoch die Gebühren werden, steht doch nicht fest. Wenn man doch nicht mal weiß, ob es überhaupt kommt. Daher finde ich es auch ein wenig gewagt, schonmal über die Höhe zu schimpfen.

Wenn heute beschlossen würde, dass ab dem Geburtsjahrgang xy
Studiengebühren zu entrichten sind, dann muss genügend Zeit
dafür bleiben sich entsprechend darauf einzurichten.
Damit die weitere Laufbahn WIRKLICH davon abhängig ist was man KANN
und nicht was die Alten BEZAHLEN können.

a) Stimmt es, daß das vom Geburtstag abhängig sein soll, nicht vom Starttermin des Studiums? Wo hast Du die Info denn her?
b) Meinst Du damit, man müsste sich irgendwie Ersparnisse anlegen, um danach studieren zu können?
c) Deinen letzten Satz interpretiere ich so, daß sich der spätere Student die Ersparnisse selber anlegen soll. Hast Du das so gemeint?

Auch Begabten- und Härteregelungen müssen da sein.

Davon gehe ich mal aus. Ebenso wie bei Bafög und sosntiger Unterstützung vom Staat wird es sowas wohl auch bei den Studiengebühren geben.

Und vorallem muss die Uni dann auch was bieten fürs Geld.

Die Uni sollte immer was bieten. Und das könnte sie auch heute, wenn nicht zu viele teure Prestigeprojekte das Geld für die eigentliche Lehre verknappen würde.

Von wegen Profs aus den 60ern, Geräte aus den 70ern und
Hirngespinnste aus den 90ern.

Kann ich kaum nachvollziehen. Aber ich habe auch nur eine Uni und eine FH kennengelernt.

Wöllte Dein Gesicht mal sehen wenn Dein zukünftig evtl. sehr begabtes
Kind keine der Befähigung entsprechende Ausbildung antreten könnte,
weil Dein Geldbeutel zu mickrig dafür ist.

Das wäre wirklich schade. Wobei ich aber immer noch auf den Staat setzte bei Härtefällen.

Wir brauchen an den Hochschulen keine Geldelite, sondern begabte
Leute die in angemessener Zeit das Maximum an Bildung aufnehmen UND
auch einsetzten/anwenden können. Und auch Kreativität; denn Forschung
und Wissenschaft sind kein bloßes „Pfade ablatschen“ mit „Ich hätte
gern“ Mentalität. Mut zum Risiko, das Abweichen von ausgetretenen
Pfaden und pfiffiges Um-die-Ecke-Denken sind gefragt. Alles Dinge die
man mit Geld alleine nicht auf der „Haben-Seite“ verbuchen kann.

Stimmt. Ist aber ein generelles Problem in unserer (?) Gesellschaft, nicht nur an einer Uni/FH.

Was natürlich nicht heißen soll das Leute mit Geld ihre
Qualifikation grundsätzlich nur „einkaufen“… bitte keine
Umkehrschlüsse daraus konstruieren.

Hätte ich nicht.

Lass Dir das vielleicht noch mal durch den Kopf ziehen bevor Du
wieder die „die leben alle auf unsere Kosten“ Keule auspackst
:wink:

So hatte ich das nicht ausdrücken wollen. Ich sehe aber auch nicht ein, daß immer grade die Gruppe staatliche Mittel bekommt, die am lautesten schreit und durch die Presse grad ‚gepuscht‘ wird. Es gibt wesentlich mehr Kindergartenkinder als Studenten. Und alle dort müssen zahlen. Nur leider haben sie zur Zeit keine Lobby bzw. sind grad erst als Thema in der Presse gewesen. Und haben deshalb zwar mittlerweile ein Recht auf Kindergartenplätze, aber müssen fleißig dafür zahlen.

Gruß
Axel

Hallo Axel,

warum denn keine Studiengebühren?

weil ein Staat von gut ausgebildetetn Menschen mehr Nutzen hat
als von weniger gut ausgebildeten. Nebenbei auch mehr Einnahmen.

