Studiengebüren ab dem 1. Semester

Hallo

jetzt muss ich aber auch mal meinen Senf dazugeben…

eine vier zahlt ein wenig, ab drei aufwärts zahlt gar nicht,
nicht teilgenommen oder durchgefallen zahlt richtig.

Ist das nicht etwas zu pauschal? Wer nicht an einer Prüfung teilnimmt oder oft durchfällt wird früher oder später durch´s Bafög bestraft was es dann eben nicht mehr gibt. Kannst Du Dir vorstellen, dass es gute Gründe geben kann, nicht an einer Prüfung teilzunehmen bzw. irgendwo mal schlechter oder zu schlecht abzuschneiden? Ich denke nur mal an Krankheit etc. aber auch der Umstand, dass man arbeiten gehen musste im Semester zählt für mich dazu!

Man kann durchaus vom Bafög leben. Vielleicht nicht so, wie
man sich das wünscht. Aber soll durchaus Leute geben, die
sogar von Sozialhilfe leben müssen und können. Alles eine
Frage der Massstäbe. Wer verlangt, daß ein Student ein Auto
und ein Handy hat?

Hast Du Bafög bekommen? An der BW-Uni?

Ich konnte von meinem Bafög teilweise nicht gut über die Runden kommen. Und wer verlangt, dass ein Student ein Auto hat? Vielleicht der Idiot, der die Uni in die Nachbarstadt gebaut hat? Oder die Familie die einen auch ab und zu mal sehen will? Oder vielleicht der Umstand, dass man nicht alle zwei Wochen erkältet sein kann wenn man im Regen mit dem Rad 5km zur Uni fährt (man kann ja dann evtl. nicht an Prüfungen teilnehmen)?

Machst Du es Dir da nicht etwas zu einfach?

Grüße
EV

Hallo saus,

leistung is kein indikator für qualität. die diskussion um
studiengebühren richtet sich dahin, dass die qualität
deutscher unis verbessert werden soll.

Die Qualität der Unis verbessert sich schlagartig, wenn der Anteil von interessierten Studenten steigt. Zusätzlich steigt auch die Höhe der Mittel und des Personals pro Student. Was willst Du denn noch erreichen?

aha. wohl einer von den restlichen 4 mio arbeitslosen, von
denen sagen wir mal jedes vierte oder fünfte kind studieren
will/kann? ich glaube das gäbe zu viele härtefälle.

Sehe ich nicht so. Abgesehen davon, daß da natürlich ohnehin vom Bafög-Höchstsatz ausgegangen werden sollte. Der nach Erhebung von Studiengebühren auch angepasst werden müsste.

vielleicht liegt es einfach daran, wo ich herkomme, dass ich
so viele davon kenne. hier ist die arbeitslosenquote locker 18%

Das ist hart. Klar, daß man da einen etwas anderen Blickwinkel bekommt. Allerdings ändert das nichts an meiner Einstellung.

Ein Studium ist nicht die Basis für eine Qualifikation,
sondern die Qualifikation selber.

die qualifikation ist die basis der qualifikation? quasi
angeboren?

Ich meinte: Das Studium ist nicht die Basis der Qualifikation, sonder das Studium IST die Qualifikation.

richtig. wer abbricht hat geld gekostet. und was gedenkst du,
dagegen zu tun?

Der Leistung angepasste Studiengebühren. Sag ich doch die ganze Zeit.

jemandem, der den schlechten abi-schnitt hat, das studieren
verbieten?

Warum nicht? Wobei sich das schon ein wenig mehr fachspezifisch äußern sollte. Wer keine Ahnung von Mathe hat, solllte z.B. keine Naturwissenschaften oder Ingenieurwissenschaften studieren etc. Also ein ‚Studienfachspezifischer Notendurchschnitt‘.

nana. es geht nicht darum, dass man mehr studenten braucht,
hier geht es mal wieder um die qualifikation *gg* die, die
hier gesucht wird, erreicht man überwiegend an der uni. den
ländervergleich macht man, um international konkurrenzfähig zu
bleiben. das ist auch notwendig, glaube ich.

Dieser Vergleich ist sicherlich notwendig. Allerdings werden leider immer wieder Äpfel mit Birnen verglichen. Weil ein deutsches FH-Diplom nunmal was ganz anderes ist ein englischer Bachelor und sich sogar völlig vom UNI-Diplom unterschedet. Und leider debattieren dann auch noch Leute über die Folgen derartiger Untersuchungen, die dann nicht mal irgeneine Ahnung haben. Da kommt dann tatsächlich raus, daß wir mehr Abiturienten brauchen (weil man das mit dem amerikanischen Highschoolabschluß verglichen hat) oder daß man mehr Studenten braucht (weil man das mit dem Bachelor verglichen hat und beispielsweise vom Techniker nichts weiß).
Und im Endeffekt komt es eigentlich gar nicht auf irgendwelche internationalen Vergleiche an, was zählt ist die ‚Brauchbarkeit‘ der entsprechenden Absolventen. Und die legt der jeweilige Arbeitgeber fest.

Inwiefern? Woraus willst Du denn die Studiengebühren bezahlen?

vom einkommen, wenn ich fertig bin mit studieren.

Und wenn Du keins hast? Arbeitslos, das falsche Fach studiert, schlechte Noten gehabt…

studiengebühren sind keine steuern und sollen zweckgebunden
eingesetzt werden, dh den hochschulen zu gute kommen.

Rechne mal nach, was eine Studiengebühr von 1000Euro pro Jahr tatsächlich bringt. Davon kann man gerade mal einen zusätzlichen Professor einstellen bei 300 Studenten. Lohnt doch kaum.

Gruß
Axel

Hallo EV,

eine vier zahlt ein wenig, ab drei aufwärts zahlt gar nicht,
nicht teilgenommen oder durchgefallen zahlt richtig.

Ist das nicht etwas zu pauschal? Wer nicht an einer Prüfung
teilnimmt oder oft durchfällt wird früher oder später durch´s
Bafög bestraft was es dann eben nicht mehr gibt.

