Studium versus Ausbildung

Hallo!

Ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung und möchte einfach mal hören, was „lebenserfahrene“ darüber denken, da ich ja doch nicht ganz so den Weitblick habe.
Es geht darum „studieren oder Ausbildung“. Zwei Möglichkeiten habe ich.
Die erste wäre, ich lerne den Beruf Fachwirt für den Bahnbetrieb. Das würde bedeuten, dass ich Geld bekomme (in zwei Jahren voll verdiene) und nach 4,5 Jahren einen Abschluss habe. Die Nachteil liegen da aber klar auf der Hand: Flexibilität bis aufs letzte. Die schicken dich irgendwo hin. Gut, das hat man überall, aber man sollte dort dann auch meist mittlere Führungspositionen übernehmen. Ich weiß nicht, ob ich dem gewachsen bin. Zumal es eigentlich für mich genau das ist, was ich nicht mag: Wirtschaft, Führungsposition… Ich habe mir etwas anderes darunter vorgestellt, da man als Grundlage Eisenbahner im Betriebsdienst lernt. Ausserdem würden danach viele Berufsbegleitent studieren. Aber für mich ist fraglich, ob es mich überhaupt interessiert…
Die zweite Möglichkeit ist, ich gehe meinen „Interessen“ nach. Ich mag so die Biochemie etc. evtl. Lebensmittelchemie. Aber vier/ fünf Jahre auf den Kosten der Eltern nen fetten machen? Danach hat man auch nicht immer die besten Aussichten. Und ich weiß nicht, was mich da im Studium so alles erwartet. Obwohl es immer so ist, dass man mit seinem Aufgaben wächst. Wenn ich überlege wer alles ein Studium geschafft hat und immer noch von den tollen Zeiten erzählt… Irgendwie weckt mich da eine Neugier. Außerdem habe ich meine Eltern hinter mir.
Alles in allem möchte ich, wenn ich etwas anfange, das bis zum bitteren Ende durchziehen. Nur, ich bin zu feige mich zu entscheiden und habe Angst zu versagen. Das ging mir in der Schule schon immer so und trotzdem war ich recht gut…
Was ich auch bemerkt habe, ob man Arbeiten gehen muss oder für Arbeiten lernen muss, bei beiden steht ein gewisses Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen dahinter.
Ich bin jemand der eben auf eigenen Beinen stehen will, aber Studium ohne Eltern geht kaum. Für mich ist das ein Problem…
Was ist eigentlich aus wirtschaftlicher Sicht besser?
Ich weiß echt nicht was ich tun soll, aber ich muss mich entscheiden, so schnell wie möglich!
Danke für eure Antworten!

Hi Nikea,

das sind aber zwei wirklich total unterschiedliche Alternativen.

Lebensmittelchemie oder Bahn.
Hast du in Richtung deiner Interessen mal recherchiert,
ob es da Alternativen zum Studium gibt? Zum Beispiel
betriebliche Ausbildungen, die mit einem Studium an einer
Fachhochschule kombiniert werden?

Ich wuerde mich erst noch viel weiter informieren,
bevor ich eine Entscheidung treffe.

Gruesse
Elke

Hallo!

Wenn ich mir deine Vika anschaue bin ich ehrlich gesagt etwas irritiert, wenn ich als Beruf „Student“ lese - doch schon die Vorentscheidung?
Erst mal kann ich mich Elke anschließen, weite deine Interessen vielleicht etwas aus und finde andere Alternativen, die es unter Garantie gibt. Ich denke auch bei der Bahn gibt es ein größeres Berufsfeld, als man glaubt.
Ich persönlich habe mich damals ganz bewußt für eine Ausbildung entschieden. Zum einen, weil ich keinen Bock hatte zu studieren (noch ein paar Jahre nur lernen) und weil ich ganz klar auf s Geld angewiesen war. Anschließend habe ich drei Jahre gearbeitet und danach angefangen zu studieren, was ich gerade immer noch mache. Meine Eltern können mich nicht unterstützen, also muß ich sehen, wie ich es geregelt bekomme. Dein großer Vorteil liegt natürlich in der Unterstützung deiner Eltern. Viele sagen auch, dass studieren so angenehm wäre (kommt echt auf das Fach an) und es Partys ohne Ende gibt(habe ich noch nicht mitbekommen bzw. es interessiert mich in Essen, wo ich studiere (ich komme aus Dortmund) auch nicht) Wenn du jetzt studierst bist du Mitte 20 bis du fertig bist, deine Chancen einen Job zu finden sind äußerst gering und dich dann notgedrungen umzuorientieren ist echt schwer. Andersherum ist es definitiv leichter. Egal welche Entscheidung du fällst, ich wünsche dir viel Glück für deinen weiteren Lebensweg.
Skippy