Der Staat hat genau dann Nutzen von studierten Menschen, wenn sie eine ihrer Ausbildung entsprechend bezahlte Stelle finden. Arbeitslos haben sie nur Kosten verursacht, ebenso, wenn sie keine angemessene Stelle finden oder ins Ausland gehen. Wenn es also um den Nutzen geht, müsste man durch entsprechendes Angebot dafür Sorgen, daß nicht wesentlich über Bedarf ausgebildet wird. Dann aber wären wir bei der Planwirtschaft gelandet, die aufgrund ihrer Starre meist daneben liegt.
Studiengebühren wären für mich aber ein Mittel, diejenigen vom Studium abzuhalten, die eigentlich gar nicht ‚studieren‘ also lernen wollen, sondern nur ‚ein Studium machen‘ wollen, also irgendwas machen, was weniger anstrengend ist als zu arbeiten. Also eine Art ‚Schutzgebühr‘. Mit Ausnahmeregelungen für leistungswillige und -fähige Studenten.

Der Kindergarten kostet mich
zur Zeit 110Euro pro Monat. Warum, bitte, soll also das
Studium kostenlos sein?

m.E. sollte auch ein Kindergarten kostenfrei sein.

Dann sind wir uns einig. Wenn wir auch noch die Schule in den Kreis aufnehmen. Inclusive Nebenkosten.

Warum, bitte, soll die Allgemeinheit
den Studenten das Studium finanzieren, nur damit die hinterher
ein höheres Einkommen erlangen können? Ist das nicht deren
Privatvergnügen, da sie schließlich auch den Nutzen daraus
ziehen?

Diese Argumente sind genaus bekannt wie falsch.
Von studierten (bzw. gut ausgebildeten) Menschen hat die
Allgemeinheit (Staat) wesentlich mehr als von nicht
studierten.

s.o.

Eine der wenigen ‚Rohstoffe‘ mit dem D noch einigermaßen
mithalten kann ist das Hirnschmalz.

Da kann ich nur zustimmen. Rohstoffe und billige Arbeitskraft haben wir hier keine. Wir können nur Wissen verkaufen.

Wenn nun aber durch Studiengebühren (ich red jetzt nicht von
Ewigstudenten) einen nicht geringen Teil Studienwilliger und -fähiger
von einem Studium ausschließt,

Genau das darf nicht passieren. Und muß auch nicht passieren, wenn Studiengebühren nach Leistung erhoben werden.

wird die Wirtschaft irgendwann
lamentieren, es gäbe nicht genug Fachmenschen (das tut sie
übrigens in einigen Bereichen jetzt schon).
Dann werden Programe zur Zuwanderung gefordert etc. obwohl
brachliegendes ‚Kapital‘ gar nicht aktiviert bez. sogar
ignoriert wurde.

Jetzt bitte keine Argumente wie ‚In den USA geht das aber auch
…‘
Dort studieren sehr viele mit hilfe von Stipendien und
Stiftungen.
Solche Strukturen gibt es in D wesentlich weniger und bis so
was überhaupt aufgebaut ist (wenns denn überhaupt klappt),
werden sicher viele Jahre ins Land gehen.

In den USA geht es genau NICHT. Abgesehen davon, daß dort tatsächlich Geld über Studienplatz und Studienerfolg entscheidet, ist das Studium an vielen Universitäten wesentlich schlechter als bei uns. Und das haben mir mehrere Studenten bestätigt.

In anderen Ländern ist die Quote der Studierenden weit höher
und wir können es uns schlicht nicht leisten, noch weniger
Studenten zu haben.

Quoten sagen gar nichts aus. Wenn man ein Studium für alle einführt, in dem jeder aber nur das Zählen bis drei lernt, haben wir 100% studierter Leute, die zu absolut nichts nütze sind. Deshalb kann ich nur jedesmal mit dem Kopf schütteln, wenn wieder die neuesten Statistiken in der Zeitung stehen: Land X hat soundsoviel Abiturienten und Studenten mehr als wir. Jedesmal werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Ein Beispiel: wir sind grad dabei, den Bachelor und Master einzuführen. Weil das ja international anerkannt sei. Und gleichzeitig schielen die Amerikaner auf das deutsche Diplom, weil das ‚richtige‘ Ingenieure hervorbringt und nicht nur Techniker (ohne Techniker abwerten zu wollen). Was meinst Du, wie das die Statistiker dann hinterher auf einen Haufen werfen werden. Da wird dann munter der drei Jahre dauernde Bachelor mit dem vier Jahre dauernden FH-Diplom gemischt und mit den zwei Jahre zusätzlich dauernden Master garniert. Ohne dabei zu erwähnen, daß er vielleicht noch Unterschiede zwischen den Uni- und FH-Versionen der beiden Titel geben wird.
Und wenn Du mal ein deutsches Abitur mit seinem amerikanischen, englischen oder französischen Pendant vergleichst, wirst Du auch einige kleine Unterschiede bemerken - wenn der Vergleich doch nicht mal innerhalb Deutschlands klappt.

