Taschengeld

Hallo,
wann habt ihr angefangen, euren Kindern Taschengeld zu geben? Und wieviel habt ihr gegeben?
Meine Große wird bald fünf und redet schon seit vor Weihnachten davon, dass sie gerne Taschengeld hätte. Wie sie darauf kommt, weiß ich auch nicht so genau, aber es ist mindestens einmal die Woche Thema bei uns.
Gruß, Miriam

Hallo Miriam,

der Große war sieben und der Kleine fünf.

Es gab (und gibt) pro Lebensjahr einen Euro pro Monat in wöchentlichen Raten. Effektiv ist es also mehr, weil wir mit vier Wochen pro Monat rechnen.

Davon müssen die Jungs aber nichts ‚richtiges‘ kaufen, also keine Schulsachen etc., es ist nur für ihr eigene Verwenden. Und da reden wir denen auch nicht rein.
Der kleine haut das Geld regelmäßig auf den Kopp, der große spart eisen und kauft sich dann etwas größeres, wie vor kurzem ein echtes schweizer Taschenmesser mit lederner Gürteltasche. Da das rund 40,- € waren, bin ich mitgegangen, weil viele Händler so was mit einem Zehnjährigen nicht machen wollen (ein Messer zudem).

Anfangs war es schwer die Klappe zu halten, wenn irgendwelcher Tinnef gekauft wurde, aber nur so lernen Kinder, daß das Geld nur einmal ausgegeben werden kann; und Kredit gibt es keinen.

Gandalf

So würden wir es dann demnächst auch machen und zusätzlich noch Punktesystem für irgendwelche Arbeiten am und im Haus, welches natürlich auf das Alter abgestimmt sein muss… ;o)damit auch mal größere Wünsche in Erfüllung gehen.

Hallo!

wann habt ihr angefangen, euren Kindern Taschengeld zu geben?

Mit Schuleintritt

Und wieviel habt ihr gegeben?

  1. Schuljahr 1,50€ pro Woche

  2. Schuljahr 2,00€ pro Woche

  3. Schuljahr 2,50€ pro Woche

  4. Schuljahr nach zähen Verhandlungen letzten Sommer, hat sich meine
    Tochter durchgesetzt und bekommt nun 12,50€ im Monat.

Gruß
Stefan

Das Punktesystem will ich garantiertnicht machen. Sie sollen im Haushalt helfen, weil das halt so ist und die Arbeit gemacht werden muss. Bei uns daheim gab es für alltägliche Arbeiten auch nix. Auch für gute NOten nicht, das will ich auch beibehalten. Außerdem kann ich gerade noch ausnutzen, dass sich die Große geradezu darum reißt, mitzuhelfen. Dafür helfe ich ihr dann auch gerne mal, was zu kaufen, was sonst nicht drin ist. Aber nicht als Belohnung oder sozusagen Bezahlung für Hilfe im Alltag.

So würden wir es dann demnächst auch machen und zusätzlich
noch Punktesystem für irgendwelche Arbeiten am und im Haus,
welches natürlich auf das Alter abgestimmt sein muss…

Wie viel kriegt denn dann jeweils die Mutter?

;o)damit auch mal größere Wünsche in Erfüllung gehen.

Genau!

Hallo, Gandalf

der Große war sieben und der Kleine fünf.

Es gab (und gibt) pro Lebensjahr einen Euro pro Monat in
wöchentlichen Raten.

Das hört sich gut an, ein Euro pro Woche ist überschaubar. Velen Dank. Ich hatte auch an einen Euro gedacht, aber dann kam mir das doch wenig vor.
Bekam der Kleine nur Taschengeld, weil der Große auch bekam?
Meine Kleine ist erst eins, da muss ich noch nicht mit Geschrei rechnen, weil sie leer ausgeht, zum Glück.
Gruß, Miriam

Hi Alexandra,

und zusätzlich
noch Punktesystem für irgendwelche Arbeiten am und im Haus,
welches natürlich auf das Alter abgestimmt sein muss…
;o)damit auch mal größere Wünsche in Erfüllung gehen.

nenene, das besser nicht.
Die Jungs müssen im Haus helfen, weil es dazu gehört.
Sonst ziehe ich denen demnächst was vom Taschengeld ab, weil ich denen das Essen koche?
Es gibt gerne gemachte Sachen (z.B. im Dorf einkaufen gehen) und weniger geliebte (z.B. SpüMa ausräumen oder Wäsche in die Waschküche bringen), aber auch das muß getan werden und dafür gibt es nichts extra.
Das mit den größeren Geldbeträgen machen meist die lieben Verwandten, Du mußt dann nur aufpassen, daß das Geld dann auch extra bleibt, also für größere Wünsche gespart und nicht zur Lückenfüllung der ‚normalen Haushaltführung‘ der Jungs missbraucht wird.

Aber das ist mein System und jeder so wie er/sie meint.

Gandalf

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Hallo Miriam,

ich halte das für eine Erscheinung des Zeitgeistes :wink:. Einige Kinder bekommen ein Taschengeld von übereifrigen Eltern aufgezwungen und bekommen erzählt, wie toll das nun ist. Die raffen das eigentlich noch gar nicht, aber erzählen es erstmal im Freundeskreis weiter. Erinnert mich an die Geschichten über sexuelle Erfahrungen im Alter von 9 Jahren :wink: In der Klasse meines Sohnes gab es 12-Jährige, die einen Komplex hatten, weil sie noch keinen Freund hatten …

Wenn ein Kind ein von den Eltern nicht unterstütztes (klar, Tennisclub, Musikunterricht oder Ähnliches geht natürlich nicht auf kinderkosten) beginnt, ist ein TG sinnvoll, damit das Kind die Erfahrung machen kann, dass der Topf irgendwann auch mal leer werden kann und man Prioritäten setzen muss. Unser Sohn bekommt seit langem (2. oder 3. Klasse?) 60 Euro monatlich und spart davon den Großteil - ohne dass wir ihn dazu angehalten hätten. Wenn er um eine kleine Erhöhung bäte, bekäme er sie wohl auch - tut er aber bislang nicht, auch o.k.

LG
sine

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Hallo Sine

ich halte das für eine Erscheinung des Zeitgeistes :wink:. Einige
Kinder bekommen ein Taschengeld von übereifrigen Eltern
aufgezwungen und bekommen erzählt, wie toll das nun ist.

So ist das ja nun nicht. Ich habe nie was von TG erzählt, aber Hanna kommt jetzt von selbst und will welches und ich versuche es ihr auszureden. Das ist sowohl für mich als auch für sie sehr nervig auf Dauer.

Unser Sohn bekommt seit langem (2.

oder 3. Klasse?) 60 Euro monatlich und spart davon den
Großteil - ohne dass wir ihn dazu angehalten hätten. Wenn er
um eine kleine Erhöhung bäte, bekäme er sie wohl auch - tut er
aber bislang nicht, auch o.k.

60 € finde ich jetzt sehr viel. Ich bekam noch beim Abi nur 50 Mark im Monat. Eine Klassenkameradin bekam auch so viel, musste aber alles - auch Schulsachen - davon selber zahlen. Ich fänd so viel TG ok, wenn das Kind dann auch Schulsachen z. B. selber zahlen müsste. Aber nur für sich selbst, zum Spaß sozusagen?

Gruß, Miriam

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Hallo Sine

ich halte das für eine Erscheinung des Zeitgeistes :wink:. Einige
Kinder bekommen ein Taschengeld von übereifrigen Eltern
aufgezwungen und bekommen erzählt, wie toll das nun ist.

So ist das ja nun nicht. Ich habe nie was von TG erzählt, aber
Hanna kommt jetzt von selbst und will welches und ich versuche
es ihr auszureden. Das ist sowohl für mich als auch für sie
sehr nervig auf Dauer.

Hallo Miriam,

ich habe dich schon verstanden. Ich denke, dass diese Saat irgendwo in eurem Umkreis, also Kindergarten oder/und Nachbarschaft ausgebracht wurde. Meine Schwester und ich erinnern uns nicht, dieses BEdürfnis in dem alter gehabt zu haben und unser sohn hatte es definiftib auch nicht.

Die in Frage kommende TG-Höhe lässt ohnehin kaum mehr als den Kauf von Süßkram zu. Das wollte und will ich nicht unterstützen, ebensowenig wie irgendwelche Abziehbildchen oder Ü-Eier, die nur geschaffen wurden, um solchen Kindern ihr Geld aus der Tasche zu ziehen.

