Auch Hallo!
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, daß irgend etwas nicht stimmen kann, wenn sich 95% der Autofahrer für überdurchschnittlich gute Autofahrer halten?
in manchen Teilbereichen kommt bei mir das Gefühl hoch, daß
Gesetze nicht nur nach den Grundsätzen der Notwendigkeit
sondern nach der erreichbaren Publicity gemacht werden.
Beispiele sind die neue Handyverordnung und die Tempolimits.
Sind natürlich Einschränkungen. Habe zwar schon immer einen Festeinbau mit Freisprechanlage im Auto, aber das mit den Tempolimits ist schon recht ärgerlich wenn mal wieder 60 da steht, es nur gerade aus geht, und du frei Straße hast.
Aber ganz ohne Grund wirds die ja nicht geben…
Ich darf mich im Auto auf eine CD mit einem Sprachkurs
konzentrieren, ein schwieriges Musikstück hören, per
Freisprecheinrichtung ein schwieriges Geschäftstelefonat
führen oder die Scheidung mit meiner Frau besprechen.
Natürlich weiß ich, daß im Falle eines Unfalles dies alles zu
meinen Ungunsten ausgelegt werden kann aber 60 DM Spende an
die Polizei brauche ich nicht locker zu machen.
Nun ja, während all dem kannst du aber beide Hände am Steuer haben. Handy mit der rechten Hand am linken Ohr, schalten mit der linken hand und lenken mit dem Knie soll so eben verhindert werden.
Sicherlich lenkt alles andere auch ab (oder an), aber das reicht doch schon. Und in anderer Ländern gibt es diese Verbote schon lang.
Sollte ich aber auf dem Nachhauseweg kurz zum Handy greifen
und sagen „Hallo, bin gerade weggefahren, kommen in 30
Minuten“, ein Satz der mich nicht geistig überfordert und die
Nummer ist in der Kurzwahl, dann spende ich 60 DM falls mich
die Polizei sieht.
Kannst du das nicht vor dem abfahren sagen, oder ist das so schlimm es über eine Freisprechanlage zu sagen? Fact ist, du hast nur eine Hand zur Verfügung und brauchst daher länger um auf eine plötzliche Gefahrensituation zu reagieren.
Wo ist die Logik ? Kann mir das einer erklären ?
siehe oben.
Ich fahre mit meinem hervorragenden Auto (BMW 525 d) sämtliche
Systeme (Airbags, ABS) an Bord bei herrlichem Wetter auf einer
gut ausgebauten Landstraße mit 130 - 140 km / h. Außer mir ist
keiner zu sehen, außer einem versteckten Auto mit einem
Radargerät. Das Teil blitzt und ich zahle 100 - 200 DM +
diverse Punkte und vielleicht läßt mich der gute Vater Staat
sogar 4 Wochen zu Fuß marschieren.
Das will leider das Gesetz so. Und auch das gibt es nicht ohne Grund. Bin zwar selbst oft zu schnell unterwegs (BWM 323 ti Compact Sport Edition - auch mit allen extras), sehe es dann aber wenigstens sportlich wenn ich geblitzt werde.
Und bei 40 km/h zuviel kann man nicht mehr von einem versehen reden, sondern da wird absichtlich gegen geltendes Recht verstoßen.
Ein anderer Autofahrer fährt bei schlechtem Wetter mit einem
zehn Jahre alten Fiesta ohne irgendeinen Airbag, ohne Abs mit
Reifen von gerade noch 2 mm und unausgeschlafen mit 100 km /h
dieselbe Strecke. Der bezahlt nichts weil er brav war.
bei derart abgefahren Reifen, wird er in einer Kontrolle eventuell stillgelegt.
Er wird in deinem Fall nicht angehalten, weil er sich an die Gesetzt hält.
Übrigens ist es toll, daß dein Auto so gute Sicherheitspakete hat. Nur gefährdest du ja auch die anderen und nicht nur dich.
Mich würde interessieren - wer gefährdet sich und die Umwelt
mehr ? Und warum lassen wir Bürger uns immer so pauschal von
irgendwelchen Politikern über einen Kamm scheren ? Was denkt
sich eigentlich ein Richter bei so einem Urteil ?
Wohl das richtige… wegen absoluter Uneinsichtigkeit bei einem von dir verursachtem Unfall würde er wohl sogar die Frist bis du wieder einen Führerschein beantragen kannst, recht hoch ansetzten 
Natürlich ist mir klar, daß Recht haben und Recht kriegen zwei
wesentlich unterschiedliche Dinge sind aber irgendwie finde
ich das Ganze langsam übertrieben.
Du hast nicht recht, drum kriegst du auch nicht recht…
Ich fahre bei jedem Schulbus Schrittempo und der Schülerlotse
auf meinem Arbeitsweg kennt mich weil ich schon von weitem
halte wenn ich Kinder sehe, in der Ortschaft fahre ich nie
über 60 km/h und ich blinke oder hupe auf der Autobahn keinen
an.
Das ist auch gut so. Wobei es innerorts ja eigentlich nur 50 sein sollten… (halte mich da allerdings auch selten drann)
Und wenn ich oben beschriebenen „Fehler“ begehe, kann mir der
Gesetzgeber meine Existenz ruinieren weil ich beruflich auf
die Fahrerlaubnis angewiesen bin. Also der Staat entwickelt
aus meiner Sicht hier sadistische Züge.
Keiner zwingt dich gegen Gesetze zu verstoßen.
Gruß Ivo