zum unsinn mit dem cholesterin, viel text
hallo roland,
Cholesterinschädlickeit ist eines der größten Lügen der Pharmaindustie:
Als man die Ablagerungen untersuchte, die Arterien verstopften stellte man fest, dass diese in der gefäßnahen Schicht,viel Cholesterin enthielten. Messerscharf zog man den Schluss daraus, das Cholesterin für die Ablagerungen verantwortlich ist und man begann diesen Nahrungsbestandteil zu verteufeln. Jeder sollte auf seinen Cholesterinspiegel achten und zu cholesterinreiche Nahrung meiden.
Die genauen Zusammenhänge sind Thema eines anderen Aufsatzes. Hier nur das wichtigste. Cholesterin kommt nur in tierischen Nahrungsmitteln vor und ist ein Fettbegleitstoff. Cholesterin wird aber auch im Körper selbst gebildet und ist notwendig zur Bildung von Vitamin D und einigen Hormonen, für die er eine Vorstufe ist. Es gibt einen Kreislauf im Körper. Cholesterin wird von der Leber zu Gallensäuren abgebaut. Diese werden zusammen mit Cholesterin in der Galle in den Darm seziert, um Fette zu emulgieren und aufzunehmen. Mit dem Fett wird das Cholesterin rückresorbiert.
Das Cholesterin durchläuft also einen Kreislauf im Körper. Nun gibt es eine Reihe von Krankheiten, bei denen dieser Kreislauf gestört ist. Hier ist die Produktion von Cholesterin erhöht, oder die Rezeptoren, welche das Cholesterin in die Zellen einschleusen, tun dies nicht im normalen Maße. Als Folge davon ist die Konzentration von Cholesterin im Blut dauerhaft erhöht. (Genauer gesagt die eines Transportkomplexes aus Cholesterin, Protein und Fett). Dann kann es zu den Ablagerungen kommen, die man als Ateriosklerose kennt.
Der Schluss durch Vermeiden von Cholesterin in der Nahrung, könnte man diesen Krankheiten begegnen, ist so naheliegend. Wenn man Patienten auf eine cholesterinarme Diät setzt (wobei die Patienten meist auch noch übergewichtig sind und daher auch so eine Diät bekommen), hat bei Personen die eine Hyperlipoproteinämie haben auch einen Einfluss auf den Cholesterinspeiegel. Was man falsch machte, war dies zum einen auf die Bevölkerung (sozusagen als Prävention) auszudehnen, und zum anderen den Einfluss des Cholesterins alleine zu untersuchen.
Bei einer Diät vermeidet der Patient ja nicht nur Cholesterinreiche Nahrungsmittel, wie Eier oder Hirn, sondern er stellt meistens seine Ernährung um. Es zeigte sich, das ungesättigte Fettsäuren, pflanzliche Sterine und Ballaststoffe, die in solchen Diäten verstärkt vorkamen, die Aufnahme von Cholesterin senkten und so auch den Spiegel im Blut. Dazu kamen Markerversuche, bei denen Personen radioaktiv markiertes Cholesterin aufnahmen, und man untersuchte wieviel sich davon im Blut wiederfand. Das Ergebnis : Nur 20 % des Cholesterins im Blutkreislauf stammte aus der Nahrung. Dies änderte sich auch nicht, wenn man die Versuche länger betrieb. Man erkannte bald, das der Körper erheblich mehr Cholesterin selbst synthetisiert, als er durch die Nahrung aufnimmt. Schafft man es (nur durch viele Einschränkungen) den Cholesteringehalt der aufgenommen Nahrung um 50 % zu senken, so senkt dies den Blutcholesterinspiegel also gerade mal um 10 %. Viel wirksamer sind bei der häufigsten Hyperlipoproteinämie Typ IIb, aber Medikamente welche die Synthese senken. Selbst die bei Diäten vermehrt aufgenommen Ballaststoffe und ungesättigte Fettsäuren können den Cholesterinspiegel wirksamer senken, denn diese wirken nicht nur auf die 20 % Nahrungscholesterin sondern auch auf die 80 % vom Körper gebildetes Cholesterin.
Auch begannen manche Personen etwas nachzudenken. So fragten sich Wissenschaftler, wie Völker wie die Massai bei diesen Tatsachen noch leben können - Diese ernähren sich fast nur von Rindern und Milch - Cholesterin pur. Mehr noch : Bevor der Mensch Ackerbau betrieb, hat er sich einige Millionen Jahre vor allem von Wild ernährt. Wie hat er das die ganze Zeit nur überlebt ?
Ende der 70 er Jahren begann das Umdenken bei den Ernährungswissenschaftlern. Als Anfang der 90 er die Helsinki Studie veröffentlicht wurde, die bei mehreren Tausend Personen über mehr als ein Jahrzehnt den Einfluss von cholesterinreicher und armer Ernährung untersucht hatte, und keinen Unterschied feststellte, begannen auch manche Ärzte umzudenken. Allerdings sind dies bis heute noch zu wenige. Bei gesunden Personen hat der Cholesteringehalt der Nahrung keinen Einfluss darauf ob sich Arteriosklerose bildet. Bei Personen mit Hyperlipoproteinämie kann man medikamentös oft mehr als durch eine Diät erreichen.