Das greift viel zu spät. Wenn sich erstmal die Lücken aufgetan haben, ist es sehr schwer, sie wieder zu schließen. Kann ich hier an der FH täglich aus nächster Nähe beobachten.

Kannst Du Dir
vorstellen, dass es gute Gründe geben kann, nicht an einer
Prüfung teilzunehmen bzw. irgendwo mal schlechter oder zu
schlecht abzuschneiden? Ich denke nur mal an Krankheit etc.
aber auch der Umstand, dass man arbeiten gehen musste im
Semester zählt für mich dazu!

Man muß nicht arbeiten. Man muß sich einschränken. Dafür gibt es doch Bafög. Und Kindergeld.
Daß Krankheit hinderlich ist, ist klar. Und ist bisher bei allen Regelungen berücksichtigt worden. Faulheit dagegen nicht.

Hast Du Bafög bekommen? An der BW-Uni?

Nein. Als Zeitsoldat hatte man ein Einkommen von etwa 1100DM. Dafür gab es kein Bafög und kein Kindergeld.

Ich konnte von meinem Bafög teilweise nicht gut über die
Runden kommen.

Gut muß auch gar nicht sein. Ausreichend ist ausreichend.

Und wer verlangt, dass ein Student ein Auto
hat?

Niemand. Sag ich doch.

Vielleicht der Idiot, der die Uni in die Nachbarstadt
gebaut hat?

Im Nahverkehr haben unsere Studenten einen Freifahrschein für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Man kann übrigens umziehen.

Oder die Familie die einen auch ab und zu mal
sehen will?

Studenten haben Ermäßigung bei der Bahn. Im übrigen bezahlt mir auch keiner, wenn ich meine Eltern in Süddeutschland besuchen möchte. Einem Sozialhilfeempfängrer übrigens auch nicht.

Oder vielleicht der Umstand, dass man nicht alle
zwei Wochen erkältet sein kann wenn man im Regen mit dem Rad
5km zur Uni fährt (man kann ja dann evtl. nicht an Prüfungen
teilnehmen)?

Man kann sich auch warm anziehen.

Machst Du es Dir da nicht etwas zu einfach?

dito. Es gibt hier zwei unterschiedliche Richtungen, aus der man die Sache betrachten kann.

Gruß
Axel

Hallo Gandalf,

Tja - noch. Wir sind grad dabei, das zu ändern. :frowning:(

Die Töne gabs schon vor knapp 30 Jahren, als ich mit meiner
Ausbildung anfing!

Ja. Und hat sich auch mal was verbessert?
Wobei die Abschaffung der Diplome jetzt WIRKLICH mal eine Änderung ist. Und mit Sicherheit keine Verbesserung.

Allerdings haben viele Deutsche ein Talent, es schlecht zu
reden.

Da gebe ich Dir recht.

Gruß
Axel

Hallo Tom,

Warum ist Schulbildung nicht frei?

Frag jemanden, der ein Kind in der Schule hat, ob das wirklich frei ist. Wir dürfen grad 80Euro pro Kind nur für das Ausleihen von Schulbüchern bezahlen. Dann kommen noch Hefte, Arbeitsbücher, Arbeitsmaterial dazu. Die Klassenfahrt kostet mal schlappe 250Euro, allerdings nicht jedes Jahr. Beim vorgeschriebenen Taschenrechner wart man mit 200Euro dabei. Die Schülerkarte zum Busfahren soll etwa 30-60Euro kosten (ist demnächst nicht mehr frei). Und wenn man drei Kinder in der Schule hat wie ich, läppert sich das. Findest Du, daß das frei ist?

Ich jedenfalls habe in meinem Studium ziemlich ranklotzen

Kurzum: Ich habe jahrelang draufgezahlt, und ueberhaupt keine
Lust mir sagen zu lassen, ich haette keine adequate
Gegenleistung erbracht.

Das will ich in keiner Weise behaupten. Aber Du bist nicht die repräsentative Mehrheit. Genausowenig wie ich, natürlich.

Meine Erfahrung hier am Institut ist ausserdem die, dass ein
Grossteil der Studenten durchaus hochmotiviert sind. Die
wenigen Bummelstudenten fallen kaum ins Gewicht.

Ich erlebe hier täglich anderes. Aber eine FH ist auch keine Dioktorandenausbildung.

Gruß
Axel

Hallo

Das greift viel zu spät. Wenn sich erstmal die Lücken aufgetan
haben, ist es sehr schwer, sie wieder zu schließen. Kann ich
hier an der FH täglich aus nächster Nähe beobachten.

Ich konnte an unserer FH beobachten, dass Leute die gerademal noch so weiter Bafög bekommen haben deutlich praxistauglicher sind als einige „Fachidioten“, die sich um ihre Prüfungsnoten nie sorgen mussten, weil die durchschnittlich gut bis sehr gut waren.
Genauso gibt es Fälle, die im Grundstudium erstmal lernen müssen, zu lernen (was man in der Schule nicht unbedingt erlernt) und die das Hauptstudium deutlich besser hinkriegen. Dein System birgt meiner Meinung nach die Gefahr in sich, Fachidioten und Telefonbuchauswendiglerner zu fördern und Praktiker auszusieben. (und ja, ich denke es muss auch studierte Praktiker geben!)

Man muß nicht arbeiten. Man muß sich einschränken. Dafür gibt
es doch Bafög. Und Kindergeld.
Daß Krankheit hinderlich ist, ist klar. Und ist bisher bei
allen Regelungen berücksichtigt worden. Faulheit dagegen
nicht.

Hartes Urteil! Aber nicht jeder, der mal ne Prüfung versiebt ist faul. (ich gebe zu, meistens ist das der Grund, aber eben nicht immer)

Und nein, in manchen Dingen kann sich auch ein Student nicht einschränken. Du musst essen, kannst in der Provinz nicht mit dem Bus fahren, kannst nicht nackig in die Vorlesung kommen, gehst vielleicht sogar mal zum Arzt und musst Medikamente kaufen, brauchst vielleicht wenn es dumm läuft noch Bücher- auf alle Fälle aber einen PC, brauchst eine Wohnung bzw. besser gesagt ein Zimmer wo Du den reinstellst, brauchst Arbeitsklamotten (Kittel etc)…
Welchen Punkt willst Du an meiner Aufzählung jetzt einschränken?

