Hallo
Wie beurteilst Du eigentlich
‚Praxistauglich‘? Was ist für Dich denn ein ‚Fachidiot‘?
Offensichtlich kann es sich da nicht um Ingenieure handeln,
denn da gilt ganz klar: wer sich mit durchschnittlicher
Intelligenz und einigermaßen Interesse am Studium beteiligt,
hat keine Schwierigkeiten, das Studium in der geplanten Zeit
zu bestehen. Und das sind nicht die praxisuntauglichen
Fachidioten (die ich nebenbei nirgendwo kennengelernt habe).
Im Gegenteil: je kürzer das Studium, desto besser der
Ingenieur. Ist weit aussagekräftiger als die Abschlußnote.
Praxistauglich sind meiner Meinung nach Studenten bzw. Ingenieure, die mit ihren Händen ähnlich gut arbeiten können, wie mit dem Kopf. Zusätzlich zeichnet diese Personen aus, dass sie gelerntes theoretisches Wissen umsetzen können.
Fachidioten können obige Dinge nicht. Die lernen auswendig (das können sie auch gut- ohne Frage) und werden schon im ersten Praktikum ausgebremst, in dem mal ein Teig geknetet werden soll usw. Die Fachidioten, die ich getroffen hab konnten weder ihre Hände benutzen um Fleischbrät aus nem Kutter zu holen noch um schmutziges Geschirr ohne eine halbe Überflutung anzurichten, zu spülen.
Es gibt sie- Fachidioten vor dem Herrn! Und die werden natürlich Ingenieur- die können ja auch eine theoretische Arbeit als Diplom einreichen.
Die Qualität des Studierten würde ich nie an der Ausbildungzeit festmachen! Aber das ist ja eh das was ich die ganze Zeit versuche, zu sagen. Ein Praktikum stellt noch früh genug Qualitäten oder Mängel heraus. Einige Gründe für Studienverlängerungen sind durchaus nachvollziehbar.
Ich bin Praktiker. Auswendiglernen bringt in einem technischen
Fach gar nichts.
Wie kommst Du nur darauf, daß ein Praktiker länger zum lernen
braucht?
Das hab ich nicht gesagt. Lernen zu lernen- sich eine gute Lernmethodik anzueignen muss eben auch erst erlernt sein. Dazu reichts eben in der Schule oft nicht. Das bedeutet nicht gleichzeitig, dass ein Ingenieur länger zum lernen braucht.
Ich hab mich aber nicht nur auf junge Studenten bezogen, die direkt von der Schule kommen. Ich denke eigentlich fast mehr an diejenigen, die vorher eine Ausbildung gemacht haben und evtl. sogar schon einige Zeit gearbeitet haben (Praktiker eben). Gerade die müssen erst wieder lernen zu lernen- Arbeit ist halt was anderes.
Auch möchte ich zu Bedenken geben, dass es Ingenieursstudiengänge gibt, in denen sehr wohl auswenig gelernt werden muss. Ingenieur heißt nicht immer gleichzeitig nur Mathe und Maschinen!
Und nein, in manchen Dingen kann sich auch ein Student nicht
einschränken.
…
besser gesagt ein Zimmer wo Du den reinstellst, brauchst
Arbeitsklamotten (Kittel etc)…
Ich habe nicht gesagt, daß ein Student nichts braucht.
Allerdings haben hier mindestens 2/3 der Studenten ein Handy.
Und wenn ich mir den (vollen) Parkplatz und den (halbvollen)
Bus so anschaue, fehlt es auch nicht am eigenen Auto. Es gibt
durchaus noch Sparpotential.
Auf die Gesamtheit der Studenten betrachtet sicherlich. Das war an unserer FH nicht anders. Ich wollte nur auf den „Einzelfall“ aufmerksam machen, den es auch noch gibt. und es sind halt leider nicht grad wenig.
Ja. Da hast Du mich erwischt. Ändert aber nichts an meiner
Meinung. Dazu habe ich einfach zu nahen Kontakt zu Studenten.
Allein der Kontakt reicht eben nicht immer aus, wenn man nie in der Situation war. Aber hab Du Deine Meinung- ich hab eben meine (und ich war näher dran, weil ich drin war).
Wollen wir Wortwahlen kritisieren? Wo ziehst Du die Grenze
zwischen gut und ausreichend?
Gut=Auto, Handy, Disko, Designerklamotten, Rauchen, eigene
Wohnung.
Ausreichend= Unterkunft, Bücher, PC, Kleidung, Nahrung,
Fahrrad, TASCHENGELD.
Was glaubst Du, kostet ein Zimmer (keine Wohnung!!!) so im Durchschnitt? Sagen wir mal um die 250€ - selbst in ner mittleren Stadt und nicht übermäßig groß und luxuriös. Und Du kommst daher und sagst- hey. du hast doch noch genug übrig, wenn du dir nix leistest? wenn man mal von 400€ ausgeht, die der Staat einem gibt- glaubst Du im Ernst, dass man von 150 € leben kann? Hast Du es vielleicht mal ausprobiert? Nee? Dann mach mal. Sonst würd ich diese Art Kommentare nicht geben.
kleine Überlegungen: sagen wir mal 20€ im Monat für Klamotten, 10€ für Arzt, Medikamente etc. (sei bloß kein Brillenträger sonst hast Du ein Problem), 10 € Bücher, 25 € (reicht das?) Bus … bleiben 85 runde es auf auf 100 (wenn Du eine liebe Oma oder so hast) wenn ich viel glaub, aber nicht, dass man von 25 € pro Woche leben kann. Und da hat man sich noch nix „gegönnt“ (kein PC, usw.).
