Tilgungsaussetzungsverfahren ? ? ?

Hallo zusammen,
gestern war ein Versicherungsvertreter bei uns und wollte uns eine Kaiser-Rente andrehen. Da hatten wir aber kein Interesse dran und kamen dann kurz über lang auf das Thema Baufinanzierung.
Mein Freund und ich wollten irgendwann mal ein Haus bauen, jedoch können wir uns nicht vorstellen, in naher zukunft ein Eigenkapital von 10 -30% zusammen sparen zu können.
Darauf hin bot uns der Versicherungsvertreter ein Tilgungsaussetzungsverfahren an.
Dort sollten wir (z.B.) 100 € jeden Monat „sparen“ und das ca. 40-50 Jahre lang. Wenn wir diesen Betrag dann ausbezahlt bekämen, wären es ca. 120000 € um den Dreh.
ABer man kann nach ca. 5 Jahren diesen Betrag beleihen, das heissst man kann schon nach 5 Jahren sich eine Wohnung oder ein haus kaufen und zahlt dann „angeblich“ nur diese 100 € weiter + Zinsen ? . Bis man dann bei der Summe von 120000 wieder angekommen ist.
Das ganze hört sich ja gut und schön an, aber wo ist da der Haken ?
Was ist wenn ich mal Arbeitslos werde ? Oder nicht so alt werde bis ich alles abbezahlt habe ? Da gibt es doch sicher noch andere Ecken und Kanten. Wenn ja welche ?
Mich würde das wirklich mal interessieren.

Das klingt nicht besonders gut. Wenn Euer Einkommen nicht aureicht, um eine Baufinanzierung darzustellen, nützen auch keine vorfinanzierten Rentenverträge (vermutlich handelt es sich hier um die Immobilienvariante der Riesterrente).

Rechne aus, was Ihr in 30 Jahren an Miete zahlt. Wenn Ihr für diesen Betrag ein Haus in Eurer Gegend bekommt, würde ich zur Bank gehen.

Ich hab von sowas auch noch nie was gehört. Ich verstehe nur nicht wie das ganze ohne Ecken und Kanten funktionieren soll.
Wir würden in 30 Jahren 169.200 € Miete zahlen, wenn wir da wohnen bleiben würden wo wir jetzt wohnen. Da sind die Nebenkosten noch nicht mit drin. Das es so viel ist hätte ich nicht gedacht… ups.
Macht denn da eine Bank mit ? So ganz ohne Eigenkapital ?

Was genau macht eigentlich den Unterschied bei diesem Tilgungsaussetzungsverfahren und bei Banktilgung.

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Ich hab von sowas auch noch nie was gehört. Ich verstehe nur
nicht wie das ganze ohne Ecken und Kanten funktionieren soll.

Ich auch nicht, deswegen glaube ich nicht, dass es funktioniert.

Nebenkosten noch nicht mit drin.

Nebenkosten hast Du beim Haus auch und die sind evt. sogar noch höher.

Macht denn da eine Bank mit ? So ganz ohne Eigenkapital ?

Das hängt von den Einzelheiten ab. Wenn Du eine bankenunabhängige Finanzierungsberatung willst, schreib mir eine Mail.

Hi,

Was genau macht eigentlich den Unterschied bei diesem
Tilgungsaussetzungsverfahren und bei Banktilgung.

der Zinssatz. Meine Bank hat mir gerade angeboten, meine Rentenversicherung zu beleihen, 8,5% ! :smile: Kein Immobilienkredit ist so teuer. Für €3500 müßte ich monatlich €24,79 Zinsen zahlen. Nullen anhängen kannst Du selbst?

Gruß, Rainer

Hallo zusammen,

Hallo,

gestern war ein Versicherungsvertreter bei uns und wollte uns
eine Kaiser-Rente andrehen. Da hatten wir aber kein Interesse
dran und kamen dann kurz über lang auf das Thema
Baufinanzierung.

bei Kaiser-Rente nehme ich mal an Hamburg-Mannheimer. Korrekt?

Mein Freund und ich wollten irgendwann mal ein Haus bauen,
jedoch können wir uns nicht vorstellen, in naher zukunft ein
Eigenkapital von 10 -30% zusammen sparen zu können.