Nein. Als Zeitsoldat hatte man ein Einkommen von etwa 1100DM.
Dafür gab es kein Bafög und kein Kindergeld.

Täusche ich mich, oder kannst Du nicht aussagen, das Bafög reicht, ohne jemals welches bekommen zu haben?
Da bekommt doch auch nicht jeder die gleiche Höhe. Klar ist es gut möglich, vom Höchstsatz so einigermaßen klar zu kommen. Was aber, wenn da nicht so viel ausgezahlt wird. Die Eltern melken bis die bereuen, Kinder bekommen zu haben? Oder nicht doch lieber arbeiten gehn und lieber ein Semester länger in Kauf nehmen?

Ich konnte von meinem Bafög teilweise nicht gut über die
Runden kommen.

Gut muß auch gar nicht sein. Ausreichend ist ausreichend.

Wollen wir Wortwahlen kritisieren? Wo ziehst Du die Grenze zwischen gut und ausreichend?

Und wer verlangt, dass ein Student ein Auto
hat?

Niemand. Sag ich doch.

gut vs ausreichend
es gibt Regionen, in denen kommst Du ohne Auto nicht klar. Es gibt nicht überall ne s-Bahn, die durch die Staßen bimmelt… nein, es gibt sogar Dörfer, die sind nicht per Bus zu erreichen. Da brauchst Du ein Auto, kannst Du mir glauben!

Vielleicht der Idiot, der die Uni in die Nachbarstadt
gebaut hat?

Im Nahverkehr haben unsere Studenten einen Freifahrschein für
alle öffentlichen Verkehrsmittel.

An unserer FH gabs das nicht. Und selbst wenn- nützt nix, wenn da kein Bus o.Ä. ist!

Man kann übrigens umziehen.

Das kostet aber auch. Und die Wohnungen bzw. Zimmer direkt in der Stadt kosten dem entsprechenden Preis! So denn man das Glück erfährt, ein Zimmer in FH-Nähe zu ergattern. Denn ein Auto braucht man ja Deiner Meinung nach nicht und wie gesagt- Busse gibts auch nicht umsonst.

Oder die Familie die einen auch ab und zu mal
sehen will?

Studenten haben Ermäßigung bei der Bahn. Im übrigen bezahlt
mir auch keiner, wenn ich meine Eltern in Süddeutschland
besuchen möchte. Einem Sozialhilfeempfängrer übrigens auch
nicht.

Pfffft… ja, natürlich bezahlt Dir das keiner. Mir nicht, dem Sozielhilfeempfänger nicht- niemandem. Will ich ja auch gar nicht. Mir ging es darum zu zeigen, das man auch als Student u. U. ein Auto braucht (v.a. wenn man mit der Bahn über 200% der normalen Strecke abfahren müsste).

Oder vielleicht der Umstand, dass man nicht alle
zwei Wochen erkältet sein kann wenn man im Regen mit dem Rad
5km zur Uni fährt (man kann ja dann evtl. nicht an Prüfungen
teilnehmen)?

Man kann sich auch warm anziehen.

Bist Du jeden Tag mit dem Fahrrad zur FH/Uni? Oder ist das wieder so ein Ausspruch wie mit dem Bafög (was Du nie hattest) das reicht? Dann ist mir das zu doof, hier drauf zu reagieren.

Machst Du es Dir da nicht etwas zu einfach?

dito. Es gibt hier zwei unterschiedliche Richtungen, aus der
man die Sache betrachten kann.

ja, genau. Es gibt die Richtung desjenigen, der nie Bafög hatte, nix zurückzahlen muss und vor 20 Jahren sicher nicht so hohe Lebenshaltungskosten hatte, wie das heute der Fall ist (vom heutigen hohen Roß herabschauen und sagen, das man auf alles mögliche verzichten kann in der heutigen Zeit was man vor 20 Jahren auch nicht hatte).

Die andere Richtung sieht eher aus der Sicht eines Bafög Empfängers, der nebenbei trotzdem noch arbeiten gehen musste (Semesterferien und teilweise im Semester), der gesagt bekommt „hör mal, das brauchtest Du alles gar nicht. Du hast über Deine Verhältnisse gelebt…“

Ist das schon der Generationenkonflikt???

fragende Grüße
EV

Hallo Axel,

wir könnten noch ewig diskutiern. ich finde nur, du pauschalierst zu oft und reduzierst sehr viel auf noten. manchmal finde ich deine argumente/meinungen ziemlich unsinnig. z.b. einem abiturienten mit schlechten noten das studieren verbieten? jemand, der in mathe nicht spitze war, soll keine chance bekommen, sich die kenntnisse während des studiums trotzdem anzueignen? kommt nicht selten vor, dass miese schüler einmal ganz oben sitzen. mir reicht es auch, wenn sie dann in der uni durchschnitt sind. du baust schnell zu und schaust nicht auf die hintergründe. warum, frag ich mich allerdings.

saus

Hallo EV,

ich kann dir da nur recht geben. Bafög orientiert sich am einkommen der eltern. das, was ich an bafög nicht bekomme, müssen meine eltern an mich zahlen. dumm nur, dass diese nicht die gesamte differenz zahlen können. so lebe ich von 400€ im monat - obwohl mir 500 „zustehen“. nach abzug der miete hab ich noch glatte 220€. und das geht auch irgendwie. davon muss ich essen, bücher kaufen, kleidung, zum arzt und eben alles, was so anfällt. schön zu wissen, dass man auch 320€ haben könnte. Bafög ist knapp bemessen, aber ich mecker nicht, sondern geb mich zufrieden. manchmal glaube ich, die leute denken, wir feiern den ganzen tag und liegen bis 15uhr im bett und wollen noch mehr geld. ich will eigentlich nur leben und keine angst haben müssen, dass es nicht reicht.

saus

Warum ist Schulbildung nicht frei?