Fazit
Sie wundern sich wahrscheinlich, warum diese Irrtümer heute noch verbreitet sind. Manches hören sie auch heute noch in Fernsehsendungen von Köchen, Diätassistenten und leider oft auch von Ärzten. Ich wurde nachdem ich jemanden helfen konnte, der eine Histamin Allergie hatte und bei mehrern Ärzten erfolglos medikamentiert wurde gefragt, warum ich als Lebensmittelchemiker diese Zusammenhänge wusste, und die Ärzte nicht. Ich denke daran sind zwei Dinge beteiligt. Zum einen müssen Lebensmittelchemiker Werbung und Aufmachung von Produkten beurteilen. Dazu müssen sie natürlich wissen, was Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis ist, und wo der Hersteller Dinge behauptet, die nicht beweisbar sind. Dieser Zwang sich laufend auf dem Neuen zu halten haben Ärzte nicht. Man weiß nicht einmal, ob das was sie in der Ausbildung vermittelt bekommen haben der aktuelle Stand der Wissenschaft ist, denn dies gilt natürlich auch für die Lehrenden. Dazu kommt, dass Ernährung nicht gerade ein Hauptfach für Ärzte ist. Sie sind ja auch dazu da Krankheiten zu behandeln, indem sie operieren oder Medikamente verschreiben. Für Fragen der Ernährung sind eigentlich Öktrophologen (Ernährungswissenschaftler) zuständig. Nur wohin geht man zuerst ? Zum Arzt ! Und verweist dieser einen dann zu einer Ernährungsberatung wenn er erkennt, dass er hier nicht zuständig ist ? (Wenn er es überhaupt erkennt…). Im Fernsehen kommen die meisten Ernährungstipps meist nicht von Fachleuten sondern Köchen die bei der Zubreietung von Essen noch betonen wie gesund dieses ist. Ich kann nur sagen, das meiste was ich da höre ist Unsinn. Manch einer hat noch nicht einmal bemerkt, dass seit 1978, also seit mehr als 25 Jahren die gesetzliche Einheit für Energie nicht die Kalorie, sondern das Joule ist. Wer Ihnen heute also noch Energiegehalte in „Kilokalorien“ verkaufen will, hat sich seit 25 Jahren nicht weitergebildet !
Der zweite Grund ist das die Ärzte meiner Meinung nach ein „mechanisches“ Bild des menschlichen Körpers haben. Wie man eine Maschine reparieren kann, so kann man auch den Körper reparieren. Krebs wird herausgeschnitten, Blutgefäße durch Röhren ersetzt, Knochen durch Titan. Selbst der „Motoraustausch“ (Herztransplantation) ist möglich. In dieser einfachen Ursache > Wirkungsbeziehung waren alle hier vorgestellten Beispiel logisch : Zu viel Natrium -> Bluthochdruck. Doch der Mensch ist keine Maschine. Er kann wichtige Parameter konstant halten, auch wenn der Input variiert. Gerade bei der Nahrung ist dies wichtig, denn diese schwankt nicht nur in der Menge sondern auch in der Zusammensetzung. Man muss nur einmal um den Globus reisen um festzustellen wie unterschiedlich sich verschiedene Völker ernähren. Manche fast pflanzlich (Wie viele Völker in Asien fast nur von Reis), manche vor allem von Fisch (Japaner, Eskimos), andere vor allem von Fleisch (Massai). Der Körper kann alle diese Unterschiede auffangen. Das dieses Weltbild falsch ist, zeigt sich auch an anderer Stelle in der Medizin, z.B. bei psychosomatischen Krankheiten die keine organische Grundlage haben.
Im Gegenteil. Man vermutet inzwischen, dass der Verdauungstrakt, der mit 100 Millionen Nervenzellen fast schon 1 % der „Kapazität“ ders Gehirns hat, eine zweite unwillkürliche Steuerung von vielen Körperfunktionen darstellt. Jeder kennt die Situation wenn Darm und Magen in Stresssituationen einem übel mitspielen. Aber viele Wissenschaftler vermuten auch, das hier Regelungskreisläufe unabhängig vom Gehirn arbeiten. Regelungskreisläufe die merken, wenn am Gaumen Aromastoffe vollmundige Nahrung versprechen und im Darm nur Light-Food ankommt. Regelungskreisläufe die Diäten als regelmäßige Hungersnöte interpretieren und mit dem vermehrten Anlegen von Fettpolstern reagieren. Offensichtlich ist nser Darm intelligenter als die Ernährungsindustrie…
So ein Kommentar eines der führendcen Lebensmittelchemiker Deutschlands. Tippfehler sind nicht von mir.
Wenn Dir Dein Arzt sagt, dein C-Spiegel ist zu hoch, wie hoch ist denn der Wert?
Durchschnittlich ist ein Wert von 250, behandlungswert über 400.
Leider versuchen Pharma, Mediziner und Magarineindustrie der Bevölkerung die Schädlichkeit einzureden, mit Riesenerfolg über die Jahrzehnte.
strubbel
d:open_mouth:)