Stuttgrad?

Hallo, Loide!
Hat jemand Ahnung und Interesse, Ortsnamen ganz allgemein namensgeschichtlich zu erklären?

Burg/Berg im Doitschen isscha klar, -furt auch ziemlich, -lin mir weniger (Berlin, aber auch Lublin/Polen, vielleicht verwdt. mit Stettin/Czeszin), allein das Wort „Stadt“ (-dt weißt ja auffen Partizip hinm, „gesandt“ = „gesendet“).
Dabei ist „Weiler“ sicher mit ital. „villa“, frz. ville verwandt.

Russ. -grad, -gorod, poln „gora“ entspringt sicherlich dem slaw. -berg. Aber Stuttgart? Könnte sein, aber das t???

Wo ich herkomm, aus Kiel: soll aus „Tom Kyle“ entstanden sein, lernte ich anner Schule. Berdeutet das „Zum Keil“? (=Fjord -also „Furt“ „Kieler Förde“).
Un Bochum und umzu? Watt mündet eingli dort?

Ick bitte euch um Leckerbissen.
Manni.

Hallo Manfred,

Hat jemand Ahnung und Interesse, Ortsnamen ganz allgemein
namensgeschichtlich zu erklären?

Das ist aber ein weites Feld! Nur ein paar kleine Anmerkungen von mir:

Burg/Berg im Doitschen isscha klar, -furt auch ziemlich, -lin
mir weniger (Berlin, aber auch Lublin/Polen, vielleicht
verwdt. mit Stettin/Czeszin),

Scheint wohl auch speziell für Berlin nicht wirklich gekärt zu sein, vgl. http://www.luise-berlin.de/Historie/indexhis.htm
Ich hatte ja spontan an „-lein“ gedacht, aber bei näherem Nachdenken macht das nicht sehr viel Sinn (finde auch keine Belege dafür).

Russ. -grad, -gorod, poln „gora“ entspringt sicherlich dem
slaw. -berg. Aber Stuttgart? Könnte sein, aber das t???

Nein, Stuttgart leitet sich von „Stutengarten“ her, weil dort im MA ein Pferdegestüt bestanden haben soll.

http://www.petermangold.de/schwab48.htm

Grüße
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Berlin hat in der Tat nix mit „-lein“ zu tun. Es ist einfach slawisch und bedeutet eben moorhaltiges Gebiet. Wie die ganze Mark eben auch. Moor, Sumpf und Sand…

Wie schon das Lied es betont. :smile:

Potsdam z.B. bedeutet eher was wie „unter Birken“ und auch das wäre slawisch. :smile:

Gruß
Marco

Stadtnamen
Hallo.

Hat jemand Ahnung und Interesse, Ortsnamen ganz allgemein
namensgeschichtlich zu erklären?

da hätten wir zunächst alles, das auf -rath, -roth, -ried, -rode etc. endet. Diese Endungen sind auf die Rodungen aus der Zeit um die vorletzte Jahrtausendwende zurückzuführen, als man zur Landgewinnung zwecks Landwirtschaft dem deutschen Urwald die ersten größeren Breitseiten beibrachte. Der Name meiner Heimatstadt Erkrath ist zum Beispiel auf den Ritter Daniel de Erkerode zurückzuführen, der Stadtteil, in dem ich wohnte, Millrath, geht auf die Rodung des Milo (hat nix mit der Venus von M. zu tun) zurück.

Alles was auf -furt endet, stammt von der jeweiligen, nahegelegenen Flußüberquerungsmöglichkeit bzw. vom Überqueren eines Flußes von jemandem ab. Frankfurt: Dort wo die Franken den Fluß überquerten.