Hallo,

mach das, wofür Du Dich interessierst. Nur da kannst Du wirklich gut sein. Schu nicht darauf, ob diese oder jene Ausbildung im Moment gefragt ist oder nicht. Das ändert sich so schnell. Aus den Top-Arbeitsmöglichkeiten zum Anfang der Ausbildung/Studium kann schnell der Flop-Beruf werden. Dann sollte es doch wenigstens etwas sein, was Dir Spaß gemacht hat.

Es gibt auch zwischen Studium und Ausbildung die Möglichkeit ein Duales Studium (ich werbe hier in eigener Sache) an einer Berufsakademie anzutreten. Da ist man abwechselnd immer 3 Monate in der Firma und 3 Monate in der Berufsakademie. Nach 3 Jahren macht man ein Diplom (BA), das dem FH-Abschluß gleichgestellt ist (jedenfalls in BW).

Gruß

peter

Hallo Nikea,

ganz allgemein und aus eigener Erfahrung würde ich raten, beides in meine Lebensplanungen zu integrieren. Zuallererst sollten aber eigene Interessen stehen. Wenn Du Dich für Biochemie oder ähnliches interessierst, weshalb absolvierst Du dann nicht erst einmal eine Lehre zur Laborantin oder ähnliches? Im Anschluss daran könntest Du dann ein einschlägiges Studium in Angriff nehmen.

Deine Bedenken, dass Dir Führungspositionen angst machen oder sogar die Theorie, ein Studium wäre NUR mithilfe der Eltern möglich, halte ich für weltfremd und überzogen.

Schlussendlich meine ich, dass Du mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung plus gutem Studienabschluss die größtmöglichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt hast. Und ganz nebenbei sammelst Du wertvolle Lebenserfahrung, verdienst schon mal eigenes Geld (wenn auch vorerst nicht viel, aber das ist eher sekundär in Deiner Situation) und wirst mit den Jahren Deine Prioritäten viel besser setzen können.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Jana

Tach,

ich habe mich damals blindlings für das entschieden, wozu ich Lust
hatte.
ICH kann aus meiner Erfahrung nur empfehlen, sich für eine Sache zu
entscheiden, die einem halbwegs Spass macht. Wenn Du Dich später
tagtäglich zur Arbeit quälen musst, nützt Dir ein besseres Gehalt
auch nichts.
Wichtig ist nur herauszufinden, was einem Spass macht und ob der
Alltag wirklich so aussieht, wie Du Dir das vorstellst!
Geh doch einfach mal in ein Labor in Deiner Nähe und quetsch die aus!
Oder fahre einmal mit der Bahn in einem Regionalzug zur
Berufspendelerzeit…naja, hinkt vielleicht nen bisgen.

Cu
Lalle

Hi Sippy,

Wenn du jetzt studierst bist du Mitte 20 bis du fertig bist,
deine Chancen einen Job zu finden sind äußerst gering und dich
dann notgedrungen umzuorientieren ist echt schwer. Andersherum

Das kann ich nicht nachvollziehen. Gerade Absolventen in Biochemie finden sehr gute Jobmöglichkeiten. Generell ist auch die Arbeitslosenquote unter Akademikern signifikant niedriger als bei anderen … Zumindest die Chemiker haben da bislang eher geringe Probleme, adäquate Stellen zu finden :smile:

Grüße,
Henning

Hallo,

Was ist eigentlich aus wirtschaftlicher Sicht besser?
Ich weiß echt nicht was ich tun soll, aber ich muss mich
entscheiden, so schnell wie möglich!

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Ausbildung besser, vorausgesetzt du wirst nicht Arzt oder Rechtsanwealt. Ansonsten zahlt sich ein Studium nur sehr selten aus. Gerade jetzt, wo Studiengebühren kommen werden würde ich persönlich nicht nochmals studieren. Und die höhere Sicherheit gegen Arbeitslosigkeit ist auch vorbei.

Meine Empfehlung ist eine Ausbildung. Wenn es wirklich absolut nicht gefällt, kann man nach 6-12 Monaten immer noch umsatteln.

