Tee und Wasserhärte

Hallo,

ich lebe in einer Gegend mit einer Wasserhärte von ca. 12-14 °dH. Ich weiß, dass es in D. viele Bereiche gibt, die noch über härteres Wasser klagen.
Ich trinke gerne Tee. Ich bin da aufgewachsen, wo das Wasser weich war und der Tee dementsprechend trinkenswert. Mein Tee heute: zeigt bläuliche Schlieren und Absetzungen am Rand. Kurz mir vergeht der „Appetit“.

Frage: Destilliertes Wasser = 0°dH + mein Wasser = weicheres Wasser ca. 5 °dH würde reichen. Habe Versuche gefahren und war zufrieden (jedenfalls das Auge!)

Nur steht auf den Flaschen des Dest.H2O : ist nicht zur Ernährung geeignet.

Darf ich meinen 50/50 Tee trinken oder nicht?

Gruß
Hans

Servus,

destilliertes Wasser zieht, so man es trinkt, im Verdauungstrakt alle möglichen Nettigkeiten ab, die man eigentlich zum Leben braucht.

Die von Dir beschriebene 50:50-Mischung ist eine Möglichkeit. Die haushaltsübliche ist der Einsatz von Ionentauschern wie z.B. Brita: Na tut dem Thee im Gegensatz zu Ca überhaupt nicht wehe.

Schöne Grüße

Dä Blumepeder

Moin,

destilliertes Wasser zieht, so man es trinkt, im
Verdauungstrakt alle möglichen Nettigkeiten ab, die man
eigentlich zum Leben braucht.

was eine nicht ausrottbare Legende ist!
Blödsinn, man kann destilliertes Wasser trinken. Mineraline etc. werden über die Nahrung aufgenommen und spätestens im Mund ist dest. Wasser keiner mehr.

Die haushaltsübliche ist der Einsatz von Ionentauschern wie
z.B. Brita: Na tut dem Thee im Gegensatz zu Ca überhaupt nicht
wehe.

Dumm nur, das viele dieser Ionenaustauscher, wegen langer Standzeit und fehlender Wartung Keimschleudern sondergleichen sind.
Das ist wiederum (leider) keine Legende.

Gandalf

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Moin,

Nur steht auf den Flaschen des Dest.H2O : ist nicht zur
Ernährung geeignet.

das schreibt der Abfüller drauf, damit er das Wasser nicht als Lebensmittel zu verkaufen muss, denn das hätte für ihn diverse Vorschriften zur Folge, die ihn einiges an Aufwand und somit Kosten bedeuten würde.

Darf ich meinen 50/50 Tee trinken oder nicht?

Du kannst, wenn Du magst und es schmeckt, auch mit reinem dest. Wasser Deinen Tee bereiten.

Das dest. Wasser schädlich sei, ist eine unausrottbare urbane Legende.

Gandalf

etwas oT
hallo Zwerg Gandalf

Daß dest. Wasser schädlich sei, ist eine unausrottbare urbane Legende.

Hast Du dafür eine Quelle?
Weil: mein Chemie-Prof hat nämlich (es war Mitte der 80er) auch über die Lebensgefährlichkeit von destilliertem Wasser schwadroniert.

Würdest Du - im Großen und Ganzen - folgendem Satz zustimmen: Ein nierengesunder Mensch könnte also theoretisch insgesamt 17 Liter Wasser ohne Zufuhr von Elektrolyten trinken.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aqua_destillata

Gruß
Herb

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Daß dest. Wasser schädlich sei, ist eine unausrottbare urbane Legende.

Hast Du dafür eine Quelle?

Selbstverständlich nicht, Quellwasser ist immer mit Mineralien verunreinigt.

Die Gabe von destilliertem Wasser ist dann schädlich, wenn der Elektrolythaushalt bereits erheblich gestört ist. Dem Verdurstenden in der Wüste oder dem stachanow’schen Bergmann destilliertes Wasser anzubieten, käme demnach nicht nur unterlassener Hilfeleistung gleich.

Dies ist eine lange bekannte Tatsache, aus der die urbane Legende der Schädlichkeit destillierten Wassers entstanden ist. Dass der Mangel an Elektrolyten in Wasser aber nicht grundsätzlich gefährlich sei, davon kann man sich leicht in vielen Gegenden am Mittelmeer und auch sonst in der Welt überzeugen. Nämlich überall dort, wo die Menschen ihr Trinkwasser wesentlich aus Zisternen erhalten. Zwar ist das dort gesammelte Wasser nicht so sauber, dass es mit destilliertem Wasser identisch sei. Die biologisch wichtigen Elektrolyte wie Kalium, Magnesium, Phosphat etc. gehören aber nicht zu den klassischen Umweltverschmutzern und sind in Zisternenwasser allenfalls in vernachlässigbarer Menge zu finden.

