Swastika - nicht zu fassen!

Hallo,

ausgehend von der Frage weiter unten, bin ich dem Ursprung des sog. Hakenkreuzes nachgegangen und hab mal in Google den Begriff „Swastika“ eingegeben.
Ein Treffer war folgende Seite:

http://www.sabon.org/swastika/index.html

Ich bin jetzt ziemlich irritiert, um nicht zu sagen schockiert! Das Symbol ist uralt (mind. 3000 Jahre) und auf der ganzen Welt verbreitet. In jeder Epoche und in fast jeder Kultur ist es zu finden, in buddhistischen Tempeln, auf indianischen Gewändern, auf amerikanischen Glückspostkarten und sogar als Verzierung in jüdischen Synagogen!!

Ich kann das irgendwie nicht glauben, daher meine Frage: Ist diese Seite wirklich glaubwürdig oder sind das alles nur Fotomontagen?

Falls das wirklich alles stimmen sollte, ist es tatsächlich fraglich, ob es so eine tolle Idee ist das Zeichen zu verbieten. Das wäre ja das gleiche, als wenn man den Buchstaben „A“ verbieten würde…

Gruß
Oliver

Hi Oliver,

keine Panik! Dir ist da ein ‚Detail‘ entgangen.
Die Nazis haben das ursprüngliche Symbol einfach in die andere Richtung gedreht … warum diese Drehung gemacht wurde weiß man nicht wirklich (glaube ich zumindest).

Auf der angegebene Seite kannst du die verschiedenen ‚Drehrichtungen‘ auch ganz gut erkennen.
Demnach ist es doch eine gute Idee das Hakenkreuz-Symbol der Nazis zu verbieten …

Ich hoffe ich konnte dich ausreichend aufklären und beruhigen.

Bye By the GoT

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Uralte Symbole, von einer politschen Partei benutzt, werden dadurch nicht selbst zur Partei!
Nach 1945 war das Wort „Germane“ fast tabu. Sonnenwendfeiern wurden als Erfindung der Nazis verpönt. Dabei gibt es sie schon tausende von Jahren. Die Farbe „braun“ wurde nur unter der Hand ausgesprochen. Usw, usw.
Merkwürdig war trotzdem, das man die Autobahnen nicht alle gesprengt hat, angeblich auch eine Erfindung Hitlers. Man besann sich aber rechtzeitig, dass die Weimarar Republik diese geplant hatten.
Alles, was bei den Nazis beliebt war, wurde nach 1945 verpönt und als falsch hingestellt, das ist Gott sei Dank vorbei. Nicht alles, was sie gut fanden, war schlecht.
So heißt „Arbeitsdienst“ heute „ABM“. So gibt es heute kein „Winterhilfswerk“ mehr, aber Sonderbriefmarken. Und die Sammelbüchsen dafür übernahmen nahtlos die Pfadfinder von der „HJ“.

mfgConrad

Hallo !

Uralte Symbole, von einer politschen Partei benutzt, werden
dadurch nicht selbst zur Partei!

Aber zu „Undingen“, zu verpönten Dingen - und das ist gut so! Die Nazis haben viele Begriffe und Dinge besetzt, die es lange vorher gab. Ja, sie haben viele uralte, gebräuchliche und auch beliebte Dinge bewusst belegt, um die Gesellschaft auf diese Weise tief zu durchdringen und sich beim Volk beliebt zu machen. Wie gesagt, es ist gut, dass diese Dinge heute verboten sind, nicht mehr benutzt werden oder nur hinter vorgehaltener Hand gesagt werden.
Da ist z.B. die Einleitungsmelodie zu den Nachrichten vom Russlandfeldzug, die „Preludes“ von Liszt. Als ich (als Nachgeborener) einen Film über den Russlandfeldzug mit seinen Entsetzlichkeiten sah, konnte ich das Stück nicht mehr hören, ohne dass mir ein Schauer über den Rücken lief. Einer sagte mal: „Das ist kontaminierte Musik“. Ja, genau - und deswegen wird es heute auch praktisch nicht mehr im Konzertsaal gespielt, auch im Radio fast nicht mehr. Geh da nicht mit einem „na und?“ drüber weg! Stell Dir eine Familie vor, die Söhne oder Mann dort verloren hat, und die hört diese Melodie …

Nach 1945 war das Wort „Germane“ fast tabu.