Düsseldorf war ein Dorf an der Düssel, Köln stammt von Colonia Agrippinensis. Colonia (röm)=Kolonie, Außenposten. Agrippina war die Tochter des Feldherrn Germanicus Caesar. Übrigens war die ein ganz reizendes Persönchen: http://www.novaesium.de/glossar/agrippina.htm

Und das Thema Karlsruhe hatten wir mal:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Christian

Hallo, Christian, hallo auch Marco,
danke für deine Informationen. Die über „Frankfurt“ hatt ich irngwie angedoitet haben wollen. Ist ja offensichtlich ähnlich gebaut wie Oxford und Stratfod.
Daran schließt sich eine Idee an: „Augsburg“, natürlich keine Augenburg, aber vielleicht eine Umtonung von „Oxenburg“???
Auch „München“ (ja im Ital. ähnlich wie „Monaco“ ausgesprochen) ist wohl klar: was mit Mönchen.
Hastu ne Idee, wie man nach Erdingen und Erlangen kommt?

Die Tochter vonnem Germanicus werdich später „besteigen“, kennst du die Geschichte von Pop§eia, der Gattin von Caesar Claudius?!?! (claub ich jenfalls)

Was ich im „Das Mittelalter - die Wiege der Europäischen Kultur“ S.238/254 den Ursprung des Namens „Basel“(Schweiz) las: „Baselgia“, also sowas wie:
„Basilika ecclesia“ = gr.-lat. (??) „königliche Kirche“.
Das Buch habich verschlungen vor Begeisterung!

Bremen: kann mir jemand den Ursprung sagen? Und hier gibs viele „Fehn“. Kommi grad drauf wegen dem Dorf „Rauderfehn“. Scheint mir auch gerodet worden zu sein.

Bis bald, wennuwiss,
servus, Manni

Und Marco: welches Lied meinstu? Erzählstes uns, bitte?

Hallöchen,

ich finde Deine Art möglichst jugendlich-cool zu schreiben höchst anstrengend, daher „nur“ eine Antwort auf den Teil, den ich lesen konnte, ohne lange überlegen zu müssen.

Bremen: kann mir jemand den Ursprung sagen? Und hier gibs
viele „Fehn“. Kommi grad drauf wegen dem Dorf „Rauderfehn“.
Scheint mir auch gerodet worden zu sein.

Zu „fehn“ dieser Link (der übrigens auch etwas abweichendes zum Thema -ried sagt):
http://www.google.de/search?q=cache:Zv0Mzq_NN4wC:www…

Bzgl. Bremen:
Flurbezeichnungen sind oftmals sehr alt und geben Hinweise. Das könnte auch für den Namen Bremen gelten, obwohl es hier wiederum unterschiedliche Theorien gibt. Interessant ist eine Ableitung aus der ältesten Form Bremun, lateinisch Brema und Bremae, lokativer Dativ des Plurals Brem, was an den Rändern oder Singular am Rande bedeutet. Lag da ein Flurstück oder eventuell doch eine Siedlung am Rande der Düne? Heute wissen wir es noch nicht, aber vielleicht taucht noch einmal ein ernstzunehmender Beweis auf.

Gefunden bei http://www.bremen.de/suche.html mit dem Suchwort Geschichte.

Ein bißchen was zu Erlangen:
http://www.erlangen.de/news.asp?folder_id=1579&mainf…
http://www.erlangen.de/news.asp?folder_id=1579&mainf…

Erdingen:
http://www.erdingen.de/zahlen.htm

Im übrigen hilft oft der Aufruf der HP der Stadt und dann die Suche nachd er Rubrik „Geschichte“ bzw. die Eingabe selbigen Wortes in einer evtl. vorhandenen Suchfunktion.

Gruß
Christian

Frank und so fort
sorry, hatti eben aus Zersehen gelöscht, also noch ma rauf auffe Nerven):

GRADUELL im HRADSCHIN

Hallo, Wolfgang,
Danke für Info/Literaturhinweis!
„Stuttgart“ > „StutenGarten“ hatte ich mir inzwischen auch aus Klug/Wasserzieher (dt. etymolog. Wörterbücher) selbst „zusammengestellt“.
Die Ähnlichkeit der Wortstämme „gard/gart“ und „grad“
(ja auch „Schritt, Stufe“), noch „unter einem Hut“ gewisserweise in Nowgorod = dt.: „Naugard“ läßt allerdings tiefere Zusammenhänge vermuten.
Ist nicht ein „Garten“, doitlicher im engl. „yard“, etwas, was man überblickt, abschreitet (also auch „mißt“), abzäunt (also irngwie „erhöht“ - bei Nordsee-Warften gehts gar nicht anders)