Dennoch kratzen die Mittelmeeranreiner nicht seit tausenden von Jahren ab wie die Fliegen, und dass die derzeitige griechische Wirtschaftskrise auf den Genuß elektrolytfreien Wassers zurückzuführen sei, halte ich für ein unbewiesenes Gerücht.

Gruß

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Mahlzeit,

Hast Du dafür eine Quelle?

es gibt Gegenden in Deutschland und anderen Stellen der Welt, wo das Trinkwasser so weich ist, daß es sich nur marginal von dest. Wasser unterscheidet. http://www.bmc-hydropath.de/media/WasserhaerteKarteD…
Trotzdem erfreuen sich die Menschen dort einer guten Gesundheit, auch Besucher dieser Gegenden sterben nicht urplötzlich wenn sie dort verweilen.
Das zum einen.
Zudem ist dest. Wasser, sobald es im Mund ist und allerspätestens im Magen, kein dest. Wasser mehr.
Wenn man Tee damit gekocht hat auch nicht.

Weil: mein Chemie-Prof hat nämlich (es war Mitte der 80er)
auch über die Lebensgefährlichkeit von destilliertem Wasser
schwadroniert.

Einer meiner Chemieprofs war davon überzeugt, daß Kinder, die viel im Dreck spielen, speziell in fäkalverunreinigtem solchen, gesünder seien als andere Kinder, weil in Fäkalien viel Vitamin B12 enthalten sei, was diese Kinder stärke.
Merke: nicht alles, was aus dem Mund eines dieser Herren stammt, ist auch richtig.

Würdest Du - im Großen und Ganzen - folgendem Satz zustimmen:
Ein nierengesunder Mensch könnte also theoretisch insgesamt 17
Liter Wasser ohne Zufuhr von Elektrolyten trinken.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Aqua_destillata

Diese Aussage stammt ursprünglich von hier http://www.charite.de/klinphysio/lehre/ask_y_prof/as…
und die Charité würde ich als seriöse Quelle durchgehen lassen.

Nebenbei bemerkt ist es auch (theoretisch) möglich mit Trinwasser, ja selbst Mineralwasser eine Wasservergiftung zu erzeugen.
Dann müssen eben keine 17, sondern 19 oder 20 Liter getrunken werden.
Wers kann.

Gandalf

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Hallo!
Also so einfach abtun kann man das nicht mit dem dest. Wasser.
Den osmotischen Druck sollte man nicht ganz vergessen. Der macht die Gefährlichkeit von dest. Wasser aus.
Gruß

Moin,

Den osmotischen Druck sollte man nicht ganz vergessen. Der
macht die Gefährlichkeit von dest. Wasser aus.

nun, dann rechnen wir mal:
Eine isotonische Kochsalzlösung ist etwa 0,15 molar an NaCl, das entspricht mithin einem osmotischen Druck von etwa 6,7 bar
(0,15 * 2 * 22,4)
0,15 ist die Konzentration in mol
der Faktor 2 kommt daher, daß NaCl in Na+ und Cl- dissoziiert
und die 22,4 entspricht dem osmotischen Druck einer ein molaren Lösung in bar/mol

Jetzt nehmen wir ein Trinkwasser mit einer Härte von 10 ° Deutscher Härte, was einem mittelweichen Wasser entspricht.
Hier erhalten wir einen osmotischen Druck von 0,08 bar

Weiches Wasser mit 2 ° Deutscher Härte ergibt 0,016 bar

Destilliertes Wasser (0° Deutscher Härte) hat theoretisch 0 bar.

Daraus ergeben sich die folgenden Differenzdrucke

10° zu physiologischer Lösung - 6,62 bar
 2° zu physiologischer Lösung - 6,68 bar
 0° zu physiologischer Lösung - 6,7 Bar

Zwischen einem Wasser von 10 ° Härte und dest. Wasser besteht als ein Unterschied von etwa 1,2 %

Wenn man noch berücksichtigt, das dest. Wasser schnell CO2 aus der Luft aufnimmt, wird diese Differenz noch kleiner.

Nicht so dramatisch - oder?!

Gandalf

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Hallo,
es gibt einen Buchteil, wo ein Hr. Fry (amerikaner) schreibt, warum er nur noch (dampf-)destilliertes Wasser trinkt. Es muss dazugesagt werden, er trinkt wenig, lieber isst er mal eine Melone als Getraenk.

Auf Militaerschiffen soll Trinkwasser mit Umkehrosmose hergestellt werden, auch quasi destilliert.