Kann ich mich nicht dran erinnern bzw. feststellen.

Sonnenwendfeiern
wurden als Erfindung der Nazis verpönt. Dabei gibt es sie
schon tausende von Jahren.

Eben. Deswegen hat die christliche Kirche sie als heidnische Feiern verbannt, nicht wg. der Nazis.

Die Farbe „braun“ wurde nur unter
der Hand ausgesprochen. Usw, usw.

Du übertreibst.

Vielleicht solltest Du auf einige umgekehrte Dinge hinweisen, die sehr gut überlebt haben:

  • Mendelssohn-Bartholdys Musik wurde bis weit in die 50er, 60er Jahre hinein als für zu leicht, nicht so wertvoll wie die anderer Komponisten betrachtet - war ja auch ein Jude …
  • Dietrich Bonhoeffer wurde bis in die 50er Jahren hinein kaum erwähnt, ja fast „totgeschwiegen“.
  • Globke, Oberländer - alte Nazis kamen schnell wieder in Amt und Würden.
  • Generäle, die Hitlers Angriffskrieg geplant und durchgeführt haben, haben die Bundeswehr aufgebaut, sind wieder wohl angesehene Leute geworden.

Alles, was bei den Nazis beliebt war, wurde nach 1945 verpönt
und als falsch hingestellt, …

Z.B. Euthanasie, Rasseforschung, Selektion von unwertem Leben usw.

… das ist Gott sei Dank vorbei.

Gott sei Dank nicht!

Und die
Sammelbüchsen dafür übernahmen nahtlos die Pfadfinder von der
„HJ“.

Die hatten die vorher schon.

Gruß, Stucki

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Uralte Symbole, von einer politschen Partei benutzt, werden
dadurch nicht selbst zur Partei!

Aber zu „Undingen“, zu verpönten Dingen - und das ist gut so!

Warum ist das gut?

Die Nazis haben viele Begriffe und Dinge besetzt, die es lange
vorher gab. Ja, sie haben viele uralte, gebräuchliche und auch
beliebte Dinge bewusst belegt, um die Gesellschaft auf
diese Weise tief zu durchdringen und sich beim Volk beliebt zu
machen. Wie gesagt, es ist gut, dass diese Dinge heute
verboten sind, nicht mehr benutzt werden oder nur hinter
vorgehaltener Hand gesagt werden.

Warum denn das? Gerade das macht es doch zu Nazisymbolen. Und das nur, weil sie 12 Jahre benutzt wurden? Gegenüber einem Zeitraum von tausenden von Jahren.
Wenn das so wäre, müßte ich meine Eltern verstoßen, weil sie damals lebten. Müßte meine Schwester ignorieren, weil sie 1933 geboren wurde. Müßte mich erschießen, weil ich 1939 geboren wurde.

Da ist z.B. die Einleitungsmelodie zu den Nachrichten vom
Russlandfeldzug, die „Preludes“ von Liszt. Als ich (als
Nachgeborener) einen Film über den Russlandfeldzug mit seinen
Entsetzlichkeiten sah, konnte ich das Stück nicht mehr hören,
ohne dass mir ein Schauer über den Rücken lief. Einer sagte
mal: „Das ist kontaminierte Musik“. Ja, genau - und deswegen
wird es heute auch praktisch nicht mehr im Konzertsaal
gespielt, auch im Radio fast nicht mehr. Geh da nicht mit
einem „na und?“ drüber weg! Stell Dir eine Familie vor, die
Söhne oder Mann dort verloren hat, und die hört diese Melodie

Und willst Du jetzt den alten Liszt in die Nazikiste stecken?? Auch Wagner wird heute in Israel wieder gespielt. Sollen wir nachtragender sein, als die Juden, die nun wirklich Grund dazu hätten?

