nach langer Zeit wollte ich heute mal wieder Tafelspitz mit Meerrettichsoße machen. Beim Metzger habe ich 1100 g für über 18,00 Euro erstanden und bei kleiner Hitze gegart.
Nun sieht das Fleischstück so wie auf den beiden Links aus. Es ist dickfaserig und die Fasern verlaufen mal längs und mal quer. Ich weiß gar nicht, wie ich da schöne Scheiben herausbekomme. Kann mich nicht erinnern, daß jemals so ein Tafelspitz ausgesehen hat.
Meine Frage an die Experten - ist das überhaupt Tafelspitz oder hat man mir da was anderes untergejubelt.
habe das Stück nur halbiert (nicht auseinander gerissen - lach), damit ich sehe, wie ich es aufschneiden soll. Dazu benutzt habe ich ein normales Fleischmesser - ja vielleicht nicht die Top-Qualität. Was empfiehlst Du für ein Fleischmesser? Ich habe auch noch Messer aus Damazener Stahl (Aldi), aber mit denen bin ich nicht zufrieden!
Scheiben schneiden wollte ich mit dem Elektromesser! Das passiert in der nächsten halben Stunde, weil dann mein Besuch kommt.
Meine Frage war eigentlich, ob ein Tafelspitz die Fasern kreuz und quer haben darf.
Elektromesser, Aldimesser etc. hingegen verstoßen gegen die
Genfer Konvention
also wenn das Aldi-Damaszenermesser noch neu ist und auch wirklich noch ganz ganz scharf, dann darf sie meines Erachtens ruhig den Tafelspitz damit bearbeiten. Ausnahmsweise.
Aber statt E-Messer empfehle ich Handkante. Die macht mit Sicherheit die glatteren Schnitte.
wider Erwarten war der Tafelspitz sehr gut. Meine Gäste waren voll des Lobes, auch wenn ich beim Aufschneiden gegen die Genfer Konvention verstoßen habe.
sieht wirklich lecker aus. Aber gefragt war das Foto vom Schnitzwerkzeug. Stell dich der Kritik und zeig das gegen alle Kochkonventionen verstoßende Tafelspitzfolterinstrument!
da kommt das Bild vom „beleidigten“ Messer (Prestige Solingen Germany rostfrei). Mein Freund meinte, meine Messer müßten alle mal geschliffen werden. Er hat sicherlich recht.
Mein Freund meinte, meine Messer müßten
alle mal geschliffen werden. Er hat sicherlich recht.
Aha, das ist doch schon ein erster Hinweis auf die Fehlerquelle! Wenn das Messer keine vernünftige Schneide sondern nur eine stumpfe Kaue hat, dann kann man nur metzeln.
Ich sage meiner Mama immer, sie soll sich überhaupt erstmal Messer kaufen, was sie im Schrank hat, sind Zumutungen. Da habe ich auf jeden Fall recht!
Ansonsten schließe ich mich Peders Aussage an: Das Messer muss unbedingt mit dem Rauchen aufhören.
dein Mann hat nicht sicher Recht, er hat Recht. Und zu kurz ist das Messer auch fürs Schneiden von so großen Fleischstücken.
Ergebnis: man muss viel hin- und hersäbeln, um durch das riesenstück durchzukommen mit der kurzen Klinge. JEdesmal eine neue Schnittebene, ergo eine Ecke, eine lose Faser… Außerdem muss man drücken, um die Schärfe zu ersetzen. Dadurch reißt das Fleisch, anstatt geschnitten zu werden. Ein gutes (= geschliffenes) Messer gleitet durch gares Fleisch wie durch Butter. Dafürmuss man nciht (nur) Geld beim Kauf investieren, man muss regelmäßig das Messer schleifen. Wenn man letzteres tut, erzielt man auch mit günstigen Messern akzeptable Ergebnisse.
Kannst Du mir einen Vorschlag für ein gutes Fleischmesser
geben.
Bei uns im Dauergebrauch:
ein kleines, rostendes (!) sog. „Mühlenmesser“.
ein großes (rostendes!) Messer, bei uns, ob seiner Größe „Sarazenerschwert“ genannt
mehrere rostfreie Spezialmesser zum Filetieren, Brotschneiden etc.
alle Messer werden regelmäßig überwacht und geschliffen, stumpfe Messer sind gefährlich, weil man mit ihnen leicht abrutscht.
Wie Peder schon schrieb, lassen sich rostende Messer leichter und sehr, sehr scharf schleifen. Der Nachteil: sie müssen immer gleich geputzt und getrocknet werden, aber das ist uns in Fleisch und Blut (sic!) übergegangen.
Elektromesser, Aldimesser etc. hingegen verstoßen gegen die
Genfer Konvention
nicht immer.
Vor nunmehr über 25 Jahren erstand ein junger Student im Aldi einen Messersatz, bestehend aus drei Messern. Zwei davon taugten wirklich nichts, aber das Brotmesser dient mir/uns immer noch und hat mittlerweile bestimmt mehr als eine Tonne Brot und tausende von Brötchen geschnitten. Ein Ende ist nicht abzusehen.