Hello Harald!
Danke fuer diese Verdeutlichung - prinzipiell sehe ich es ebenso.
Heisst ‚gegenwaertig‘ auch bitte - dass diese Christen sich anders gegenueber den Juden verhalten - das ja logisch waere -ist es aber auch defakto so ?
Der renomm. canadische Holocaust Forscher Prof.Gellately lobt in seinem Buch ausdruecklich die deutsche christliche Jugend insbesondere auch die wissenschaftliche - die ein normales Verhaeltniss zu den Juden entwickele und zudem den Nolte-Plan der BRD NEU ueberdenke - ja, grossteils sogar ablehnen ( siehe Historiker Weiss , Jaeger ) und Wissenschaftlern wie Goldhagen RECHT geben - dass vor allem die Christenheit insgesamt - wie Kueng es auch verdeutlicht - fuer den Holocaust hochgradig mitverantwortlich gewesen seien- da es der ideale Naehrboden fuer die NAZI’s war .
Warum jedoch werden diese gruendlichen Recherchen von Goldhagen oder auch Gellately in der BRD bes. von der 'alten Garde ’ der Historiker/Wissenschaftler derart NACHHALTIG bestritten?
Haengt dies ggf. hiermit zusammen?
Zitat!
Es ist festzuhalten: der Mensch, so wie er unter kapitalistischen Bedingungen lebt, Bedingungen, die er so haben will, wie sie sind, ist ein Mensch, der ohne die Identifikation seiner Besonderheit mit einem Allgemeinen (Gott, Staat, Nation, Geld: letztlich sich selbst) nicht glaubt leben zu können.
Auch auf die Gefahr hin, hier pingelig zu erscheinen: daß die Autoren das große I verwenden (bei Juden aber nicht: hier heißt es Juden und Jüdinnen: warum diese Inkonsequenz?), daß sie penetrant vom „Holocaust“ sprechen, obwohl die in diesem Begriff konnotierte, höchst problematische ‚Aufarbeitung’ der Judenvernichtung durch die Kulturindustrie jedem Materialisten mehr als nur Bauchschmerzen bereiten müßte und nicht zuletzt ihr Selbstverständnis als Teil einer - von ihnen zu Recht ansonsten in Grund und Boden kritisierten - Linken, verweist auf einen ungebrochenen Identifikationsbedarf auch bei ihnen.
So wie einen die schwarze Lederjacke und der entsprechende Haarschnitt vor einigen Jahren als Autonomen geoutet hat, so soll diese Sprechweise die Identifikation der Autoren transportieren: es käme aber nicht zuletzt darauf an, auch diese kulturellen Identifikationsmuster als Grundlage kapitalistischer Synthesis zu denunzieren."
**** ZITAT Ende****
Die Anwort eines Wissenschaftlers auf die massive - wie er meint
sachlich voellig ungerechtfertigte Ablehnung von Goldhagens sehr gruendlichen Recherchen.
Dies Verhalten haenge letztlich mit dem der BRD 'verinnerlichten ’ NOLTE-PLAN zusammen- dem kaum widersprochen werden koenne- ( opportun sei es auch nicht gerade- in wissenschaftlichen Kreisen ‚alten Stils‘).
Auch nach meinem dafuerhalten beurteilt dieser unselige NOLTE-Plan geschichtlich falsch die Frage nach dem Verhalten der Christenheit zu den Juden - wie DU oder Kueng oder viele andere -vor allem auch junge Historiker verdeutlichend ausdruecken.
Ich frage nochmals - Harald - sind diese Christen die du erwaehnst zwar eine wachsende jedoch noch eine verschwindend kleine Einheit - oder doch mehr?
Danke in vorraus.
Gruss
Dizar
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