HUHU,

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Ausbildung besser,
vorausgesetzt du wirst nicht Arzt oder Rechtsanwealt.
Ansonsten zahlt sich ein Studium nur sehr selten aus.

Sorry, aber das ist Quatsch! Sicher gibt es Studiengänge wo man hinterher nicht besser fährt als mit einer Lehre. Aber gerade in naturwissenschaftlichen Studiengängen etc. stehst Du deutlich besser da.

Und die höhere Sicherheit gegen
Arbeitslosigkeit ist auch vorbei.

Auch Quatsch, die Arbeitslosigkeit unter Akademikern ist deutlich niedriger! Außerdem wird dauernd diskutiert, daß Deutschland in Zukunft zu wenige Akademiker hat!

Meine Empfehlung ist eine Ausbildung. Wenn es wirklich absolut
nicht gefällt, kann man nach 6-12 Monaten immer noch
umsatteln.

Neee, das wäre meine Empfehlung nicht! Wenn Du schon weißt, daß die Ausbildung überhaupt nicht Dein Ding ist und Du eine Dich interessierende Alternative hast, dann laß die Lehre.
Wie hier schon gesagt ist man nur dann gut wenn man etwas macht was einem Spaß macht. Zumal Du Deinen Job evtl. 40 Jahre machen mußt.

Außerdem bist Du als Mensch mit Lehre in der Regel Befehlsempfänger. Die Chance in eine Position zu kommen wo man auch selber gestalten kann ist mit Studium wesentlich besser.

Wenn Deine Eltern es sich leisten können, dann wäre ich mir nicht zu fein zu Studieren. Die lieben Dich doch sicher und sind auch froh wenn Ihr Kind eine gute Ausbildung hat. Du kannst ja nebenbei noch arbeiten um die Belastung gering zu halten.

Und jetzt noch ein Argument pro Studium:
Es ist einfach eine super Zeit, in der man sich auch persönlich in einer Art weiter entwickeln kann wie es während einer Lehre nur schwer möglich ist! Du hast einfach auch Zeit für Dich und zum diskutieren mit anderen Studenten über Gott und die Welt. Wichtig dabei, ja nicht zuhause wohnen und studieren, da verpaßt Du das Beste!

Gruß,
Rudolf

PS: Ich kann bei beidem mitreden, denn ich hab Lehre und Studium! Wenn beides in die gleiche fachliche Richtung geht, dann ist das aus meiner Sicht eine super Kombination!

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Das kann ich nicht nachvollziehen. Gerade Absolventen in
Biochemie finden sehr gute Jobmöglichkeiten. Generell ist auch
die Arbeitslosenquote unter Akademikern signifikant niedriger
als bei anderen … Zumindest die Chemiker haben da bislang
eher geringe Probleme, adäquate Stellen zu finden :smile:

Naja, was in 5 Jahren sein wird, wenn man mit dem Studium fertig ist,
kann keiner sagen! Auch wenn jetzt gerade vielleicht ein Mangel an
Chemikern sein mag…das heisst gar nix.
Generell ist aber ein naturwissenschaftliches Studium ein breite
Basis, mit der sich vielerlei Dinge machen lassen.

Cu
Lalle

Hallo Lalle,

Naja, was in 5 Jahren sein wird, wenn man mit dem Studium
fertig ist,
kann keiner sagen! Auch wenn jetzt gerade vielleicht ein
Mangel an
Chemikern sein mag…das heisst gar nix.

Naja, man sollte vielleicht dazu sagen, dass gerade Chemiker in den letzten fünf Jahrzehnten generell keine großen Probleme hatten, unterzukommen. Ganz im Gegensatz zu Biologen, Physikern oder Lehramtsabsolventen, bei denen sich alle fünf Jahre eine Schwemme bzw. ein Mangel ergeben.

Generell ist aber ein naturwissenschaftliches Studium ein
breite
Basis, mit der sich vielerlei Dinge machen lassen.

Das stimmt allerdings :smile:

Grüße,

Henning.

Hallo,

Was ist eigentlich aus wirtschaftlicher Sicht besser?
Ich weiß echt nicht was ich tun soll, aber ich muss mich
entscheiden, so schnell wie möglich!

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Ausbildung besser,
vorausgesetzt du wirst nicht Arzt oder Rechtsanwealt.

Hm, das kann ich so überhaupt nicht bestätigen.
Als Akademiker erreiche ich Gehaltstufen, von denen können Leute mit ner Lehre nur träumen, Ausnahmen natürlich ausgenommen (so nach dm Motto: ich kenn aber einen Chemiker, der verdient nach ## Jahren nicht mehr als ein Techniker in der Produktion…).

