seit Jahrzehnten kenne, höre und verstehe ich die erste Zeile von Roger
Whittakers Song „The Last Farewell“ so:
„There’s a ship lies rigged and ready in the harbor,“
Auch in den Lyrics steht’s so, und trotzdem frage ich mich bis heute, was denn
das für eine Konstruktion ist. Eine falsche?
IMHO ist da irgendwas zuviel. Müsste es nicht heißen:
„There a ship lies rigged and ready in the harbor,“
oder
„There’s a ship lying rigged and ready in the harbor,“?
„There is … lies“ ergibt für mich keinen Sinn. Ist das s hinter there nur sowas
wie ein Fugen-s, damit sich der Text leichter singen lässt?
Wer weiß was?
Neugierige Grüße und schon jetzt vielen Dank!
Edith
„There’s a ship lies rigged and ready in the harbor“ ist ungewoehnlich aber nicht falsch. Es ist gleich „There is a ship that lies rigged and ready in the harbor.“ Alles klar?
letzte Gewissheit könnte wohl nur der gute Roger geben (ot: lebt der noch?), schließlich hat er es so geschrieben. Könnte aber sein, dass er da ein Komma vergessen hat: „There’s a ship [Komma] lies rigged and ready in the harbor“, wobei mir die Regeln zur Zeichensetzung im Englischen zugegebenermaßen nicht ganz klar sind.
„There’s a ship lies rigged and ready in the harbor“ ist ungewoehnlich aber nicht falsch. Es ist gleich „There is a ship that lies rigged and ready in the harbor.“ Alles klar?
-KIM
Eben genau so ist das richtig.
Schon in der Schule wird einem beigebracht, dass es Möglichkeiten gibt, bei einem Relativsatz, um den es sich hier handelt, das „that“ wegzulassen.
Schon in der Schule wird einem beigebracht, dass es
Möglichkeiten gibt, bei einem Relativsatz, um den es sich hier
handelt, das „that“ wegzulassen.
Hallo,
im Schulenglisch, das man mir beigebogen hat, gab’s meines Wissens nur eine Option: ‚that‘ konnte man zwar nicht weglassen - aber durch ‚which‘ ersetzen (was in meinen Ohren allerdings arg antiquiert klingt). Die ‚ersatzlose Streichung‘ kenne ich eigentlich nur aus der Umgangssprache.
nach Altman, „English Grammar at a glance“ für höhere Lehranstalten sieht das so aus:
es handelt sich um ein „Partzip Präsens der Ruhe“, also nach Wörtern wie „to lie“, „to sit“ etc. und wird so gebildet: „He sat in his chair *reading* a book.“
Der Konstrukt hier ist also falsch !
Es sollte heißen: „There is a ship *lying* …“
Warum das hier so verunstaltet wird liegt sicher an der Silbenzahl entsprechend der Musik.
Ein weiterer Beweis dafür, dass Songtexte nicht zum erlenen einer Sprache taugen !
cheers,
Mario
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Eben genau so ist das richtig.
Schon in der Schule wird einem beigebracht, dass es
Möglichkeiten gibt, bei einem Relativsatz, um den es sich hier
handelt, das „that“ wegzulassen.
Hallo David,
das geht aber nicht, wenn es sich wie hier um einen Nominativ handelt.
es handelt sich um ein „Partzip Präsens der Ruhe“, also nach
Wörtern wie „to lie“, „to sit“ etc. und wird so gebildet: „He
sat in his chair *reading* a book.“
Der Konstrukt hier ist also falsch !
Glaub dem Kim, es ist schon richtig und einfach ein ausgelassenes (was normal ist) „that“. Konstruktion richtig. Songtexte und Gedichte sollte man nicht zum Anfang einer Sprache als Lernobjekt benutzen, aber fuer Feinheiten zu empfehlen.
Ich glaub da hab ich den Kim aber anders verstanden als du.
Er schlägt doch ein Gerund (ist das eins, ich bin mir nicht mehr so sicher) vor und du bist für einen Relativsatz ! ?
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Es ist schon ganz interessant wieviele Meinungen hier aufeinander treffen. Ungeachtet der Frage wer hier recht hat. Jetzt kann man sich mal vorstellen welchen Diskussionen sich Übersetzter ausgesetzt fühlen.
Siehe auch die Harry Potter-Übersetzung.
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Hallo David,
in seiner ersten Antwort (kurz und knapp) erklaert er es mit einem Relativsatz. Was ich auch gemacht haette, wenn er nicht schneller gewesen waere.
Schon in der Schule wird einem beigebracht, dass es
Möglichkeiten gibt, bei einem Relativsatz, um den es sich hier
handelt, das „that“ wegzulassen.
Hallo,
im Schulenglisch, das man mir beigebogen hat, gab’s meines
Wissens nur eine Option: ‚that‘ konnte man zwar nicht
weglassen - aber durch ‚which‘ ersetzen (was in meinen Ohren
allerdings arg antiquiert klingt). Die ‚ersatzlose Streichung‘
kenne ich eigentlich nur aus der Umgangssprache.
Uns wurde im Englisch-LK immer wieder gesagt, dass wir das „that“ weglassen sollen, wenn man es kann, weil es besserer Stil sei.
der Satz widerspricht in der Tat den Regeln der Grammatik. Man kann „that“ als Einleitung eines notwendigen (im Gegensatz zum erläuternden) Relativsatzes weglassen, aber nur im Akkusativ. Hier handelt es sich um den Nominativ. Ist also im Grunde verkehrt.
Jetzt glaube ich mich zu erinnern, daß es bei Shakespeare eine Stelle gibt, und zwar im „Hamlet“, in der es heißt: „There is a willow grows aslant a brook“. Es handelt sich um die Szene, in der die Nachricht vom Tode Ophelias überbracht wird. Ich muß leider aus dem Gedächtnis zitieren, da renovierungsbedingt bei mir zuhause alle Bücher weggepackt und unzugänglich sind. Aber ich bin ziemlich sicher, daß ich korrekt zitiere, kann aber die Stelle leider nicht genauer belegen. Ich schätze, irgendwo im dritten Akt. Kann auch der vierte sein…
Dann wäre es also dichterische Freiheit, und der gute Roger W. würde auf den Spuren von William S. wandeln.
Und jetzt hoffe ich nur, daß ich mich nicht doch irre…
Gruß
Aia
P.S. „The last Farewell“ würde ich auch gern mal wieder mitsingen. Ist schön! ABer meine Schallplatten sind auch weggepackt.