Swastika - nicht zu fassen!

Einfacher gesagt:
Hallo Ralf,

Du meinst also, daß es keine Neger gibt, weil die Genforschung kein Negergen kennt.

Was muß das kalt gewesen sein auf der Welt in früheren Zeiten - vor der Erfindung des Thermometers!

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

In der Tat, so einfach gesagt wie einfach und holzschnittartig gedacht. „Neger“ ist eine wegen ihrer rassistischen Konnotation zu recht geächtete Bezeichnung für Menschen, die das phänotypische Merkmal starker Pigmentierung gemeinsam haben.

Zu bestreiten, dass ein solches Merkmal eine wissenschaftlich ausreichende Begründung für die Postulierung einer eigenen, abgegrenzten Menschenrasse ist, ist etwas anderes, als die Existenz eines solchen Merkmales zu leugnen, wie Sie mir hier auf alberne Weise unterstellen.

Aber wem sage ich das - das ist Ihnen sicherlich klar. Sie versuchen nur wieder einmal in hinlänglich bekannter Weise hier ihre kackbraunen Rattenfängersprüche an den Mann zu bringen. Auf diesem Stammtischniveau diskutiere ich nicht. Bringen sie sich erst einmal auf den aktuellen Stand der anthropologischen Forschung. Und fangen sie möglichst bald damit an - sie haben mindestens sechzig Jahre aufzuholen.

Bis Sie so weit sind: plonk

Hallo Tobias,

Vor einiger Zeit war des öffteren mal vom bösen Gen die rede.
Gibt es dieses Gen wirklich?

Noch nie davon gehört. Mal grundsätzlich: ‚böse‘ ist eine moralische und mithin subjektive, wissenschaftlich kaum fassbare Kategorie. Theoretisch vorstellbar wäre allenfalls, dass sich bestimmte kriminelle Verhaltensauffälligkeiten, also asoziales Verhalten, auf eine genetische Ursache zurückführen ließen. In der Praxis allerdings ist mittlerweile der entscheidende Einfluss der Umwelt - also Erziehung, soziale Herkunft usw. - auf das Sozialverhalten so gut durch Untersuchungen belegt, dass zumindest eine ausschließlich genetische Ursache asozialen Verhaltens ausgeschlossen werden kann.

Eine solche Entdeckung wäre jedenfalls so sensationell (und vor allem sozial so brisant), dass sie mit Sicherheit in aller Breite diskutiert werden würde. Man stelle sich vor: durch einen einfachen Gentest (z.B. im Vorschulalter) könnte man Menschen mit dem „bösen Gen“ aussortieren. Und was dann? Vernichtungslager, Deportation oder nur lebenslang verschärfte Überwachung durch die Polizei? Du siehst, in einer solchen Entdeckung läge so viel Sprengstoff, dass sie mit Sicherheit einigen Wirbel auch in der nichtwissenschaftlichen Öffentlichkeit verursacht hätte.

Wenn ja, würde es dann bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe
häufiger vorkommen als bei einer anderen?

Das wäre natürlich der nächste Schritt - zu untersuchen, ob ein solches genetisches Merkmal mit anderen Merkmalen gemeinsam auftritt. Wie praktisch, wenn dies dann phänotypische, also ohne weiteres erkennbare Merkmale wären. Also das Gen PHF11, das für eine gesteigerte Asthmaanfälligkeit verantwortlich ist, wäre da wesentlich unpraktischer als z.B. ein Gen, das die Pigmentproduktion der Haut steuert oder für blaue Augen verantwortlich ist. Du brauchst den Leuten nur in die Augen zu schauen, um zu wissen, ob Du ihnen trauen kannst …

Oder besser: Wäre es möglich das dieses Gen bei einer
bestimmten „Rasse“ häufiger vorkommt?

Wäre mal interessant zu wissen.