Obwohl wir das TV meiden wie der Teufel das Weihwasser, habe ich früher gelegentlich gezielt mit unserem Sohn ferngesehen und die Werbung analysiert. Insoweit sind schon Kinder im KiGa-alter durchaus aufnahmefähig :wink: Der Effekt hält bis heute an :smile:)

Ich würde hier nicht pauschal urteilen wollen. Wenn deine Tochter ein Hobby hat, das Geld kostet, gib ihr ein wenig, z.B. jeden Tag 10 oder 20 Cents, die sie verbraten darf. Das tut euch nicht weh und vielleicht lernt sie daraus.

LG
sine

Unser Sohn bekommt seit langem (2.

oder 3. Klasse?) 60 Euro monatlich und spart davon den
Großteil - ohne dass wir ihn dazu angehalten hätten. Wenn er
um eine kleine Erhöhung bäte, bekäme er sie wohl auch - tut er
aber bislang nicht, auch o.k.

60 € finde ich jetzt sehr viel. Ich bekam noch beim Abi nur 50
Mark im Monat. Eine Klassenkameradin bekam auch so viel,
musste aber alles - auch Schulsachen - davon selber zahlen.
Ich fänd so viel TG ok, wenn das Kind dann auch Schulsachen z.
B. selber zahlen müsste. Aber nur für sich selbst, zum Spaß
sozusagen?

Gruß, Miriam

Hallo Miriam

wann habt ihr angefangen, euren Kindern Taschengeld zu geben?
Und wieviel habt ihr gegeben?

Mit Eintritt in die Schullaufbahn gabs Taschengeld.
Undzwar pro Woche 1 DM multipliziert mit der Klasse.
Soll heißen: 1.Klasse monatlich 4,-DM, also heutzutage 2,-Euro.
So kriegt zum Beispiel mein 17jähriger Sohn, der zur Zeit in die 11.Klasse geht, 22,- Euronen am Anfang eines jeden Monats.
Gruß,
Branden

Hallo Gandalf, da gehen wir konform, dass die normale Hausarbeit unter allen Familienmitgliedern aufgeteilt wird und dass es wohl selbstverständlich ist, dass jeder den Tisch deckt oder abräumt und mal die Spülmaschine ausräumt oder Wäsche aufhängt wenn es notwendig ist- Bonuspunkte gibts dann nur für wirkliche Arbeiten die hier dank Sanierung die nächsten Jahre anfallen werden, nicht zu den alltäglichen Dingen gehören und deren Übernahme eben wirklich für nen Pimpf oder auch Jugendlichen eine kleine Herausforderung ist. Hatte da an so Sachen gedacht wie z.B. Tür mit abschleifen, Fundament mit frei buddeln, Garten anlegen, Bäume aussägen, Terrassenboden ölen, Dielenboden wachsen, … da gibts dann ja auch altersgerechte Abstufungen der Arbeiten bzw. Teamwork - alleine hat da keiner Lust drauf - noch nicht mal wir Erwachsenen. ;o)

Hallo Alexandra,

Bonuspunkte gibts dann
nur für wirkliche Arbeiten die hier dank Sanierung die
nächsten Jahre anfallen werden,

das haben meine Jungs mit Feuereifer völlig für lau gemacht :wink:
Fällt das jetzt unter Sklavenarbeit?!

Gandalf

Hast Du schlecht verhandelt??? Payback gibts auch bei uns in der Beziehung - Es gibt Dinge die sind selbstverständlich, dass man diese macht, bei anderen Sachen finde ich ist die Schmerzgrenze stark überschritten, wie z.B. die Steuererklärung meines Partners zu machen, weil er keine Lust hat zum Steuerberater zu gehen - habe nur eine komplette Woche mit kleineren Unterbrechungen gebraucht bis ich alles durchgerechnet hatt, dann noch mal 3 Stunden Termin beim Finanzamt, Hausbesuch des FA bei uns, diverse Schriftwechsel - würde sagen in Summe vieeeeeeeeeeeeeeeel Stress und Ärger und zusammen gerechnet bestimmt 80 Stunden und das wegen seinem Arbeitszimmer. Da muss er sich schon mal was als Ausgleich einfallen lassen - meistens wird bei so was dann im Vorfeld ausgehandelt was der „Ausgleich“ ist.

Fällt das jetzt unter Sklavenarbeit?!

