Telepathie

Gutentag,

kann mir jemand erklaeren was Telepathie ist? Wie sie funktioniert? Wie sie „entsteht“? Und ob man sie messen oder beweisen kann?

Gruss: Ge-es

Hallo, unter Telepathie wird allgemein Gedankenübertragung ohne Verwendung der Sinnesorgane verstanden.
Das Phänomen gehört zur Parapsychologie und kann wie bei allen parawissenschaftlichen Phänomenen allgemein nicht gemessen oder bewiesen werden.
Insofern fehlt auch das Wissen, wie sie entsteht. Es kann halt, wenn es funktioniert, immer auch als Zufall erklärt werden.
Es ist nicht wiederholbar und damit wissenschaftlich nicht erforschbar, auch wenn inzwischen schon Preisgelder für den wissenschaftlichen Nachweis ausgeschrieben wurden.
Suche mal bei Wikipedia unter „Telepathie“. Ein interessanter Beitrag.

Hallo, Manu70

… unter Telepathie wird allgemein Gedankenübertragung
ohne Verwendung der Sinnesorgane verstanden.

diese Erklärung greift etwas zu kurz, insofern Gedankenübertragung zwar die gängige Übersetzung von Telepathie ist, es sich aber nicht nur um die Übermittlung von Gedanken handelt, sondern um das Erfahren von fremdseelischen psychischen Inhalten aller Art, also auch von Gefühlen, Antrieben, Träumen usw.

Montanus

Hi,

… nicht gemessen oder bewiesen werden.

Das würde ich so nicht sagen.
Gedankenübertragung würde auch implizieren, dass einer intensiv einen satz denkt und der andere kann ihn wiederholen. Je länger und unlogischer der satz vorgegebenen wird, kann man hier zufälle - vor allem unter Zuhilfenahme von räumlicher Trennung - sehr stark begrenzen.

Es ist nicht wiederholbar …

Würde ich auch anders sehen. Eine Fähigkeit ist natürlich mal besser und mal schlechter „anwendbar“, aber im Grunde wiederholbar.
Jeder Olympiasiger im 100m Sprint kann mal einen schelchten Tag haben und nicht gewinnen, dennoch läuft er immer noch deutliche schneller als der gemeine Bürger von der Strasse.

Viele Grüße,
JPL

Liebe® Ge-es

kann mir jemand erklaeren was Telepathie ist? Wie sie
funktioniert? Wie sie „entsteht“? Und ob man sie messen oder
beweisen kann?

Alle Antworten dazu, scheinen mir miteinander zusammenzuhängen. Aber gehen wir‘s der Reihenfolge nach an:
Was ist Telepathie?
Meine Antwort: Übertragung von Bewusstseinsinhalten ohne Zuhilfenahme der 5 bekannten menschlichen Sinne.
Wie sie funktioniert (wenn es sie denn gibt), lässt sich zur Zeit nicht ermitteln; denn: Wenn die o. a. 5 Sinne als Rezeptoren solcher Botschaften ausscheiden, dann existiert ja mindestens noch ein weiterer (unbekannter) Sinn, der als Empfänger solche Botschaften herhalten muss. Wie der denn beschaffen sein soll, darüber ließe sich trefflich spekulieren. Einen Nachweis der Existenz von Telepathie kann ich nirgendwo erkennen (ich bin allerdings auch kein Wissenschaftler). Sollte dieses Phänomen auftauchen (also das Vorhandensein eines wie auch immer gearteten Übertragungswegs) und ließe sich zweifelsfrei und wiederholbar aus zahllosen Versuchen ableiten, die immer und immer wieder gleiche oder ähnliche Ergebnisse erzeugen, dann würde sich eine Welt für uns öffnen, wie wir sie uns in den kühnsten Vorstellungen nicht ausmalen können.
Telepathie würde ein Zweig der Wissenschaft werden.
Auf diesen Tag müssen wir allerdings noch warten. Lange.
Viele Grüße
Voltaire

Gutenabend Voltaire,

danke fuer die sehr, sehr interessante Antwort. Sternchen von mir.

