Hallo Herr Schäfer,
Sie beruhigen mich und geben Hoffnung! Danke!
die Matten sind nun oberseitig fast trocken.
Es handelt sich hierbei um 3mm dicke Noppenbahnen aus Kunststoff. Pro Quadratmeter sind 2500 Noppen mit einem Durchmesser von 15 mm angeordnet.
Die Matten habe ich im Butteringverfahren verlegt und angedrückt. Ich bin die Fläche eben abgegangen und konnte keine Wasserpfützen oder ähnliche Hohlräume entdecken.
Alles sitzt fest.
Aufgefallen ist mir, dass die Nähte noch etwas feucht sind. Kann es sein dass das Vlies eine ähnliche Funktion wie ein Kerzendocht aufweist? Somit könnte Trocknung stattfinden.
Eine weitere Auffälligkeit: Die Matten trocknen unterschiedlich schnell. Während am oberen Gefällerand keine Feuchtigkeit mehr ist sind sie am unteren Ende des Gefälles noch naß. Dieser Zustand kann allerdings auch mit dem Sonnenstand zusammenhängen. Oder sickert die Feuchtigkeit mit dem Gefälle wenn dies der einfachste Weg ist?
Wasserpfützen unter den Matten schließe ich eigentlich aus, da der Untergrund ziemlich plan war.
Ich habe heute ein Stück Bahn (20x20cm) entfernt und druntergeschaut: Alle Noppen waren geschmeidig im Fliesenkleber verankert. Hohlräume konnte ich keine entdecken, ebenso wenig Wasser in sichtbarer Form (Tropfen o.ä.).
Das Kleberbett fühlte sich allerdings noch etwas feucht an. Kann diese Feuchtigkeit aus dem Fliesenkleber selbst kommen der noch nicht durchgetrocknet ist weil die Matten eben wenig Fläche zum Abtrocknen bieten?
Wohin entweicht den die Feuchtigkeit aus dem Fliesenkleber an sich im Normalfall? Man hört immer nur durch chemische Reaktion. Wird das Wasser etwa in einen festen Stoff umgewandelt? Oder wie kann man sich das vorstellen?
Eine Frage habe ich noch zum Wasser: Persönlich vermute ich dass die Fläche zwar feucht, aber nicht nass ist. Wasser hat eine ungemeine Sprengkraft. Ist Ihrer Meinung nach die Kraft der Wassermenge im Fliesenkleber bzw. im Vlies ausreichend um ernsthafte Schäden am Gebäude anzurichten (durch Dampfdruck oder Frost)?
Ich frage dies weil ich (vorausgesetzt Sie würden es auch tun) die Fläche am Wochenende abdichten würde. Am Montag soll es stürmisch werden. Da könnte die Folie wegfliegen.
Den Aufbau des Balkons kennt eigentlich niemand so genau (Altbau eben).
Wir vermuten eine gegossene Betondecke, auf der Bitumenbahnen verlegt wurden und danach der Estrich verlegt wurde. Dieser wurde mit Kunststoffarbe beschichtet. Eine Dampfsperre gibt es wohl auch, jedenfalls konnten wir Reste der Folie ausfindig machen.
Der Wohnraum unter der Terrasse ist bis auf eine Stelle dicht (an dieser gibt es einen Flecken bei Dauerregen (nach Wochen Regenzeit- also nicht sofort).
Wir vermuten den Wassereintritt durch einen Riß, dieser wurde zwischenzeitlich fachmännisch verschlossen.
Viele Grüße!