Ich dachte an leistungsbezogene Gebühren. Es sollte GAR NICHTS
kosten, wenn ein Student ausreichende Leistungen erbringt. Und
zusätzliche Härtefallregelungen sollten auch vorgesehen sein.
Dementsprechend sehe ich nicht, wo hier etwas an den Finanzen
scheitern könnte. Wenn, dann höchstens am Mut.
leistung is kein indikator für qualität. die diskussion um studiengebühren richtet sich dahin, dass die qualität deutscher unis verbessert werden soll.
als ich mich fürs studium entschieden
habe, war mein vater arbeitslos, meine mutter alleinverdiener
für vier personen - mein bruder steckte in der ausbildung und
musste ebenfalls finanziert werden. woher also 1000€ für zwei
studenten pro semester? deshalb bin ich der meinung, dass die
gebühren nach dem studium gezahlt werden sollten und z.b.
durch Institutionen „vorgeschossen“ werden, wie’s z.b. mit dem
bafög ist.
Da wärst Du offensichtlich ein Härtefall. s.o.
aha. wohl einer von den restlichen 4 mio arbeitslosen, von denen sagen wir mal jedes vierte oder fünfte kind studieren will/kann? ich glaube das gäbe zu viele härtefälle.
Soo viele nun auch nicht.
vielleicht liegt es einfach daran, wo ich herkomme, dass ich so viele davon kenne. hier ist die arbeitslosenquote locker 18%
Allerdings gibt es viele, die
MEINEN, sie wären finanziell zu schwach ausgestattet. Weil es
vielleicht nicht zum Auto und der eigenen Wohnung reicht. Oder
man nicht jeden Abend in der Disko oder Kneipe verbringen
kann. Oder das Handy zu teuer ist, etc.
In vielen Fällen würde es reichen, einfach mal die Massstäbe
wieder zurecht zu rücken.
da is was dran. das regt mich auch oft auf.
weist du, man kann keine qualifikation anwenden, die man nicht
hat. insofern ist ein studium die ideale basis.
Ein Studium ist nicht die Basis für eine Qualifikation,
sondern die Qualifikation selber.
die qualifikation ist die basis der qualifikation? quasi angeboren?
Aber nicht jedes Studium
erfüllt diesen Zweck. Wer das Studium abbricht, hat nur Geld
gekostet. Wer Germanistik studiert und hinterher arbeitslos
ist, auch. Nochmal: Qualifikation bringt nur dann etwas, wenn
man sie auch anwendet. Qualifikation um ihrer selbst willen
bringt gar nichts.
richtig. wer abbricht hat geld gekostet. und was gedenkst du, dagegen zu tun? jemandem, der den schlechten abi-schnitt hat, das studieren verbieten? mir fallen ein paar sachen ein, aber das hat kaum was mit studiengebühren zu tun.
natürlich bringt qualifikation allein nicht, aber das eine bedingt das andere.
mc-donalds verkäufer sind keine unternehmensführer. die haben
weder unternehmens- oder marketingstrategie noch irgendwas
anderes entwickelt. sie sind lediglich ausführende. dass sie
ausführen dürfen, haben sie fachlich versierten leuten zu
verdanken, ohne hier einen verkäufer abzuwerten.
Das ist unbestritten. Ich wehre mich nur dagegen, daß überall
gefordert wird: wir brauchen mehr Studenten, weil im Land XY
prozentual mehr Leute studiert haben als bei uns. Und wenn Du
richtig gelesen hättest, hättest Du auch herausgefunden, daß
ich nicht gesagt habe: niemand soll studieren.
nana. es geht nicht darum, dass man mehr studenten braucht, hier geht es mal wieder um die qualifikation *gg* die, die hier gesucht wird, erreicht man überwiegend an der uni. den ländervergleich macht man, um international konkurrenzfähig zu bleiben. das ist auch notwendig, glaube ich.
ja, wir leben von der wirtschaft. wirtschaft sind nicht
rohstoffe, wirtschaft ist nicht handel, wirtschaft ist das
zusammenspiel von allem. wir leben nicht nur davon, was wir
ins ausland verkaufen können. der wirtschaftskreislauf hat
unendlich viele andere faktoren.