Also „Stuttgart“ sicherlich eher direkt abkömmlich von der „Zwischenstufe“ „Garten“ (das aber aus derselben Wortfamilie kommt); allerdings „Garten“ hier nicht in der „gängigen“ Bedeutung („Artenglaube“, sorry, „Gartenlaube“, Kleingärtner, Kartoffelgarten), sondern eher in dem von „Kindergarten“

Ich meide einglich eher die vorhandenen Standardliteraturen, sehe sie allerhöchstens als Fundquelle für bekannte Wurzeln und radikale Experimente an.
Auch die offizielle Sprachwissenschaft steht mAn unter dem Trauma: "Es darf nicht sein was nicht sein >kann

Bremensien
„Hallöle!“

„ich finde Deine Art möglichst jugendlich-cool zu schreiben höchst anstrengend, daher „nur“ eine Antwort auf den Teil, den ich lesen konnte, ohne lange überlegen zu müssen.“

Tschuldigung, es macht mir vor allem Spaß und ist eben auch nur zu bequem. Ich merke dabei nur nicht, wie schwer die Dechiffrierung ist. Ich werde mich also bessern!

Bremen: kann mir jemand den Ursprung sagen? Und hier gibs viele „Fehn“. Kommi grad drauf wegen dem Dorf „Rauderfehn“. Scheint mir auch gerodet worden zu sein.

Bzgl. Bremen:
Flurbezeichnungen sind oftmals sehr alt und geben Hinweise. Das könnte auch für den Namen Bremen gelten, obwohl es hier wiederum unterschiedliche Theorien gibt. Interessant ist eine Ableitung aus der ältesten Form Bremun, lateinisch Brema und Bremae, lokativer Dativ des Plurals Brem, was an den Rändern oder Singular am Rande bedeutet. Lag da ein Flurstück oder eventuell doch eine Siedlung am Rande der Düne? Heute wissen wir es noch
nicht, aber vielleicht taucht noch einmal ein ernstzunehmender Beweis auf.

Toll! Den link zu „Rand“ las ich auch neulich im „Weserkurier“. Kann zb „am (nördlichen/oberen) Rand der Weser“ bedeuten, denn der Teil im Süden besteht iw aus „Neustadt“ (also ne Art Nowgorod). Kann aber auch Bezug auf den Rand zur Nordsee haben. Wer weiß, wieweit das „Ufer“ bis dahin früher bebaubar war.
Allerdings gibt es in Bremen auch eine Art „Île de la Cité“, die gerade auch kulturell ähnlich erschlossen wird.

Gefunden bei http://www.bremen.de/suche.html mit dem Suchwortm Geschichte. Sorry, ich bin Antialphabet.

Im übrigen hilft oft der Aufruf der HP der Stadt und dann die Suche nachd er Rubrik „Geschichte“ bzw. die Eingabe selbigen Wortes in einer evtl. vorhandenen Suchfunktion.

Danke für den Hinweis, dennoch.

Gruß
Manfred

Hallo, Loide!
Hat jemand Ahnung und Interesse, Ortsnamen ganz allgemein
namensgeschichtlich zu erklären?

Burg/Berg im Doitschen isscha klar, -furt auch ziemlich, -lin
mir weniger (Berlin, aber auch Lublin/Polen, vielleicht
verwdt. mit Stettin/Czeszin), allein das Wort „Stadt“ (-dt
weißt ja auffen Partizip hinm, „gesandt“ = „gesendet“).
Dabei ist „Weiler“ sicher mit ital. „villa“, frz. ville
verwandt.

Russ. -grad, -gorod, poln „gora“ entspringt sicherlich dem
slaw. -berg.