Da sind Studiengebüren (momentan) einfach kontraproduktiv.

Kommt immer drauf an, was man daraus macht und wie man es macht. Ich befürchte allerdings, daß Studiengebühren ganz allgemein eingeführt werden, ohne sie an irgendwelche Bedingungen zu knüpfen (Leistung). Und daß das ausschließlich aus dem Grund geschieht, weil man glaubt, daß hier Geld zu holen ist. Nicht, weil man irgendwelche besonderen Zwecke wie ‚bessere Studenten‘ oder ‚bessere Ausstattung der Unis‘ damit erreichen will.

Gruß
Axel

Hallo,

es gibt ne Studie (mal wieder, wobei die Ersteller sicher alle
studiert haben :wink: ), nach der ein Akademiker aufgrund seines
höheren Einkommens dem Staat wesentlich mehr Geld (inform von
höherer Lohnsteuer/Verbrauchssteuern) zurückzahlt als die
Ausbildung gekostet hat.

Ja, natürlich tun sie das. Wenn sie das Studium beenden. Und eine entsprechende Stelle bekommen. Und nicht ins Ausland gehen.

Nebenbei: Ich habe KEIN Problem damit Studiengebühren zu
zahlen, aber bitte nicht während des Studiums, sondern danach!

Warum erst danach? Wenn die Studiengebühren zu besseren Studienergebnissen führen sollen und nicht nur Löcher im Haushalt stopfen sollen, muß man sie während des Studiums erheben. Und zwar je nach Leistung des Studenten.

Gruß
Axel

Hallo,

der müll, den du da redest, kann zwei ursachen haben:
a) hast du nicht studiert oder
b) du hast reiche Eltern.

a) ich habe studiert.
b) ich habe bei der Bundeswehr studiert und habe insofern mein Studium nicht selbst finanziert. Darf ich deshalb keine Meinung abweichend von Deiner haben?

alles, was dir dazu hier schon erklärt wurde, stimmt.

Ein wenig pauschal, nicht? Ich hab auch ein paar Argumente.

außerdem hat der staat ein gewisses interesse an qualifizierten
menschen.

Ja. Die sind nett anzuschauen.
Ein Staat hat kein Interesse an qualifizierten Menschen. Qualifikation ist kein Wert an sich. Erst, wenn die Qualifikation sinnvoll angewandt wird, erfüllt sie einen Zweck. Dies kann finanziell oder kulturell sein, aber auf keinen Fall ist ein Studium ein Wert an sich.

nicht nur des geldes wegen, sondern einfach um
humankapital aufzubauen, damit unternehmen geführt werden
können und damit die wirtschaft funktionniert.

Da benutzt Du das Wort ‚Humankapital‘ ein wenig zu undifferenziert. Was genau meinst Du mit ‚Wirtschaft‘? Wir leben nicht vom Handel und auch nicht von unseren Rohstoffen. nicht mal von unseren Dienstleistungen. Sondern ausschließlich von dem, was wir mit unserem Wissen produziert ins Ausland verkaufen können. Das kann Kultur sein oder irgendein Industrieprodukt oder auch eine Software oder direktes Wissen (Baupläne z.B.). Unsere Wirtschaft funktioniert nicht besser, wenn unsere McDonalds-verkäufer vorher studiert haben. Und wenn ich mir unsere Unternehmensführungen so anschaue, bezweifle ich auch, daß das Studium da soo hilfreich ist.

im übrigen bin ich auch der meinung, dass man studiengebühren
besser nach dem studium fordern sollte, aber nur, wenn diese
auch der uni zu gute kommen und nicht zweckentfremdet
verwendet werden.