Es gibt auch noch die Möglichkeit über Genossenschaft(Genotec). Da spart man ein paar Jahre einen höheren Betrag und kann dann ein vielfaches der Genossenschaftsbeteiligung für den Kauf eines Hauses einsetzen, in welchem man dann 25 Jahre Wohnrecht hat und das Vorkaufsrecht zum heutigen Wert.

Darauf hin bot uns der Versicherungsvertreter ein
Tilgungsaussetzungsverfahren an.
Dort sollten wir (z.B.) 100 € jeden Monat „sparen“ und das ca.
40-50 Jahre lang. Wenn wir diesen Betrag dann ausbezahlt
bekämen, wären es ca. 120000 € um den Dreh.

Das ist nichts anderes als eine Lebens- oder Rentenversicherung. Bei der Hamburg-Mannheimer wird dazu gerne Kapitalsparvertrag gesagt, damit das Wort Versicherung nicht auftaucht.

ABer man kann nach ca. 5 Jahren diesen Betrag beleihen, das
heissst man kann schon nach 5 Jahren sich eine Wohnung oder
ein haus kaufen und zahlt dann „angeblich“ nur diese 100 €
weiter + Zinsen ? . Bis man dann bei der Summe von 120000
wieder angekommen ist.

Schöne Grüße an den Vertreter! Das ist Schwachsinn was der euch erzählt hat. Bei guter Bonität bekäme man auch sofort die Finanzierung und sogar ganz ohne Kapitallebensversicherung. Wollt ihr denn allen Ernstes 40-50 Jahre für euer Haus abzahlen?
Bei selbst genutztem Wohneigentum ist eine Finanzierung mit Tilgungsaussetzung in der Regel teurer als ein normales Tilgungsdarlehen.
Bei Darlehen mit Tilgungsaussetzung verringert sich der Darlehensbetrag nicht und man hat nach einer Zinsfestschreibungszeit von z.B. 10 Jahren noch keinen Cent getilgt. Also heute 120.000 Euro aufgenommen sind in 10 Jahren immer noch 120.000 Euro. Heute bei z.B. 5% Zins 6.000 Euro Zinsen pro Jahr könnten in 10 Jahren bei 8% Zins 9.600 Euro Zinsen bedeuten.

Das ganze hört sich ja gut und schön an, aber wo ist da der
Haken ?

Der Haken ist der Vertreter, der bei euch sofort möglichst viel Geld verdienen will!

Viele Grüße

Ralf

Was ist wenn ich mal Arbeitslos werde ? Oder nicht so alt
werde bis ich alles abbezahlt habe ? Da gibt es doch sicher
noch andere Ecken und Kanten. Wenn ja welche ?
Mich würde das wirklich mal interessieren.

Hi,

Hallo Rainer,

Was genau macht eigentlich den Unterschied bei diesem
Tilgungsaussetzungsverfahren und bei Banktilgung.

der Zinssatz.

das ist nicht korrekt. Bei Baufinanzierungen über Lebensversicherung ist der Zins nicht schlechter als bei Banken. Im Gegenteil die Konditionen von Versicherungsgesellschaften sind sogar meistens etwas niedriger.

Meine Bank hat mir gerade angeboten, meine
Rentenversicherung zu beleihen, 8,5% ! :smile: Kein
Immobilienkredit ist so teuer.

Du willst ja keine Baufinanzierung. Bei der Versicherungsgesellschaft könnte das Darlehen noch einen Tick billiger sein. Alternativ kannst du deine Versicherung auch mit Hilfe der Sparschwein-AG beleihen. Mindestdarlehen 5.000 Euro bei ca. 6% Effektivzins.

Viele Grüße

Ralf

Für €3500 müßte ich monatlich
€24,79 Zinsen zahlen. Nullen anhängen kannst Du selbst?

Gruß, Rainer

Hallo zusammen,

gestern war ein Versicherungsvertreter bei uns und wollte uns
eine Kaiser-Rente andrehen.

bei der Hamburg-Mannheimer und auch anderen Ausschließlichkeitsvertretern wäre ich generell vorsicht …

Es gibt auch noch die Möglichkeit über
Genossenschaft(Genotec). Da spart man ein paar Jahre einen
höheren Betrag und kann dann ein vielfaches der
Genossenschaftsbeteiligung für den Kauf eines Hauses
einsetzen, in welchem man dann 25 Jahre Wohnrecht hat und das
Vorkaufsrecht zum heutigen Wert.