Tut es nicht. Russ. -grad, -gorod, Poln. -gród und ähnliches (gibt sogar die Form -gard) bedeutet nicht Berg, sondern Burg bzw. Siedlung. Und auch beim deutschen -burg sollte man sich v.a. im Osten nicht so sicher sein. Bsp.: Brandenburg. Deutscher gehts nicht, meint man, dabei ist es eine Verdrehung des alten slavischen Ortsnamens Brennabor (bor=Wald).

Jarek

Aber Stuttgart? Könnte sein, aber das t???

Wo ich herkomm, aus Kiel: soll aus „Tom Kyle“ entstanden
sein, lernte ich anner Schule. Berdeutet das „Zum Keil“?
(=Fjord -also „Furt“ „Kieler Förde“).
Un Bochum und umzu? Watt mündet eingli dort?

Ick bitte euch um Leckerbissen.
Manni.

Na glaro’

Russ. -grad, -gorod, poln „gora“ entspringt sicherlich dem
slaw. -berg.

Tut es nicht. Russ. -grad, -gorod, Poln. -gród und ähnliches
(gibt sogar die Form -gard) bedeutet nicht Berg, sondern Burg
bzw. Siedlung. Und auch beim deutschen -burg sollte man sich
v.a. im Osten nicht so sicher sein. Bsp.: Brandenburg.
Deutscher gehts nicht, meint man, dabei ist es eine Verdrehung
des alten slavischen Ortsnamens Brennabor (bor=Wald).

Jarek: TOLLE NEUIGKEIT, „Brennabor“. Weißtu vielleicht auch, ob Brenn was mit Brand (abholzen für die Siedlung/Ackerbau) zu tun hat? Tscha, „Augsburg“ isscha auch keine Augenburg, eher ein aufgerüstetes Oxford, wobei nat. eher Furt zur Burg.

Aber „na gora“ heißt doch „nach oben“???!! (wie na dolu = nach unten, down)

Da gibs doch ein „Ratibor“ - nu ist mir klarer, nbeten.

Mit "„na glaro“ willich, halbpolitalienisch, sagen: immer zu größerer Klarheit!

Czesz, prosze o jeszcze, Manni

Borandstätten
Fällt mir gradnoch ein:

„v.a. im Osten nicht so sicher sein (KANN MAN ABER HEUTE WIEDER; ODER???) . Bsp.: Brandenburg. Deutscher gehts nicht, meint man, dabei ist es eine Verdrehung des alten slavischen Ortsnamens Brennabor (bor=Wald).“

Das b im bora = Wald erinnerte mich zunächst an den frz. „Bois“ (de Boulogne), dann an den deutschen Busch (r zu s hat man öfter), Baum (manchmal siehr man heute vcor lautem Wald ja die einzelnen Bäume nicht mehr!!! Bloß woisses r?), Buche, Birke. Und dann, etwas näher, mittels b-w (in Russischen gibs ja sogar noch das „b“, das als, gewisserweise spanischer Reibelaut, w ausgesprochen wird. „buwenos días!“. Im Unterscvhied zu dem b in Bulgarien.
Möglicherweise ist auch „Brandenburg“ = „Brennabor“ sogar ur-doppelgemoppelt, wenn „brenn“ in Verbindung mit der (Brand)Rodung steht.

Lustich finde ich es ja jetzt, über „Hindenburg“ nachzudenken. Und Hamburg. :smile:. Vielleicht einfach nur ne Holzgrillstätte? Und ein Grab ist vielleicht einfach nur ein Baum mittem Grünen nach unten?
Ernst, komm raus! „bora“ - „brand“ scheint wirklich nicht zufällig zu sein. Schaustu bitte mal in mein posting: „Feurio“ ind Philo rein?

zwasze na prosto, Manni

Hallo Manfred,

Daran schließt sich eine Idee an: „Augsburg“, natürlich keine
Augenburg, aber vielleicht eine Umtonung von „Oxenburg“???