Natürlich wäre das möglich (wenn das ‚Böse‘ tatsächlich genetisch bedingt wäre, was ich stark bezweifle). Angenommen, das ‚böse‘ Gen existiert tatsächlich und es tritt auffällig häufig - sagen wir statistisch signifikant, das klingt wissenschaftlicher - in Verbindung mit blauen Augen und Plattfüßen auf. Dann können wir Plattfüße und blaue Augen als Rassenmerkmale definieren und haben - schwups - eine ‚böse‘ Rasse von plattfüßigen Blauäugigen. Menschen, die Plattfüße haben, aber braune Augen, können wir dann als Mischlinge identifizieren, ebenso wie blauäugige Menschen mit Hohlknickfüssen. Die sind zumindest mit Vorsicht zu genießen. Vollwertige Menschen haben keine Pattfüße und keine blauen Augen. Alle anderen sind Schädlinge. Am besten, solche Menschen gäbe es gar nicht - am besten, man führt dieses Problem einer ‚Endlösung‘ zu, dann brechen goldene Zeiten an und alles wird gut …

Freundliche Grüße,
Ralf

Verzeihung, aber das kann ich ebenso wenig nachvollziehen wie
den eigenwilligen Gedankengang mancher Zeitgenossen, welche
die gute alte Frakturschrift nicht mehr sehen können, nur weil
unter anderem Hitlers Nürnberger Rassengesetze damit gedruckt
waren!
Ich finde, die Musik ist ebenso wie Schrift und die Swastika
ein Kulturgut, aber niemals eine Ideologie. Kultur läßt sich
nicht „kontaminieren“!

Verzeihung, aber das kann ich auch nicht nachvollziehen, Kultur lässt sich eben doch kontaminieren! Insbesondere Musik spricht stark emotionale Ebenen an, da kommen Bilder hoch. Es ist natürlich völliger Unsinn, den alten Liszt dafür verantwortlich zu machen - der würde sich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, welches Schindluder man mit seiner Musik getrieben hat. Wagner, dessen Musik angeblich in Israel gespielt wird (was falsch ist, das hat erstmals vor ein paar Jahren Barenboim gemacht und sich dafür harscheste Kritik eingefangen!), Wagner also ist als ausgesprochener Antisemit, der über Juden übelste Dinge gesagt hat (nachweislich!), da schon ein anderer Fall.

Die Hitlers und Bushs - und wie sie
alle heißen - können sie zwar mißbrauchen, aber sie selbst
bleibt letztlich davon unberührt. Nicht die Töne, Worte und
Symbole können uns verleidet werden, …

Doch, doch, doch! Die meisten Menschen assoziieren etwas damit, werden in ihren tiefsten Gefühlen angesprochen - das ist es, was es uns verleidet. Vielleicht würdest Du es verstehen, wenn die meisten deiner Verwandten in Auschwitz umgebracht worden wären und man dir heute sagt, dass „Arbeit frei macht“ - was für sich gesehen gar nicht so falsch ist.

sondern einzig unsere
Gedanken, die wir zu unrecht noch immer mit dem assoziieren,
was nur für vergleichsweise kurze Zeit einmal damit verbunden
war. Das unvergängliche kulturelle Erbe hat es längst
abgeschüttelt.

Das klingt eher nach „nicht wahr haben wollen“ des Ganzen. Diese „vergleichsweise kurze Zeit“ ist ein Keil in der Geschichte Ds und des 20. Jhdts., eine Singularität, die ihres gleichen sucht. Punkt, aus, Feierabend!

Ach, übrigens, wie geht es Dir denn mit den Klängen der
bundesdeutschen Nationalhymne? Ob dritte oder erste Strophe -
die Melodie ist dieselbe wie die unter dem Hakenkreuz …

Die erste Strophe wird bei offiziellen Anlässen nicht gespielt/gesungen, nur von unverbesserlichen. Die Melodie war im dritten Reich zwar offiziel, quasioffiziell war es aber das Horst-Wessel-Lied, was heute keiner mehr singt, kein vernünftiger jedenfalls.

Gruß, Stucki

mit diesem verbot verleiht man einem gescheiterten
terrorregime eine definitionsmacht, die ihm abgesichts der
jahrtausendealten positiven bedeutung dieses ästhetischen,
kulturenübergreifenden symbols gar nicht zusteht.

Vorschlag: Propagiere dieses Symbol mit seiner „jahrtausendealten positiven bedeutung“ doch mal ein bisschen in Israel, vielleicht findest du Beifall.

gruß, stucki

Hi,

Vor einiger Zeit war des öffteren mal vom bösen Gen die rede.
Gibt es dieses Gen wirklich?

Da hast Du vielleicht was durcheinandergewirbelt?

Es gibt bei Störungen der Geschlechts-Chromosomen
den XYY-Karyotyp:
(http://www.biolreprod.org/cgi/content/full/69/2/535)

When XY, XX, or YY sperm fertilize normal oocytes, 
an embryo with XXY (Klinefelter syndrome), XXX, or <u>XYY syndrome</u> 
results. The majority of these embryos progress to term, and these 
<u>individuals have variable problems</u> with fertility, <u>behavior</u>, 
and learning and mental deficits.

Wenn ja, würde es dann bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe
häufiger vorkommen als bei einer anderen?

Da gabs mal eine Zeit lang Presse-Interesse und die
Diskussion um „Supermännchen“ (wegen 2xY). Redet
inzwischen niemand mehr davon.

http://www.jurapauker.de/Wissenstest/StrR/hauptteil_…

Zwar ist in empirischen Forschungen eine gewisse Konnexität 
zwischen Erbanlage und krimineller Energie nachgewiesen worden 
(z.B. das sog. xyy-Chromosom). Andererseits kann ein vollständiger 
empirischer Nachweis (z.B. durch Zwillings- und Adoptivforschung) 
schon wegen der dynamischen Interaktion (Wechselbeziehung) zwischen 
Erb- und Umweltfaktoren nicht erbracht werden. Als wesentlich 
einflußreicher sind nach neuen Erkenntnissen in jedem Falle 
die Umweltfaktoren anzusehen. 

Oder besser: Wäre es möglich das dieses Gen bei einer
bestimmten „Rasse“ häufiger vorkommt?
Wäre mal interessant zu wissen.

Ich weiss nur, dass eine ganze Reihe fataler
Erbkrankheiten signifikant häufiger bei Juden,
insbesondere bei „Ostjuden“ und deren Nachkommen
vorkommt. Das liegt weniger an der „Rasse“ sondern
an der genetischen Isolation und ist leicht zu
erklären aber leider schwer zu kurieren.

Grüße

CMБ

Gut gebrüllt, Löwe!
Hallo Ralf,

also das hier:

gedacht. „Neger“ ist eine wegen ihrer rassistischen
Konnotation zu recht geächtete Bezeichnung für Menschen, die
das phänotypische Merkmal starker Pigmentierung gemeinsam
haben.

Was für ein schöner Satz! Die erste Hälfte ist gelungene politkorrekte Schwurbelei, bei der nahezu jedes Wort vergiftet ist mit hinterhältigen Argumentationstricks. Es wäre mir jetzt zuviel Arbeit, das alles im einzelnen aufzudröseln, doch möchte ich die Aufmerksamkeit des geneigten Lesers darauf lenken, daß Du es vermieden hast, das Wort Neger als „herabsetzend“ oder „Schimpfwort“ zu geißeln.

Und den zweiten Halbsatz werde ich gerne einbringen, wenn in meiner Stammtischrunde mal diskutiert werden sollte, inwiefern sich Menschen, die das phänotypische Merkmal starker Pigmentierung gemeinsam haben, von Mohren unterscheiden.

Zu bestreiten, dass ein solches Merkmal eine wissenschaftlich
ausreichende Begründung für die Postulierung einer eigenen,
abgegrenzten Menschenrasse ist, ist etwas anderes, als die
Existenz eines solchen Merkmales zu leugnen, wie Sie mir hier
auf alberne Weise unterstellen.

Auch das kann man kürzer sagen: „Es gibt keine Neger - und wenn es sie gäbe, dann wären sie nicht schwarz.“

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Vorschlag: Propagiere dieses Symbol mit seiner
„jahrtausendealten positiven bedeutung“ doch mal ein bisschen
in Israel, vielleicht findest du Beifall.

es ist zb. in einer antiken synagoge am toten meer (name entfallen) zu sehen.

gruß
datafox

Wagner, dessen Musik angeblich in Israel
gespielt wird (was falsch ist, das hat erstmals vor ein paar
Jahren Barenboim gemacht und sich dafür harscheste Kritik
eingefangen!), Wagner also ist als ausgesprochener Antisemit,
der über Juden übelste Dinge gesagt hat (nachweislich!), da
schon ein anderer Fall.

der vergleich „was ist mit israel“ ist nicht statthaft, da israel eben eine völlig andere beziehung zu hakenkreuzen und wagner hat als deutschland. israel schämt sich nicht dafür sondern „muß damit leben“. das ist eine völlig andere kiste!

wagner wird gespielt, natürlich unter arger kritik. kritik aber nicht, weil leute sich dadurch „beleidigt“ oder „unangenehm erinnert“ fühlen, sondern weil das mit dem gewaltsamen tod ihrer verwandtschaft zu tun hat. der vergleich mit den peinlichen gefühlen von täternachkommen ist geradezu ekelhaft. ich, als ebenfalls nachkomme der „täterseite“, würde mich schämen sowas zu vergleichen.

das thema gabs ja schonmal. die meinungen in israel gehen auseinander!

warum fährt die israelische polizei dann VW? warum gibt es ford-autos? ford war ein antisemit und unterstützer des nazireichs. warum wird griechische musik von theodorakis gespielt? theodorakis hat sich erst kürzlich als übelster linker antisemit geoutet, ohne das überhaupt zu bemerken. warum werden elektrogeräte aus deutschland verkauft, deren hersteller nachweislich keine reine weste haben?

Das klingt eher nach „nicht wahr haben wollen“ des Ganzen.

ja, aus der sicht der „täter“ vielleicht. deshalb ist der israelvergleich unpassend. aber nicht aus der andren sicht. (ich labere nicht aus dem blauen heraus, sondern beziehe mich auf aussagen von menschen, die opfer waren.)

welches verhalten sagt dem nazidenken eher den kampf an: seine nachwirkung in kunst und technik auf ewig anzuerkennen oder sie einfach zu verachten, darauf zu spucken, und die früchte von kunst und technik trotzdem in anspruch zu nehmen? das klingt von „täterseite“ als entschuldung, aber nicht unbedingt von der anderen, auch wenn es wirklich schwer ist das zu verstehen, wenn man das „täterdenken“ kennt. „nichtwahrhabenwollen“ gibt es nämlich nicht. die beweise laufen auf zwei beinen herum und werde nicht weniger, wenn man wagner nicht spielt.

Horst-Wessel-Lied, was heute keiner mehr singt, kein
vernünftiger jedenfalls.

von naziliedern war ja auch nicht die rede. oder von naziuniformen. diese haben ja keinen kulturellen wert jenseits ihres zweckes (außer musealen).

gruß
datafox

nix verstanden - beide nicht!

lassen wir doch menschen beiseite, das wird immer so ideologisch. reden wir von autos!

es gibt autos mit glatter farbe und metallisé-autos.

obwohl jeder den unterschied sehen kann und dieser existiert, ist es technisch gesehen unsinn, zwei völlig verschiedene autosorten nach lackart zu unterscheiden.

besser wäre eine unterscheidung nach diesel und benzin, automatik und getriebe.

nix anderes will ralf dir hier sagen.

pigmentierung ist zwar sichtbar und existent (welches wort man dafür verwenden darf - geh bitte, das ist doch kindisch), aber technisch gesehen sind andere dinge eben relevanter wie zb. blutgruppen.

gruß
datafox

Am besten, solche
Menschen gäbe es gar nicht - am besten, man führt dieses
Problem einer ‚Endlösung‘ zu, dann brechen goldene Zeiten an
und alles wird gut …

gut gepostet.

das kommt nämlich raus, wenn man (manchmal auch eingebildete) soziale probleme mit biologie zu lösen versucht. wären menschen tiere, dann wäre es ja tatsächlich so, daß die weniger fitten halt einfach aussterben würden, indem sie sich nicht fortpflanzen dürfen oder von anderen getötet werden. eugenik und die endlösung ist eine erfindung von darwin - halten wir das mal fest. das verbrechen der eliminatorischen rassisten ist nicht, daß sie „böse“ oder so sind, sondern daß sie glauben, der mensch müßte die tatsache, daß er die biologische evolution längst hinter sich gelassen hat, künstlich wieder aufheben und selbst darwin spielen, um dem wohle der menschheit zu dienen. den menschen als tier zu sehen ist das eigentlich böse an diesem denken.

gruß
datafox

Hallo,

es ist zb. in einer antiken synagoge am toten meer (name
entfallen) zu sehen.

Es gibt sogar zwei. Ein Swastika-Mosaik in einer Synagoge in Ein-Gedi und eine Swastika auf dem Mosaikboden einer Synagoge in Maoz-Haim.

Nur welche davon liegt jetzt am Toten Meer??