Sonnenwendfeiern
wurden als Erfindung der Nazis verpönt. Dabei gibt es sie
schon tausende von Jahren.

Eben. Deswegen hat die christliche Kirche sie als heidnische
Feiern verbannt, nicht wg. der Nazis.

Die Kirche??? Laß die aus dem Spiel, die hat genug Blödsinn gemacht. Sämtliche so genannten christlichen Feiertage sind heidnischen Ursprungs. Nichts ist auf dem Mist der Kirche gewachsen.

Die Farbe „braun“ wurde nur unter
der Hand ausgesprochen. Usw, usw.

Du übertreibst.

Sicher, so wie alles übertrieben wurde. Nach 45.

Die hatten die vorher schon.

Es gab vorher keine.
Ich habe selbst mit Sammelbüchsen fürs Müttergenesungswerk gesammelt. Vorher wurden die Winterhilfswerbeschriftungen von uns übergemalt.:

mfgConrad

Ahoi.

Warum denn das? Gerade das macht es doch zu Nazisymbolen. Und
das nur, weil sie 12 Jahre benutzt wurden? Gegenüber einem
Zeitraum von tausenden von Jahren.

Wir Deutschen sind - logischerweise - die einzigen, die mit der Benutzung bestimmter Begriffe Probleme haben. Kein Engländer oder Ami bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn er den Begriff „Rasse“ im Zusammenhang mit Menschen benutzt; nur bei einem Deutschen fangen die Jahre der Nazis (es waren übrigens nicht zwölf, sondern m.W. 1000 *g*) gleich wieder an, im Hirn zu spuken. Dabei ist der Begriff an sich ja nicht falsch oder bäh, weil er ganz neutral und unschuldig einen Sachverhalt beschreibt - nämlich, dass es durchaus unterschiedliche Menschenrassen gibt.

Als 1962 Geborener könnte ich mich auf die Gnade der späten Geburt berufen und fröhlich alle von den Nazis missbrauchten Begriffe nach Lust und Laune benutzen - es wird aber nicht klappen. Wenn ich mit einem Afrikaner rede, passe ich auf wie ein Luchs Filter, damit mir ja kein falsches Wörtlein entschlüpft, und wenn doch, schäme ich mich wie ein Bettnässer. Selbst dann, wenn - was der Regelfall ist - mein Gesprächspartner gar nichts dabei findet …

Dazu brauche ich nicht einmal Predigten über „political correctness“, sondern es läuft automatisch. Das Teufelchen im Hinterkopf springt aus der Kiste „Du, Du böser Nazibegriffsbenutzer, Duuuu …“.

Ob das gut ist? Einerseits ja, weil es uns Deutschen eine Hemmschwelle verpasst hat, die sich als sehr nützlich erweisen könnte, falls mal wieder ein Demagoge oder deren zwo auf krude Ideen kommen könnte(n) …

Andererseits aber sind die Zerknirschungsorgien gegenüber Menschen, die in keinster Weise die Absicht haben, ihren deutschen Gesprächspartner in die Naziecke drängen zu wollen, einfach nur peinlich. Trotzdem wird es kaum gelingen, über diesen großen braunen Schatten zu springen …

Andere Völker haben andere Probleme mit ihreer eigenen Geschichte. Erwähne doch mal beiläufig gegenüber einem halbwegs gebildeten Yankee den Namen „Bull Run“, oder auch „My Lai“ gegenüber einem Ami überhaupt …

Wenn das so wäre, müßte ich meine Eltern verstoßen, weil sie
damals lebten. Müßte meine Schwester ignorieren, weil sie 1933
geboren wurde. Müßte mich erschießen, weil ich 1939 geboren
wurde.

Konsequenterweise müsste man dann diesen ganzen merkwürdigen Planeten vogonisieren - der war nämlich in dieser Zeit auch da. Abgesehen davon, dass es m.E. Panne ist, Personen und Begriffe gleichzusetzen …

Und willst Du jetzt den alten Liszt in die Nazikiste stecken??
Auch Wagner wird heute in Israel wieder gespielt. Sollen wir
nachtragender sein, als die Juden, die nun wirklich Grund dazu
hätten?