Also eine Art Sondersteuer für erfolgreiches Studieren? Das kann doch entfallen, wenn der Staat sowieso von den Studenten mehr zurückbekommt, als er vorher ausgegeben hat.
Ich bin für an die Leistung gebundene Studiengebühren während des Studiums. Was dann z.B. bedeutet, daß ein entsprechend guter Student gar nichts bezahlen muß. Oder ist der Leistungsgedanke denn schon so verpöhnt, daß bei Studenten sowas nicht mehr vorausgesetzt werden darf?

Gruß
Axel

Hi!

So ziemlich alle von Dir ins Feld geführten Argumente gehen am Kern vorbei. Was sollen denn 500
Euro pro Semester und Student eigentlich positives bringen? Vielleicht sollten wir diese Frage
erstmal klären. Soll dieser Betrag irgendwie zu einer nennenswerten Entlastung der Hochschulen
führen? Ich stelle mir jetzt mal vor, dass an meiner Uni (Stuttgart) alle 16.000 Studenten 1000 Euro
im Jahr zahlen, und dass dieses Gele 1 zu 1 der Hoschschule zukommt, ws schon ziemlich mutig
gedacht ist. Wenn man jetzt einen wissenschaftlichen Mitarbeiter nach BAT IIa bezahlt, dann kommt
dass die Uni insgesamt (Gehalt, Arbeitsmittel, Betriebskosten, etc.) so auf 80.000 Euro im Jahr.
Macht also 200 neue Stellen. Hört sich erstmal gut an. Leider ist dass pro Lehrstul und Institut nicht
einmal 1 neuer Mitarbeiter. Bei uns würde dass bedeuten, dass anstatt 25 nun 26 Leute beschäftigt
wären. Ein Personalplus von 4%. Soll damit eine nenneswerte Verbesserung in der Betreuung und
der Lehre erreicht werden? Stattdessen führt die Zahlung dazu, dass sich die Studierenden noch
mehr als Kunden fühlen als jetzt schon und bitteschön nicht zu hart angefasst werden wollen.
Schließlich löhnen sie ja für ihre Ausbildung.
Was die Leistungsabhängige Zahlung von Gebühren angeht, würde es mich mal interessieren wie
Du Dir das so vorstellst? Schlechte Noten bedeuten hohes Entgelt und umgekehrt? Oder werden
individuelle Lebenslagen mit eingerechnet, so z.B. Job, Kindererziehung, reiche oder arme Eltern?
Und welche Verwaltung macht das dann?

Sei doch einfach froh, dass wir hier in Deutschland das Privileg freier Bildung geniessen können.
Du hast an Deiner BW-Uni sogar noch Kohle dafür eingestrichen!

Grüsse
Tom

Hi,

Warum erst danach?

Wenn ich während des Studiums noch Gebühren zahlen muss (500€/Semester) muss ich nebenzu noch arbeiten, wass wiederum der Zeit fürs Lernen schadet…

Wenn die Studiengebühren zu besseren
Studienergebnissen führen sollen und nicht nur Löcher im
Haushalt stopfen sollen, muß man sie während des Studiums
erheben. Und zwar je nach Leistung des Studenten.

Meiner Meinung nach ist es ein Ammenmärchen, dass Studiengebühren die Leistung verbessern. Außer man lässt nur noch wohlhabende studieren, was sich in einer wesentlich geringeren Studentenzahl niederschlägt für die die Profs dann mehr Zeit haben…
Grüße
Woolfgang

Hallo Axel,

einen nicht geringen Teil Studienwilliger und -fähiger

von einem Studium ausschließt,

Genau das darf nicht passieren. Und muß auch nicht passieren,
wenn Studiengebühren nach Leistung erhoben werden.

also nach dem Motto ‚wer ne eins hatt zahlt 150 Euro, wer ne vier hat, 500‘?
Dann sind mal wieder die in den Arsch gekniffen, die nebenbei arbeiten müssen, weil nicht so viel Zeit fürs Lernen blieb. Da man dann aber mehr zahlen muß, muß man mehr arbeiten …
Nene!

Jetzt bitte keine Argumente wie ‚In den USA geht das aber auch
…‘
Dort studieren sehr viele mit hilfe von Stipendien und
Stiftungen.
Solche Strukturen gibt es in D wesentlich weniger und bis so
was überhaupt aufgebaut ist (wenns denn überhaupt klappt),
werden sicher viele Jahre ins Land gehen.