Nach meiner Rechnung läuft man spätestens nach zehn Jahren deutlich im Plus.

Ansonsten zahlt sich ein Studium nur sehr selten aus. Gerade
jetzt, wo Studiengebühren kommen werden würde ich persönlich
nicht nochmals studieren.

Auch das kann ich nicht unterschreiben.
Ich bin gegen Studiengebühren, aber das als Grund gegen ein Studium anzubringen ist nicht ganz so stichhaltig.

Und die höhere Sicherheit gegen
Arbeitslosigkeit ist auch vorbei.

Dann schau Dir bitte Arbeitslosenstatistiken an.
Abgesehen von einigen Elfenbeinfächern und dem Sozialbereich ist die durchschnittliche(!) Arbeitslosenquote umso niedriger, je höher der Ausbildungsstanfd ist. Persönliche Flexibilität natürlich vorausgesetzt.

Meine Empfehlung ist eine Ausbildung. Wenn es wirklich absolut
nicht gefällt, kann man nach 6-12 Monaten immer noch
umsatteln.

Meine Empfehlung:
Tief in sich gehen und möglichst ehrlich mit sich die Stärken und Schwächen abwägen, dann die Interessen dazunehmen und dann entscheiden.

Gandalf

Naja, man sollte vielleicht dazu sagen, dass gerade Chemiker
in den letzten fünf Jahrzehnten generell keine großen Probleme
hatten, unterzukommen. Ganz im Gegensatz zu Biologen,
Physikern oder Lehramtsabsolventen, bei denen sich alle fünf
Jahre eine Schwemme bzw. ein Mangel ergeben.

Nun ja, aber wenn sich gerade deswegen jetzt ganz viele entscheiden
sollten, Chemie zu studieren, ist in 5 Jahren wieder ne Schwemme.
Ob es dazu kommt, ist zwar zweifelhaft, weil die zumindest bei uns
damals immernoch gesiebt haben wie doof.
Dennoch weigere ich mich gegen Zusagen, in 5 Jahren werden XY
gebraucht / sind Super Job Chancen für diesen oder jenen.
Das ist einfach ne falsche Grundlage, sich für eine Laufbahn zu
entscheiden, zumindest, wenn es der einzige Beweggrund ist.
Cu
Lalle

Naja, man sollte vielleicht dazu sagen, dass gerade Chemiker
in den letzten fünf Jahrzehnten generell keine großen Probleme
hatten, unterzukommen. Ganz im Gegensatz zu Biologen,
Physikern oder Lehramtsabsolventen, bei denen sich alle fünf
Jahre eine Schwemme bzw. ein Mangel ergeben.

Nun ja, aber wenn sich gerade deswegen jetzt ganz viele
entscheiden
sollten, Chemie zu studieren, ist in 5 Jahren wieder ne
Schwemme.

Der Witz ist ja, dass es eine Chemikerschwemme praktisch noch nie gab. Das wollte ich damit ja sagen. Natürlich hat das seine Gründe, denn …

Ob es dazu kommt, ist zwar zweifelhaft, weil die zumindest bei
uns
damals immernoch gesiebt haben wie doof.

Und das hat sich nicht wesentlich geändert. Und ich stimme Dir zu, wenn Du sagst …

Das ist einfach ne falsche Grundlage, sich für eine Laufbahn
zu
entscheiden, zumindest, wenn es der einzige Beweggrund ist.

… denn man sollte in jedem Falle das tun, wonach einem der Sinn steht und wofür man sich geeignet hält. Es gibt eben Studiengänge, die man nur heil übersteht, wenn man sich wirklich fürs Fach interessiert und genug auf dem Kasten hat, leider aber auch genügend, durch die man schon so irgendwie durcheiern kann.

Generell ist es ja auch (zumindest in meiner Erfahrung) so, dass diejenigen mit vorheriger Berufsausbildung bzw. die nicht direkt von der Schule kommen, viel konzentrierter und disziplinierter an so ein Studium herangehen. Aber das nur am Rande.

Gruß,

Henning.

HUHU,

Aus wirtschaftlicher Sicht ist eine Ausbildung besser,
vorausgesetzt du wirst nicht Arzt oder Rechtsanwealt.
Ansonsten zahlt sich ein Studium nur sehr selten aus.