Ein mittleres Mineralwasser hat 700 oder 1200 milligramm Mineralien im Liter, Lauretana hat 17 mg/l. Es steht kein Verbot auf der Flasche. Bei 2000 und 2500 mg/l steht aber drauf, nicht fuer dauernden Verzehr geeignet. So gesund ist die hohe Mineralisierung dann wohl auch nicht.

Der Teefreund sollte sich nach Wasser mit wenig Mineralien umschauen, Gebirgsquellwasser steht manchmal drauf, gibt es ab 13 Cent pro Liter in Plastikflaschen beim Discounter. Sowas wie Valon, doch in 1,5 Liter Flaschen.

Gruss Helmut

Moin!
Ok, berechnen kann man viel.
Es ist in der Natur so, dass immer ein Ausgleich zwischen Mangel und Überschuss stattfindet.
Im dest. Wasser herrscht ein Mangel an allen möglichen Inhaltsstoffen. Trinken wir dieses Wasser wird unserem Körper zum Ausgleich etwas entzogen. Unsere Nerven brauchen bestimmte Mineralien um Signale leiten zu können. Dest. Wasser kann keine elekt. Impusle weiterleiten. daraus folgt, dass eine Einschräkung beim Genuss von dest. Wasser erfolgen muss.
Gruß

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Hallo,

es gibt zwar Lebewesen die sehr empfindlich auf unpassende Wasserwerte reagieren, aber der Mensch gehört nicht dazu.

Siehe dazu:
[FAQ:1661]

Das was Du da siehst sind gelöste Salze…einige Kräuter beinhalten Stoffe (Gerbstoffe) die diese aus dem Wasser lösen können.

Was Du vorhast ist an sich unbedenklich aber die Herkunft und Herstellungsmethode (Hygiene) würde ich mir genauer anschauen, wenn da steht, dass sie nicht als Lebensmittel zugelassen sind, dann gelten auch andere (hygienische) Bestimmungen.

Ggfs würde Dir ja auch schon ein Brita Filter (Ionentauscher) genügen? Oder Du machst Dir Dein Wasser gleich richtig selbst, die Aquaristik hat da tolle Sächelchen zu bieten ;0)

Gruß
M.

Dest. Wasser kann
keine elekt. Impusle weiterleiten. daraus folgt, dass eine
Einschräkung beim Genuss von dest. Wasser erfolgen muss.

Nein, daraus folgt lediglich, dass dest. Wasser die mittlere Mineralienkonzentration im Körper mindert. Zu einer Einschränkung oder gar zu einem Schaden führt das aber nur, wenn die Konzentration vor Aufnahme des Wassers bereits am unteren Limit lag. Das aber ist nur dann zu erwarten, wenn der Körper durch andere, weit massivere Einwirkungen bereits vorgeschädigt ist.

Wenn deine verquere Logik zulässig wäre, wäre die Schlußßfolgerung, dass dest. Wasser besonders gesundheitsfördernd sei, genauso korrekt. Denn es verdünnt natürlich auch evtl. überhöhte und damit potentiell tödliche Mineralienkonzentrationen.

Gruß

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Danke, Versuchsverlauf und Ergebnis ‚etwas lang‘
Hallo Antwortler,

heute habe ich es gemacht!

Destilliertes Wasser im Baumarkt eingekauft. Skrupel wegen des Warnhinweises? Nein. Das führe ich jetzt durch. 1 Mann - 1 Wort!

Gab leider nur 5l Behälter - aber i.O. Schlepp ich mir halt einen Hüftbruch - was solls?

Der Seitenblick auf den Warnhinweis des Kannisters bringt mich fast dazu, eine Ampelphase grün zu verpassen. Ich bring den zurück, sage ich mir. Nee!

Zu Hause: Waage ist wichtig. 200g Wasser + 200g DestWass! Leichte Feuchtigkeiten nehme ich in der Küche wahr, weil der Sicherheitsverschluss (!!) mir Schwierigkeiten bereitet. Nach 10 Minuten Trocknung - 200g DestWass. - Klappt!

Alles in den Wasserkocher - langes Warten ca. 45 s! Extra lang kochen lassen, sage ich mir. Tee geschnappt, Becher und dann ab !!

Ich schaue kritisch in die Lösung. Sieht nach Tee aus. 6 min später immer noch Tee - keine Schlieren, keine Verfärbungen. Gut und jetzt trinken. Hab mir morgen extra frei genommen - vielleicht …, man weiß ja nicht…, hab gar kein Durst…, kalten Tee mag ich sowieso nicht.