Ich glaube, niemand, der noch alle Tassen in der Reihe hat, würde Liszt in die Nazikiste stecken wollen. Nur dieses spezielle Stück wird, so lange noch Menschen leben, die sich an seinen Missbrauch erinnern können, eben, wie Stucki richtig schrob, „kontaminiert“ bleiben - das sagt aber weder über das Stück an sich noch über den Komponisten etwas aus. BTW : Es ist auch kein Verbrechen, Adolf zu heißen oder, wie mein Vater, Richard Wagner. Glaubst Du aber allen Ernstes, diese Namen genössen heutzutage besondere Popularität?

Es gab vorher keine.
Ich habe selbst mit Sammelbüchsen fürs Müttergenesungswerk
gesammelt. Vorher wurden die Winterhilfswerbeschriftungen von
uns übergemalt.:

Na, mag ja sein, dass Sammelbüchsen aus der Vornazizeit rar gewesen sind - schon allein wegen des kriegswichtigen Metalls - aber dass es keine gegeben haben soll, kann ich doch nur mit etlichen Fässern Salz genießen.

Gruß kw

folgendes steht in Knaurs Lexikon der Symbole:

Swastika (Hakenkreuz), eine besondere Art des Kreuzes, in erster Linie als politisches Symbol bekanntgeworden und für ein ur-indogermanisches oder speziell germanisches Sinnzeichen gehalten. In der Tat taucht die Swastika in vielen Kulturen der Alten und der Neuen Welt auf und ist als Variation des Achsenkreuzes im Kreis zu verstehen. Die nach einer Richtung umgebrochenen Enden des Kreuzes deuten eine Bewegungsrichtung im Sinne des Kreisens an (»Dynamisierung«). Damit legt das Zeichen z.B. die Vorstellung der Wiederkehr von Jahreszeiten des Sonnenjahres nahe. Es kann in links- und rechtsgedrehter Form auftreten, ist bereits um 2000 vor Christus in der vorarischen Mohenjo-Daro-Kultur (Induskultur) zu beobachten und ist in Altchina als »wan- tsu« ein Symbol der vierfachen Orientierung nach den Himmelrichtungen. Seit ca. 700 n. Chr. nimmt es dort auch die Bedeutung der Zahl Zehntausend an (»Unendlichkeit«). Im indobuddhistischen Raum gilt es als »Siegel auf Buddhas Herz« und wird auch in Tibet als Glückszeichen und talismanartiges Symbol dargestellt. In der indischen Religion des Jainismus bedeuten die vier Arme die Daseinsebenen der Götterwelt, Menschenwelt, Tierwelt und Unterwelt. Im Mittelmeerraum wurden die Haken an den Kreuzenden gelegentlich eingerollt oder mäanderartig gebrochen. Als
Vervierfachung des griechischen Buchstabens Gamma (G) wurde es auch als »crux gammata« bezeichnet. Hakenkreuzartig wird im nordgermanischen Raum auch das Amulettsymbol »Thorshammer«. dargestellt. Seltener ist die Swastika in den Kulturen des vorkolumbischen Amerika zu finden. - Seine Rolle als politisches Symbol des NS-Regimes ist auf die romantische Überbewertung des »Germanentums« um die Jahrhundertwende zurückzuführen. Von 1935 bis 1945 war das Hakenkreuz unter dem Reichsadler (schwarz auf weißem Grund) Symbol des »Dritten Reiches«. - Gnostische Sekten der Spätantike führten eine Art Swastika aus an den Knien gebeugten Beinen als geheimes Symbol, damit dem dreiachsigen Triskelis-Kreuz vergleichbar.
[Lexikon der Symbole: Swastika, S. 2. Digitale Bibliothek Band 16: Knaurs Lexikon der Symbole, S. 1077 (vgl. LdS, S. 432-433) © 1989, 1994, 1998 Verlag Droemer Knaur]