Hierzu hätte ich eine Frage. Ich kenne das Konzept auch und es scheint zwar relativ flexibel, jedoch auch teuer. Letztendlich finanzieren die Neuen die bereits Wartenden … wie ein SChneeballsystem … wann platzt das ganze? Und was dann?

Darauf hin bot uns der Versicherungsvertreter ein
Tilgungsaussetzungsverfahren an.
Dort sollten wir (z.B.) 100 € jeden Monat „sparen“ und das ca.
40-50 Jahre lang. Wenn wir diesen Betrag dann ausbezahlt
bekämen, wären es ca. 120000 € um den Dreh.

Das ist nichts anderes als eine Lebens- oder
Rentenversicherung. Bei der Hamburg-Mannheimer wird dazu gerne
Kapitalsparvertrag gesagt, damit das Wort Versicherung nicht
auftauch

schulen ihre Mitarbeiter in Rhethorik und Kundenüberrumpelungstaktik hervorragend, leider z.T. weniger in Fachkompetenz wobei das bei der HM meines Wissens etwas regional abhängig ist.

Ohne Details zu kennen. Ich würde mich nicht darauf einlassen, keinesfalls!!!

Gruß, Alexander

Hallo,

das ist nicht korrekt. Bei Baufinanzierungen über
Lebensversicherung ist der Zins nicht schlechter als bei
Banken. Im Gegenteil die Konditionen von
Versicherungsgesellschaften sind sogar meistens etwas
niedriger.

aha, OK.

Meine Bank hat mir gerade angeboten, meine
Rentenversicherung zu beleihen, 8,5% ! :smile: Kein
Immobilienkredit ist so teuer.

Du willst ja keine Baufinanzierung. Bei der
Versicherungsgesellschaft könnte das Darlehen noch einen Tick
billiger sein. Alternativ kannst du deine Versicherung auch
mit Hilfe der Sparschwein-AG beleihen. Mindestdarlehen 5.000
Euro bei ca. 6% Effektivzins.

thx, nö, hab ich nicht vor, der Vorschlag kam ungefragt.

Gruß, Rainer

Moinsen,

sehe das eigentlich genauso bis auf den Punkt, daß ich Verallgemeinerungen gegen „grundsätzlich“ miese und schlecht ausgebildete Ausschliesslichkeitsvertreter und genauso „grundsätzlich“ gute super geschulte Makler nicht wirklich leiden kann. Es gibt für beides genügend Gegenbeispiele. auch hier im Forum.

Ansonsten schliesse ich mich an das es in diesem Fall eine ungünstige Variante ist, die dort empfohlen wurde.

MfG Michael Rasche

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Hallo Alexander,

Hallo zusammen,

Es gibt auch noch die Möglichkeit über
Genossenschaft(Genotec). Da spart man ein paar Jahre einen
höheren Betrag und kann dann ein vielfaches der
Genossenschaftsbeteiligung für den Kauf eines Hauses
einsetzen, in welchem man dann 25 Jahre Wohnrecht hat und das
Vorkaufsrecht zum heutigen Wert.

Hierzu hätte ich eine Frage. Ich kenne das Konzept auch und es
scheint zwar relativ flexibel, jedoch auch teuer. Letztendlich
finanzieren die Neuen die bereits Wartenden … wie ein
SChneeballsystem … wann platzt das ganze? Und was dann?

Also Schneeballsystem funktioniert anders. Da kannste „Detta(Kriminalhauotkommissar)“ aus Berlin fragen. Man sollte das Genotec-Modell wohl eher mit Bausparen vergleichen, da wartet man auch länger bis zur Zuteilung, wenn nicht genügend neue Kunden kommen.