Frag jemanden, der ein Kind in der Schule hat, ob das wirklich
frei ist. Wir dürfen grad 80Euro pro Kind nur für das
Ausleihen von Schulbüchern bezahlen. Dann kommen noch Hefte,
Arbeitsbücher, Arbeitsmaterial dazu. Die Klassenfahrt kostet
mal schlappe 250Euro, allerdings nicht jedes Jahr. Beim
vorgeschriebenen Taschenrechner wart man mit 200Euro dabei.
Die Schülerkarte zum Busfahren soll etwa 30-60Euro kosten (ist
demnächst nicht mehr frei). Und wenn man drei Kinder in der
Schule hat wie ich, läppert sich das. Findest Du, daß das frei
ist?

zumindest ohne gebühren. warum führen wir eigentlich kein schulgeld ein. sagen wir 1000€ pro jahr pro kind? das sind grad mal 85€ im monat. kinder mit guten noten, zahlen natürlich weniger. dann strengen sich alle mehr an und lernen besser. brücher und trallalla sind da natürlich noch nicht drin.

Hallo Evelyn,

sorry dass ich mich einmische:

Offensichtlich hast Du auch nicht die Erfahrung mit täglichem Fahrradfahren:

Oder vielleicht der Umstand, dass man nicht alle
zwei Wochen erkältet sein kann wenn man im Regen mit dem Rad
5km zur Uni fährt (man kann ja dann evtl. nicht an Prüfungen
teilnehmen)?

Man kann sich auch warm anziehen.

Bist Du jeden Tag mit dem Fahrrad zur FH/Uni? Oder ist das
wieder so ein Ausspruch wie mit dem Bafög (was Du nie hattest)
das reicht? Dann ist mir das zu doof, hier drauf zu reagieren.

Alle persönlichen Erfahrungen:

Ich fuhr jahrelang täglich 10 km infache Strecke in die Arbeit. (und München hat sicher kein gemäßigteres Klima als die Region, in der Du laut ViKa lebst)

Derzeit sind es 5,5 km, die ich mit einem Umweg erreiche, weil mir die 2,4 km Direktweg zu kurz für die tägliche Arbeit sind.

und auch Beobachtungen anderer:

http://www.aok.de/index.php?bl_neu=17&logurl=/sh/rd/…

ergeben, dass Radfahrer gesünder sind als die anderen Mitarbeiter.

Wie kommst Du also darauf, dass Radfahren ein so hohes Gesundheitsrisiko berge?

Karin

Hallo saus,

zumindest ohne gebühren. warum führen wir eigentlich kein
schulgeld ein. sagen wir 1000€ pro jahr pro kind? das sind
grad mal 85€ im monat. kinder mit guten noten, zahlen
natürlich weniger. dann strengen sich alle mehr an und lernen
besser. brücher und trallalla sind da natürlich noch nicht
drin.

Die momentan von mir zu zahlenden Kindergartengebühren betragen 85Euro. Erweiterte Zeiten kosten dabei extra. Trallala ist noch nicht drin. Bücher auch nicht. Kinder mit guten Noten zahlen das gleiche.

Gruß
Axel

Hallo saus,

ich finde nur, du pauschalierst zu oft

Kann sein.

und reduzierst sehr viel auf noten.

Woran soll man sonst Leistung festmachen?

einem abiturienten mit schlechten noten das
studieren verbieten? jemand, der in mathe nicht spitze war,
soll keine chance bekommen, sich die kenntnisse während des
studiums trotzdem anzueignen? kommt nicht selten vor, dass
miese schüler einmal ganz oben sitzen.

Ich könnte mir vorstellen, daß man gute Noten als erfüllte Voraussetzung wertet und für die übrigen Bewerber einen Einstellungstest macht. Später aneignen ist eindeutig zu spät. Einige Grundlagen werden sofort benötigt. Man könnte sich dafür z.B. auch spezielle Grundlagenkurse vorstellen, die entsprechende Grundlagen schaffen und nicht zum Studium zählen.

mir reicht es auch,
wenn sie dann in der uni durchschnitt sind.

Durchschnitt ist schon okay. Irgendwo anders habe ich schon geschrieben: ausreichend ist ausreichend. Aber eben nicht darunter.
Btw., Du kannst ja mal schauen, wieviele Ingenieure einen Job finden, wenn sie ihr Diplom mit 4,0 abgeschlossen haben…

du baust schnell zu und schaust nicht auf die hintergründe. warum,
frag ich mich allerdings.

Ich schaue schon auf die Hintergründe. Und vergleiche eben das, was ich hier täglich zu sehen bekomme mit dem, was ich aus meiner eigenen Studienzeit kenne. Du glaubst gar nicht, wie dickfellig viele Studenten hier sind. Mindestens 3/4 sind für die Laborversuche völlig unvorbereitet. Und mindestens die Hälfte interesiert sich auch gar nicht für das, was hier gelernt sein sollte und praktisch überprüft werden soll. Ein viertel ist sogar zu faul, sich die Vorbereitung vom letzten Semester zu besorgen, um wenigstens die zu prüfenden Werte zur Hand zu haben. Irgendwo hört einfach der Spaß auf!
Btw., es sind dann natürlich auch genau die uninteressierten, die ihre Klausuren mit 4,0 bestehen. Oft auch erst im zweiten oder dritten Versuch. Weil man ja beim ersten Durchfallen immer noch nichts gemerkt hat.
Ich könnte da jetzt noch stundenlang drüber schreiben und mich aufregen, aber die Richtung und Erklärung wird wohl auch so klar.

Gruß
Axel

Hallo EV,

Ich konnte an unserer FH beobachten, dass Leute die gerademal
noch so weiter Bafög bekommen haben deutlich praxistauglicher
sind als einige „Fachidioten“, die sich um ihre Prüfungsnoten
nie sorgen mussten, weil die durchschnittlich gut bis sehr gut
waren.

