Stundenlohn bei Zeitarbeit

Hallo zusammen,

habe mich überall im Netz umgesehen, finde aber bisher keine Antworten.
Ich arbeite seit drei Monaten bei einer Zeitarbeitsfirma. ist ja auch ok, besser als Arbeitslos sein.
Wirklich dummerweise muss ich bei meinem Job auch meine eingene Rechnung- von ZA an Entleiher- bearbeiten.
Dabei konnte ich natürlich sehen was da an Geld fliesst.
Die Differenz zwischen dem was ich erhalte und dem was der Entleiher zahlt sind genau 65%. Wobei es keine Fahrgeldzahlung oder sonstiges gibt.
Ist so ein Unterschied normal?
Gibt es da Regelungen?
Gruß Birgit

Hi Birgit!

Wirklich dummerweise muss ich bei meinem Job auch meine
eingene Rechnung- von ZA an Entleiher- bearbeiten.
Dabei konnte ich natürlich sehen was da an Geld fliesst.
Die Differenz zwischen dem was ich erhalte und dem was der
Entleiher zahlt sind genau 65%. Wobei es keine Fahrgeldzahlung
oder sonstiges gibt.
Ist so ein Unterschied normal?

Warum nicht?
Die Leiharbeitsfirma hat ja auch das volle Risiko, dass sie Dich nicht verleihen kann, aber trotzdem bezahlen muss.

Gibt es da Regelungen?

Was erwartest Du?
Wir haben in D Vertragsfreiheit. Du bist mit dem Gehalt bei Vertragsabschluss zufrieden gewesen. Weshalb solltest Du nun am (vermeintlichen) Gewinn beteiligt werden, wenn es nicht vereinbart ist?

Grüße,

Mathias

Nicht ungewöhnlich!
Hi!

Die Differenz zwischen dem was ich erhalte und dem was der
Entleiher zahlt sind genau 65%. Wobei es keine Fahrgeldzahlung
oder sonstiges gibt.

Brutto oder Netto? Beim Brutto musst Du schon mal ca. 22% draufrechnen, was der AG an Sozialabgaben zahlt!

Dann hat der AG noch lfd. Kosten, wie z.B. Büromiete, EDV, Mitarbeiter, die nicht verliehen werden, Steuerberater, Anwalt, nicht zu vergessen die passiven Mitarbeiterkosten (z.B. Krankheit und Urlaub) usw. usf.

Abgesehen davon will er auch noch Gewinn machen (er muss ja auch leben)!

Ist so ein Unterschied normal?

Absolut!

Gibt es da Regelungen?

Nein! Es sei denn, Du wärst am Umsatz vertraglich beteiligt, was ich einfach mal ausschließe.

LG
Guido

Hallo Birgit,

vielleicht kann folgendes zu Deinem Trost beitragen:

Außerhalb von Zeitarbeit, bei Dienstleistern der Branche Steuerberater/Wirtschaftsprüfer, habe ich sehr viele Rechnungen betreffend Leistungen verbucht, die durch mich als Angestellten der Kanzleien erbracht worden sind.

Das Thema „Wo bleibt Ihr Umsatz“ war - nicht bloß bei mir, sondern bei allen Kollegen - eines, das mit vielen Variationen häufig Gegenstand von mehr oder weniger formellen Personalgesprächen war.

Bei den genannten Dienstleistungen wird als Faustformel, wenn man sich nicht die Mühe einer präziseren Kalkulation machen will, fast immer „Brutto mal drei gleich Umsatz“ angestrebt. Und unterhalb von „Brutto mal 2,5 gleich Umsatz“ wirds schon aarg haarig.

Die genannten Branchen sind schon in etwa mit Arbeitnehmerüberlassung vergleichbar, was die Kosten betrifft, die an einem Arbeitsplatz dranhängen - vielleicht etwas mehr Hard- & Software, etwas mehr unproduktive Gehälter, die durch die produktiven mitgetragen werden müssen, dafür etwas weniger Personaladministration, weniger Akquisition etc.

Wenn man „zu Fuß“ Arbeitgeberbelastung, Ausfallzeiten, unproduktive Zeiten, kaufmännische & administrative Overheads etc. etc. nachkalkuliert, wird man im Fall Arbeitnehmerüberlassung bei einem ganz ähnlichen Ergebnis landen: Faktor drei als Ziel, Faktor 2,5 als Schwelle zum Alarm.

Schöne Grüße

MM

Hallo Birgit,

schau Dir mal diese Seite an:

http://www.bza.de/tarif/tarifvertraege.php

Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling