Liebe Fernsehzuschauer!
Die Entrüstung über die Sendung war ja hier im Forum fast einhellig. Aber auch wenn ich mich damit sehr unbeliebt mache, eine kritische Frage an euch: Wer hat eigentlich wirklich genau hingeschaut und hingehört?
Mein erster Gedanke beim Anschauen war natürlich auch negativ: RTL, was für ein blöder Sender, „Super-Nanny“, was für blöder Titel, die Therapeutin war auch ziemlich blöd angezogen …
Aber:
Die Therapeutin brachte der Mutter bei, konsequent zu sein.
Sie führte einfaches sinnvolles Stimmtraining durch.
Sie brachte ihr bei, dem Kind genau zu sagen, warum etwas geschieht.
Sie lehnte Gewalt (einschließen) ab, zeigt der Mutter aber einen Weg, trotzdem konsequent zu sein.
Jeder kleiner Erfolg des Kindes (5 Minuten ruhig im Zimmer) wurde sofort belohnt, es gab immer eine neue Chance.
Die Sendung zeigte erstaunlich realistisch, wie zunächst alle Erfolge wieder einbrachen, als die Therapeutin das Haus verließ.
Die Therapeutin gab der Mutter Möglichkeiten an die Hand, die sie auch wirklich umsetzen konnte (z. B.: Mutter soll sich hinhocken, auf Augenhöhe mit dem Kind gehen, direkt ansprechen)
Der Junge wurde überhaupt nicht als „Monster“ gezeigt, sondern als ein völlig verzogener, aber liebenswerter Junge, der sich zum Schluss an seine Mutter kuschelte.
Ganz toll: Das Zimmer der großen Schwester wurde renoviert, damit gezeigt, wie wichtig es ist, die (unproblematischen) Geschwister nicht zu vergessen!
Wie kann das sein, dass so viele Zuschauer das alles nicht bemerkt haben? Diese Sendung ist seit Jahren die mit Abstand beste, die ich bei RTL gesehen habe! Sehr geeignet, um sie mit Eltern, die Erziehungsprobleme haben, gemeinsam anzugucken und die Probleme zu analysieren!
Und wenn dann so ein Wind darum gemacht wird, dass hier Persönlichkeitsrechte des Kindes verletzt wurden … mein Gott: Unzählige Kinder werden in Deutschland missbraucht (von ihren nächsten Angehörigen), wachsen unter schwierigsten, traurigsten Verhältnissen auf, da gibt es gigantische Möglichkeiten sich zu engagieren!
Habt ihr die Liebe nicht gesehen, die zwischen Mutter und Sohn durchschimmerte?
Kopfschüttelnde Grüße
Christian
Hallo Christian,
Aber auch wenn ich mich damit sehr unbeliebt mache,
eine kritische Frage an euch: Wer hat eigentlich wirklich
genau hingeschaut und hingehört?
Wir reden von der Sendung, in der es um die Familie mit 5 Kindern ging, dabei ein Junge, der so austickte ? Ich habe nur diese eine gesehen, es gibt da wohl mehrere ähnliche Formate.
Die Therapeutin brachte der Mutter bei, konsequent zu sein.
Schon hier mein erster Einspruch:
Die Mutter hat 5 Kinder. Sie hat nicht den Eindruck vermittelt, dass sie inkonsequent ist. Das, was zugegebenermaßen inkonsequent gehandhabt wurde, war der ganz normale Wahnsinn, wenn man nicht nur ein Kind erzieht. Und selbst in diesem Fall gibt es im wahren Leben massenhaft Situationen, da geht absolute Konsequenz nur auf dem Papier. Es ist einfach menschlich, dass man ab und zu mal etwas durchlassen muss, wenn ein anderes Kind akut Aufmerksamkeit braucht. Hier gab es noch mehrere jüngere Kinder, wer jemals ein Kleinkind betreut hat weiß, wie schnell es kritische Sitautionen geben kann. Da kann die gute Frau eben NICHT weiter die Tür zuhalten. Und schwups, ist sie inkonsequent.
Sie führte einfaches sinnvolles Stimmtraining durch.
Einverstanden.
Sie brachte ihr bei, dem Kind genau zu sagen, warum etwas
geschieht.
Ich fand das Gelaber gräßlich, der Junge wurde mehrfach zugetextet, als er überhaupt nicht aufnahmefähig war. Kam aber auf den oberflächlichen Blick hin ganz gut rüber
- medienwirksam, aber sinnlos.
Sie lehnte Gewalt (einschließen) ab, zeigt der Mutter aber
einen Weg, trotzdem konsequent zu sein.
Siehe oben - völlig praxisfern.
Jeder kleiner Erfolg des Kindes (5 Minuten ruhig im Zimmer)
wurde sofort belohnt, es gab immer eine neue Chance.
Einverstanden.
Die Sendung zeigte erstaunlich realistisch, wie zunächst alle
Erfolge wieder einbrachen, als die Therapeutin das Haus
verließ.
Natürlich, weil der Alltag eben so nicht abläuft.
Die Therapeutin gab der Mutter Möglichkeiten an die Hand, die
sie auch wirklich umsetzen konnte (z. B.: Mutter soll sich
hinhocken, auf Augenhöhe mit dem Kind gehen, direkt
ansprechen)
Einverstanden.
Der Junge wurde überhaupt nicht als „Monster“ gezeigt, sondern
als ein völlig verzogener, aber liebenswerter Junge, der sich
zum Schluss an seine Mutter kuschelte.
Der Junge wurde bloßgestellt. Sein Verhalten, sein Austicken - würdest Du Dir wünschen, Deine Nachbarn hätten Dich als Kind SO gesehen ? Und nochmal - das Kind selbst war unglücklich, das Verhalten nicht mehr im normalen Bereich.
Ganz toll: Das Zimmer der großen Schwester wurde renoviert,
damit gezeigt, wie wichtig es ist, die (unproblematischen)
Geschwister nicht zu vergessen!
Medienwirksam - es gab aber VIER Geschwister. Ich bezweifle, dass die Geschwister so unproblematisch sind. Sie leiden garantiert, das geht nur zwangsläufig unter.
Wie kann das sein, dass so viele Zuschauer das alles nicht
bemerkt haben? Diese Sendung ist seit Jahren die mit Abstand
beste, die ich bei RTL gesehen habe! Sehr geeignet, um sie mit
Eltern, die Erziehungsprobleme haben, gemeinsam anzugucken und
die Probleme zu analysieren!
Aber auf Kosten eines bloßgestellten Kindes ?
Und wenn dann so ein Wind darum gemacht wird, dass hier
Persönlichkeitsrechte des Kindes verletzt wurden … mein
Gott: Unzählige Kinder werden in Deutschland missbraucht (von
ihren nächsten Angehörigen), wachsen unter schwierigsten,
traurigsten Verhältnissen auf, da gibt es gigantische
Möglichkeiten sich zu engagieren!
Das eine schließt das andere nicht aus.
Habt ihr die Liebe nicht gesehen, die zwischen Mutter und Sohn
durchschimmerte?
Ja, die habe ich gesehen. Ich bin davon überzeugt, würde man die Eltern JETZT fragen, würden sie niemals mehr an dieser Sendung teilnehmen. Da gab es Geld und haltlose Versprechungen, aber keinerlei echte Hilfe.
Viele Grüße,
Inselchen
Nicht das WAS sondern das WIE!
Hi!
Du hast aber schon mitbekommen, dass all das auf Kosten eines Kindes gesendet wurde, was nicht gefragt wurde, oder?
Wenn RTL das Ganze stilvoll und ohne Voyeurismus gemacht hätte - why not?
In jeder besch******n Polizeidoku werden alle Personen unkenntlich gemacht - warum nicht hier? (nur mal, um EIN Beispiel zu nennen, wie man es hätte besser machen können)
Dass das, was die „Supernanny“ von sich gegeben hat, sehr gut war, bestreite ich nicht! Allerdings bekommt eine Familie solche Tipps auch bei der örtlichen Erziehungsberatung (die stellen auch unter Umständen eine pädagogische Fachkraft zur Verstärkung)!
OK, von der Erziehungsberatung gibt es keine 2.000,- €…
Würde der Anspruch von RTL existieren, eine selbstlos helfende Ader zu zeigen, dann würde dieses Format nun wirklich anders aussehen!
LG
Guido, dessen Frau sich diesen Scheiß dann morgen wieder anschaut, was mir wenigstens die Möglichkeit gibt, weiter Far Cry zu spielen…
Hallo Inselchen,
und all die anderen die sich so ausgiebig mit diesem Thema hier beschäftigen.
Ich hab die Diskusion hier seit anfang an mitverfolgt. Ehrlich gesagt weis ich nicht was diese Aufregung soll.
Ja, ich habe diese Sendung auch gesehen.(oute mich mal hier)
Dann hab ich mir die Stellungnahme des Kinderschutzbundes mal durchgelesen. Dabei kam mir nur ein einziger Gedanke: Haben die keine anderen Sorgen? Sind das die Probleme die Kinder in diesem Land haben? Na dann hertzlichen Glückwunsch!
Die Kernaussage des KSB war doch das der Junge nicht gefragt wurde.
Bitte? Ein 6jähiges Kind ist sowas von manipulierbar duch seine Eltern, da kann man doch nicht davon ausgehen es hätte eine eigene Meinung. Das einzige was Kinder in diesem Alter wirklich eintscheiden können ist ob sie die blauen oder die roten Gummibärchen haben möchten.
Der Junge wurde bloßgestellt. Sein Verhalten, sein Austicken -
würdest Du Dir wünschen, Deine Nachbarn hätten Dich als Kind
SO gesehen ?
Das war ja auch so die Aussage des KSB, wenn ich mich recht errinnere.
Hmm, dann frag ich mich aber wenn diese Mutter mit dem Kind in den Supermarkt geht oder auf den Spielplatz, dann sieht es kein Nachbar/Lehrer/Bekannter wenn der kleine Max mal wieder einen Anfall bekommt???
Ich war vor kurzem im Urlaub, in einer Clubanlage von in etwa 90% der Gäste Familien mit kleine Kindern waren. Da dachte ich so bei mir, etliche dieser Eltern müsste man diese Sendung zum Pflichtprogramm machen.
Wenn z.B. beim Abendessen 10x hintereinader gesagt wird: XXX bitte schmeiß doch mit dem Essen rum. Bitte XXX werfe keine Erbsen auf die anderen Gäste, bitte bitte bitte…
Dann könnte mir der Kragen Platzen!!
Bei meinen Kindern reicht ein Blick von mir und sie wissen was sie dürfen und was nicht. Und ich möchte betohnen das unsere Kinder eine absolute gewaltfreie Erziehung geniesen. Es gibt noch nicht mal einen Klapps auf die Finger oder ähnliches.
Ich fand die Vorschläge der „Super-Nanny“ gar nicht so verkehrt.
Und wenn auch nur einigen Eltern durch diese Sendung geholfen wurde ihre Kinder ein wenig konsequenter zu erziehen, dann ist damit ganz ganz vielen Nachbarn/Lehrern/Bekannten geholfen die ansonsten unter solchen Kindern zu leiden haben.
Noch ne Frage zum Schluss. Sollte sich dann nicht der KSB auch um die Mini Playback Show; Super Toy Club; oder 1-2 oder 3 (gibts das eigendlich noch?)kümmern? Den Kindern ist es bestimmt später auch peinlich wenn ihre Hobbys: reiten, lesen und schwimmen waren.
Der Ronny
der einen 6 jährigen Sohn und ne 11 jährige Tochter hat
Und das WARUM
Hallo Guido,
Du hast aber schon mitbekommen, dass all das auf Kosten eines
Kindes gesendet wurde, was nicht gefragt wurde, oder?
Kinder werden in Deutchland NIE gefragt, gefragt werden in Deutschland die Erziehungsberechtigten (und die Fragen dann, wenn sie wollen, das Kind).
In jeder besch******n Polizeidoku werden alle Personen
unkenntlich gemacht - warum nicht hier?
Das hat rechtliche Gründe: Bei den Polizeidokus kann man nicht von allen Gefilmten Einverständniserklärungen bekommen. Wenn diese Erklärung nicht nötig wäre, kannst Du darauf wetten, dass dort auch alle Gesichter gezeigt würden.
OK, von der Erziehungsberatung gibt es keine 2.000,- €…
… und kein neues Kinderzimmer.
Würde der Anspruch von RTL existieren, eine selbstlos helfende
Ader zu zeigen, dann würde dieses Format nun wirklich anders
aussehen!
Da hast Du irgendwas nicht verstanden: RTL ist ein privates Unternehmen, dass mit Gewinnabsicht einen Sendebetrieb unterhält. Von „selbstlos helfen“ ist nirgends die Rede. Auch in der Sendung kam es nicht so rüber, dass RTL hier den selbstlosen Retter spielen wollte.
Guido, dessen Frau sich diesen Scheiß dann morgen wieder
anschaut, was mir wenigstens die Möglichkeit gibt, weiter Far
Cry zu spielen…
Sehr inkonsequent. Erst über das Format meckern und dann die einzige Möglichkeit das Format zu kippen nicht nutzen. So gefällt’s mir.
Grüße,
Anwar
hallo.
Wenn RTL das Ganze stilvoll und ohne Voyeurismus gemacht hätte
- why not?
wurde eigentlich mit versteckter kamera gefilmt? der qualität nach zu urteilen ja nicht… als aufsässiger 6jähriger hätte mich das tierisch wütend gemacht. warum hat das kind denn nicht die kameras in seinem zimmer kaputtgehauen?
In jeder besch******n Polizeidoku werden alle Personen
unkenntlich gemacht - warum nicht hier?
weil das den gemeinen zuschauer nervt. also wenn ich in einer sendung ständig einen flimmernden fleck übern bildschirm huschen sehen würde (was ja hier der fall wäre, da das kind fast immer im bild ist), wär das ein grund umzuschalten.
gruß
michael
der farcry schon durchgespielt hat
Hi Anwar!
Kinder werden in Deutchland NIE gefragt, gefragt werden in
Deutschland die Erziehungsberechtigten (und die Fragen dann,
wenn sie wollen, das Kind).
…und da lässt es sich für gewisse Eltern natürlich sehr viel leichter an, eine Entscheidung pro TV zu treffen, wenn mit einer kleinen „Entschädigung“ gelockt wird…
Das hat rechtliche Gründe: Bei den Polizeidokus kann man nicht
von allen Gefilmten Einverständniserklärungen bekommen.
Bei Toto & Harry weiß ich, dass sie gar nicht erst fragen, sondern direkt alle Gesichter verschleiern (ok - nachdem es da rechtliche Schwierigkeiten in einem Fall gab)
Da hast Du irgendwas nicht verstanden: RTL ist ein privates
Unternehmen, dass mit Gewinnabsicht einen Sendebetrieb
unterhält. Von „selbstlos helfen“ ist nirgends die Rede. Auch
in der Sendung kam es nicht so rüber, dass RTL hier den
selbstlosen Retter spielen wollte.
Das habe ich nicht gesagt! Nur war ich der Meinung, dass es im Ursprungsposting so rüber kam, als wäre dieses Format hilfreich!
Sehr inkonsequent. Erst über das Format meckern und dann die
einzige Möglichkeit das Format zu kippen nicht nutzen. So
gefällt’s mir.
Ich gebe hier meine Meinung wider! Dass meine Frau eine andere hat, mus ich ihr vermutlich zugestehen, oder?
LG
Guido
Hi!
wurde eigentlich mit versteckter kamera gefilmt? der qualität
nach zu urteilen ja nicht… als aufsässiger 6jähriger hätte
mich das tierisch wütend gemacht. warum hat das kind denn
nicht die kameras in seinem zimmer kaputtgehauen?
Das hätte zugegeben selbst mich amüsiert 
weil das den gemeinen zuschauer nervt. also wenn ich in einer
sendung ständig einen flimmernden fleck übern bildschirm
huschen sehen würde (was ja hier der fall wäre, da das kind
fast immer im bild ist), wär das ein grund umzuschalten.
Ich denke, wenn RTL das als „Schutz“ versuchen würde seriös zu vermittlen, würde die Einschaltquote nicht sinken! Und der Scheinheiligkeit wäre Genüge getan…
der farcry schon durchgespielt hat
Wir kaufen uns mit drei Leuten quartalsweise immer jeder ein Spiel, das dann getauscht wird, wenn es durch ist. Da ich die berühmte Karte mit Psychotoxic gezogen habe (zurückschicken und auf spielbare Version warten), hatte ich jetzt lange nix zu spielen…
LG
Guido
Hallo Guido,
Kinder werden in Deutchland NIE gefragt, gefragt werden in
Deutschland die Erziehungsberechtigten (und die Fragen dann,
wenn sie wollen, das Kind).…und da lässt es sich für gewisse Eltern natürlich sehr viel
leichter an, eine Entscheidung pro TV zu treffen, wenn mit
einer kleinen „Entschädigung“ gelockt wird…
Ja, so grausam ist die Welt. Das mag zwar subjektiv ein unmoralisches Angebot sein, aber rechtlich jabe ich da keine Bedenken.
Bei Toto & Harry weiß ich, dass sie gar nicht erst fragen,
sondern direkt alle Gesichter verschleiern (ok - nachdem es da
rechtliche Schwierigkeiten in einem Fall gab)
Das Format ist auch ein anderes: Bei Polizeidokus haben die Verschleierungen eher den Effekt, dass es noch „realistischer“ wirkt (subjektiv, auf die Zuschauer). Dies kann man auch bei „Lenzen und Partner“ (oder so?) sehen: Die Szenen sind alle gestellt, trotzdem wird ab und zu mit Verschleierung und „versteckten“ Kamera-Aufnahmen eine „realere“ Stimmung suggeriert.
Bei diesem Format jedoch, wäre es nur, wie schon jemand anders sagte, nervig.
Das habe ich nicht gesagt! Nur war ich der Meinung, dass es im
Ursprungsposting so rüber kam, als wäre dieses Format
hilfreich!
Für mich kam es eher differenziert rüber: Es hatte eben auch positive Effekte, auch wenn die Ausgangssituation vielleicht fragwürdig ist.
Sehr inkonsequent. Erst über das Format meckern und dann die
einzige Möglichkeit das Format zu kippen nicht nutzen. So
gefällt’s mir.Ich gebe hier meine Meinung wider! Dass meine Frau eine
andere hat, mus ich ihr vermutlich zugestehen, oder?
Schon richtig, aber es mutet mir doch ein wenig seltsam an. Über so grundlegende Fragen sollte doch ein wenig Einigkeit herrschen (IM H O).
Grüße,
Anwar
Hallo Ronny!
oder 1-2 oder 3
(gibts das eigendlich noch?)
Ja, das gibt es noch.
Grüße
Diana
Hi Guido!
Du hast aber schon mitbekommen, dass all das auf Kosten eines
Kindes gesendet wurde, was nicht gefragt wurde, oder?
Dazu habe ich ja Stellung genommen.
Dass das, was die „Supernanny“ von sich gegeben hat, sehr gut
war, bestreite ich nicht!
Dann sind wir ja in diesem wichtigen Punkt einer Meinung.
Würde der Anspruch von RTL existieren, eine selbstlos helfende
Ader zu zeigen, dann würde dieses Format nun wirklich anders
aussehen!
Lieber Guido, es war nicht meine Absicht, RTL als einen tollen Sender anzupreisen! Das meiste, was da kommt, ist Schrott. Und natürlich weiß ich, worauf es den RTL-Verantwortlichen ankommt: Auf die Quote, sonst nichts. Dennoch: Diese Sendung ist ihnen (aus Vershenen) sehr gelungen, meine ich.
Gruß!
Christian
Hallo Inselchen!
Die Therapeutin brachte der Mutter bei, konsequent zu sein.
Schon hier mein erster Einspruch:
Die Mutter hat 5 Kinder. Sie hat nicht den Eindruck
vermittelt, dass sie inkonsequent ist. Das, was
zugegebenermaßen inkonsequent gehandhabt wurde, war der ganz
normale Wahnsinn, wenn man nicht nur ein Kind erzieht.
Das sah nicht inkonsequent aus, es war völlig inquonsequent. Das ist aber keine Kritik an der Mutter! Natürlich ist es sehr schwer 5 Kinder zu erziehen! Ich habe viele dieser Fehler früher oft gemacht! Ich fand toll von der Mutter, dass sie bereit war, Hilfe anzunehmen!
Es ist einfach menschlich, dass man ab und zu mal etwas
durchlassen muss, wenn ein anderes Kind akut Aufmerksamkeit
braucht. Hier gab es noch mehrere jüngere Kinder, wer jemals
ein Kleinkind betreut hat weiß, wie schnell es kritische
Sitautionen geben kann. Da kann die gute Frau eben NICHT
weiter die Tür zuhalten. Und schwups, ist sie inkonsequent.
Stimmt. Ich weiß nicht, warum du denkst, ich hätte etwas gegen diese Mutter. Ich habe etwas gegen Eltern, die nicht bereit sind, über ihr Verhalten nachzudenken. Menschen sind wir alle, und Fehler machen wir auch alle!
Sie brachte ihr bei, dem Kind genau zu sagen, warum etwas
geschieht.Ich fand das Gelaber gräßlich, der Junge wurde mehrfach
zugetextet, als er überhaupt nicht aufnahmefähig war. Kam aber
auf den oberflächlichen Blick hin ganz gut rüber-
medienwirksam, aber sinnlos.
Bin ich ganz anderer Meinung. Was du als Gelaber hinstellst, war konsequente Erzeihungstherapie, die aber in den ersten Tagen noch nicht funktionierte. Da muss man Geduld haben! Besonders medienwirksam fand ich es nicht. Ist dir aufgefallen, dass die Expertin der Mutter genau gesagt hat, was sie sagen soll? Damit hat sie die Muter dazu gebracht, nicht irgend wann genervt blind zu reagieren, sondern das eigenen Handeln zu reflektieren.
Sie lehnte Gewalt (einschließen) ab, zeigt der Mutter aber
einen Weg, trotzdem konsequent zu sein.Siehe oben - völlig praxisfern.
Wieso, hat doch geklappt, wenn auch erst nach ein paar Tagen. Ich muss zugeben, ich hätte die Geduld der Pädagogin nicht gehabt!
Die Sendung zeigte erstaunlich realistisch, wie zunächst alle
Erfolge wieder einbrachen, als die Therapeutin das Haus
verließ.Natürlich, weil der Alltag eben so nicht abläuft.
Genau. Das wurde da schonungslos gezeigt. Ende ist offen. Die Mutter kann versuchen, konsequent zu bleiben, oder wieder in schlechte alte Verhaltensweisen zurückfallen. Leicht ist das nicht! Von primitiver Schwarz-weiß-Malerei keine Spur!
Der Junge wurde bloßgestellt. Sein Verhalten, sein Austicken -
würdest Du Dir wünschen, Deine Nachbarn hätten Dich als Kind
SO gesehen ?
Ich empfand es nicht als Bloßstellen. Aber du hats schon recht, mit meinem eigen Kind würde ich das nicht machen.
Und nochmal - das Kind selbst war unglücklich,
das Verhalten nicht mehr im normalen Bereich.
Oben hats du geschrieben, das wäre alles normal??
Meine Erfahrung mit vielen verhaltensgestörten Kindern ist die: Sie leiden sehr unter der Unkonsequenz (auch wenn sie lachen, das ist kein fröhliches Lachen!) und genießen es unheimlich, wenn sie auf einen Erwachsenen treffen, der ihnen einen klaren, festen Rahmen vorgibt! Und das sah man an diesem Kind auch!
Ganz toll: Das Zimmer der großen Schwester wurde renoviert,
damit gezeigt, wie wichtig es ist, die (unproblematischen)
Geschwister nicht zu vergessen!Medienwirksam - es gab aber VIER Geschwister. Ich bezweifle,
dass die Geschwister so unproblematisch sind. Sie leiden
garantiert, das geht nur zwangsläufig unter.
Du hast mich nicht verstanden. Natürlich leiden die Geschwister massiv. Gerade daher fand ich es so toll, dass diese Sendung den Blick von der Hauptperson auf die große stille Schwester lenkte!
Wie kann das sein, dass so viele Zuschauer das alles nicht
bemerkt haben? Diese Sendung ist seit Jahren die mit Abstand
beste, die ich bei RTL gesehen habe! Sehr geeignet, um sie mit
Eltern, die Erziehungsprobleme haben, gemeinsam anzugucken und
die Probleme zu analysieren!Aber auf Kosten eines bloßgestellten Kindes ?
Er wird es überleben!
Ja, die habe ich gesehen. Ich bin davon überzeugt, würde man
die Eltern JETZT fragen, würden sie niemals mehr an dieser
Sendung teilnehmen. Da gab es Geld und haltlose
Versprechungen, aber keinerlei echte Hilfe.
Die Mutter sah so aus, als ob sie super dankbar war für die pädagogische Hilfe. Sie war vorher verzweifelt und wusste nicht mehr, was sie mit ihrem Sohn machen sollte! Wieso schreibst du von haltlosen Versprechungen? Du hast mir doch immerhin in zwei oder drei Punkten zugestimmt?
Viele Grüße,
Christian
Einmal hat mir nachhaltig gereicht!
Hallo Christian!
Ich weiß nicht, von welcher Sendung Du schreibst, aber es scheint nicht dieselbe gewesen zu sein, die ich gesehen habe.
Für mich stand nach der ersten Sendung (Max und seine 4 Geschwister)fest, dass ich mir diese Art von Sendung nie wieder ansehen werde, weil die Kinder von ihren Eltern - quotenträchtig - gegen Geld und unter Verletzung der Menschwürde verramscht werden.
Meine Gründe dafür sind hier zuhauf im Forum zu lesen, deswegen werde ich sie nicht noch weiter aufzählen.
Angelika
P.S. Schade, dass man aus Deiner Visitenkarte nicht entnehmen kann ob Dein Kontakt mit verhaltensauffälligen Kindern beruflicher Natur ist, oder Du ab und zu mal ein Kind im Freundeskreis erlebst, bzw. welche Lebens- oder Erziehungserfahrung Du mitbringst.
Hi Christian!
Lieber Guido, es war nicht meine Absicht, RTL als einen tollen
Sender anzupreisen! Das meiste, was da kommt, ist Schrott.
Sehe ich ähnlich! Mit dem Unterschied, dass ich so ziemlich alles andere dort weniger entwürdigend und pervers finde als diese Supernanny!
Diese Sendung
ist ihnen (aus Vershenen) sehr gelungen, meine ich.
OK, Deine Meinung sei Dir gegönnt! Ich bin jedoch der Meinung, dass es pervers ist, ein hilfebedürftiges Kind in der Öffentlichkeit derart bloßzustellen!
Du hast weiter unten geschrieben: Es wird es überleben!
Auch ein sexuell missbrauchtes Kind „überlebt“ diesen Missbrauch in der Regel…
LG
Guido
Hallo,
hätte eine entfernte Bekannte die Möglichkeit gehabt vor 15 Jahren diese Sendung zu sehen, hätte sie heute nicht ein straffälliges 16 jähriges Kind, das sich nichts sagen läßt und selbst vorm Richter ausspuckt.
Vieles was ich gesehen habe bei der Nanny hat mich genau an diese Erziehung der entfernten Bekannten denken lassen.
Jetzt ist gerade Nanny dran, ich schaue zu.

Liebe Grüße
hallo Christian,
ich antworte einfach mal auf dein Posting,
weil ich zu der Nanny keinen neuen Thread eroeffnen
wollte.
Ich hab mir sie also, wie angekuendigt, angeguckt.
Mmhm ja… meine Erfahrungen mit RTL sind sehr begrenzt,
aber das „Rundherum“ der Sendung ist erstmal ziemlich
bescheiden, die Aufmachung der Dame, der Vorspann,
die Stimme des Sprechers aus dem Off, die „Emma Peel“-
Musik. *schuettel*
ABer das ist ja auch nur Beiwerk.
In Anbetracht der Kritik an der Sendung, die unten kam,
ist mir etwas aufgefallen: der Vater erzaehlte, dass
sie bei einer Erziehungsberatung waren, wo ihnen erklaert
wurde, das Kind sei nicht auffaellig (eine Erfahrung, die
ich bestaetigen kann), weshalb sie auf die Nanny sozusagen
als letzte Hilfe hofften.
Das Kind wurde in dieser Sendung nicht vorgefuehrt. Eher
die Eltern. Es wurde eigentlich sehr deutlich, dass Florian
kein „Terrorkind“ ist, sondern dass er so reagiert, wie er
das tut, weil die Eltern falsch handelten. Es wurde aber
auch ziemlich deutlich, jedenfalls fuer mich, dass das an
mangelndem Wissen der Eltern lag. Grosses Argument fuer
einen „Elternfuehrerschein“.
Wie auffaellig fuer die Beteiligten die Kamera ist, blieb
unklar. Zweifel kommen mir, wenn die Nanny daneben sitzt
und den Eltern genau sagt, was sie nun zu tun und sagen
haben. Aber das ist Methodik.
Nach dieser Sendung kann ich mich nicht so deutlich gegen
das Format aussprechen, wie das hier geschehen ist. Ich fand
nicht, dass den Kindern Gewalt angetan wurde. Ich glaube,
ganz konkret wurde der Junge vor Gewalt geschuetzt.
In dem Szenario der Familie sah es aus, als ob Gewalt auf
Seiten der Eltern irgendwann als Ausweg gesehen wuerde. Der
Ton war schon da. Im Gegenteil, den Eltern wurde
Handwerkszeug gegeben, um mit
der Situation umgehen zu koennen. Und ich glaube, dass
die Sendung fuer andere Eltern hilfreich sein kann. Besonders
solche, die vielleicht nie auf die Idee kaemen eine Erziehungs-
beratungstelle anzugehen. Persoenlich fand ich zum
Beispiel sehr gut, dass die beliebte „Auszeit“ immer wieder
und wieder und wieder eingefordert werden musste - wenn man
Erziehungsratgeber liest, hat man oft den Eindruck, nach ein-
zweimal ist das Problem gegessen. Und wenn es in der Realitaet
dann nicht so ist, resignieren Eltern oft schnell.
Also insgesamt faellt mein Urteil nicht negativ aus. Man
muss sich, glaube ich, auch das Zielpublikum vor Augen fuehren.
Das klingt etwas arrogant, aber Tatsache ist einfach, dass
ueberforderte, uebermuedete Eltern schon mal eher RTL gucken,
als ein dickes Buch zu waelzen. Und bis man im Allgemeinen
zur Erziehungsberatung geht, muss die Situation schon
sehr verfahren sein. Durch die Ratschlaege der Sendung
wird vielleicht die eine oder andere Situation fruehzeitiger
entschaerft.
Gruesse
Elke
Hi Guido!
Schade, dass du nicht auf meine Argumente inhaltlich eingegangen bist. Mit dem bloßen Aufstellungen von Behauptungen kommen wir nicht weiter.
Gruß!
Christian
Hallo Angelika!
P.S. Schade, dass man aus Deiner Visitenkarte nicht entnehmen
kann ob Dein Kontakt mit verhaltensauffälligen Kindern
beruflicher Natur ist, oder Du ab und zu mal ein Kind im
Freundeskreis erlebst, bzw. welche Lebens- oder
Erziehungserfahrung Du mitbringst.
An meiner relativ genauen Analyse der Sendung wäre es vielleicht möglich zu erkennen, dass der Umgang mit verhaltensschwierigen Kindern mir auch praktisch nicht ganz fremd ist. Leider hast du meinen Argumenten nichts entgegengesetzt.
Als Lehrer in einem sogenannten Brennpunktstadtteil habe ich seit Jahren sehr unmittelbaren Kontakt mit Kindern aus schwierigen Familienverhältnissen. Ganz besonders erinnere ich mich an einen iranischen Jungen, der meine Klasse massiv belastete, in der Pause regelmäßig die Mitschüler verprügelte. Nachdem der Machtkampf zwischen uns beiden geklärt war, liebte er es, direkt neben mir am Lehrertisch zu sitzen und zu arbeiten. Etwas überspitzt kann man sagen: Entweder hat er mich beleidigt oder sich an mich gekuschelt. Im Umgang mit Babys wurde dieser brutale Junge übrigens ganz lieb und fürsoglich. Natürlich war es so wie bei allen schwierigen Kindern: Die Beleidigungen und Schlägereien waren Ausdruck von tiefer Einsamkeit und Traurigkeit! Nachdem er weggezogen war, kam er nach einem Jahr noch einmal zu Besuch und brachte uns Lehrern drei Rosen mit!
Reicht das als erste Information?
Gruß!
Christian
hallo eklastik,
ich sehe das alles (fast) genauso wie du.
Gruß
Christian
Hi Christian!
Schade, dass du nicht auf meine Argumente inhaltlich
eingegangen bist.
Wir waren uns doch einig darüber, dass das, was die gute Frau dort gemacht hat, Hand und Fuß hatte und evtl. sogar geholfen hat!
Ich bin halt nur der Meinung, dass den Eltern auch eine Erziehungsberatung weiter geholfen hätte und dabei die Persönlichkeitsrechte des Kindes nicht verletzt worden wären!
Mit dem bloßen Aufstellungen von
Behauptungen kommen wir nicht weiter.
???
LG
Guido