Sorry, das stimmt einfach nicht. Wie beurteilst Du eigentlich ‚Praxistauglich‘? Was ist für Dich denn ein ‚Fachidiot‘?
Offensichtlich kann es sich da nicht um Ingenieure handeln, denn da gilt ganz klar: wer sich mit durchschnittlicher Intelligenz und einigermaßen Interesse am Studium beteiligt, hat keine Schwierigkeiten, das Studium in der geplanten Zeit zu bestehen. Und das sind nicht die praxisuntauglichen Fachidioten (die ich nebenbei nirgendwo kennengelernt habe). Im Gegenteil: je kürzer das Studium, desto besser der Ingenieur. Ist weit aussagekräftiger als die Abschlußnote.

Genauso gibt es Fälle, die im Grundstudium erstmal lernen
müssen, zu lernen (was man in der Schule nicht unbedingt
erlernt) und die das Hauptstudium deutlich besser
hinkriegen. Dein System birgt meiner Meinung nach die Gefahr
in sich, Fachidioten und Telefonbuchauswendiglerner zu fördern
und Praktiker auszusieben. (und ja, ich denke es muss auch
studierte Praktiker geben!)

Ich bin Praktiker. Auswendiglernen bringt in einem technischen Fach gar nichts.
Wie kommst Du nur darauf, daß ein Praktiker länger zum lernen braucht?

Aber nicht jeder, der mal ne Prüfung versiebt
ist faul. (ich gebe zu, meistens ist das der Grund, aber eben
nicht immer)

Nicht immer (ich war es damals bei meiner einzigen nicht bestandenen Klausur). Aber ein finanzieller ‚Schuß vor den Bug‘ kann dann sehr hilfreich sein.

Und nein, in manchen Dingen kann sich auch ein Student nicht
einschränken.

besser gesagt ein Zimmer wo Du den reinstellst, brauchst
Arbeitsklamotten (Kittel etc)…

Ich habe nicht gesagt, daß ein Student nichts braucht. Allerdings haben hier mindestens 2/3 der Studenten ein Handy. Und wenn ich mir den (vollen) Parkplatz und den (halbvollen) Bus so anschaue, fehlt es auch nicht am eigenen Auto. Es gibt durchaus noch Sparpotential.

Täusche ich mich, oder kannst Du nicht aussagen, das Bafög
reicht, ohne jemals welches bekommen zu haben?

Ja. Da hast Du mich erwischt. Ändert aber nichts an meiner Meinung. Dazu habe ich einfach zu nahen Kontakt zu Studenten.

Was aber, wenn da nicht so viel ausgezahlt wird. Die Eltern
melken bis die bereuen, Kinder bekommen zu haben? Oder nicht
doch lieber arbeiten gehn und lieber ein Semester länger in
Kauf nehmen?

Melken. Werden meine drei voraussichtlich auch.

Wollen wir Wortwahlen kritisieren? Wo ziehst Du die Grenze
zwischen gut und ausreichend?

Gut=Auto, Handy, Disko, Designerklamotten, Rauchen, eigene Wohnung.
Ausreichend= Unterkunft, Bücher, PC, Kleidung, Nahrung, Fahrrad, TASCHENGELD.

gut vs ausreichend
es gibt Regionen, in denen kommst Du ohne Auto nicht klar. Es
gibt nicht überall ne s-Bahn, die durch die Staßen bimmelt…
nein, es gibt sogar Dörfer, die sind nicht per Bus zu
erreichen. Da brauchst Du ein Auto, kannst Du mir glauben!

In welchem Dorf studiert man?

Man kann übrigens umziehen.

Das kostet aber auch.

Wieviel? Tapeten kann man selber kleben. Möbel kann man auch selber transportieren. Und es findet nur einmal statt. Wo ist das Problem?

Und die Wohnungen bzw. Zimmer direkt in
der Stadt kosten dem entsprechenden Preis! So denn man das
Glück erfährt, ein Zimmer in FH-Nähe zu ergattern. Denn ein
Auto braucht man ja Deiner Meinung nach nicht und wie gesagt-
Busse gibts auch nicht umsonst.

Fahrrad?

Pfffft… ja, natürlich bezahlt Dir das keiner. Mir nicht, dem
Sozielhilfeempfänger nicht- niemandem. Will ich ja auch gar
nicht. Mir ging es darum zu zeigen, das man auch als Student
u. U. ein Auto braucht (v.a. wenn man mit der Bahn über 200%
der normalen Strecke abfahren müsste).

Man. braucht. kein. Auto.
Vor allem: bezahl es selbst, wenn Du meinst.

Bist Du jeden Tag mit dem Fahrrad zur FH/Uni? Oder ist das
wieder so ein Ausspruch wie mit dem Bafög (was Du nie hattest)
das reicht? Dann ist mir das zu doof, hier drauf zu reagieren.

Ein Arbeitskollege fährt jeden Tag mit dem Fahrrad. Dazu kommt er aus einem Vorort (ca. 15km). Für den Winter hat er sich einen kleinen Motorroller angeschafft. Wie kommst Du immer nur darauf, daß jeder in Deutschland ein eigenes Auto braucht? Oder gar ein Recht drauf hat? Und was ist mit Fahrgemeinschaften? Man muß halt wollen!

ja, genau. Es gibt die Richtung desjenigen, der nie Bafög
hatte, nix zurückzahlen muss und vor 20 Jahren sicher nicht so
hohe Lebenshaltungskosten hatte, wie das heute der Fall ist

Die Lebenshaltungskosten waren früher die gleichen. Die Ansprüche nicht.

(vom heutigen hohen Roß herabschauen und sagen, das man auf
alles mögliche verzichten kann in der heutigen Zeit was man
vor 20 Jahren auch nicht hatte).

Ich gehe nicht so weit zu erzählen, daß meine Schwiegermutter zu Fuß 15km zur Arbeit gelaufen ist (sechs Tage die Woche). Aber verzichten muß und kann man. Es gibt kein Grundrecht auf Bequemlichkeit.