Augsburg = Augusta Treverorum = die Hauptstadt der Treverer
(das war ein germanischer Volksstamm, der damals dort wohnte)

zu Agrippina: es gibt mehrere Damen dieses Namens.
Die „notorische“ war nicht die der Stadtgründung.
Die war eine sehr ehrbare Matrone und mit dem erwähnten
Germanicus verheiratet.

Köln hieß im Original ungefähr: Colonia Ara Augusta Agrippinensis
wobei ich mir nicht sicher bin, was die Reihenfolge von
Ara und Augusta angeht, könnte auch Augusta Ara Agri…
heißen. Das Ara und das Augusta weisen auf jeden Fall
darauf hin, daß jene Dame kaiserlichen Ranges war.
Ara bedeutet Altar - alle Mitglieder der Kaiserfamílie
konnten auf diese Art geehrt werden, bei Frauen deutet
es aber auf besondere Beliebtheit Agrippinas bei der Truppe.
Augusta war die Anrede, die ihr zustand, also in etwa: Hoheit.

Falls Du jetzt an Augustus denkst, den noch bekannteren:
auch das war ursprünglich nur seine Anrede. Richtig
hiess er Octavianus (unter anderem)

viele Grüße
Angelika

Hallo, Manfred,
etwas schwierig zu lesen, Dein Text.

Hastu ne Idee, wie man nach Erdingen und Erlangen kommt?

Zu letzterem nur eine scherzhafte: Die Universität dort hat natürlich auch eine theologische Fakultät, deren Motto auf den Stadtnamen abhebt: Suchet das Himmelreich zu Erlangen.

viele „Fehn“. Kommi grad drauf wegen dem Dorf „Rauderfehn“.
Scheint mir auch gerodet worden zu sein.

Nicht gerodet. Fehn ist ein holländischer Begriff für Moor. Die dortigen Ortschaften ziehen sich kilometerlang hin an den Fehnkanälen, die beim Abbau des Torfes entstanden und zu seinem Abtransport dienten. Die Kolonisierung der riesigen Moorgebiete fand im vorvorigen Jahrhundert und bis in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts statt. Heute bemüht man sich, die restlichen Moore noch zu erhalten.
(Mein Wissen resultiert aus dem leider soeben beendeten Ferienaufenhalt in eben diesem schönen Ostfriesland)
Grüße
Eckard.

Im Rauhen Westen?
Hallo, lieber Eckard!
Danke für die information!
Du schreibst:

etwas schwierig zu lesen, Dein Text.

Entschuldige(t) bitte, ich werde nicht mehr meiner Lust am basteln auf diese Weise frönen!

Hastu ne Idee, wie man nach Erdingen und Erlangen kommt?

Zu letzterem nur eine scherzhafte: Die Universität dort hat
natürlich auch eine theologische Fakultät, deren Motto auf den
Stadtnamen abhebt: Suchet das Himmelreich zu Erlangen.

Klasse! Gelungen scherzhaft!

viele „Fehn“. Kommi grad drauf wegen dem Dorf „Rauderfehn“.
Scheint mir auch gerodet worden zu sein.

Nicht gerodet. Fehn ist ein holländischer Begriff für Moor.
Die dortigen Ortschaften ziehen sich kilometerlang hin an den
Fehnkanälen, die beim Abbau des Torfes entstanden und zu
seinem Abtransport dienten. Die Kolonisierung der riesigen
Moorgebiete fand im vorvorigen Jahrhundert und bis in die 50er
Jahre dieses Jahrhunderts statt. Heute bemüht man sich, die
restlichen Moore noch zu erhalten.
(Mein Wissen resultiert aus dem leider soeben beendeten
Ferienaufenhalt in eben diesem schönen Ostfriesland)
Grüße
Eckard.

Hätte ich einglich schon wissen m ü s s e n , denn meine beste Freundin beschäftigt sich in Osterholz-Scha®mbek mit der Kultivierung der Moorteufelkultur! Da paludert (ital.: „paludo“ = Moor) es sich schön!
Mit meiner Anspielung auf „roden“ bezog ich mich aber auf den ersten Teil des Namens: „Rauder-“.
Durch die Info von dir bin ich jetzt aber eher am zweifeln; denn durch Rodung, kann dadurch ein Moor/Sumpf entstehen? Doch eher austrocknen, oder? Was meinst du?