Gruß
Oliver

Nur welche davon liegt jetzt am Toten Meer??

ein gedi. die hab ich gemeint. weißt du den namen? weil mir das keiner glaubt, werde ich nächstes mal ein foto machen. die stätte war nämlich zu.

datafox

  • Generäle, die Hitlers Angriffskrieg geplant und durchgeführt
    haben, haben die Bundeswehr aufgebaut, sind wieder wohl
    angesehene Leute geworden.

Der Westen wollte doch einen deutsche Armee gg. den Iwan! Woher hätte das Offizierscorps sonst genommen werden als aus der untergegangenen Wehrmacht, deren Offiziere anerkannt gut ausgebildet waren! Die Wehrmacht war eine ausgezeichnete Truppe, die auch heute Anerkennung und Respekt verdient.

es ist zb. in einer antiken synagoge am toten meer (name
entfallen) zu sehen.

Das ist interessant, wusst ich noch nicht - danke! Dennoch kann ich mir vorstellen, dass dieses Symbol, in Israel in öffentlicherem, größerem Stil dargestellt, keine sonderliche Freude hervor rufen würde. Ich mein jedenfalls, dass es gut ist, dass es in D verboten ist. Man stelle sich vor, dass die Rechten es in großem Stil benutzen und propagieren würden!
Nebenbei: Warum ist Wagners Musik in Israel so verpönt? Weil er ein übler Antisemit war oder weil er von den Nazis gebraucht, missbraucht wurde? Wie an anderer Stelle in diesem Thread von mir gesagt, hat Barenboim da vor einigen Jahren ja in ein Wespennest gestochen

gruß, stucki

Der Westen wollte doch einen deutsche Armee gg. den Iwan!

Aber natürlich! Die Amerikaner haben die Deutschen gedrängt! Diese hatten sich lange „geziert“, weil sie wussten, welche unheilvolle Rolle das Militär nach dem 1. WK gespielt hat. In diesem Zusammenhang ist durchaus auch Strauss’ Spruch „jedem Deutschen soll die Hand abfallen, der nochmal eine Waffe in die Hand nimmt“. Das war, vermute ich mal, nicht nur Schlitzohrigkeit, um das Volk einzulullen oder hinzuhalten - er wusste ja zu der Zeit, dass eine Wiederbewaffnung nicht zu verhindern war!

Woher hätte das Offizierscorps sonst genommen werden als aus
der untergegangenen Wehrmacht, deren Offiziere anerkannt gut
ausgebildet waren!

Auch klar. Das war damals nicht neu, das hat’s danach gegeben, z.B. auch bei der Übernahme des „DDR-Personals“. Adenauer, was die Nazis angeht, ein völlig unverdächtiger Mann, hat bekanntlich alte Nazis wie Globke und Oberländer, Kommentatoren/Verfasser der Rassegesetze, als Staatssekretäre eingestellt, den Russen und Amerikanern war die Nazi-Vergangenheit der (Raketen-) Wissenschaftler ziemlich egal.
Also, das ist „Realpolitik“ - ein unangenehmes Gefühl habe ich da trotzdem …

Die Wehrmacht war eine ausgezeichnete
Truppe, die auch heute Anerkennung und Respekt verdient.

„Technisch“ ja, das habe ich mehrfach in Berichten über den Russlandfeldzug von russischen Veteranen und Wissenschftkern gelesen, gehört. Das sagt aber nichts über die moralische Verwerflichkeit dieses Krieges aus, der Generalität, der Landser konnte meist nicht anders.
In den 60er Jahren sind Dokumente über die Planung des 2. WK durch das Militär schon in den 20er Jahren (!) aufgetaucht. Kommentar des Historikers: „Wenn diese Papiere bei den Nürnberger Prozessen bekannt gewesen wären, wäre die Generalität nicht so glimplich davon gekommen.“

gruss, stucki

Dennoch
kann ich mir vorstellen, dass dieses Symbol, in Israel in
öffentlicherem, größerem Stil dargestellt, keine sonderliche
Freude hervor rufen würde.

welchen zweck sollte das denn haben?