Die andere Richtung sieht eher aus der Sicht eines Bafög
Empfängers, der nebenbei trotzdem noch arbeiten gehen musste
(Semesterferien und teilweise im Semester), der gesagt bekommt
„hör mal, das brauchtest Du alles gar nicht. Du hast über
Deine Verhältnisse gelebt…“

Man kann eben nicht mehr ausgeben, als man hat. Auch wenn uns der Staat das jeden Tag vormacht, muß man sich daran ja kein Beispiel nehmen.
Btw., ein Freund von mir hat 5 Jahre ohne Bafög und Elternbeihilfe studiert (nach Elektrotechnik noch Zahnmedizin). Er war ein Jahr schneller als die Regelstudienzeit vorgab. Trotz Arbeit nebenbei. Allerdings hatte er auch ein Ziel vor Augen und hat sich dementsprechend bemüht. Und auf alles mögliche verzichtet - vor allem auf Freizeit. Sicherlich eine Ausnahme, aber es geht offensichtlich.

Ist das schon der Generationenkonflikt???

Vielleicht. Zu welcher Generation willst Du denn gehören?

Gruß
Axel

Hallo saus,

zumindest ohne gebühren. warum führen wir eigentlich kein
schulgeld ein. sagen wir 1000€ pro jahr pro kind? das sind
grad mal 85€ im monat. kinder mit guten noten, zahlen
natürlich weniger. dann strengen sich alle mehr an und lernen
besser. brücher und trallalla sind da natürlich noch nicht
drin.

Die momentan von mir zu zahlenden Kindergartengebühren
betragen 85Euro. Erweiterte Zeiten kosten dabei extra.
Trallala ist noch nicht drin. Bücher auch nicht. Kinder mit
guten Noten zahlen das gleiche.

ich sprach von der schule, nicht vom kindergarten. wie so oft argumentierst du am thema vorbei.

und reduzierst sehr viel auf noten.

Woran soll man sonst Leistung festmachen?

rrrrrrrrrrr. es geht nicht nur um die leistung, sondern um die qualität der lehrenden. deswegen kann man nicht auf noten reduzieren. jemand, der immer ne eins hat, weil er fein brav alles auswendig lernt und dem prof es dann mundgerecht hinbricht, muss es noch lange nicht verstanden haben.

Ich könnte mir vorstellen, daß man gute Noten als erfüllte
Voraussetzung wertet und für die übrigen Bewerber einen
Einstellungstest macht. Später aneignen ist eindeutig zu spät.

wieso soll jemand nicht die chance dazu bekommen?

Einige Grundlagen werden sofort benötigt. Man könnte sich
dafür z.B. auch spezielle Grundlagenkurse vorstellen, die
entsprechende Grundlagen schaffen und nicht zum Studium
zählen.

naja. wer die grundlagen nicht astrein beherrscht, setzt sich nun eben mehr hin, als vielleicht andere. kurse kann es auch geben, nur wer hält und bezahlt diese?

du baust schnell zu und schaust nicht auf die hintergründe. warum,
frag ich mich allerdings.

Ich schaue schon auf die Hintergründe. Und vergleiche eben
das, was ich hier täglich zu sehen bekomme mit dem, was ich
aus meiner eigenen Studienzeit kenne. Du glaubst gar nicht,
wie dickfellig viele Studenten hier sind. Mindestens 3/4 sind
für die Laborversuche völlig unvorbereitet. Und mindestens die
Hälfte interesiert sich auch gar nicht für das, was hier
gelernt sein sollte und praktisch überprüft werden soll. Ein
viertel ist sogar zu faul, sich die Vorbereitung vom letzten
Semester zu besorgen, um wenigstens die zu prüfenden Werte zur
Hand zu haben. Irgendwo hört einfach der Spaß auf!
Btw., es sind dann natürlich auch genau die uninteressierten,
die ihre Klausuren mit 4,0 bestehen. Oft auch erst im zweiten
oder dritten Versuch. Weil man ja beim ersten Durchfallen
immer noch nichts gemerkt hat.
Ich könnte da jetzt noch stundenlang drüber schreiben und mich
aufregen, aber die Richtung und Erklärung wird wohl auch so
klar.

bei dir gibt es immer nur faule studenten. die gibt es mit sicherheit, aber nicht nur. vielleicht ist der prof „scheiße“, vielleicht die art, wie gelehrt wird. hier gibt es sowas nicht, was du da beschreibst. vielleicht, weil es den leuten spaß macht? warum macht es ihnen spaß? vielleicht, weil der prof kein langweiler ist, vielleicht weil er was davon versteht, wie man etwas beibringt? sowas meine ich mit hintergrund.

Hallo saus,

ich sprach von der schule, nicht vom kindergarten. wie so oft
argumentierst du am thema vorbei.

Oh, das habe ich schon gemerkt. Ich verstehe nur nicht, warum das Studium unbedingt kostenlos sein muß (sonst können ja angeblich nur die Reichen studieren), ein Kindergarten aber nicht.

Du hast angefangen, Schulgeld zu fordern. Ich sprach nur von Studiengebühren. Und nichtmal Studiengebühren für alle, sondern Befreiung von den Gebühren für entsprechende Leistungen.
Ist das irgendwie in den vielen Teilthreads hier untergegangen?

Gruß
Axel

Hallo saus,

rrrrrrrrrrr. es geht nicht nur um die leistung, sondern um die
qualität der lehrenden.

Falsch. Es geht ausschließlich um die Qualität der Lernenden. Wobei diese natürlich eine ausreichende Qualität der Lehrenden voraussetzt.
Wir haben doch um die Leistungsbewertung als Grundlage der Studiengebühren geredet, oder nicht?

deswegen kann man nicht auf noten
reduzieren. jemand, der immer ne eins hat, weil er fein brav
alles auswendig lernt und dem prof es dann mundgerecht
hinbricht, muss es noch lange nicht verstanden haben.

Es ist keine Frage, daß einige Professoren NUR Wissen abfragen. Unbestritten fördert das vor allem Mist. Aber in vielen Fächern kommst Du damit nicht weiter. Und in den technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen kannst Du das ganz vergessen.

Ich könnte mir vorstellen, daß man gute Noten als erfüllte
Voraussetzung wertet und für die übrigen Bewerber einen
Einstellungstest macht. Später aneignen ist eindeutig zu spät.

wieso soll jemand nicht die chance dazu bekommen?