Viele Grüße

Ralf

Gruß, Alexander

Hallo Michael,

Hallo zusammen,

Moinsen,

sehe das eigentlich genauso bis auf den Punkt, daß ich
Verallgemeinerungen gegen „grundsätzlich“ miese und schlecht
ausgebildete Ausschliesslichkeitsvertreter und genauso
„grundsätzlich“ gute super geschulte Makler nicht wirklich
leiden kann. Es gibt für beides genügend Gegenbeispiele. auch
hier im Forum.

Ansonsten schliesse ich mich an das es in diesem Fall eine
ungünstige Variante ist, die dort empfohlen wurde.

Also ich habe nicht empfohlen dies zu tun, sondern nur darauf hingewiesen, dass es diese Möglichkeit gibt. Manchen Leuten bliebe garnichts anderes über, weil sie ansonsten überhaupt keine Finanzierung bekommen würden oder auf Grund der heutigen Ratings nur eine besonders teure Finanzierung.
Zur Zeit erscheint diese Art des „Eigenheimerwerbes“ teuer. Ich kann mich an Zeiten erinnern als die Zinsen bei 8% lagen. Vieles ist relativ.

Was findest du denn genau schlecht an diesem Produkt?

MfG Michael Rasche

Viele Grüße

Ralf

Frage
Hallo Alexander,

bei der Hamburg-Mannheimer und auch anderen
Ausschließlichkeitsvertretern wäre ich generell vorsicht …

was bist du denn eigentlich? Makler oder Mehrfachagent?

In deiner ViKa steht Versicherungsmakler und dann noch „Firmenkundenberater für Versicherungskonzerne“. Das passt nicht zusammen!

Viele Grüße

Ralf

Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll und hab auch in dieser Art noch nichts davon gehört.
Aber es gibt die möglichkeit der 100% Finanzierung, das heißt ohne Eigenkapital mit der Möglichkeit der Hypothekenvortilgung, die erhebliche Einsparungen bei der Rückzahlung schafft durch kürzere Kreditlaufzeiten. Allerdings ist diese, wie jede Finanzierung vom Einkommen abhängig. Wenn Du dazu nähere Informationen möchtest, kannst du mich gern per E-Mail anschreiben.
Viele Grüße Kathrin

Hypothekenvortilgung! (lang…)

Hallo zusammen,

Auch Hallo,

gestern war ein Versicherungsvertreter bei uns und wollte uns
eine Kaiser-Rente andrehen. Da hatten wir aber kein Interesse
dran und kamen dann kurz über lang auf das Thema
Baufinanzierung.

ah ja :smile:

Mein Freund und ich wollten irgendwann mal ein Haus bauen,
jedoch können wir uns nicht vorstellen, in naher zukunft ein
Eigenkapital von 10 -30% zusammen sparen zu können.
Darauf hin bot uns der Versicherungsvertreter ein
Tilgungsaussetzungsverfahren an.

Vermutlich meinte der „gut geschulte Versicherungsvertreter“ das Modell der sogenannten Hypothekenvortilgung, kurz HVT genannt.

Dort sollten wir (z.B.) 100 € jeden Monat „sparen“ und das ca.
40-50 Jahre lang. Wenn wir diesen Betrag dann ausbezahlt
bekämen, wären es ca. 120000 € um den Dreh.

Mir scheint, der Vertreter hatte dabei nur seine Provision im Auge…

ABer man kann nach ca. 5 Jahren diesen Betrag beleihen, das
heissst man kann schon nach 5 Jahren sich eine Wohnung oder
ein haus kaufen und zahlt dann „angeblich“ nur diese 100 €
weiter + Zinsen ? . Bis man dann bei der Summe von 120000
wieder angekommen ist.
Das ganze hört sich ja gut und schön an, aber wo ist da der
Haken ?

Wie funktioniert das Modell?
Hintergrund ist die Immobilienfinanzierung mittels kapitalbildender Lebensversicherung, die dann beliehen wird und über eine Hypothek gesichert weren soll.