Folgendes in der Enzyklopädie des Nationalsozialismus:
Hakenkreuz Offizielles Symbol der NSDAP und der nat.soz. Herrschaft. Als segensreiches Heilszeichen war das H. - dessen Balken geknickt sind, so daß es wie ein laufendes Rad erscheint - seit etwa 4000 Jahren in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Kulturen verbreitet und als Symbolträger vielfach interpretiert, z.B. als Zeichen für Wandlung, als Sonnenrad (Swastika, Indien) oder als Thors Hammer. Seit der Wende vom 19. zum 20. Jh. wurde es als politisches Symbol benutzt: von nationalrevolutionären Bewegungen, v.a. aber von völkischen Verbänden, auch vom Wandervogel und in Freikorps mit antisemitischer Stoßrichtung ( Antisemitismus). Die H.fahne, die Hitler selbst (»im Hakenkreuz [sehen wir] die Mission des Kampfes für den Sieg des arischen Menschen«) entworfen hatte, wurde 1920 zum Banner der NSDAP, 1933 neben der schwarzweißroten Fahne zur Reichsflagge, 1935 zur alleinigen Nationalflagge bestimmt ( Reichsflaggengesetz). Als zentrales Propagandamittel war das H. allgegenwärtig: in den Fahnenmeeren bei den Massenaufmärschen, an allen nationalen Feiertagen, an denen Beflaggungspflicht für jedes Haus bestand ( Feiergestaltung), auf Zeitungsköpfen und Parteischriften, an Staatsbauten und im Eichenkranz des NS-Reichsadlers. Obwohl es seit 1945 in Deutschland verboten
ist, wird es weiterhin von Neonazis verwendet.
[Teil II: Lexikon: Hakenkreuz, S. 2. Digitale Bibliothek Band 25: Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S. 1537 (vgl. EdNS, S. 501) © Verlag Klett-Cotta]

Gruss
Armin

Sachverhalt beschreibt - nämlich, dass es durchaus
unterschiedliche Menschenrassen gibt.

Was jetzt auch von der Wissenschaft bewiesen wurde, nämlich durch die unterschiedlichen Krankheiten und unterschiedlichen Reaktionen auf Medizin bei den verschiedensten Rassen.

Ich glaube, niemand, der noch alle Tassen in der Reihe hat,
würde Liszt in die Nazikiste stecken wollen. Nur dieses
spezielle Stück wird, so lange noch Menschen leben, die sich
an seinen Missbrauch erinnern können, eben, wie Stucki richtig
schrob, „kontaminiert“ bleiben - das sagt aber weder über das
Stück an sich noch über den Komponisten etwas aus.

Ja, aber eben nur bei den Menschen, denen die veränderte Melodie von damals noch unangenehm in den Knochen steckt. Denn, die Melodie ist auf keinen Fall original (Sie wurde auf Befehl von Goebbels verändert), und die meisten Alten, die diese Melodie als Wehrmachtsberichtanfang noch kennen, sind tot.
Heute kennt man die Geschichte durch die andauernden Wiederholungen der Filme im TV. Das trifft dann also auch das „Jungvolk“. Auch ein gefährliches Wort!

mfgConrad

Hallo,

keine Panik! Dir ist da ein ‚Detail‘ entgangen.
Die Nazis haben das ursprüngliche Symbol einfach in die andere
Richtung gedreht …

Wie auf der verlinkten Seite zu sehen ist, ist sowohl die links- als auch die rechtsdrehende Form verbreitet!

Oliver

Ahoi.

Warum denn das? Gerade das macht es doch zu Nazisymbolen. Und
das nur, weil sie 12 Jahre benutzt wurden? Gegenüber einem
Zeitraum von tausenden von Jahren.

Wir Deutschen sind - logischerweise - die einzigen, die mit
der Benutzung bestimmter Begriffe Probleme haben.

Haben „wir“ Deutschen das? Ich dachte, zu verallgemeinern sei derzeit nicht statthaft?

Kein
Engländer oder Ami bekommt ein schlechtes Gewissen, wenn er
den Begriff „Rasse“ im Zusammenhang mit Menschen benutzt; nur
bei einem Deutschen fangen die Jahre der Nazis (es waren
übrigens nicht zwölf, sondern m.W. 1000 *g*) gleich wieder an,
im Hirn zu spuken.

