Hallo Stefan,
Sehe ich nicht so tragisch. Meine Aussagen sind über die
Medline und div. Fachbücher überprüfbar.
Glaub’ ich Dir schon. Ich sehe auch ein, dass man hier nicht im Forum eine wissenschaftliche Abhandlung liefern kann zu irgendeinem recht komplexen Sachverhalt. Was ich prinzipiell - gerade bei medizinisch geschulten Leuten- etwas vermisse (nicht zu persönlich nehmen jetzt!) das ist aber dann doch die Bereitschaft, sich auf die weniger geschulten Gehirne herabzulassen.
Ich setze mich
allerdings nicht stundenlang hin und suche alle
Literaturquellen heraus.
Schon klar, DAS würde ich nie verlangen oder erwarten! Das hier ist ein Forum und keine „Forlesung“.
Ein klein wenig Vertrauen in meine
Aussagen gehört schon dazu.
Kein Problem- ich als mehr oder weniger doch ziemlicher Laie; was bleibt mir anders über?
Also ich werde sicher zu eurem Thread nicht mit irgendwas
beisteuern können, sondern ich bin auf eine laienmäßige
Überlegung zum Thema Sport und Gesundheit gekommen. Es ist
doch richtig, dass Fieber eine Abwehrreaktion des Körpers
gegen Infekte ist und dass diese Reaktion des Körpers nicht
nur normal, sondern auch gut ist, weil sie eben auch wirksam
ist. Nun frage ich mal, ob es nicht sein kann, dass es durch
Sport im Zusammenhang mit einer höheren Körpertemperatur beim
Sporttreibenden weniger Probleme mit den typischen
Infektionskrankheiten (Erkältungen, Grippe) gibt.
Im Falle eines Infektes kann der Körper die Temperatur
entweder lokal (bei einer lokalen Infektion) oder systemisch
(bei einer systemischen Infektion) hochregulieren.
Siehst Du jetzt, was ich meine. Das ist für einen NICHT- Mediziner einfach nicht verständlich. Was heißt „systemisch“. Wenn Du das nicht so erklären kannst, dann schreib halt einfach, dass das zu komplex ist- ich verüble das nicht.
Das ist
aber nur Mittel zum Zweck über die Erweiterung der Blutgefäße
und die erhöhte Herzfrequenz die Abwehrzellen schneller an ihr
Ziel zu bringen.
Also ich deute das jetzt mal so: Fieber ist nicht nur ein Krankheitssymptom (o Mann, da schwing ich mich jetzt ganz schön hoch bei dererlei Äußerungen!!!), sondern es hilft tatsächlich.
Also Du meinst auch, dass ist normal, wenn man nach 4 km
Joggen plötzlich 38 Grad hat?
Temperatur Leber: konstant 42°C
Temperatur Kern (innere Organe): konstant 37°C
Temperatur Peripherie: variabel - je nach Außentemperatur und
Stoffwechselaktivität.
Was kann man da unter Stoffwechselaktivität subsummieren? Ist das etwa auch der ATP- Stoffwechsel (hab ich mal gehört, nicht vermuten, dass ich da dezidiert was zu sagen könnte!!) im Muskel?
Normal ist „relativ“.
*g*
Es gibt eine
Bandbreite (Normalverteilungskurve). Und 38°C bei erhöhter
Stoffwechselleistung sind nichts allzu ungewöhnliches.
Also ok, denke ich.
Zudem verträgt der Körper auch Temperaturen weit jenseits der
37°C von außen (beispiel Sauna),
Ja, das ist mir schon klar- dieser Sommer hat es ja
bewiesen… von daher dachte ich aber (ungenauerweise), dass
der Körper immer irgendwie- wie genau, weiß ich halt auch
nicht- sich regeln kann, damit diese 37 Grad bestehen bleiben
und dass er nur im Krankheitsfalle über diese magischen 37
Grad kommt.
Der Körper fängt schon bei ca. 26°C Außentemperatur an zu
schwitzen.
Bei Dicken ist’s auch schon weit drunter- diese „Schwitzgrenze“, habe ich den Eindruck. Wenngleich es wohl offenbar Menschen gibt, die einfach schneller schwitzen als andere- unabhängig von der Leibesfülle.
Da grundsätzlich Wärme abgegeben wird, ist hier das
Limit, bei dem dies nicht mehr effektiv ohne Schwitzen
vonstatten gehen kann. Im entsprechend schweißgebadeten
Zustand hat der Körper auf jeden Fall die 37°C überschritten.
Die Kerntemperatur darf dabei ein gewisses Limit nicht
überschreiten, da sonst die Organe versagen. Aber auch das ist
jenseits der 40°C. Und alles ohne Fieber …
)
Ah ja, also allmählich blicke ich doch durch. Mein Verhältnis zur Medizin ist halt etwas schwierig. Grob gesagt: Ich bin da- wie Du schon sicher rausgelesen hast- ziemlich praktisch orientiert und nur wenn es MICH betrifft, wenn mir also was auffällt, was Otto Normalverbraucher halt so auffallen kann, DANN bin ich auch an der Theorie interessiert.
Und sonst gehe ich hier nach dem Prinzip: „Si tacuisses, philosophus mansisses“ (= Wenn Du geschwiegen hättest, wärest Du ein Philosoph geblieben)
Beste Grüße
Hermann