In jedem Falle wird unsere Phantasie doch herlich angeregt, findich.

Grüße, Manfred.

Hallo Angelika,

Augsburg = Augusta Treverorum = die Hauptstadt der Treverer
(das war ein germanischer Volksstamm, der damals dort wohnte)

Daher vielleicht auch der Name „Trier“? Aber datt liegt ja weiter nnördlich. Allerdings sind die Römer damals auch weit
®umgekommen.

Danke für deine Informationen!

zu Agrippina: es gibt mehrere Damen dieses Namens.
Die „notorische“ war nicht die der Stadtgründung.
Die war eine sehr ehrbare Matrone und mit dem erwähnten
Germanicus verheiratet.

Köln hieß im Original ungefähr: Colonia Ara Augusta
Agrippinensis
wobei ich mir nicht sicher bin, was die Reihenfolge von
Ara und Augusta angeht, könnte auch Augusta Ara Agri…
heißen. Das Ara und das Augusta weisen auf jeden Fall
darauf hin, daß jene Dame kaiserlichen Ranges war.
Ara bedeutet Altar - alle Mitglieder der Kaiserfamílie
konnten auf diese Art geehrt werden, bei Frauen deutet
es aber auf besondere Beliebtheit Agrippinas bei der Truppe.
Augusta war die Anrede, die ihr zustand, also in etwa: Hoheit.

MICH DEUCHTE; „Ara“ bedeutete „Luft“, aber kann ja zusammenhängen, „oben aufem Altar, in der Luft“

Falls Du jetzt an Augustus denkst, den noch bekannteren:
auch das war ursprünglich nur seine Anrede. Richtig
hiess er Octavianus (unter anderem)

viele Grüße
Angelika

DANN könnten ja aus „Augustus“ doch noch irgendwie die Ochsen zum Vorschein kommen, „theoretisch“.
Hätten wir wenigstens auch unser „Oxford“

Herzliche Grüße zurück,
Manni

Mit meiner Anspielung auf „roden“ bezog ich mich aber auf den
ersten Teil des Namens: „Rauder-“.

Hallo, Manfred,
vielleicht gelingt es mir mit diesem Posting, Dir die Suchmaschine Google schmackhaft zu machen: http://www.google.de/

Gib einfach mal „Rhauderfehn“ ein und Du wirst auf den Seiten dieser Samtgemeinde fündig werden:
/Zitat/
Rhaude
Das Kirchspiel wird von zeitgenössischen Geschichtsschreibern als Weihgut bezeichnet, dessen Name Raweck, Roude oder Raude Heimatforscher von der Roten Riede ableiten, die nahe des Ortes vorbeifloß.
Eine andere Deutung geht davon aus, dass Rhaude eine mittelalterliche Rodung in Walde war und Raude oder Roude vom „Roden des Waldes“ abgeleitet wurde.
/Zitatende/ http://www.rhauderfehn.de/1/geschich.htm
Deine Vermutung kann also durchaus zutreffen.
Gruß
Eckard.

Hallo Manfred,

Augsburg = Augusta Treverorum = die Hauptstadt der Treverer
(das war ein germanischer Volksstamm, der damals dort wohnte)

Daher vielleicht auch der Name „Trier“? Aber datt liegt ja
weiter nnördlich. Allerdings sind die Römer damals auch weit
®umgekommen.

entschuldige, natürlich … :
Augusta Treverorum = Trier, Augusta Vindelicorum = Augsburg

MICH DEUCHTE; „Ara“ bedeutete „Luft“, aber kann ja
zusammenhängen, „oben aufem Altar, in der Luft“

römische Altäre waren in der Tat Brandopferaltäre,
in sofern könnte man daran denken. Ich habe hier leider kein etymologisches Lexikon, deshalb kann ich Dir nicht sagen, ob es stimmt.