Folglich muß ich Engländer oder Ami sein - ich habe es selbst nicht gewußt.

Dabei ist der Begriff an sich ja nicht
falsch oder bäh, weil er ganz neutral und unschuldig einen
Sachverhalt beschreibt - nämlich, dass es durchaus
unterschiedliche Menschenrassen gibt.

Als 1962 Geborener könnte ich mich auf die Gnade der späten
Geburt berufen und fröhlich alle von den Nazis missbrauchten
Begriffe nach Lust und Laune benutzen - es wird aber nicht
klappen. Wenn ich mit einem Afrikaner rede, passe ich auf wie
ein Luchs Filter, damit mir ja kein falsches Wörtlein
entschlüpft, und wenn doch, schäme ich mich wie ein
Bettnässer. Selbst dann, wenn - was der Regelfall ist - mein
Gesprächspartner gar nichts dabei findet …

Was ist denn ein Luchs Filter?

Hi!

Merkwürdig war trotzdem, das man die Autobahnen nicht alle
gesprengt hat, angeblich auch eine Erfindung Hitlers.

Das ist - mit allem gebührendem Respekt - ziemlicher Blödsinn.

Hitler hat mitnichten die Autobahn erfunden - das ist eine der Legenden der Nazis, die sich bis heute gehalten haben („Hitler hat auch was gutes getan, er hat die Autobahn erfunden.“).

Der Bau einer Autobahn wurde bereits 1926 vom Interessenverband der Bau- und Baustoffindustrie geplant. Die „HAFRABA“, so der Name der Autobahn, sollte von den norddeuttschen Hansestädten über Frankfurt/Main nach Basel führen. Aßerdem gab es Pläne zum Bau der Autobahnen Mannheim - Heidelberg, München - Leipzig - Berlin, Leipzig - Halle, Köln - Düsseldorf.

Die Pläne lagen fix und fertig in den Schubladen, kamen aber nicht zur Ausführung, da diese Autobahnen eine direkte Konkurrenz zu bereits bestehenden Verkehrsverbindungen der Eisenbahn und Schiffahrtswege darstellten.

Die Regierung unter Brüning (Reichskanzler vom 30.3.1930 bis 30.5.1932) griff die Idee der Autobahn als zentralen Punkt des staatlichen Straßenbauprogramms wieder auf, um die Massenarbeitslosigkeit, die durch die Weltwirtschaftskrise seit 1929 entstanden war, zu bekämpfen. Pläne und Finanzierung waren bereits festgelegt, als Brüning durch Reichspräsident Hindenburg zum Rücktritt gezwungen und durch von Schleicher als Reichskanzler ersetzt wurde.

Die Nazis griffen nach dem 30.1.1933 auf die original Brüningschen Pläne zurück, um durch den Reichsarbeitsdienst (Leitung Fritz Todt) die Autobahnen zu bauen (siehe hierzu das „Gesetz über die Errichtung des Unternehmens Reichsautobahn“ vom 27.6.1933).

Ursprünglich sollte der Autobahnbau durch eine Erhöhung der Mineralölsteuer finanziert werden, die Nazis plünderten jedoch die Kassen der Arbeitslosenversicherung für dieses Projekt. Die Trassenführung änderte sich jedoch stark. Aus der bisherigen Hauptausrichtung Nord-Süd wurde eine West-Ost-Führung der Autobahnen: Tilsit - Stettin - Berlin - Hof - München;
Aachen - Köln - Magdeburg - Berlin;
Saarbrücken - Frankfurt/Main - Fulda - Erfurt - Dresden - Breslau - Beuthen;
Hamburg - Berlin - Breslau

Diese West-Ost-Ausrichtung ist eine Folge der Einflußnahme durch die Militärs, die das Potential der Autobahn für schneller Verlagerungen von Truppen erkannt hatten (so z.B. Göring im Feb. 1933).