In den USA geht es genau NICHT. Abgesehen davon, daß dort
tatsächlich Geld über Studienplatz und Studienerfolg
entscheidet, ist das Studium an vielen Universitäten
wesentlich schlechter als bei uns. Und das haben mir mehrere
Studenten bestätigt.

Jain.
Es gibt in den USA eine recht dünne Schicht seeeehr guter Unis und das sind auch die bekanntesten. Dann gibt es einige ordentlichen aber die meisten sind Schrott, das kann ich bestätigen.
Immer wieder die gleiche Geschichte:
Wir hatten einen Gastprof von der Statuniversity of Michigan im Institut (das ist eine der ‚ordentlichen‘ Unis).
Der kriegte mit, daß sich Laboranten auf die Zwischenprüfung(!) vorbereiteten. Er schaute sich die Fragen an und meinte, das wäre so ungefähr das Niveau im ersten/zweiten Jahr an der Uni. Als er die Fragen der Abschlußprüfungen sah, meinte er, damit kriegte man knapp ein Unidegree!
Da lob ich mir das deutsch Unisystem, das einen im Weltvergleich durchaus gutes Niveau hat. Warum sonst gehen die Postdocs aus D weg wie die warmen Semmeln meist an wirklich gute Institute?

Gandalf

Hallo Sabine,

als Vorbemerkung: Ich zahle schon derzeit Studiengebühren, weil ich nebenher zum zweiten Male studiere. Ich zahle sie unwillig, aber weniger wegen der Tatsache der Studiengebühr an sich sondern vor allem wegen der Tatsache, dass diese Gebühren derzeit nicht der Universität und schon gar nicht meinem Lehrstuhl zu gute kommen.

Und das bringt mich zu meinem Punkt:
Es gibt für mich keinen erkennbaren „Rechts“-Anspruch von Studierenden auf ein kostenloses Studium. Jede Argumentation dahingehend, die ich bisher gehört habe, versucht über fadenscheinige Argumente diesen Rechtsanspruch herzuleiten, läßt sich aber in meinen Augen auf das Festhalten von zugegebenermaßen lieb gewonnenen Besitzständen reduzieren.

Ich verstehe das, denn auch ich habe angenehmerweise kostenlos studieren dürfen, nichts desto trotz muss ich zugeben, dass ich unser derzeitiges Hochschulsystem für nicht optimal halte und mir erhoffe, dass endlich Bewegung in unser System kommt.

Ansatzpunkte sind für mich vor allem eine höhere Leistungsorientierung aller Beteiligten, denn in meinen Augen verschwenden wir höchst wertvolle Ressourcen. Sichtbar ist es an deutlich zu langen Studienzeiten, fachlich-„brachliegenden“ Lehrstühlen verbeamteter, nicht mehr steuerbarere Professoren etc.

Was ich gerne sähe, wäre eine bessere Steuerung der Mittelverwendung. Und das auf Seiten der Studierenden, des Lehrkörpers und der Verwaltung bzw. der Hochschullandschaft.

Was ich jederzeit akzeptiere, ist der Einwand, dass die derzeitige Diskussion von Studiengebühren schlicht die Kostenseite überbetont bzw. sogar die Mittel fehlleitet, die eigentlich zu einer Ressourcen-Steuerung eingesetzt werden müssten.
Ebenfalls finde ich beschämend, dass rein die Kostenseite betrachtet wird, aber die Grundvoraussetzung von Studiengebühren - ein funktionierendes Stipendienwesen bzw. Bildungskredite etc. - meines Erachtens ignoriert wird.

Nur empfinde ich die reine Verweigerungshaltung der meisten Studierendenvertretungen als kurzsichtig, da sich in dieser Diskussion durchaus auch einige(!) Chancen auftun, die meines Erachtens durch die pauschale Verweigerung heraus vergeben werden.