Das heißt:

  • Du schließt eine kapitalbildende Lebensversicherung ab mit einer sehr hohe Versicherungssumme (so dass sie für den Hauskauf ausreicht) – Vorteil für den „Versicherungsvermittler“: sehr (!) hohe Abschlussprovision…
  • Bei der sogenannten HVT schließt Du jetzt diese Versicherung ab und sparst sozusagen schon einmal Kapital an (für Dich hat das den Nachteil, das in den ersten Jahren der Laufzeit der Versicherung kaum Kapital gebildet wird, das fast alles von Deinen Beiträgen von den Provisionskosten und sonstigen Kosten der Versicherung aufgezehrt wird); ein kleiner Vorteil für Dich: Du hast einen Todesfallschutz ab dem ersten Tag.
    Bis hierhin ist es eine „stinknormale“ kapitalbildende Lebensversicherung, allerdings mit einer sehr hohen Versicherungssumme (und wenn der monatliche Beitrag nur 100,-- Euro ist, dann ist auch die Laufzeit sehr, sehr lange…) – in dieser Konstellation ist eher davon abzuraten.
  • Solltest Du später ein Haus oder ETW bauen / kaufen wollen kann/soll die Finanzierung dann über diese Lebensversicherung laufen.
    Das heißt dann: Du bekommst dann den Kredit von der Lebensversicherung.
    Dabei ist die Darlehenssumme vermutlich höher als die Versicherungssumme.
  • Du zahlst dann monatlich die „normale“ Rate in die Lebensverischerung und zusätzlich die Kredtizinsen.
  • Das Darlehen wird dann getilgt mit der Fälligkeit der Lebensversicherung – dabei setzt sich die ausgezahlte Summe aus der Lebensversicherung zusammen aus der garantierten Ablaufleistung (sprich Versicherung) zuzüglich der (nicht garantierten!) Überschüsse.
  • Dabei soll dann (in diesem Modell) die ausgezahlte Summe aus der lebensversicherung mindestens dem Darlehen entsprechen – es ist also ein soganntes endfälliges Darlehen.

Was ist wenn ich mal Arbeitslos werde ?

Diese Risiko hast Du bei jeder Immobilienfinanzierung – das Risiko hast Du auch als Mieter einer Wohnung…

Oder nicht so alt
werde bis ich alles abbezahlt habe ?

Das ist einer der Knackpunkte…Du kannst die Laufzeit der Finanzierung (fall Du denn bauen willst) reduzieren durch deutlich höhere Monatsbeiträge. (Bei einem normalen Annuitätendarlehen der Bank stellst sich eine ähnlich Frage…hier kann man die Laufzeit der Finanzierung durch die Höhe der anfänglichen Tilgung beeinflussen)

Da gibt es doch sicher
noch andere Ecken und Kanten. Wenn ja welche ?

Da gibts noch eine Menge…

  • Meist ist die Prognose der Ablaufleistung der Versicherung (also über die erwirtschafteten Überschüsse) über solch lange Zeiträume einfach zu optimistisch…es sind genügend Fälle bekannt, wo die Ablaufleistung der Versicherung nicht ausreicht, um den Kredit zu tilgen – hier besteht ein erhebliches Risiko!
  • Das Risiko der Vertragslaufzeit!
  • Das Risiko, das Du niemals baust und dann eine absolut teure Versicherung hast, die Du wahrscheinlich sonst nie abgeschlossen hättest…(dann kanst Du zB die Versicherungssumme drastisch reduzieren…beitragsfrei stellen oder kündigen dürfte dann nicht viel bbringen, da die kosten in den ersten Jahren die Bildung von Kapital nicht zulassen…)
  • steuerliches Risiko! Steuerlich hast Du kein Problem, wenn die Ablaufleistung der Versicherung exakt genau dem Darlehensbetrag entspricht…liegt sie höher, musst Du den Ertragsanteil versteuern.
  • über das Risko, dass die Ablaufleistung geringer ist als der Darlehensbetrag habe ich schon oben geschrieben…
  • Auch die Lebesnversicherungen geben meiner Erfahrung nach keine „100%“ oder „110%“ Finanzierung – das heißt, das Du immer noch weiteres Kapital benötigen wirst, um eine Immobilie zu finanzieren. Im Normalfall finanzieren Lebensversicherungen etwa 80% vom sogenannten Beleihungswert (der nicht dem Kaufpreis des Hauses entspricht!)…Hinzu kommen noch Grunderwerbsteuer, Makler- und Notarkosten und Grundbuchkosten, manchmal noch Vermessungskosten…da kommen schnell bis zu 10% des Kaufpreises zusammen…

Mich würde das wirklich mal interessieren.