Gruss: Ge-es

Gutenabend Manu70,

danke fuer deine hilfreiche Antwort.

Gruss: Ge-es

Hallo, unter Telepathie wird allgemein Gedankenübertragung
ohne Verwendung der Sinnesorgane verstanden.

Gehört zum Parapsychologischen Schwerpunkt ASW (aussersinnliche Wahrnehmung, engl ESP)

Das Phänomen gehört zur Parapsychologie und kann wie bei allen
parawissenschaftlichen Phänomenen allgemein nicht gemessen
oder bewiesen werden.

DAs ist falsch, das übliche Messmittel sind ASW-Karten bzw. Zener-Karten mit 5 standardisierten Symbolen (Wellen, Stern, Kreis, Quadrat, Kreuz). Durch diese Reduzierung der Gedankenfülle auf wenige Symbole kann man eine Standardisierung der TEstsituation erreichen.
Man kann die Symbole unterchiedlich verwenden, entweder Auge in Auge den Satz durchblättern und die Anzahl richtiger treffer hintereinander erfassen, oder die Symbole werden für GAnzfeldversuche verwendet, bei denen die Probanden räumlich getrennt sind und der Sender eines der Symbole schickt und der Empfänger berichtet oder zweichnet was er wahrnimmt. DAbei kann es schon mal passieren, dass der Empfänger an eine Kirche denkt bzw. ein entsprechendes Bild zeichnet (mit Kreuz auf dem Turm und vielen Kreuzen im Friedhof), wenn das eigentlich gleichschenklige Kreuz gesendet wurde. in manchen Test wird dies dann aber dennoch als positiver befund gewertet, ebenso wenn aus Kreisen Bälle oder ander keisrunde Gegenstände in Vielzahl kommen oder Strand/Segelboot im Wasser aus Wellen etc.

Es gibt daher durchaus schon Hinweise, dass einzelne Leute mehr als nur zufällige Treffer erreichten, nur leider bisher noch nicht im ausreichend signifikanten Bereich.
Ausserdem kommt es offenbar oft auch auf den Sender an, ob der telepathische etwas absondert. (Beim Radio muss ja auch der Sender überhaupt was senden, bevor denn ein Empfänger etwas empfangen kann)
Das ist dann natürlich ein gefndenes Fressen für die Skeptiker, die Betrug durch den Experimentator wittern.

Gruß burli

Hallo,

Es gibt daher durchaus schon Hinweise, dass einzelne Leute
mehr als nur zufällige Treffer erreichten, nur leider bisher
noch nicht im ausreichend signifikanten Bereich.

Das ist ein Widerspruch.

Das ist dann natürlich ein gefndenes Fressen für die
Skeptiker, die Betrug durch den Experimentator wittern.

‚Project Alpha‘ (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25355/1.html) ist Dir ein Begriff?
Gruß
loderunner

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Ich bin davon ausgegangen, daß Parawissenschaft allgemein in dem Moment, wo sie beweisbar und meßbar wird, zur Wissenschaft wird.
Insofern ist das hier die Frage nach der Definition von Parawissenschaft.

Hi,

DAs ist falsch, das übliche Messmittel sind ASW-Karten bzw.
Zener-Karten mit 5 standardisierten Symbolen (Wellen, Stern,
Kreis, Quadrat, Kreuz). Durch diese Reduzierung der
Gedankenfülle auf wenige Symbole kann man eine
Standardisierung der TEstsituation erreichen.

Hm, nun ja.
eine standardisierung des Testsituation wäre derselbe Raum für alle Sender, derselbe Raum für alle Empfänger, gleiche Entfernung/Ausrichtung und so weiter.
Das dieser ganze Test erheblich anfällig gegen zufällig richtiges Raten ist, ist die Reduzierung auf 5 Symbole (die noch dazu anscheinend sehr bekannt sind) nicht dazu geeignet, eben diese Fehlerquelle auszuschalten.
Besser wäre es, z.B. 30 standardisierte Symbole zu entwickeln, von denen bei jedem Paar 5 randomisiert gewählte gesendet/empfangen werden sollen.