Überlegt doch mal, unter welchen Bedingungen ihr bereit wäret, für euer Studium zu zahlen! Was müsste passieren, dass jemand gerne für seine Hochschul-Ausbildung eine Rechnung bezahlt? Seid doch mal ein bisschen kreativ und macht ein Gegenkonzept…

Grüße
Jürgen

a) ich habe studiert.
b) ich habe bei der Bundeswehr studiert und habe insofern mein
Studium nicht selbst finanziert. Darf ich deshalb keine
Meinung abweichend von Deiner haben?

nöö:smile: das mit der meinung ist so ne sache. die kannste gerne haben, aber wenn deine meinung umgesetzt werden würde, würden viele nicht den mut zum studium haben, weils einfach an den finanzen scheitert. als ich mich fürs studium entschieden habe, war mein vater arbeitslos, meine mutter alleinverdiener für vier personen - mein bruder steckte in der ausbildung und musste ebenfalls finanziert werden. woher also 1000€ für zwei studenten pro semester? deshalb bin ich der meinung, dass die gebühren nach dem studium gezahlt werden sollten und z.b. durch Institutionen „vorgeschossen“ werden, wie’s z.b. mit dem bafög ist. btw: meine situation war kein einzelfall, davon gibt es unzählige.

alles, was dir dazu hier schon erklärt wurde, stimmt.

Ein wenig pauschal, nicht? Ich hab auch ein paar Argumente.

nein, find ich nicht. welche sind denn deine noch so?

außerdem hat der staat ein gewisses interesse an qualifizierten
menschen.

Ja. Die sind nett anzuschauen.
Ein Staat hat kein Interesse an qualifizierten Menschen.
Qualifikation ist kein Wert an sich. Erst, wenn die
Qualifikation sinnvoll angewandt wird, erfüllt sie einen
Zweck. Dies kann finanziell oder kulturell sein, aber auf
keinen Fall ist ein Studium ein Wert an sich.

weist du, man kann keine qualifikation anwenden, die man nicht hat. insofern ist ein studium die ideale basis.

nicht nur des geldes wegen, sondern einfach um
humankapital aufzubauen, damit unternehmen geführt werden
können und damit die wirtschaft funktionniert.

Da benutzt Du das Wort ‚Humankapital‘ ein wenig zu
undifferenziert. Was genau meinst Du mit ‚Wirtschaft‘? Wir
leben nicht vom Handel und auch nicht von unseren Rohstoffen.
nicht mal von unseren Dienstleistungen. Sondern ausschließlich
von dem, was wir mit unserem Wissen produziert ins Ausland
verkaufen können. Das kann Kultur sein oder irgendein
Industrieprodukt oder auch eine Software oder direktes Wissen
(Baupläne z.B.). Unsere Wirtschaft funktioniert nicht besser,
wenn unsere McDonalds-verkäufer vorher studiert haben. Und
wenn ich mir unsere Unternehmensführungen so anschaue,
bezweifle ich auch, daß das Studium da soo hilfreich ist.

mc-donalds verkäufer sind keine unternehmensführer. die haben weder unternehmens- oder marketingstrategie noch irgendwas anderes entwickelt. sie sind lediglich ausführende. dass sie ausführen dürfen, haben sie fachlich versierten leuten zu verdanken, ohne hier einen verkäufer abzuwerten.
ja, wir leben von der wirtschaft. wirtschaft sind nicht rohstoffe, wirtschaft ist nicht handel, wirtschaft ist das zusammenspiel von allem. wir leben nicht nur davon, was wir ins ausland verkaufen können. der wirtschaftskreislauf hat unendlich viele andere faktoren.

im übrigen bin ich auch der meinung, dass man studiengebühren
besser nach dem studium fordern sollte, aber nur, wenn diese
auch der uni zu gute kommen und nicht zweckentfremdet
verwendet werden.

Also eine Art Sondersteuer für erfolgreiches Studieren? Das
kann doch entfallen, wenn der Staat sowieso von den Studenten
mehr zurückbekommt, als er vorher ausgegeben hat.
Ich bin für an die Leistung gebundene Studiengebühren während
des Studiums. Was dann z.B. bedeutet, daß ein entsprechend
guter Student gar nichts bezahlen muß. Oder ist der
Leistungsgedanke denn schon so verpöhnt, daß bei Studenten
sowas nicht mehr vorausgesetzt werden darf?

anscheinend weist du nicht, was steuern sind. naja. studiengebühren und spätere abgaben aus arbeitseinkünften haben gar nichts miteinander zu tun. einkommensteuer zahlt jeder, um leistungen, die der staat für die allgemeinheit zur verfügung stellt, zu finanzieren. dazu gehört nun mal keine universität. wenn du in ein fittnessstudio gehst, bezahlst du ja auch für die inanspruchnahme. ebenso ist das mit der uni, nur da ist eben der träger ein anderer.

