bloß jetzt kein Katzengejammer
Hallo!
Dieses Posting lag mir schon lange auf der Zunge - ähm - Tastatur!
Wo ist denn nun „unser“ lieber „Fanclub“ der T-Online-Freunde hier im Forum!?
Was habe ich mir hier die Finger wund geschrieben, um auf die Folgen einer Flatrate-Monopolisierung aufmerksam zu machen.
Wir hätten alle davon profitiert, wenn sich die Flatrateanbieter einen Konkurrenzkampf geliefert hätten, aber nein, das kurzfristige, egoistische Nutzendenken, mit dem T-Online sehr wohl rechnet, hat mal wieder gesiegt.
Mal davon abgesehen, dass ich die Hotlines bei T-Online in speziellen Fragen gar nicht für so kompetent halte („Unser Fachmann ruft sie zurück…“ …von wegen…), finde ich es immer grauenhaft, sich diesen (immer noch) sauschlechten Browser aufdrücken zu lassen (ähnlich wie bei AOL - da ist es allerdings noch schlimmer). Auch wenn man ihn umgehen kann, braucht man ihn z.T. für das Internet-Banking. Das ohne erhebliche Anpassungen ein IExplorer nicht mehr funktioniert, halte ich für Absicht.
Die Chancen der privaten Anbieter, Mehrfachnutzer herauszufinden (das war ja mit der Hauptgrund, warum sie in Konkurs gingen) wurde von T-Online entweder verweigert oder behindert (so der Vorstandschef von NGI in einem Interview).
AOL bietet ja eine Flat für DM 78,-- an, die eine monatliche Kündigungsfrist besitzt. Auch wenn hier das Browseraufdrücken fast einem krimminellen Akt gleicht, zeigt es, dass Vieles möglich gewesen wäre.
Oft wird hier gepostet, dass es erhebliche Schwierigkeiten bei den Abrechnungen gibt, wo dann abstruse Summen abgebucht werden und Wochen vergehen, bis es wieder korrigiert wird. Kein Zeichen für ein wirklich seriöses Unternehmen.
Insbesondere bei ISDN-Anschlüssen (mit 2 Nutzern) in Kombination mit T-DSL oder T-Flat, könnte ich zehn Belege vorweisen, wo nicht ein einziges Mal ein korrektes Formular mit korrekten Daten vorlag. Es ist einfach unfassbar.
Die langen Wartezeiten bei der Einrichtung von T-Flat und T-DSL zeigt, dass hier ein Riese ziemlich geklotzt hat, ohne (bisher) die Kapazitäten zu besitzen.
Und die Strategie Neukunden bevorzugt zu behandeln und die Bereits-Kunden hinten an zu stellen, wenn es um Umstellungen geht, kommentiere ich nur Kurz: Toller Service.
Die T-DSL-Gebührenerhöhung ist bereits beschlossen.
Die T-Online-Flat fährt rote Zahlen in zweistelliger Millionenhöhe ein! Liebe Leute, wie lange glaubt ihr denn, machen das die Aktionäre und der Vorstand mit? Ich prophezeie eine Abschaffung oder eine erhebliche Gebührenerhöhung auch in diesem Bereich.
Und plötzlich tauchen neue Klauseln im Vertrag für die Zweituser eines Zugangs auf. Für mich sind das erste Anzeichen für ein Rückzugsgefecht.
Und eine Regulierungsbehörde für Telekommunikation strengt nicht umsonst ein Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs an. Die Einjahresbindung ist schlichtweg auch ein kaufmännischer Trick eines Monopolisten. Die Folge ist, dass selbst wenn ein neuer Anbieter auftauchen sollte, er mittelfristig gar nicht die Masse an Kunden erreichen kann, um effizient zu kalkulieren.
Die Einwahlprobleme, die ja Ursprung dieses Postings sind, liegen schlicht an den unterschiedlichen Einwahlknoten, die eben unterschiedliche Qualitäten und Quantitäten aufweisen.
Das bei manchen Usern des öfteren die bestehende Verbindung unterbrochen wird, sei hier nur nebenbei erwähnt.
Auf einer ganz anderen Ebene habe ich noch ein viel größeres Problem. Auch, wenn es datenschutzrechtlich eingeschränkt ist, halte ich es für höchst bedenklich, dass ein Monopolist nun die alleinige Möglichkeit besitzt, die Informationswege zu kontrollieren oder die User-Eigenschaften(-Gewohnheiten) einzusehen.
Wenn denn dann alle Kapazitäten ausgeweitet sind, hat T-Online auch eine Argumentationsgrundlage dafür, die Gebühren zu erhöhen. Oder die Kapazitäten für noch teureres Geld zu vertreiben. Na klasse!
Und ob das alles mit der Aussage von Schröder zusammenpasst, Deutschland zum Internet-Land Nr.1 zu führen, halte ich schlichtweg für eine schlechte Satire.
Ich weiss, ich weiss, jetzt kommt wieder, dass die privaten Anbieter auch ihre Probleme hatten. Nur, solange eine Konkurrenz bestand, war auch der Druck da, diese zu beheben. Ob T-Online noch einen Druck verspürt, Probleme rasch zu beheben, stelle ich in Zweifel. Warum sollten sie?
Also! Hört endlich auf zu motzen. Es war abzusehen…und alle haben mitgemacht. Bloß kein Katzenjammer jetzt.
DerDUDE
(,der vorsichtshalber schon mal in Deckung geht, weil jetzt gleich der „T-Online-Fan-Club“ wieder zurückschiessen wird 