Du vergisst: die Chance hat er gehabt! Warum soll immer nur die Allgemeinheit dafür bezahlen, daß jemand noch eine zweite (und dritte und vierte…) Chance braucht? Irgendwann ist das sein Privatvergnügen!

naja. wer die grundlagen nicht astrein beherrscht, setzt sich
nun eben mehr hin, als vielleicht andere.

Die Realität beweist leider das Gegenteil. Oder woher kommen die 50% Studienabbrecher?

kurse kann es auch
geben, nur wer hält und bezahlt diese?

Selber zahlen. Nachhilfe in der Schule zahlt auch nicht der Staat.

bei dir gibt es immer nur faule studenten. die gibt es mit
sicherheit, aber nicht nur.

Nein, es gibt natürlich auch dumme Studenten. Nach meiner Beobachtung hier sind die allerdings deutlich in der Minderheit.
Gibt es sonst noch Gründe für Nichtbestehen?

vielleicht ist der prof „scheiße“,
vielleicht die art, wie gelehrt wird.

Es gibt auch Bücher. Und Gruppenarbeit. Und Internet. Aber keine Entschuldigung für nicht vorhandenes Wissen.

hier gibt es sowas nicht, was du da beschreibst.

Das kann ich nicht beurteilen. Aber vielleicht hast Du es nur noch nicht bemerkt? Fällt bei Euch niemand durch die Prüfungen? Und wenn doch, woran lag es dann?

vielleicht, weil es den leuten
spaß macht? warum macht es ihnen spaß? vielleicht, weil der
prof kein langweiler ist, vielleicht weil er was davon
versteht, wie man etwas beibringt? sowas meine ich mit
hintergrund.

Es gibt viele Möglichkeiten zur Motivation. Man kann sich auch Ziele setzen oder externe Anreize schaffen (z.B. finanzielle?).
Natürlich gibt es schlechte Professoren. Aber darunter haben doch wohl alles Studenten im Kurs zu leiden - wieso gibt es dann welche, die den Stoff trotzdem beherrschen?

Gruß
Axel

Hallo saus,

rrrrrrrrrrr. es geht nicht nur um die leistung, sondern um die
qualität der lehrenden.

Falsch. Es geht ausschließlich um die Qualität der Lernenden.
Wobei diese natürlich eine ausreichende Qualität der Lehrenden
voraussetzt.
Wir haben doch um die Leistungsbewertung als Grundlage der
Studiengebühren geredet, oder nicht?

du hast darüber gesprochen. ich finde nicht, dass leistung grundlage für die höhe der gebühren sein sollte.

deswegen kann man nicht auf noten
reduzieren. jemand, der immer ne eins hat, weil er fein brav
alles auswendig lernt und dem prof es dann mundgerecht
hinbricht, muss es noch lange nicht verstanden haben.

Es ist keine Frage, daß einige Professoren NUR Wissen
abfragen. Unbestritten fördert das vor allem Mist. Aber in
vielen Fächern kommst Du damit nicht weiter. Und in den
technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen kannst
Du das ganz vergessen.

na das ist wohl dein spezialgebiet. in betracht müssen alle studiengänge bezogen werden und da ist sowas nun mal öfters der fall. insoweit ist deine idee nicht umsetzbar.

naja. wer die grundlagen nicht astrein beherrscht, setzt sich
nun eben mehr hin, als vielleicht andere.

Die Realität beweist leider das Gegenteil. Oder woher kommen
die 50% Studienabbrecher?

50 prozent abbrecher gibt es mit sicherheit nicht. darin sind auch „wechsler“ enthalten. natürlich kommen die abbruchquoten nur daher, weil all diese die grundlagen nicht beherrschen. es ist quasi unmöglich, dass sich jemand sein fach anders vorgestellt hat oder nicht genau weiß, was er kann/will. es gibt so viele gründe.

kurse kann es auch
geben, nur wer hält und bezahlt diese?

Selber zahlen. Nachhilfe in der Schule zahlt auch nicht der
Staat.

wie du richtig bemerkt haben dürftest, werden diese kurse dann nur wenige besuchen.

bei dir gibt es immer nur faule studenten. die gibt es mit
sicherheit, aber nicht nur.

Nein, es gibt natürlich auch dumme Studenten. Nach meiner
Beobachtung hier sind die allerdings deutlich in der
Minderheit.
Gibt es sonst noch Gründe für Nichtbestehen?

im zweiten semester gibt es hier z.b. ne prüfung - da fallen grundsätzlich 80 prozent beim ersten mal durch. sind die alle dumm oder faul?

vielleicht ist der prof „scheiße“,
vielleicht die art, wie gelehrt wird.

Es gibt auch Bücher. Und Gruppenarbeit. Und Internet. Aber
keine Entschuldigung für nicht vorhandenes Wissen.

wissen ist nicht gleich verstehen.

hier gibt es sowas nicht, was du da beschreibst.

Das kann ich nicht beurteilen. Aber vielleicht hast Du es nur
noch nicht bemerkt? Fällt bei Euch niemand durch die
Prüfungen? Und wenn doch, woran lag es dann?

natürlich fallen hier leute durch. liegt oft an der falschen zeiteinteilung. dumme und faule gibt es auch, aber das sind die wenigsten.

vielleicht, weil es den leuten
spaß macht? warum macht es ihnen spaß? vielleicht, weil der
prof kein langweiler ist, vielleicht weil er was davon
versteht, wie man etwas beibringt? sowas meine ich mit
hintergrund.

Es gibt viele Möglichkeiten zur Motivation. Man kann sich auch
Ziele setzen oder externe Anreize schaffen (z.B.
finanzielle?).

funktionniert auf die dauer nicht, wenn man sich dauernd nur selber in den arsch tritt um dann wieder zu erkennen, dass es einfach keinen spaß macht, dahin zu gehen. sowas muss von beiden seiten kommen.

Natürlich gibt es schlechte Professoren. Aber darunter haben
doch wohl alles Studenten im Kurs zu leiden - wieso gibt es
dann welche, die den Stoff trotzdem beherrschen?

weil nicht jeder student gleich ist? weil es immer zwei drei spitzenkandidaten gibt?

Hallo saus,

ich sprach von der schule, nicht vom kindergarten. wie so oft
argumentierst du am thema vorbei.