Ich trinke Mineralwasser, checke Mails und lese euren Antwortstrang. Jawoll Gandalf, jetzt passiert es. Auf Ex? Nee, lieber nicht.

Der erste Schluck gegen 20.15 Uhr. Ich hoffe, ich kann das Bayern Spiel noch zu Ende sehen. Hab gerade mal Mutter angerufen, die sehr überrascht war - Warum nur?

20.25 Uhr 2. Schluck - fühle mich irgendwie schlapp. Sollte ich nicht Mineralien einnehmen. Bad Reichenhaller Jodsalz - her damit.

Gegen 22.45 Uhr 2. Teeversuch 1l „Beruhigungs -und Schlaftee“ - noch lebe ich!!

Habe tierischen Durst! Bin sehr müde!!

Versuch durchgeführt, Tee hat geschmeckt und ich werde wohl überleben.

Warum bin ich nur so müde?

Danke für eure Antworten.

Gruß von
Hans, der ab jetzt gerne Tee trinkt um 23.49 Uhr. Gute Nacht!

Moin!

Nein, daraus folgt lediglich, dass dest. Wasser die mittlere
Mineralienkonzentration im Körper mindert. Zu einer
Einschränkung oder gar zu einem Schaden führt das aber nur,
wenn die Konzentration vor Aufnahme des Wassers bereits am
unteren Limit lag. Das aber ist nur dann zu erwarten, wenn der
Körper durch andere, weit massivere Einwirkungen bereits
vorgeschädigt ist.

Wenn deine verquere Logik zulässig wäre, wäre die
Schlußßfolgerung, dass dest. Wasser besonders
gesundheitsfördernd sei, genauso korrekt. Denn es verdünnt
natürlich auch evtl. überhöhte und damit potentiell tödliche
Mineralienkonzentrationen.

Gruß

Verquere Logik??? Natülich wird bei einer Vergiftung versucht, durch vermehrte Zugabe von Flüssigkeit (kein dest. Wasser) überschüssige Stoffe auszuschwemmen.
Haste noch nicht mitbekommen oder?
Dann erkläre mir doch bitte, dass ein gesunder Säugling tatsächlich bei zuviel Aufnahme von normalem Wasser sterben kann.
Versuch es bitte mit Logik!!!
Gruß

Vielen Dank für den Bericht. Sehr unterhaltsam. :smile:

Weiterhin viel Spaß beim Teetrinken!

niere

(…übrigens das Organ, dass auch für konstante Elektrolytverhältnisse sorgt… :wink: )

Moin,

Ok, berechnen kann man viel.

behaupten auch.
Nur kann man meine Berechnung prüfen.

Trinken wir dieses Wasser wird unserem Körper
zum Ausgleich etwas entzogen.

Was wird, zum Unterschied zu weichem Trinkwasser dem Körper anderes entzogen?

Unsere Nerven brauchen bestimmte
Mineralien um Signale leiten zu können. Dest. Wasser kann
keine elekt. Impusle weiterleiten. daraus folgt, dass eine
Einschräkung beim Genuss von dest. Wasser erfolgen muss.

Wenn Du mir nun erklären würdest, wie Du durch Trinken von dest. Wasser dieses zu den Nerven bringen willst, wäre ich Dir dankbar.
Sobald es im Mund, oder allerspätestens im Magen ist, ist es nämlich mit den Stoffen, denen es angeblich ermangelt versehen.
Das passiert mit Trinwasser wie mit allen anderen Flüssigkeiten.
Mein Tip: Trin mal 100 ml, ach was 20 ml reichen, physiologische Kochsalzlösung. Die müsste ja nach Deiner Theorie das optimale Getränk sein. Nur schmecken tut die nicht und in großen Mengen gesund ist die auch nicht.

Gandalf

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Hi,

Dann erkläre mir doch bitte, dass ein gesunder Säugling
tatsächlich bei zuviel Aufnahme von normalem Wasser sterben
kann.

Mal ganz abgesehen davon, dass gesunde Säuglinge freiwillig mit Sicherheit gar nicht so viel Wasser aufnehmen, dass es ungesund werden kann: Ich glaube, das funktioniert auch bei Erwachsenen ganz prima. Zu viel Wasser „normales“ (gibt es auch unnormales???) Wasser ist auch für an sich gesunde adulte Menschen in ausreichenden Mengen innerhalb kürzester Zeit eingenommen gefährlich. Je nach Quelle schwanken die Zahlen zwischen 10 - 20 Litern an einem Tag für einen Erwachsenen.

Barbara

Hallo!

Wir haben über dest. Wasser gesprochen!!!

Ne, in dem Post, auf den ich geantwortet habe, hast du von „normalem“ Wasser geschrieben!