saus

Warum erst danach? Wenn die Studiengebühren zu besseren
Studienergebnissen führen sollen und nicht nur Löcher im
Haushalt stopfen sollen, muß man sie
während des Studiums erheben.
Und zwar je :nach Leistung des Studenten

warum sie danach erheben kann, ist doch ganz logisch. es könnte z.b. ein übergangsmodell geben. alle, die heute beginnen zu studieren, zahlen nach ihrem abschluss (oder eben nach abbruch) die gebühren. natürlich ist das ungerecht, da diese dann davon gar nix mehr haben. also muss der staat auslegen, was er nur bei dieser generation von studenten tut. somit kann gleich mit verbesserungen begonnen werden, wofür die beginner von heute später zahlen. wenn die beginner von heute später zahlen, werden ihre gelder für die nachzügler verwendet, damit die’s auch gut haben. und eben immer so weiter. ganz einfach.

Hallo Jürgen,

als Vorbemerkung: Ich zahle schon derzeit Studiengebühren,
weil ich nebenher zum zweiten Male studiere. Ich zahle sie
unwillig, aber weniger wegen der Tatsache der Studiengebühr an
sich sondern vor allem wegen der Tatsache, dass diese Gebühren
derzeit nicht der Universität und schon gar nicht meinem
Lehrstuhl zu gute kommen.

Zahlt mein Freund auch. Ist für uns auch vertretbar.
Weswegen ich mich so aufgeregt habe, ist die Tatsache, dass die Infos zu diesem Thema unter den Tisch fallen, bzw. wahrscheinlich fallen werden. Bei der Einführung der Langzeitstudiengebühren (zusätzlich 500,-€)ist genau das passiert wovor ich Panik hatte: von Heute auf Morgen zahlen.

Dieses Mal ist es wohl nicht so. Die Leute erfahren ja jetzt, was eventuell im nächsten Sommer eingeführt werden soll. Ausserdem ist die Kommunikation zwischen Studenten und Unileitung viel besser, wenn das auch aus einem ganz anderen Punkt heraus entstanden ist:
Es stehen weitere Kürzungen an, die eigentlich im letzten Jahr, wo andere Kürzungen besprochen wurden, ausgeschlossen wurden. Diese fehlenden Mittel haben zur Folge, dass ein w e i t e r e r Fachbereich eingeschränkt (inoffiziell geschlossen) wird. Da bleibt immer weniger übrig.

Das sind alo die zwei Gründe (LZS-Gebühren und Kürzungen), weswegen ich mich an dem Abend so aufgeregt habe. (Das passte einfach alles zusammen.)

Und das bringt mich zu meinem Punkt:
Es gibt für mich keinen erkennbaren „Rechts“-Anspruch von
Studierenden auf ein kostenloses Studium. Jede Argumentation
dahingehend, die ich bisher gehört habe, versucht über
fadenscheinige Argumente diesen Rechtsanspruch herzuleiten,
läßt sich aber in meinen Augen auf das Festhalten von
zugegebenermaßen lieb gewonnenen Besitzständen reduzieren.

Ein Teil zu den Kosten beizutragen; dagegen sträubt sich mitlerweile niemand mehr. Aber muss es während des Studiums sein. Natürlich habe ich dann nach dem Studium meinen Bafögkredit und meinen „Studienkredit“ zu tragen. Das Risiko der Uni das Geld dann auch zu bekommen, ist aber, denke ich, eher klein, denn beim Bafög klappt es ja auch mit der Rückzahlung. (Zum Thema verdienen die Leute ihr Geld in Deutschland oder im Ausland.)

Noch ein Wort zu den anderen Beiträgen.
Eigentlich seid ihr doch alle einer Meinung: Studiengebüren ja, aber richtig durchdacht. Meiner Meinung nach sollte der Ansatz so gestaltet werden, dass auch der Schwächste (schwach heisst nicht unfähig) einen gut Chance hat ein Studium zu absolvieren. Es geht für mich also nich um gerecht und ungerecht. Und über die Hochbegabten muss man sich glaube ich, keine Sorgen machen.

Gruß an alle
Sabine