Kommt drauf an wie Dein nachbarschaftliches Umfeld gestrickt ist - für manche Eltern scheint es ja schon undenkbar, dass ihre kleinen süßen Engelchen mal ihre schmutzigen Socken in die Wäschetonne werfen ;o)
Ich hab so Arbieten zum Teil auch freiwillig erledigt - mein Papa hats aber dennoch gewürdigt und dafür mal ein tolles WE oder so spendiert.

Manche Kinder scheinen aber so ein System zu brauchen. Ein Freund von uns hats für seine Kinder eingeführt - mit dem Ergebnis die halbe Nachbarschaft hat bei ihm Bonuspunkte gesammelt ;o)

Hallo Sine

irgendwo in eurem Umkreis, also Kindergarten oder/und
Nachbarschaft ausgebracht wurde.

Ich hab nachher noch mal überlegt, das einzige was mir einfällt, ist ihre neunjährige Cousine…

Die in Frage kommende TG-Höhe lässt ohnehin kaum mehr als den
Kauf von Süßkram zu.

Nun ja, meine Tochter würde davon Barbies kaufen, das muss ich nicht wirklich unterstützen. Sie hat schon genug :smile: Und Süßkram isst sie nicht.
Aber wie soll ich es ihr ausreden? Momentan kann ich einfach nur verbieten, weil diskutieren reichlich sinnlos ist. Keine ihrer Freundinnen bekommt TG, und ich hab noch nie darüber nachgedacht, bevor sie danach fragte. Aber ich erinnere mich, dass ich im Kiga auch schon welches bekam, aber erst im letzten Jahr, glaube ich.

Gruß, Miriam

Hallo,

Ich habe nie was von TG erzählt, aber
Hanna kommt jetzt von selbst und will welches und ich versuche
es ihr auszureden. Das ist sowohl für mich als auch für sie
sehr nervig auf Dauer.

… und warum will sie welches - und warum willst Du es ihr „ausreden“ ?

Unsere Kinder haben mit 4 oder 5 „Taschengeld“ bekommen - das war dann das Süßigkeitenbudget, als Reaktion auf eine (geplante) Konfrontation. Dazu bekamen sie dann ihre eigene, kleine Geldbörse.

Gruß,
speedofthoughts

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Hi

Ich habe mit 4 erstes Taschengeld bekommen, das waren 50 Pfennig, dann 1 Mark, dann zwei Mark (pro Woche).
Ab 10 habe ich 5 Mark pro Woche bekommen und ab 14 5 Euro pro Woche bzw. 20€ pro Monat, das schwankte.
Ab 16 gab es 40€ im Monat, manchmal auch verteilt, ab 18 habe ich gar kein Taschengeld mehr bekommen, weil ich mit meinen Eltern verhandele was gekauft wird, ich gehe auch meistens mit meinem Vater einkaufen. Je nach lage gibt es nur das Nötige oder auch mal was dazu.

Meine Mutter steckte mir immer zwischendurch Sachen zu, wenn ich für sie einkaufen ging, durfte ich das Wechselgeld oder einen Anteil davon behalten. Das läuft heute noch genauso, nur dass ich online bestelle :wink:

lg
Kate

Hallo,
wann habt ihr angefangen, euren Kindern Taschengeld zu geben?
Und wieviel habt ihr gegeben?

Auch Hallo!
Bei uns gab es das ab der ersten Klasse, 1€ pro Woche, weil da kamen die Kinder auf dem Heimweg am „Lädchen“ vorbei und haben sich dann gerne mal was gekauft.

Meine Große wird bald fünf und redet schon seit vor
Weihnachten davon, dass sie gerne Taschengeld hätte. Wie sie
darauf kommt, weiß ich auch nicht so genau, aber es ist
mindestens einmal die Woche Thema bei uns.

Mein Großer ist jetzt 14 und wollte seine 5€ pro Woche neu verhandeln.
Er muss sich davon aber keine Schulsachen kaufen, und ich red ihm auch nicht rein, was er sich davon kauft. Sein Geld, seine Entscheidung, und wenns alle ist, hat er gelitten.
Aber für schwere oder zeitaufwändige Arbeiten (neben der täglichen Hausarbeit) wie Bäume schneiden, Äpfel auflesen oder Rasen mähen gibts dann einen Zuschlag. Ich find das ne gute Lösung, meine Kinder auch.
LG! Allu