In welchem Dorf studiert man?
Man studiert in der Stadt nebenan.
Man kann übrigens umziehen.
Das kostet aber auch.
Wieviel? Tapeten kann man selber kleben. Möbel kann man auch
selber transportieren. Und es findet nur einmal statt. Wo ist
das Problem?
Der Umzug ist nicht das Problem- die Kosten der Wohnung bzw. des Zimmers sind es.
Man. braucht. kein. Auto.
Vor allem: bezahl es selbst, wenn Du meinst.
Hab ich irgendwo erwähnt, das ich mein Auto nicht selbst bezahle??? Oder wusste ich bis jetzt vielleicht nicht, wer mir Geld dazu gibt?
MAN BRAUCHT EIN AUTO! Nicht jedermann, aber Leute in bestimmten Regionen schon. Da ist die Katz begraben- da gibt es keine anderen Möglichkeiten! Es ist nicht überall Stadt in Deutschland!!!
Ein Arbeitskollege fährt jeden Tag mit dem Fahrrad. Dazu kommt
er aus einem Vorort (ca. 15km). Für den Winter hat er sich
einen kleinen Motorroller angeschafft. Wie kommst Du immer nur
darauf, daß jeder in Deutschland ein eigenes Auto braucht?
Oder gar ein Recht drauf hat? Und was ist mit
Fahrgemeinschaften? Man muß halt wollen!
Welche Möglichkeit davon nutzt Du? Ob Dein Arbeitskollege mit dem Rad fährt hab ich nie erfragt. Interessiert mich nicht. Ich habe auch nie gesagt, das jeder ein Recht auf ein Auto hat. Ich habe lediglich gesagt, dass manche Leute eins brauchen. Ich hab nie gesagt, das ich nicht mit dem Rad gefahren bin. Ich sprech doch nicht ausschließlich von mir, sondern von einer Gruppe von Leuten, die Du nicht kennen kannst, weil Du selbst nie dabei warst. Als Außenstehender kann ich nie so urteilen wie als Teil dessen, kannste mir erzählen was du willst!
ja, genau. Es gibt die Richtung desjenigen, der nie Bafög
hatte, nix zurückzahlen muss und vor 20 Jahren sicher nicht so
hohe Lebenshaltungskosten hatte, wie das heute der Fall ist
Die Lebenshaltungskosten waren früher die gleichen. Die
Ansprüche nicht.
GELÄCHTER! Guckst Du hier:
http://www.destatis.de
Das dürfte selbstredend sein.
Aber verzichten muß und kann man. Es gibt kein Grundrecht auf
Bequemlichkeit.
Da hast Du recht. Aber man sollte vielleicht auch mal auf sich selbst schaun eh andere abgestraft werden. Jaja der biblische Splitter und der Balken…
Man kann eben nicht mehr ausgeben, als man hat. Auch wenn uns
der Staat das jeden Tag vormacht, muß man sich daran ja kein
Beispiel nehmen.
Darum geht man ja auch arbeiten, wenn das Geld nicht reicht! Willst Du das aburteilen? Ich bin stolz drauf, dass ich es geschafft hab ohne meinen Eltern extrem auf der Tasche zu liegen!
Btw., ein Freund von mir hat 5 Jahre ohne Bafög und
Elternbeihilfe studiert (nach Elektrotechnik noch
Zahnmedizin). Er war ein Jahr schneller als die
Regelstudienzeit vorgab. Trotz Arbeit nebenbei. Allerdings
hatte er auch ein Ziel vor Augen und hat sich dementsprechend
bemüht. Und auf alles mögliche verzichtet - vor allem auf
Freizeit. Sicherlich eine Ausnahme, aber es geht
offensichtlich.
Ist Dir auch aufgefallen, das Du nur auf andere Leute verweist? Der hat gespart, die ist soweit gelaufen, der fährt Rad. Was hast Du gemacht? Nicht viel nehme ich an, weil Du Geld fürs Studieren bekommen hast! Sei froh, dass es Dir verhältnismäßig gut ging und strafe nicht andere die nicht so´n Glück hatten.
Ich hab studiert, nebenbei gearbeitet weil das Bafög nicht gereicht hat und bin in der Regelstudienzeit fertig geworden mit ner 1 vorm Komma in der Abschlussnote. Ich hab auch auf Freizeit verzichtet und hatte ein Ziel vor Augen.
Und erbitte ich einen Kniefall von Dir? Nee, ist mir Wurscht, was Du davon denkst! Vielleicht wirst Du nur mal dran erinnert, dass Leute wie Dein Kumpel nicht alleine sind auf der Welt. Und diese Leute könnten sich evtl. davon etwas angepisst fühlen, wenn Du großspurig behauptest, dass Bafög reicht und man sich in den meisten Dingen ja wohl noch etwas mehr einschränken kann.
Ist das schon der Generationenkonflikt???
Vielleicht. Zu welcher Generation willst Du denn gehören?
Zu keiner (seit wann hab ich die Möglichkeit, mir das auszusuchen?). Ich will nur versuchen, die Dinge zu sehen, wie sie sind.
Grüße
EV