Hallo zusammen,
die meisten TT-schläger haben zumindest farblich unterschiedliche Seiten.
Gibt es weitere Unterschiede, wie hart/weich oder schnell/langsam oder Angriff/Verteidigung?
Und wenn ja, wie erkennt man so etwas?
Danke im Voraus.
Tom
Hallo zusammen,
die meisten TT-schläger haben zumindest farblich unterschiedliche Seiten.
Gibt es weitere Unterschiede, wie hart/weich oder schnell/langsam oder Angriff/Verteidigung?
Und wenn ja, wie erkennt man so etwas?
Danke im Voraus.
Tom
Hallo Tom
zuerst aus dem offiziellem Regelbuch:
Ein Schläger muss zwei Beläge haben - einen leuchtend roten und einen schwarzen, welche beide matt sein müssen. Diese Beläge müssen entweder aus Noppengummi (Noppen außen) oder aus „Sandwich“ [3] Belägen (Noppen innen oder außen und mit einer Schaumstoffschicht darunter) bestehen. Das Noppengummi darf nie mehr als zwei Millimeter betragen und darf zusammen mit der Schaumstoffschicht nicht über vier mm dick sein, die Anzahl der Noppen pro Quadratzentimeter muss zwischen zehn und 50 liegen. Diese Beläge müssen das Schlagblatt exakt bedecken. Sie dürfen weder größer noch kleiner als das Holz sein, wobei geringe Abweichung durch Abnutzung und Beschädigung geduldet werden können. Außerdem braucht jeder Belag, der in einem Wettkampf benutzt wird, die Zulassung des DTTB.
Quelle: http://www.fvss.de/facharbeiten/tt/03regeln/regeln.html.
und nun zu den verschiedenen Belägen:
Der am weitesten verbreitete Belag ist der sog. Backside oder Noppen innen mit Schwammunterlage. Bei dieser Belagart sind die Noppen nach innen aufgeklebt. Die meisten Spieler spielen diese Belagart. Sie ist für alle Spielsysteme geeignet. Doch wählen Abwehrspieler einen dünnen Belag (ca. 1mm), Angreifer einen dicken Belag (ca. 2mm) und Allrounder eine mittlere Belagstärke. Eine weitere Belagart sind kurze Noppen außen mit Schwammunterlage. Damit ist die Möglichkeit, den Ball in sehr starke Rotation zu versetzen sehr gering. Gleichzeitig ist der Spieler aber auch nicht so anfällig für gegnerischen Topspin oder Unterschnitt. Der Belag lässt vor allem ein temporeiches Spiel zu. Die Ballkontrolle ist recht gut. Optisch ähnlich wie Backside- Beläge sind die Antitopbeläge. Antitopbeläge annullieren aufgrund ihrer kaum griffigen Oberfläche und der trägen Schwammunterschicht die Rotation des ankommenden Balles fast vollständig. Außerdem verlangsamen sie das Tempo des Ballwechsels beträchtlich. Gespielt werden sie, wenn überhaupt noch, von Abwehrspielern. Des weiteren sind halblange und lange Noppen mit und ohne Schwammunterlage verbreitet. Halblange und lange Noppen geben beim Aufprall eines langsamen Balles sanft nach. Bei festen, schnellen Bällen jedoch legen sich die Noppen um und bilden eine sehr gute Reibfläche. Wenn der Spieler diese Art von Belägen zu beherrschen lernt, kann er sehr unangenehme Störeffekte produzieren.
Quelle: http://www.tischtennis-pur.de/geschichte.htm
Habe mal vor Jahrhunderten (kommt mir so vor) mal dieses Spiel probiert. Die besten Turnier - Ergebnisse aber mit Gußeisenpfannen erzielt.
schöne Grüße
Hi lag!
Applaus! Ein paar Dinge wusste ich auch noch nicht. Sehr ausfuehrliche und hilfreiche Antwort. Das verdient erstmal einen Stern. Aber ich hab’ noch ein paar kleine Wortmeldungen.
nie mehr als zwei Millimeter betragen und darf zusammen mit
der Schaumstoffschicht nicht über vier mm dick sein,
Heidewitzka! 4mm??? Das ist viel und kenn’ ich eigentlich auch nicht in der Groesseordnung. 2,1 war schon viel.
die Noppen nach innen aufgeklebt. Die meisten Spieler spielen
diese Belagart. Sie ist für alle Spielsysteme geeignet. Doch
wählen Abwehrspieler einen dünnen Belag (ca. 1mm), Angreifer
einen dicken Belag (ca. 2mm) und Allrounder eine mittlere
Belagstärke.
Jein! Zwar waehlen Abwehrspieler in der Regel duenne Belaege, aber nur selten nehmen sie Sandwich-Belaege, sondern tendieren zu Noppen (mit Schwamm) aussen. Seltene Kombi Sandwich Vorhand, Noppen Rueckhand, aber auch das soll es schon gegeben haben.
Eine weitere Belagart sind kurze Noppen außen mit
Schwammunterlage. Damit ist die Möglichkeit, den Ball in sehr
starke Rotation zu versetzen sehr gering. Gleichzeitig ist der
Spieler aber auch nicht so anfällig für gegnerischen Topspin
oder Unterschnitt. Der Belag lässt vor allem ein temporeiches
Spiel zu.
Eigentlich nicht, denn Noppenbelaege (aussen) sind eigentlich alle sehr, sehr langsam. Defensiv eben. Nicht anfaellig fuer Spins, aber koennen selber auch kaum Spins spielen, weil sie nicht genuegend Effet besitzen.
Noppenbelaege SIND MEISTENS Antitopbelaege.
Antitopbelaege etc. sollten verboten werden. Man schnibbelt sich einen zurecht und der haelt nur das Brett hin und fertig. Sauerei! ;0)
Wenn man in einen der schoenen Schoeler Micke (wird das so geschrieben?) Kataloge guckt sieht man folgendes.
Man unterscheidet grob zwischen Noppen und „normalen“ Belaegen.
Noppen sind fast alle Defensivbelaege, die meist extrem langsam sind und wenig Effet haben.
„Normale Belaege“ gibt’s in FAST allen Variationen.
Es gibt drei Kategorien, in denen die Belaege gemessen werden.
Tempo: Haengt wohl mit dem Gummi zusammen, wie sehr das nachgibt und den Ball beschleunigt oder so aehnlich. Von lag ganz gut erklaert.
Effet: Effet gibt die „Klebrigkeit“ eines Belages an. Desto hoeher der Wert, desto weicher die Gummimischung, desto mehr Spin wird durch das Gummi verliehen.
Kontrolle: da scheiden sich die Geister. Pi mal Daumen gilt: je hoeher das Tempo, desto niedrieger die Kontrolle.
Fuer Hoelzer gilt:
Tempo: s.o.
Kontrolle: s.o.
Biegfestigkeit: erklaert sich von selbst.
Ach und nochwas: je dicker der Schaumbelag desto hoeher das Tempo, daher ist der Zahlenwert fuer den Belag relativ. Gemessen wird, glaube ich, standardmaessig in 1,5mm Belagdicke. Zugleich sinkt natuerlich wieder die Kontrolle ueber den Ball.
Carpe noctem,
Lou D.
Klasse Antworten! Danke. (owt)