Oh, das habe ich schon gemerkt. Ich verstehe nur nicht, warum
das Studium unbedingt kostenlos sein muß (sonst können ja
angeblich nur die Reichen studieren), ein Kindergarten aber
nicht.

weil kindergarten nix mit recht auf bildung zu tun hat.

Du hast angefangen, Schulgeld zu fordern. Ich sprach nur von
Studiengebühren.

weil du armer kerl du scheinbar drüber geärgert hast, was schule und kinder so kosten. btw: wessen eltern die schulmaterialien nicht bezahlen können, bekommt dies vom sozialamt.

Und nichtmal Studiengebühren für alle,
sondern Befreiung von den Gebühren für entsprechende
Leistungen.

und ich habe dir gesagt, dass der leistungsbegriff schwer auszumachen ist. wo hört den leistung auf? bis 3.0? was ist mit denen, die ne 3,2 haben? ne 4,0 ist keine leistung? dann müsste die 4 aber ne 5 sein.

Hallo saus,

ich finde nicht, dass leistung
grundlage für die höhe der gebühren sein sollte.

Das ist aber genau der Kern meiner Aussagen. Einfach nur diesselben Gebühren von allen zu verlangen (was aber wohl kommen wird) bedeutet für mich nichts als eine Sonderabgabe für Studenten. Und wie wohl meist werden dies zusätzlichen Einnahmen zu verminderten staatlichen Zuschüssen führen und damit an der finanziellen Situation der Unis gar nichts ändern. Einfach nur eine neue Melkkuh gefunden. Und gleichzeitig davon reden, daß wir mehr für die Bildung tun müssten…

Und in den

technischen und naturwissenschaftlichen Studiengängen kannst
Du das ganz vergessen.

na das ist wohl dein spezialgebiet.

Ich bin Laboringenieur in einer Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik. Insofern ist das mein Spezialgebiet.

in betracht müssen alle
studiengänge bezogen werden und da ist sowas nun mal öfters
der fall. insoweit ist deine idee nicht umsetzbar.

Warum nicht? Wenn es nun mal um Wissen geht (wie vielleicht in Geschichte oder in einem Sprachstudium), warum soll man diese Wissen dann nicht auch abfragen? Ist das in diesem Fall dann keine Leistung?

50 prozent abbrecher gibt es mit sicherheit nicht. darin sind
auch „wechsler“ enthalten.

50% habe ich mir mangels konkreter Zahlen ausgedacht. Das war damals die Quote an meiner Uni. Wobei die der Vorgängerjahrgang schon beim Vordiplom erreicht hatte…

natürlich kommen die abbruchquoten
nur daher, weil all diese die grundlagen nicht beherrschen. es
ist quasi unmöglich, dass sich jemand sein fach anders
vorgestellt hat oder nicht genau weiß, was er kann/will. es
gibt so viele gründe.

Es gibt viele Gründe. Aber warum nur sollen immer andere dafür grade stehen? Man kann sich rechtzeitig informieren. Ist einfach billiger. Für alle.

wie du richtig bemerkt haben dürftest, werden diese kurse dann
nur wenige besuchen.

Dann eben nicht. Es zwingt sie doch keiner. SIE wollen doch studieren. Dann sollen SIE sich gefälligst auch darum bemühen!

im zweiten semester gibt es hier z.b. ne prüfung - da fallen
grundsätzlich 80 prozent beim ersten mal durch. sind die alle
dumm oder faul?

Ja. Was sonst? Glaubst Du denn, die Anforderungen werden nach der Prüfung absichtlich so festgelegt, daß 80% durchfallen? Bei allen Klausuren, die ich bei ‚meinen‘ Professoren mitbekommen habe, wurde nachträglich der Schnitt so abgesenkt, daß wenigstens ein Teil bestanden hatte. Und aus meinem eigenen Studium kenne ich das auch.

wissen ist nicht gleich verstehen.

Völlig klar. Aber nicht wissen ist erst recht nicht verstehen. Und auch nicht praxistauglich.

natürlich fallen hier leute durch. liegt oft an der falschen
zeiteinteilung. dumme und faule gibt es auch, aber das sind
die wenigsten.

Nochmal: woran soll es denn dann liegen?

Es gibt viele Möglichkeiten zur Motivation. Man kann sich auch
Ziele setzen oder externe Anreize schaffen (z.B.
finanzielle?).

funktionniert auf die dauer nicht, wenn man sich dauernd nur
selber in den arsch tritt um dann wieder zu erkennen, dass es
einfach keinen spaß macht, dahin zu gehen. sowas muss von
beiden seiten kommen.

Natürlich ist es hilfreich, wenn es beiden Seiten Spaß macht. Leider ist das halt nicht immer der Fall. Nur ist das eben keine Entschuldigung für fehlende Leistung. Glaubst Du im Ernst, daß das Leben immer nett ist? Und warum sollte es dann im Studium der Fall sein? Und wie soll das überhaupt gehen, wenn doch die Menschen nunmal unterschiedlich sind? jeder lernt anders, jeder findet was anderes interessant. Wem der Professor eben nicht liegt, muß sich (wenn möglich) einen anderen suchen oder selber den Stoff lernen. Es gibt keine Entschuldigung, wenn er es nicht macht. Später im Beruf wird das ebenfalls von jedem verlangt. Versuch mal später zu Deinem Chef zu gehen mit der Entschuldigung: ‚Ich konnte das nicht lernen, weil mein Professor das schlecht erklären konnte.‘

weil nicht jeder student gleich ist? weil es immer zwei drei
spitzenkandidaten gibt?

Natürlich gibt es auch Spitzenkandidaten. Aber nochmal: wer durchfällt, hat den Stoff nicht beherrscht. Da genau das Beherrschen des Stoffs das Ziel des Studiums ist (und durch das Diplomzeugnis bestätigt wird), entspricht er damit nicht den Anforderungen. Also muß der Student das ändern. Nicht der Professor und nicht die Uni. Jeder ist da ganz allein für sich verantwortlich. Nochmal: nenn mir Gründe, wenn faul und dumm nicht zutrifft.

Gruß
Axel