Hitler hat also keineswegs die Autobahn erfunden. Er hat einfach bestehende Pläne zu seinen Gunsten benutzt.

Grüße
Heinrich

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Autobahnen
Hallo Heinrich,

Hitler hat mitnichten die Autobahn erfunden - das ist eine der
Legenden der Nazis, die sich bis heute gehalten haben („Hitler
hat auch was gutes getan, er hat die Autobahn erfunden.“).

Das ist gleichfalls Unsinn. Die „Legende“ ist natürlich, daß Hitler die Autobahnen nicht „erfunden“, sondern daß er sie „gebaut“ habe. Aber das sagt im wirklichen Leben schon lange kein Mensch mehr, seitdem in der BRD-Zeit das Autobahnnetz so stark verdichtet und erweitert wurde. Allerdings werden wohl immer noch hie und da alte Ideen weiterverfolgt.
Die „Olympiastraße“ von München nach Garmisch wurde bekanntlich nicht rechzeitig zu den olympischen Winterspielen 1936 fertig, sie ist immer noch nicht fertig, macht aber von Jahrzehnt zu Jahrzehnt Fortschritte.

Bei der autogerechten Anpassung der Großstädte in der Nachkriegszeit konnte man angeblich dann aber vielfach auf fertige Planungen aus dem Dritten Reich zurückgreifen.

Mineralölsteuer finanziert werden, die Nazis plünderten jedoch
die Kassen der Arbeitslosenversicherung für dieses Projekt.

Wovon lebten denn dann die vielen Arbeitslosen, als die Kassen der Arbeitslosenversicherung geplündert waren?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Ich kann das irgendwie nicht glauben, daher meine Frage: Ist
diese Seite wirklich glaubwürdig oder sind das alles nur
Fotomontagen?

nein.

hier ein foto, das jemand aus indien mitbrachte:

http://www.digicamfotos.de/index3.htm?http://www.dig…

und hier ein screenshot, den ich vom indischen ZeeTV gemacht habe:

http://www.datafox.org/temp/india-tv.jpg

Falls das wirklich alles stimmen sollte, ist es tatsächlich
fraglich, ob es so eine tolle Idee ist das Zeichen zu
verbieten. Das wäre ja das gleiche, als wenn man den
Buchstaben „A“ verbieten würde…

mit diesem verbot verleiht man einem gescheiterten terrorregime eine definitionsmacht, die ihm abgesichts der jahrtausendealten positiven bedeutung dieses ästhetischen, kulturenübergreifenden symbols gar nicht zusteht.

gruß
datafox

Merkwürdig war trotzdem, das man die Autobahnen nicht alle
gesprengt hat, angeblich auch eine Erfindung Hitlers.

Das ist - mit allem gebührendem Respekt - ziemlicher Blödsinn.

Na Jungchen, Du müßtest mal den nächsten Satz lesen!!

Sachverhalt beschreibt - nämlich, dass es durchaus
unterschiedliche Menschenrassen gibt.

Was jetzt auch von der Wissenschaft bewiesen wurde, nämlich
durch die unterschiedlichen Krankheiten und unterschiedlichen
Reaktionen auf Medizin bei den verschiedensten Rassen.

Hallo kw und Conrad,
das wird auch durch wiederholtes Behaupten nicht richtiger. Ich erlaube mir, auf meine Diskussion mit Jörg (Xlep) im Februar diesen Jahres zu verweisen - hier in diesem Brett.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
und
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Insbesondre für Conrads oben zitierte Behauptung hätte ich gerne konkrete Belege genannt. Nach meiner Kenntnis ist gerade das Gegenteil richtig. Die Versuche, Parallelen zwischen Phänotypus und genetischen Merkmalen aufzufinden - z.B. Rhesus-Faktor, Laktase-Gen oder HLA - haben gezeigt, dass die jeweils aus solchen genetischen Merkmalen versuchsweise abgeleiteten Rassetypologien nicht nur nicht deckungsgleich mit der wissenschaftlich völlig überholten phänotypischen Rassentypologie sind, sondern auch untereinander ganz erheblich differieren. Näheres dazu in meinen Postings und den dort angegebenen Links.