Man kann die Symbole unterchiedlich verwenden, entweder Auge
in Auge den Satz durchblättern und die Anzahl richtiger
treffer hintereinander erfassen, oder die Symbole werden für
GAnzfeldversuche verwendet, bei denen die Probanden räumlich
getrennt sind und der Sender eines der Symbole schickt und der
Empfänger berichtet oder zweichnet was er wahrnimmt.

Aich hier ist eine standaisierung im Sinne von entweder alle machen den ersten oder den zweiten ansatz sinnvoller.

DAbei
kann es schon mal passieren, dass der Empfänger an eine Kirche
denkt bzw. ein entsprechendes Bild zeichnet (mit Kreuz auf dem
Turm und vielen Kreuzen im Friedhof), wenn das eigentlich
gleichschenklige Kreuz gesendet wurde. in manchen Test wird
dies dann aber dennoch als positiver befund gewertet, ebenso
wenn aus Kreisen Bälle oder ander keisrunde Gegenstände in
Vielzahl kommen oder Strand/Segelboot im Wasser aus Wellen
etc.

Auch hier gibt es noch room for improvement. Durch den beschriebenen Ansatz muss ein Bewerter hinzugezogen werden, der seinerseits wieder eine Fehlerquelle darstellt. Je nachdem, wie verblindet der ist und wie gut das Klassifikationsschema ist, nach dem er arbeiten soll (und ob das überhaupt validiert ist), kann das zu erheblichen Verzerrungen führen.

Es gibt daher durchaus schon Hinweise, dass einzelne Leute
mehr als nur zufällige Treffer erreichten, nur leider bisher
noch nicht im ausreichend signifikanten Bereich.

Nur ein signifikanter Beleg reiht auch hier nicht aus.
Man sollte sich schon noch einen relevante Grenze überlegen. Klarer Fall wäre z.B. bei >90% Treffsicherheit gegeben.

Ausserdem kommt es offenbar oft auch auf den Sender an, ob der
telepathische etwas absondert. (Beim Radio muss ja auch der
Sender überhaupt was senden, bevor denn ein Empfänger etwas
empfangen kann)
Das ist dann natürlich ein gefndenes Fressen für die
Skeptiker, die Betrug durch den Experimentator wittern.

Nichts für ungut, aber nach dem setting das du bschreibst, gibts da auch viel zu verbessern. An den resultaten einer solchen Studie würde ich auch zweifeln.

Grüße,
JPL

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Hallo,

Was ist Telepathie?
Meine Antwort: Übertragung von Bewusstseinsinhalten ohne
Zuhilfenahme der 5 bekannten menschlichen Sinne.
Wie sie funktioniert (wenn es sie denn gibt), lässt sich zur
Zeit nicht ermitteln; denn: Wenn die o. a. 5 Sinne als
Rezeptoren solcher Botschaften ausscheiden, dann existiert ja
mindestens noch ein weiterer (unbekannter) Sinn, der als
Empfänger solche Botschaften herhalten muss.

nicht unbedingt.
wenn Sinneseindrücke durch neuronale Verknüpfungen im Gehirn fixiert
werden, dann bestehen ja solche Strukturen, welche solche
Informationen lesen und auch wieder ausgeben können.
Denkbar ist, daß Abbilder solcher Verknüpfungen elektromagnetisch übertragen und empfangen werden.
Ob der zukünftige Mensch sich dahin entwickelt, solche „Schwingungen“
zu verarbeiten oder sich von einer solchen Fähigkeit „weg entwickelt“,
mangels Bedarf, wissen wir nicht.
Gruß VIKTOR

Ob der zukünftige Mensch sich dahin entwickelt, solche
„Schwingungen“ zu verarbeiten oder sich von einer solchen Fähigkeit :„weg entwickelt“, mangels Bedarf, wissen wir nicht.
Gruß VIKTOR

Eine solche Entwicklung ist allerdings höchstgradig unwahrscheinlich. Sie würde nämlich erfordern, dass sich durch zufällige Mutation ein Organ entwickelt, dass solche Schwingungen wahrnehmen kann (Es gibt Tierarten die haben etwas vergleichbares, aber sowas dauert verflucht lang). Das größte Problem dürfte allerdings sein, dass dieses Organ auch noch um etliche Potenzen empfindlicher sein müsste, als alles was wir Menschen bisher an Technik herstellen können - und bisher gibt es nichts, was in unserer Biosphäre kreucht oder fleucht, dass irgendwas emfpfindlicher wahrnehmen könnte als unsere Technik.

Hallo,

Es gibt daher durchaus schon Hinweise, dass einzelne Leute
mehr als nur zufällige Treffer erreichten, nur leider bisher
noch nicht im ausreichend signifikanten Bereich.

Das ist ein Widerspruch.

Nein, der BEgriff „Signifikanzniveau“ oder (weils grad so schön passt) Alpha-Fehler ist dir bekannt? Da man die nach belieben festlegen kann, kann man hier natürlich schon schön Einfluß nehmen, auf die Zufallshypothese. Nur weil 5% Irrtumswahrscheinlichkeit üblich sind, heißt es noch nicht dass man den Wert nehmen muss. Und gerade wenn das Untersuchungsergebnis die 5% Hürde ankratzt ist man sich nicht sicher, ob man nun wirklich signifikant in die eine oder andere Richtung argumentieren sollte.
Ausser natürlich man ist von vornherein dagegen dass es etwas anderes als Zufall sein kann, dann kann man aber auch am Signifikanzniveau schrauben um seine Argumente zu untermauern.

Das ist dann natürlich ein gefndenes Fressen für die
Skeptiker, die Betrug durch den Experimentator wittern.

‚Project Alpha‘
(http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25355/1.html) ist Dir
ein Begriff?

Nö, ich meinte es auf den Versuchsleitereffekt bezogen bzw. einfach dass so keine Verblindung möglich ist, wenn nur „geeignete“ Sender direkt auf „Geeignete“ Empfänger angesetzt werden…

Aber nett was euer Liebling Herr RAndi so teibt, hilft damit natürlich ungemein der neutralen Wissenschaft… (Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten).

Ich renn auch mal über die Krebsstation und schrei „ich bin geheilt“, und siehe da vermutlich (hoffentlich) findet man auch keinen bei mir. Das wird die gesamte Wissenschaft vor ein Rätsel stellen. Suuupi.
Sinnvolle Energie wird dann verpufft, um herauszufinden wieso ich nun gesund bin, dabei sterben nebenan Leute, weil ich spannender bin.
Sieht so seine Auffassung von Wissenschaftlichkeit aus? Anderen in die Tests hineinzupfuschen.

Kein Wunder dass sich niemand ernsthaft bei ihm zum Test begiebt. Er macht sich damit selbst zum Scharlatan, damit ist er nicht besser als die die er enttarnen möchte.

Gruß Burli
„TRau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“
http://www.amazon.de/So-l%C3%BCgt-man-mit-Statistik/…

HAllo also ich halte ein Greifvogelauge für durchaus wesentlich präziser als jeden bisher entwickelten optischen Sensor.
Auch das Menschliche Gehirn mit seinen Verschaltungen lässt sich bisher nur unzureichend durch Technik nachbilden (darfst du gern einen Neurowissenschaftler zu befragen).
Die Technik macht vieles einfacher und in manchen BEreichen ermöglicht sie es auch unsere unzureichenden Menschlichen Sinne (die im Vergleich zu manchen Tieren extrem unterentwickelt oder retardiert sind) zu unterstützen (als Geologe denkst du da wahrscheinlich an diese feinsten Erdbebigen Erschütterungen die MEssgeräte aufzeichnen können und der Mensch nicht erkennt oder ähnliches, doch Tastsinn ist nicht alles, und manch einer kann vielleicht auch soetwas erkennen- habe mal ein Kleines Erdbeben in Griechenland mitgemacht, das haben manche gar nicht gespürt, andere sind vor Schreck vom Stuhl gefallen, und wieder andere hattenj nur so ein komisches Gefühl…Die Sinnesempfindungen von Menschen sind eben unterschiedlich sensibel)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wahrnehmungspsychologie
http://www.amazon.de/Wahrnehmungspsychologie-Grundku…

Gruß Burli

Lieber VIKTOR

Was ist Telepathie?
Meine Antwort: Übertragung von Bewusstseinsinhalten ohne
Zuhilfenahme der 5 bekannten menschlichen Sinne.
Wie sie funktioniert (wenn es sie denn gibt), lässt sich zur
Zeit nicht ermitteln; denn: Wenn die o. a. 5 Sinne als
Rezeptoren solcher Botschaften ausscheiden, dann existiert ja
mindestens noch ein weiterer (unbekannter) Sinn, der als
Empfänger solche Botschaften herhalten muss.

nicht unbedingt.
wenn Sinneseindrücke durch neuronale Verknüpfungen im :Gehirn fixiert werden, dann bestehen ja solche Strukturen, :welche solche Informationen lesen und auch wieder ausgeben :können.

Keine Einwände. Sinneseindrücke werden gefiltert und z. T. abgespeichert, d. h. so wie du es sagst, im Gehirn gespeichert.

Denkbar ist, daß Abbilder solcher Verknüpfungen
elektromagnetisch übertragen und empfangen werden.

Durchaus. Obwohl ich glaube, wenn du und ich es sich so denken können, wird wohl auch mindestens ein Wissenschaftler auf diese Idee gekommen sein. Ich setze einfach voraus, dass diese Idee hinreichend genau untersucht und verworfen wurde. Dass für die Informationsübertragung im Gehirn u. a. Elektrizität verwendet wird, ist schon lange bekannt. Aber die Verwendung ist mit großer Wahrscheinlichkeit intern; eine „Brücke von Hirn zu Hirn ist eher schwierig vorzustellen, da die Ströme dafür zu schwach sind und selbst wenn nennenswerte elektrische Felder unser Denkorgan verlassen, müssten sie ja zudem noch ihre Form beibehalten, um „gelesen“ werden zu können. Hinzu kommt, dass es dann einen kulturell und sprachlich übergeordneten „Code“ geben muss, um das Ganze nach der Ankunft in einem fremden Gehirn wieder zu entschlüsseln. Und zu guter Letzt müsste es ja für das Gehirn noch eine Möglichkeit geben, die o. e. elektrischen Ströme überhaupt gerichtet zu entsenden

Ob der zukünftige Mensch sich dahin entwickelt, solche
„Schwingungen“
zu verarbeiten oder sich von einer solchen Fähigkeit „weg
entwickelt“,

Du hast recht. Solch ein Vorgang liefe ja mit dem Tempo der Evolution ab. Viel zu langsam für unser schnelles Leben.

mangels Bedarf, wissen wir nicht.

Ooops, stellt die Evolution denn einen Bedarf fest? :wink:
Sinngemäß hatte Zerschmetterling diesen Punkt schon in Angriff genommen. Aber ich denke, du meinst folgendes: Es hat für die Menschen, die ihre Gedanken anderen Menschen via Gedankensturm senden können, keinen Vorteil im Kampf ums Dasein gehabt, also verkümmert diese Fähigkeit wieder.
Das glaube ich nun wiederum nicht. Diese Art der Kommunikations-Erweiterung wäre so sensationell vorteilhaft gewesen, dass sie sich ganz bestimmt quer durch alle Zeitalter durchgesetzt hätte. Sippen unser Ur-Ur-Ur-Ahnen, die derlei Fähigkeiten mächtig gewesen wären, hätten sich zwingend durchgesetzt gegenüber ihren Artgenossen, die 5-sinnig durch diesen Punkt der Galaxie tapern.
Glaube ich.

Gruß VIKTOR

Danke für deine interessante Antwort.
Viele Grüße
Voltaire

DAs ist falsch, das übliche Messmittel sind ASW-Karten bzw.
Zener-Karten mit 5 standardisierten Symbolen (Wellen, Stern,
Kreis, Quadrat, Kreuz). Durch diese Reduzierung der
Gedankenfülle auf wenige Symbole kann man eine
Standardisierung der TEstsituation erreichen.

Hm, nun ja.
eine standardisierung des Testsituation wäre derselbe Raum für alle :Sender, derselbe Raum für alle Empfänger, gleiche :Entfernung/Ausrichtung und so weiter.

JA genau so wird es gehandhabt

Das dieser ganze Test erheblich anfällig gegen zufällig richtiges :Raten ist, ist die Reduzierung auf 5 Symbole (die noch dazu :anscheinend sehr bekannt sind) nicht dazu geeignet, eben diese :Fehlerquelle auszuschalten.

Es gibt andere Tests die nicht so verbreitet sind und nur unter Psychologen gehandelt werden, ich habe hier nur den gebräuchlichsten Test genannt. Das wesentliche sind nicht die 5 Symbole, sondern es müssen in der STandardsituation (Auge in Auge) alle 25 Karten in der richtigen Reihenfolge erkannt werden, also 25x das richtige von 5 Symbolen, die vorher durch Mischen randomisiert wurden (zumindest ausreichend genau randomisiert für damalige Ansprüche). Sooo leicht ist das also nicht mit purem Raten zu schaffen.
Dabei gibt es eine erlaubte Fehlerquote. Von 100%-Treffern hab ich auch noch nicht gehört, 90% aber durchaus.

Besser wäre es, z.B. 30 standardisierte Symbole zu entwickeln, von :denen bei jedem Paar 5 randomisiert gewählte gesendet/empfangen :werden sollen.

Das wäre im Ganzfeldversuch, da wird derzeit aber jeweils nur eines von den 5 verwendet, es wird jeweils nur ein Test gemacht und geschaut ob er passt oder nicht. Das ist ein vortest, bevor zu Institutseigenen nicht publizierten Zeichen übergegangen wird. Sie dürfen aber auch nicht zu Extravagant und kompliziert sein, denn sie sollen ja auch noch als zum Versuch gehörig erkannt werden können.
Und beim Ganzfeld kommt es eben zu bildlichen Ausschmückungen.
zB. ein „Haus des Nikolaus“ wäre da schon zu komplex.
Es gibt ein paar Regeln, die man für diese Symbole einhält. denen auch die Zenerkarten folgen (bzw. nach denen diese entwickelt wurden), daher kommen immer noch nicht allzuviele weitere Symbole in Betracht.
Doch wie gesagt, es geht eben darum neutrale Symbole zu übermitteln und zu schauen WIE sie beim Empfänger ankommen. Das ist also schon Schritt 2 nachdem man getestet hat, und offenbar begründet annimmt, dass sie ankommen können.

Dennoch ist es so, dass nicht jeder der telepathisch zu sein glaubt, mit diesen KArten testbar ist, denn so schnöde Figuren zu empfangen hat wenig mit oft eher gefühlsartigen Telepathischen Empfindungen zu tun.

Daher ist man eben zu den GAnzfeldtests übergegangen da man auch dieses Gefühlsartige Erfassen der Gedanken erforschen will.

DAs ist ähnlich wie manche Leute mit geschlossenen Augen Farben (auch eigentlich etwas vollkommen Gefühlloses standardisierbares ) spüren.

Gruß Burli

Hallo Burli

also ich halte ein Greifvogelauge für durchaus
wesentlich präziser als jeden bisher entwickelten optischen
Sensor.

Das möchte ich bezweifeln, wenn ich daran denke, was wir an Linsensystemen und großen Objektiven zur Verfügung haben. Ein Greifvogel sieht übrigens auch nicht alles in seinem Gesichtsfeld scharf. Erst wird nach Bewegungen gesucht und dann fokussiert sich das Auge auf einen Ausschnitt.
Eulen sehen z.B. bei Nacht auch nicht so gut wie unsere Technik. Eine Schleiereule fängt die Maus nach Gehör.
Von anderen Frequenzbereichen als das, was wir gemeinhin als Licht bezeichnen, brauche ich noch nicht einmal zu sprechen.
Beim Geruch steckt die Technik im Gegensatz z.B. zur Hundenase noch in den Kinderschuhen.