DANN könnten ja aus „Augustus“ doch noch irgendwie die Ochsen
zum Vorschein kommen, „theoretisch“.
Hätten wir wenigstens auch unser „Oxford“

eher nein. Ich fürchte, das ox in Oxford kommt aus dem alten Englischen oder Angelsächsischen. Und ox heißt wirklich Ochse.
Städtenamen dieser Sorte nennen sich oft nach der Tiefe der zu durchquerenden Furt: Ochsenfurt am Main - Rindviecher kommen durch. Schweinfurt - auch für Viecher mit kürzeren Haxen.

viele Grüße
Angelika

‚Auge‘

Hallo Angelika,

Daher vielleicht auch der Name „Trier“? Aber datt liegt ja
weiter nnördlich. Allerdings sind die Römer damals auch weit
®umgekommen.

Hab grad nachgekukt: Augusta Treverorum" ist ja hist. Trier!!!

Also „Augsburg“ immer noch offen!? Vielleicht abner aus: „Augustusburg“? Oder hat man sich doch irgendwann nur von einem ursprünglichen „Ochsenburg“ schamhaft, aber namensähnlich entfernt?

DANN könnten ja aus „Augustus“ doch noch irgendwie die Ochsen
zum Vorschein kommen, „theoretisch“.
Hätten wir wenigstens auch unser „Oxford“ NEIN, denn:

Auch eben erst gefunden:

Findich grade im „Walde-Hofmann“ (lat. etymolog.):
„augeo“ : „mache wachsen, vergrößere, vermehre“

Hättich einglich schon aus dem Frz wissen müssen: „augmenter“ = steigern, erhöhen.
Und ist obendrein vielleicht noch verweandt mit „alto“ = „hoch“, das soweitichweiß der Stamm von „Alar“ ist?
Bei der gelegenheit: was ist eigentlich ein „Hochaltar“?
Das gegenteil von „Subbasso“?

Interessant finde ich auch eine wahrscheinliche Verwandtschaft mit „augurare“ = „wünschen“ (ital.)

Ich habe meine geringen lateinischen Kenntnisse über Italienisch/Französisch und ne gewisse allgemeine Bildung. Und allgemein ziemlichj reichliche Kenntnisse über Sprache überhqaupt, speziell IE und auch Altaische Sprachen. Leider zu wenig Griechisch, aber immerhin Polnisch. Auf den Spuren von Wadler, Fester, Lenneberg (biolog. Grundlagen der Sprache), e sempre viaggiato.

Avus, Manni

Gut vindiziert, orecchino!
Hallo, Angelika!

„Augusta Treverorum = Trier, Augusta Vindelicorum = Augsburg“

Walde-Hofmann schreibt: „vindico…“ = „nehme gerichtlich in Anspruch,…“ und „vindicta“ = Gewaltansagung (klar: "dico anch´io qualque volta). Und das meist mit Likorum. Nascha, ich nichmehr, aber man mussich nur umkuken.

römische Altäre waren in der Tat Brandopferaltäre,

(sind soweit ich weiß, Altäre ursprünglich alle, kuk dochma in mein „Feurio“-posting in Philo rein, bitte!):in sofern könnte man daran denken. Ich habe hier leider kein etymologisches Lexikon (deshalb mein Zittieren!), deshalb kann ich Dir nicht sagen, ob es stimmt.
Tscha, wir sehen ja täglich wie Arabella sich opfert…

DANN könnten ja aus „Augustus“ doch noch irgendwie die Ochsen
zum Vorschein kommen, „theoretisch“.
Hätten wir wenigstens auch unser „Oxford“

eher nein. Ich fürchte, das ox in Oxford kommt aus dem alten
Englischen oder Angelsächsischen. (keine Angst, Äindschi!) Und ox heißt wirklich Ochse.

Ich kricht mal von inrgwoher (kannste auch nettich runterladen irngwo:The English Lesson
Anonymous

We’ll begin with box, and the plural is boxes;
But the plural of ox should be oxen, not oxes. !!!
Then one fowl is goose, but two are called geese
Yet the plural of moose should never be meese.