Die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft - insbesondere die der Genetik - haben den Rassebegriff, soweit er auf Menschen angewandt wurde, längst dahin befördert, wo er hingehört - auf den Müllhaufen der Wissenschaftsgeschichte. Allenfalls noch ein paar ewiggestrige Anthropologen der Breslauer Schule arbeiten noch mit einem (auch schon stark modifizierten) Rassebegriff.

Freundliche Grüße,
Ralf

im Hirn zu spuken. Dabei ist der Begriff an sich ja nicht
falsch oder bäh, weil er ganz neutral und unschuldig einen
Sachverhalt beschreibt - nämlich, dass es durchaus
unterschiedliche Menschenrassen gibt.

Das ist weder neutral noch ‚unschuldig‘. Siehe mein Posting weiter unten.

Gruß,
Ralf

Da ist z.B. die Einleitungsmelodie zu den Nachrichten vom
Russlandfeldzug, die „Preludes“ von Liszt. Als ich (als
Nachgeborener) einen Film über den Russlandfeldzug mit seinen
Entsetzlichkeiten sah, konnte ich das Stück nicht mehr hören,
ohne dass mir ein Schauer über den Rücken lief. Einer sagte
mal: „Das ist kontaminierte Musik“.

Verzeihung, aber das kann ich ebenso wenig nachvollziehen wie den eigenwilligen Gedankengang mancher Zeitgenossen, welche die gute alte Frakturschrift nicht mehr sehen können, nur weil unter anderem Hitlers Nürnberger Rassengesetze damit gedruckt waren!

Ich finde, die Musik ist ebenso wie Schrift und die Swastika ein Kulturgut, aber niemals eine Ideologie. Kultur läßt sich nicht „kontaminieren“! Die Hitlers und Bushs - und wie sie alle heißen - können sie zwar mißbrauchen, aber sie selbst bleibt letztlich davon unberührt. Nicht die Töne, Worte und Symbole können uns verleidet werden, sondern einzig unsere Gedanken, die wir zu unrecht noch immer mit dem assoziieren, was nur für vergleichsweise kurze Zeit einmal damit verbunden war. Das unvergängliche kulturelle Erbe hat es längst abgeschüttelt.

Ach, übrigens, wie geht es Dir denn mit den Klängen der bundesdeutschen Nationalhymne? Ob dritte oder erste Strophe - die Melodie ist dieselbe wie die unter dem Hakenkreuz…

Mit freunhdlichem Gruß
Eberhard E. Küttner

Hallo Datafox!

hier ein foto, das jemand aus indien mitbrachte:

http://www.digicamfotos.de/index3.htm?http://www.dig…

Wirklich bizarr und kaum zu glauben!
Wenn ich daran denke, was hierzulande abgehen würde, wenn jemand auf die Idee käme seinem Kind auf diese Weise viel Glück zu wünschen…

mit diesem verbot verleiht man einem gescheiterten
terrorregime eine definitionsmacht, die ihm abgesichts der
jahrtausendealten positiven bedeutung dieses ästhetischen,
kulturenübergreifenden symbols gar nicht zusteht.

Ich hätte es nicht besser formulieren können. Aber ich schätze mal, dass noch mindestens 100 Jahre ins Land ziehen müssen bis die negativen Assoziationen, die mit diesem Zeichen verknüpft sind, allmählich ausbleichen.

Gruß
Oliver

Gene
Da du dich mit sowas anscheinend auskennst frage ich dich mal was.

Vor einiger Zeit war des öffteren mal vom bösen Gen die rede. Gibt es dieses Gen wirklich?

Wenn ja, würde es dann bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe häufiger vorkommen als bei einer anderen?

Oder besser: Wäre es möglich das dieses Gen bei einer bestimmten „Rasse“ häufiger vorkommt?

Wäre mal interessant zu wissen.

MfG

Swastika - doch zu fassen!!

Hi Oliver

zur svastika hab ich schon früher mal einiges gepostet.

Schau mal

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

denken, daß das deine Fragen beantwortet.

Gruß

Metapher