Das kommt darauf an, was man sagen will.
Standardsprache verlangt „mit allem“, kein Zweifel.
Aber will man einen besonderen Effekt erzielen, dann kann man „Alles“
in eine Art Eigenname ummuenzen, damit es zu etwas Besonderem wird.
Dadurch entfaellt dann die Deklination, wie z.B.
in dem Satz „Ich gehe zu ‚Die glorreichen Sieben‘“ anstatt „Ich gehe
zu den glorreichen Sieben.“
Saetze wie dein obiger fallen in eine aehnlich Kategorie wie „Gib mir
mein zu trinken!“
Gruss, Tychi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Orthografie- und Grammatikfehler werden ja seit geraumer Zeit in der
Werbung überhaupt gern eingebaut. Das erregt Aufmerksamkeit. Man
stutzt, wundert sich, ärgert sich vielleicht ein bisschen (also ich
tu das jedenfalls), der emotionale Bezug ist da - und schon hat man
sich Marke oder Produkt gemerkt… voilà!
Da gab’s Sachen, die noch „leckerererer“ oder „unkaputtbar“ waren
oder das legendäre „…da werden Sie geholfen“… Nun also auch Soßen
mit alles drin. Genial.
Ich find’s eher lästig und selten originell.
Ich hofe, du bis jez geholfen.
Sprachpuhrisstische Grühse
Das kommt darauf an, was man sagen will.
Standardsprache verlangt „mit allem“, kein Zweifel.
Aber will man einen besonderen Effekt erzielen, dann kann man
„Alles“
in eine Art Eigenname ummuenzen, damit es zu etwas Besonderem
wird.
Dadurch entfaellt dann die Deklination, wie z.B.
in dem Satz „Ich gehe zu ‚Die glorreichen Sieben‘“ anstatt
„Ich gehe
zu den glorreichen Sieben.“
Saetze wie dein obiger fallen in eine aehnlich Kategorie wie
„Gib mir
mein zu trinken!“
Es gibt so flapsige Konstruktionen in der Umgangssprache, die die Eigenschaft haben sich sehr hartnäckig festzusetzen.
In den 60er Jahren des letzten Jh. gab es in München in der Tegernseer Landstarße die legendäre Pizza-Kneipe von Moses Grünbaum.
Man bestellte da z.B. „Eine große Pizza mit Alles, doppelt Peppers, viele Knofi keine Fisch!“
Das kann ich heute noch im Schlaf runterbeten. Leider ist auch dieser Hort der urigen Gemütlichkeit lange verschwunden.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
Aber wenigstens in der Werbung sollte sie
richtig sprechen.
Neinneinnein, gerade in der Werbung ist das erlaubt was gefällt. Besser gesagt: Muss erlaubt
sein…
„Dann werden Sie geholfen“ ist ja wohl das beste Beispiel. Hätte Verona das „richtig“ gesagt,
wär’s nie und nimmer in den deutschen Sprachschatz übergegangen.
Wenn schon Fingerzeig auf Richtigkeit, dann in der seriösen Berichterstattung…
„Dann werden Sie geholfen“ ist ja wohl das beste Beispiel.
Hätte Verona das „richtig“ gesagt,
wär’s nie und nimmer in den deutschen Sprachschatz
übergegangen.
Verona war aber berühmt für ihre komischen Sätze. Somit hatte es etwas mit ihrer „Persönlichkeit“ zu tun und man konnte es damit verbinden ( Obwohl Verone in Wirklichkeit ziemlich intelligent ist ). In der Thomywerbung fehlt dieser Bezug aber und es klingt einfach nur lächerlich.
schon mal döner gegessen (es wäre übrigens auch eine interessante frage, wieso man in Dland döner und in Ö kebab dazu sagt, wenn doch beide wörter nur die halbe wahrheit abdecken)?
zumindest hier in wien fragt fast jeder kebabverkäufer: „mit alles?“ und seien wir uns ehrlich, „mit allem?“ klingt auch blöd (wer dies nicht glaubt, soll mal beim kebabstand neben dem generali center auf der wiener mariahilferstraße einen kaufen, da hört man diese variante).
ich nehme an, in deutschland ist es nicht anders… und daher meine ich, daß die formulierung „mit alles“ die würzigkeit und kulinarische ausgewogenheit einer deftigen und sich definitiv nicht um grammatik scherenden sauce impliziert… und so sollte es auch sein.
der wiener kennt übrigens auch die formulierung „mit ohne alles“ für das gegenteil.
(es wäre übrigens auch eine
interessante frage, wieso man in Dland döner und in Ö kebab
dazu sagt, wenn doch beide wörter nur die halbe wahrheit
abdecken)?
und warum es zu Anfang der einführung dieses Gerichts in deutschen
Schnellimbissen noch „Gyros“ hieß, bevor es in „Döner“ umschlug …
dascha nu immer die Frage, wem und wie solche Werbung nützt. Ob da
nun vor allem die Dame F. an Popularität gewonnen hat oder vielleicht
doch die Post oder Telekom oder wer’s nu war (wenn ich das nicht mehr
weiß, hat das gar nichts zu bedeuten - ich zähle nicht, bin keine
typische Zielgruppe)… Nach allem, was ich höre, geht’s auch gar
nicht unbedingt primär um den Absatz des beworbenen Produkts, sondern
auch darum, dass die Marke/der Name Tagesgespräch ist…
Wenn mich eine Werbung nervt, mache ich mir das Vergnügen, die
Produkte gerade nicht zu kaufen. (Das bringt denen unerhörte
Umsatzeinbußen!!! *gg*) Ich überlege noch, ob ich Thomy in meine
Boykott-Liste aufnehme.
Da sowohl Thomy als auch Müller Milch zu den Firmen gehören, die bewußt genmanipulierte Stoffe in ihren Produkten einsetzen, tust du nur gut daran, diese Firmen zu meiden.
Ob das der deutschen Sprache hilft, sei dahin gestellt. Für deine Gesundheit ist es aber mit Sicherheit ein Gewinn.
Da sowohl Thomy als auch Müller Milch zu den Firmen gehören,
die bewußt genmanipulierte Stoffe in ihren Produkten
einsetzen, tust du nur gut daran, diese Firmen zu meiden.
Greenpeace dazu eine gute Liste herausgebracht. Da steht auch drin, welche Firma unter welchen Namen ihre Ware noch verkauft.