Natürlich hat Wirtschaft viele Faktoren. Aber wir können nicht
davon leben, daß wir uns gegenseitig die Haare schneiden! Wir
leben ausschließlich von dem, was wir für das eintauschen, was
wir verbrauchen. Eintauschen bei dem, der uns das liefert, was
wir verbrauchen. Ein Verkäufer in Deutschland ist sicherlich
nett für uns Deutsche, aber wieviel er auch verkaufen mag,
damit können wir absolut NICHTS im Ausland bezahlen. Und da
wir in riesigem Umfang von Rohstoffen und Handelswaren aus dem
Ausland abhängig sind, müssen wir entsprechend viel ins
Ausland liefern. Aldi erbringt dafür absolut keinen Anteil.
off topic.
anscheinend weist du nicht, was steuern sind. naja.
Erklär’s mir.
du hast studiert. das solltest du selber rausfinden können. zu faul? *fg*
studiengebühren und spätere abgaben aus arbeitseinkünften
haben gar nichts miteinander zu tun.
Inwiefern? Woraus willst Du denn die Studiengebühren bezahlen?
vom einkommen, wenn ich fertig bin mit studieren.
einkommensteuer zahlt jeder, um leistungen, die der staat für die
allgemeinheit zur verfügung stellt, zu finanzieren.
Hm. Gibt es da nicht vielleicht noch die ein- oder andere
Steuer, die der Staat einnimmt? Und sind die dann alle
zweckgebunden? Und was ist mit denen, die gar keine
Einkommensstuer zahlen?
natürlich, es gibt etliche steuerarten. eine einkommensteuer kann nicht zweckgebunden sein, für was denn auch? für was soll denn eine hundesteuer zweckgebunden sein? studiengebühren sind keine steuern und sollen zweckgebunden eingesetzt werden, dh den hochschulen zu gute kommen.
im übrigen zahlt jeder einkommensteuer gemäß seiner zahlungsfähgikeit. ich finde das ok. jemand, der keine zahlt, weil er keine arbeit hat, soll trotzdem von staatlichen leistungen profitieren können. wer das ausnutzt, gehört bestraft - leider schwer umsetzbar.
dazu gehört nun mal keine universität.
Ach. Ich wußte gar nicht, daß die Unis gar nicht vom Staat
bezahlt werden. Wovon denn?
es geht nicht darum, dass die unis nicht vom staat bezahlt werden. es geht darum, dass unis bzw. deren leistungsangebot nicht von jedem in anspruch genommen wird. daher sollen nur die gebühren zahlen, die sie in anspruch nehmen. natürlich decken die gebühren nicht sämtliche kosten ab. der rest wird nun mal aus steuern oder krediten finanziert. das is nun mal so. wenn ein flughafen gebaut wird, verwendet man auch deine steuergelder, obwohl du den vielleicht gar nicht haben willst oder eh nie fliegst. da sind wir bei dem unterschied von steuern und gebühren.
Zum anderen: soll also jetzt doch jeder sein Studium komplett
bezahlen? Dann wirst Du mit Gebühren von 1000Euro im Jahr aber
kaum auskommen. Ein Studium kostet je nach Fach zwischen
30.000 und 70.000Euro. Dabei ist der normale Lebensunterhalt
noch gar nicht eingerechnet. Soll das tatsächlich der einzelne
Student tragen?
jetz komm mir mal nicht so.
Irgendwie weiß ich jetzt nicht, warum Du mich überhaupt
kritisiert hast. Willst Du nun Studiengebühren oder nicht?
Oder darf ich Dich so verstehen, daß Du zwar für
Studiengebühren bist, daß diese aber erst nach dem Abschluß
des Studiums bezahlt werden sollten?
exakt.
ciao