You may find a lone mouse or a whole lot of mice,
But the plural of house is houses, not hice.
If the plural of man is always called men,
When couldn’t the plural of pan be called pen?

The cow in the plural may be cows or kine,
But the plural of vow is vows, not vine.
And I speak of a foot, and you show me your feet,
But I give a boot - would a pair be called beet?

If one is a tooth and a whole set are teeth,
Why shouldn’t the plural of booth be called beeth?
If the singular is this and plural is these,
Why shouldn’t the plural of kiss be nicknamed kese?

Then one may be that, and three may be those,
Yet the plural of hat would never be hose;
We speak of a brother, and also of brethren,
But though we say mother, we never say methren.

The masculine pronouns are he, his and him,
But imagine the feminine she, shis, and shim!
So our English, I think you will all agree,
Is the trickiest language you ever did see.

I take it you already know
Of tough and bough and cough and dough?
Others may stumble, but not you
On hiccough, thorough, slough, and through?

Well done! And now you wish, perhaps
To learn of less familiar traps?
Beware of heard, a dreadful word
That looks like beard and sounds like bird.

And dead; it’s said like bed, not bead;
For goodness sake, don’t call it deed!
Watch out for meat and great and threat,
(they rhyme with suite and straight and debt).

A moth is not a moth in mother.
Nor both in bother, broth in brother.
And here is not a match for there.
And dear and fear for bear and pear.

And then there’s dose and rose and lose –
Just look them up – and goose and choose.
And cork and work and card and ward,
And font and front and word and sword.

And do and go, then thwart and cart.
Come, come, I’ve hardly made a start.
A dreadful language? Why, man alive,
I’d learned to talk it when I was five.

And yet to write it, the more I tried,
I hadn’t learned it at fifty-five!

Städtenamen dieser Sorte nennen sich oft nach der Tiefe der zu

durchquerenden Furt: Ochsenfurt am Main - Rindviecher kommen
durch. Schweinfurt - auch für Viecher mit kürzeren Haxen.:

„Rochford“ pour des voitures qui fument trop
Or Stratford (upon Avon!!!), birthplace of William who shakes beer.
„when in disgrace with fortune and men´s eyes, I all alone beweep my outcast state…“ ALSO sort of „furt“?
And: should it better be named „Stateford“?

Yours, truly,
B.E. Yond

Nana, Manfred, nun wird es aber spekulativ!

Und ist obendrein vielleicht noch verweandt mit „alto“ =
„hoch“,

altus, -a, -um (lat) = hoch
Altar ist die erhöhte Stelle des Tempels hat also wohl mit „altus“ zu tun. Hochaltar ist insofern ein weißer Schimmel (Pleonasmus)

das soweitichweiß der Stamm von „Alar“ ist?

in welcher Sprache?
ala, -ae (lat) = der Flügel

Interessant finde ich auch eine wahrscheinliche Verwandtschaft
mit „augurare“ = „wünschen“ (ital.)

Auguri (ital) sind in der Tat gute Wünsche, stammen aber eher von den römischen Auguren, den Wahrsagern ab.

Avus, Manni

… und „avus“ (lat) ist der Großvater. Der Gruß heißt „ave“.

Naja, soweit zum Exkurs quer durch tote und lebende europäische Sprachen. Etymologie ist ein nicht gerade einfaches Gebiet. Man wird sehr leicht auf den Holzweg gelockt, wenn man die Sprache(n) nicht sehr gut kennt. Noch dazu, wenn einem verschiedene Sprachen mit unterschiedlichen Wurzeln im Kopf herumspuken. Nicht umsonst gibt es Leute, die ein ganzes Studium darauf verwenden.
Übrigens ein Grund mehr, sich wenigstens in einer Sprache verständlich auszudrücken. (Bitte dies völlig frei von Bosheit als guten Rat annehmen zu wollen.)

Gruß Eckard.