Hallo Karin!
O.K., ziehen wir´s durch!
Diese Grundsatzdiskussion ist immer wieder interessant.
Du tust so, als hätte ich damit angefangen.
habe noch so im Hinterkopf, daß einige 30er Zonen in der
letzten Zeit wieder in 50er Zonen „zurückbenannt“ wurden.
Der Hintergrund war, daß es eindeutige Bestimmungen (max.
Straßenbreite, Wohngebiet u.s.w.) gibt, die von vielen 30er
Zonen nicht erfüllt wurden.
Bei einer 5m breiten Straße wirst Du da wohl schlechte Karten
haben.
Das war bis vor kurzem tatsächlich so. Gegenwärtig sollten
jedoch die Chancen besser stehen, da Gemeindan ja sogar die
Möglichkeit haben, im ganzen Gebiet Tempo 30 als
Regelgeschwindigkeit zu definieren und die Hauptstraßen, auf
denen 50 gefahren werden darf, einzeln ausweisen. 3.00.
Versuch doch mal, mit dem VCD oder dem ADFC Kontakt
aufzunehmen, falls die in Deinem Ort vertreten sind.
Was sind das für Gruppierungen? Könntest Du die Namen bitte
mal ausschreiben? Bei mir hakt´s gerade irgendwie. Danke.
Am besten doch gleich mit Links, dann kannst Du Dich aus erster Hand informieren:
http://www.verkehrsclub-deutschland.de
http://www.adfc.de
Meine persönliche Meinung hierzu ist, daß das auch gut so ist,
denn Städte flächendeckend als Zone 30 auszuweisen wäre die
logische Konsequenz, würde man Deinem Gesuch entsprechen.
Siehe oben.
Schließlich muß gleiches Recht für alle gelten, wenn man sich
nicht mehr um die einschlägigen Bestimmungen kümmern will.
Und Zone 30 überall in den Städten ist für mich absolut
indiskutabel.
Warum? Einen Weg zurückzulegen, der z.B. 5 km lang ist, dauert
bei Tempo 50 km/h 6 min (60 min/10) bei Tempo 30 km/h 10 min
(60 min/6). Dieser Zietgewinn sollte kein Menschenleben, die
ja durch die Tempoverringerung geschützt werden sollen, wert
sein.
Ich habe mit dieser Aussage insofern ein Problem, als daß
damit alle, die in der Stadt schneller als 30 fahren, zu
potentiellen Kindermördern abgestempet werden.
Und? Übrigens, nicht nur Kinder, auch ältere Leute, oder wer gerade unterwegs ist und den Kopf voll Sorgen hat, ist dadurch besser geschützt.
Ich fahre in der Stadt grundsätzlich um die 70, in der 30er
Zone allerdings ca. 40 (aus Angst vor Blitzern).
Also, die StVO ist für Dich sowieso nur ein Amüsierpapier.
Wohlgemerkt hatte ich noch keinen einzigen Unfall, der auf
überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen ist.
Falls Du nicht überhaupt unfallfrei gefahren bist, dann frag doch mal die Polizei, was sie dazu meint. Ich habe (als Radlrein) noch nie etwas anderes gehört als: Da hätten Sie halt langsamer fahren müssen.
An Orten wie
Schulen,
Laut dem ersten Posting geht es um eine Straße mit Schule und Kindergarten.
1.) Niedrigeres Tempo bedeutet nicht immer mehr Sicherheit, da
oft die Gefahr des Einschlafens droht (sh. USA)
und in der BRD sind die Städte ja auch so weitläufig und langweilig und kaum Fußgänger auf der Straße wie in den USA.
und, was in der Stadt wohl eher relevant ist, die Leute :unaufmerksamer fahren, da ja jeder denkt, bei 30 kann sowieso :nichts passieren.
Falls Du die Fußgänger meinst, die unaufmerksamer werden: Da liegst Du mit Beckstein auf einer Linie. Der meint auch, daß die in der Tempo 30 Zone unaufmerksamen Kinder an den Unfällen schuld sind und nicht die zu schnell fahrenden Autofahrer.
2.) Eine derartige Reglementierung sollte eingängig sein.
D.h., der Autofahrer muß einen Sinn hinter der 30er Regelung
erkennen. Sonst hält er sich nicht daran und der gewünschte
Effekt ist dahin.
Tja, und wenn Du gerade den Sinn nicht siehst? Wozu gibt es denn eigentlich überhaupt Verkehrsregeln, wenn es auf die Einsicht des Einzelnen ankommt. Als Radlerin darf ich mir auch nicht selber aussuchen, ob ich gerade auf dem von Fußgängern überlaufenen Radweg (wenn er ausgeschildert ist) oder auf der gerade zu Zeit fast autoleeren Straße fahren darf.
Wenn jemand nach einem „Gas weg, Schule“-Schild geblitzt wird,
wird er sich schämen und bezalen.
Habe ich schon anders erlebt. Also bitte keine Verallgemeinerungen.
In Zukunft wird er dort nie wieder zu schnell fahren.
Wenn er nicht gerade leider unaufmerksam war.
Wenn jemand auf einer 4-spurigen Straße, die als Zone 30
ausgewiesen ist, geblitzt wird, kauft er sich einen
Radarwarner.
Der ist illegal.
Aber eine Stadt wie München komplett in eine 30er Zone
umzuwandeln ist lächerlich. Kein Mensch würde auf der
Wasserburger Landtraße oder der Forstenrieder Allee 30 fahren.
Warum auch?
Bitte die Bestimmung mit Verstand lesen: Es ist der Stadt München nicht verboten, Straßen wie Wasserburger Landtraße oder der Forstenrieder Allee als Tempo 50 oder (wie z.B. die Einsteinstr. ab Leuchtenbergring) sogar mit Tempo 60 auszuweisen. Nur: Ohne diese Ausweisung dürfte keiner schneller fahren.
Das hilft dann keinem mehr, da die besondere Signalwirkung der
30er regelung somit verwässert würde und keiner mehr an
Schulen u.s.w. großartig aufpassen würde, weil, wir hatten es
schon mal weiter oben, jeder denkt, bei 30 könne sowieso
nichts passieren.
Also, Du meinst doch die Autofahrer: Ja die müßten ja erst mal konsequent 30 fahren, bevor sie glauben dürfen, daß da nichts passieren kann… Daher kann ich Deiner Schlußfolgerung leider nicht folgen. Selber hast Du es ja wohl noch nicht ausprobiert, wenn Du in Tempo30-Zonen konsequent 40 fährst…
Man sollte immer bedenken, daß es auch Leute gibt, die auch
noch zu anderen Zwecken auf der Starße sind als Kinder in die
Schule zu fahren und in den nächsten Supermarkt zu gondeln.
Und wie schön wäre es, wenn nur die 30 % mit dem Auto auf der Straße wären, die wirklich fahren müssen.
Ich denke, das sollte selbstverständlich sein. Und das kann es
nur, wenn die Sache eingängig ist, s.o.
Traumtänzer! Inzwischen ist der Verkehrsraum vor der Schule und Kindertagesstätte Klenzestr. 48 umgebaut, aber bevor das so war, war das Gasgeben bei Gelb an der Kreuzung Fraunhoferstr., morgens, aber auch gerne am Nachmittag, wenn immer wieder Kinder aus Kindergarten und Hort heimgehen wollten, gang und gäbe.
Karin