Sorry, aber das ist Quatsch! Sicher gibt es Studiengänge wo
man hinterher nicht besser fährt als mit einer Lehre. Aber
gerade in naturwissenschaftlichen Studiengängen etc. stehst Du
deutlich besser da.

Hallo,

sorry, aber das ist Quatsch *Auch mal so red* Es gab gerade kürzlich ein der FTD eine Rechnung, derzufolge die Rendite auf ein Studium in D z. B. deutlich niedriger ist als in den USA. Und die FTD wirst du wohl nicht gerade als unseriös bezeichnen wollen, oder? Und was ist mit anderen Studiengängen? Politik, Soziologie, Sprachen, Lehramt, Mathematik usw. usf? Allein wenn ein Studium nur 5 Jahre dauert (das wäre kurz) und ich pro Jahr 6000 Euro Kosten für das Studium rechne wäre man bereits bei 30.000 Euro. Wie willst du das so schnell aufholen. Hinzu kommen die Opportunitätskosten des entgangenen Einkommens, während ein Realschüler mit Ausbildung schon lange an dir vorbeiverdient.

Hi Michael,

es ist sicher vom Fach abhängig und dann auch ob Industrie oder öffentlicher Dienst.

Aber mal eine kleine Rechnung:

Ein Chemielaborant (Indusrie) verdient nach der Ausbildung etwa 28.000 € brutto pro Jahr.
Nach etwa sechs Jahren sind es in der Regel 33.000 €, nach etwa 10 Jahren 36.000 €
Dann lassen wir das unter Freunden nach dieser Zeit zusammen 350.000 € brutto sein.
Laß einen Diplomchemiker nach dieser Zeit einsteigen.
Der kriegt normalerweise so etwas um die 55.000 € brutto im ersten Jahr. Macht also ca. 19.000 € pro Jahr aus.

Nun tut sich bei einem Laboranten in den meisten Fällen nach diesen zehn Jahren nicht mehr viel, es sei denn, er macht eine Weiterbildung zum Techniker etc.

Bei einem Chemiker fängt es aber dann erst an.

Je nach Entwicklung liegt das Gehalt nach etwa 5 Jahren bei etwa 70.000 €, eine Dufferenz von guten 30.000 €pro Jahr und die Differenz wird üblicherweise immer größer.

Egal wie ich jetzt rechne, ich werde nach etwa 15 Jahren auf jeden Fall dicke im Plus sein, mit steigender Tendenz.

Oder wie rechnest Du?!

Gandalf

Moin,

sorry, aber das ist Quatsch *Auch mal so red* Es gab gerade
kürzlich ein der FTD eine Rechnung, derzufolge die Rendite auf
ein Studium in D z. B. deutlich niedriger ist als in den USA.

Du schreibst es selbst: Rendite. Denn es lohnt sich auch in Deutschland ein Studium, nur im Vergleich zu anderen Ländern ist der relative Gewinn eines Studiums hierzulande geringer; aber auch mit Studiengebühren wird es ein Gewinn sein, zumal die Gehaltsschere zwischen gut ausgebildeten Leuten und weniger gut ausgebildeten anscheinend auch in diesem Land immer weiter ansteigt.

Gruß,
Ingo

Hi,

Dass aus Gehaltssicht das Studium viel erfolgversprechender ist, wurde schon hinlänglich erläutert.
Ganz abgesehen davon kann ich nicht nachvollziehen, dass jemand, der seine Studieninteressen bereits kennt und obendrein noch berechtigt ist zu studieren, überhaupt erwägt, es nicht zu tun.
Da ich zwischen deinen Zeilen bereits eine Tendenz hin zum Studium zu erkennen glaube, spare ich mir weitere Ausführungen.
Gruss,

Ich glaube,
Hi,

dass ihm das mit der Bahn jemand eingeredet hat, „der es gut meint“.
Gruss,

Hallo,

ganz klar Studium.
Wenn du angenehme Gehaltsstufen überhaupt erreichen willst brauchst du ein Studium.

Unabhängigkeit von den Eltern?
Zum Beispiel in Baden Württemberg gibt es die s.g. Berufsakademie bzw die s.g. BA-Studenten. D.h. du studierst und arbeitest aber gleichzeitig bei einem studiennahen Arbeitgeber

Zum Beispiel die „Knochenmühle“ Disziplin-Jobs-Studium

Beides ist hart, aber mit 40 zu erkennen, dass man mit einem studium noch ganz andere Chancen gehabt hätte ist härter…viel härter.

Gruss D.K.