Ich mein jedenfalls, dass es gut
ist, dass es in D verboten ist. Man stelle sich vor, dass die
Rechten es in großem Stil benutzen und propagieren würden!

na und? wovor hast du denn angst? eine reife demokratie würde dazu einfach den kopf schütteln und diese trotteln auslachen. ein verbot wegen des symbols ist nicht notwendig, da ein symbol keine bösen kräfte in sich verbirgt. die gefahr geht allein von *menschen* aus, die ewiggestrigen denkschemen anhängen und möglicherweise auf diese propaganda anspringen. hat man davor angst? warum kann man meinkampf nicht einfach kaufen? aber das ändert sich. in ein paar generationen ist es hoffentlich soweit, und man zeigt solchen vereinzelten spinnern den vogel und ignoriert sie einfach.

Nebenbei: Warum ist Wagners Musik in Israel so verpönt? Weil
er ein übler Antisemit war oder weil er von den Nazis
gebraucht, missbraucht wurde?

wohl letzteres.

gruß
datafox

welchen zweck sollte das denn haben?

Z.B. deutsches Brauchtum und jüngere Geschichte in Israel etwas populärer zu machen :frowning:(

Ich mein jedenfalls, dass es gut
ist, dass es in D verboten ist. Man stelle sich vor, dass die
Rechten es in großem Stil benutzen und propagieren würden!

na und? wovor hast du denn angst?

Es kotzt mich an, das mit ansehen zu müssen, zu sehen, wie auf diese unsägliche, monströse Zeit wieder Bezug genommen wird. Eine Duldung und „diese trotteln auslachen“ und sagen, nicht so schlimm, geht schon vorbei, ist sch…liberal - davon halte ich nichts, aber auch gar nichts! Im Übrigen ist das eine pure Annahme, dass das schon vorbei geht, durch nichts begründet. Lea Rosch, dir sicher nicht unbekannt, sagte „… der Schoß ist warm noch!“ (ich meine, sie war’s).

eine reife demokratie würde
dazu einfach den kopf schütteln und diese trotteln auslachen.

Um unsere Demokratie habe ich da auch keine Angst.

ein verbot wegen des symbols ist nicht notwendig, da ein
symbol keine bösen kräfte in sich verbirgt. die gefahr geht
allein von *menschen* aus, die ewiggestrigen denkschemen
anhängen und möglicherweise auf diese propaganda anspringen.

Das siehst du schlicht und einfach falsch! Wenn es so wäre, bräuchte man keine Angst um Kinder (und auch Erwachsenen) zu haben, die stundenlang vor dem Fernsehr oder Computer sitzen (beides „nur“ Symbole) und sich die symbolhaften Gewaltvideos u.a. angucken. Die Symbole sind die Träger der Information, sie stacheln die Menschen an, setzen Hemmschwellen herunter, beeinflussen das Denken usw.

aber das ändert sich. in ein paar generationen ist es
hoffentlich soweit, und man zeigt solchen vereinzelten
spinnern den vogel und ignoriert sie einfach.

Wie gesagt: pure Annahme! Natürlich wäre das ein „souveräner Umgang“, aber, wenn wir sie einfach gewähren lassen würden, wäre der Aufschrei in Israel wohl am größten! Aber wenn ich dich richtig verstehe, sollten wir dazu dann einfach sagen „was schert uns das“ Geschrei dort unten.

gruss, stucki

Hi stucki,

Nebenbei: Warum ist Wagners Musik in Israel so verpönt?
Weil er ein übler Antisemit war oder weil er von den Nazis
gebraucht, missbraucht wurde?

Das musste ich jetzt zweimal lesen :wink:

„Warum ist Julius Streicher als Lehrer in Israel
so verpönt? Weil er ein übler Antisemit war oder
weil er von den Nazis gebraucht, missbraucht wurde?“

Gute Frage …

Um es kurz zu machen, sowohl Wagner als auch Streicher
wurden weder von „den Nazis“ ge- oder missbraucht.
Wagner und Streicher sind die Vordenker, die
Grundmauern und die Stützpfeiler des
„Nationalsozialismus Arischer Prägung“.

Grüße

CMБ

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Hi,

ein gedi. die hab ich gemeint. weißt du den namen? weil mir
das keiner glaubt, werde ich nächstes mal ein foto machen. die
stätte war nämlich zu.

http://home.t-online.de/home/rotis/swastiken/israel1…
http://home.t-online.de/home/rotis/swastiken/israel2…
(http://www.sabon.org/swastika/)

Da das Hakenkreuz zunächst arisch (Sumer!) ist, könnte
das auf den arischen Kern jüdischen Priesterkults
hinweisen.

Grüße

CMБ