Auch das Menschliche Gehirn mit seinen Verschaltungen lässt
sich bisher nur unzureichend durch Technik nachbilden

Es ging um Sinnesorgane. Eine andere Verschaltung kann eventuell zu einer anderen Reizverarbeitung führen. Aber der Reiz wird durch die Sinnesorgane aufgenommen an das Gehirn weitergetragen. Bis jetzt ist mir nichts bekannt, was das Gehirn eigenständig wahrnehmen kann, was nicht über Nerven zugeführt wird oder im Hirn selbst entsteht (Wahrnehmung der eigenen Gedanken).
Grüße
Ulf

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Hallo

also ich halte ein Greifvogelauge für durchaus
wesentlich präziser als jeden bisher entwickelten optischen Sensor.

wenn man gewisse Einschränkungen macht, wie z.B. die Größe des Sensors
beschränkt oder die Zeit zur Aufnahme usw. dann muss man sicher
feststellen, das viele Sensoren noch nicht die gleiche Leitungsfähigkeit
wie biologische Sinnesorgane haben.
So pauschal, wie du das aber ausgedrückt hast, unterschätzt du die
technischen Möglichkeiten ganz gewaltig.
Um es mal locker sagen, wenn man wirklich hochleistungsfähige Optiken
einsetzt, dann sieht man aus 300m Entfernung nicht nur die Maus im
Feld, sondern auch die Laus im Fell :wink:

Auch das Menschliche Gehirn mit seinen Verschaltungen lässt
sich bisher nur unzureichend durch Technik nachbilden (darfst
du gern einen Neurowissenschaftler zu befragen).

Das stimmt natürlich, obwohl es kein Sensor ist.

Die Technik macht vieles einfacher und in manchen Bereichen
ermöglicht sie es auch unsere unzureichenden Menschlichen
Sinne (die im Vergleich zu manchen Tieren extrem
unterentwickelt oder retardiert sind) zu unterstützen

Nicht nur das.
Viele Sensoren können Sachen detektieren, für die es bei keinem
Tier ein Sinnesorgan gibt (z.B. Radiowellen, Gammastrahlung usw.)
Auch z.B. elektrische Spannungen/Ströme können wir mit techn. Mittel
bis zu Größenordnungen detektieren, die weit unter allen unseren
Vorstellungen liegen (Ladung z.B. ein einzelnes Elektron)
Auch Nachweis eines einzelnen Photons bei Licht ist möglich.
Gruß Uwi

Hallo

Auch das Menschliche Gehirn mit seinen Verschaltungen lässt
sich bisher nur unzureichend durch Technik nachbilden

Es ging um Sinnesorgane. Eine andere Verschaltung kann
eventuell zu einer anderen Reizverarbeitung führen. Aber der
Reiz wird durch die Sinnesorgane aufgenommen an das Gehirn
weitergetragen. Bis jetzt ist mir nichts bekannt, was das
Gehirn eigenständig wahrnehmen kann, was nicht über Nerven
zugeführt wird oder im Hirn selbst entsteht (Wahrnehmung der
eigenen Gedanken).

Ich hatte das Gehirn als nächsthöhere Verarbeitungsinstanz angeführt, und um noch mal auf etwas komplexeres einzugehen als einfache Sensoren.
Das nächstbeste Technische Gerät das mir einfiel, dass es gerne mit einem Körperteil verglichen wird, war eben der Computer/Hirn-Vergleich.

Ob nun der PC nur so weit denken kann wie sein Programmierer oder der Programmierer sich zu sehr in einen PC hineindenkt… das auszuführen lass ich lieber, damit es mir nicht wieder von einem zufällig anwesenden PC-Spezi im Hals umgedreht wird :wink:
Daher hab ich eher das neuronale Netz genommen, denn das lässt sich definitiv noch nicht nachbilden (auch wenn das Internet oft als Vergleich herhalten muss, aber da ist man auch schon von ab, da es schon wieder zu weitläufig ist und nicht mehr wirklich zielgerichtet)

Gruß
burli