Soweit in Kürze.

Ein kleiner Tipp: wenn Du nur 100,-- Euro im Monat aufbringebn kannst, dann steck die lieber in einen soliden Aktienfonds zur Vermögensbildung.
Von Immobilienkäufen ohne Eigenkapital und mit geringem Einkommen rate ich grundsätzlich ab!!
(Im übrigen schicke den „Berater“ in die Wüste…die HVT scheint mir nnicht das zu sein, was Du brauchst, sonder ist eines der „Produkte“ wo sich nur einer freut: der Vermittler…

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Gruß von Fennchurch

Moinsen,

kleines Mißverständnis. Das Genossenschaftsmodell kann ich nicht beurteilen. Bezogen auf das Tilgungsaussetzungsmodell sehe ich das nicht grundsätzlich schlecht, aber in dem Posting steht zu wenig um klar ja oder nein zu sagen. Ich habe selbst so angefangen 1991 zu bauen (9 - 10 % Zinsen zu der Zeit). Allerdings habe ich auch alle Infos von meinem damals (ich habe zu dem Zeitpunkt noch nicht im Bereich Versicherungen gearbeitet)zuständigen Ausschliesslichkeitsvertreter bekommen und konnte mir dann natürlich selbst ausrechnen wie teuer es wird. Auf meine Situation bezogen damals war es das richtige Modell. Mit absichtlich kurzer Zinsbindung, da klar war, daß nach kurzer Zeit mein Einkommen stark steigen wird und ich mit Ablauf der Zinsbindung anfangen kann zu tilgen und nicht diese hohen Kosten werde tragen müssen. Das ganze hat sich über die Jahre volllkommen richtig und im Endeffekt kostengünstig herausgestellt. Das sind aber auch Infos, die aus dem Ausgangsposting nicht hervorgehen. Ausserdem gibt es ja auch noch ein paar Risiken mehr.
Z. B. Wie ist die Ablaufsumme im Verhältnis zum Darlehen denn wirklich, wenn es soweit ist. Alle die in dem Bereich arbeiten oder solche Finanzierungen haben kennen das Problem aus den letzten Jahren mit Unterfinanzierung und den damit verbundenen Problemen. Bei dem heutigen Niveau vielleicht nicht soooo schlimm, aber dafür gibt es inzwischen ja die Tendenz, mit fondsgebundenen Produkten zu arbeiten und über die Wertentwicklung kann man auch nur vorsichtig agieren.

Was mich an den Postings ein wenig aus der Hose fahren läßt ist dieses ewige auf Ausschliesslichkeitsverteter einprügeln. Ich bin inzwischen selbst seit 6 Jahren bei einem (leider gerade gekauften Unternehmen) und behaupte das es viele sehr gute Kollegen gibt, die Ihren Job anständig machen. Ich weiss auch nicht, wie oft ich guten Kunden von mir auch Alternativen empfohlen habe, die ich nicht bieten kann und diese Kunden mir gerade deshalb weiterhin vertrauen und wissen das ich mir meine Gedanken darum mache.

Was folgt daraus:

Entscheidend ist nicht die Berufsbezeichnung sondern wie man seinen Job lebt!!!

Nichts für ungut

Michael Rasche

P.S. Vielleicht bin ich auch gerade so angefressen, weil ich in dieser Woche über mehrere krasse Fehler von Maklern & anderen Ausschliesslichkeitsvertretern gestolpert bin.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

dann gibt mir doch bitte hier im Forum Informationen zu diesem Modell oder ist es geheim?

Viele Grüße

Ralf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo FENNCHURCH,

ein paar Ergänzungen und Fragen habe ich noch zu diesem Thema.

  • Meist ist die Prognose der Ablaufleistung der Versicherung
    (also über die erwirtschafteten Überschüsse) über solch lange
    Zeiträume einfach zu optimistisch…es sind genügend Fälle
    bekannt, wo die Ablaufleistung der Versicherung nicht
    ausreicht, um den Kredit zu tilgen – hier besteht ein
    erhebliches Risiko!

Gott sei Dank wurde dieses Risiko in der jüngeren Vergangenheit durch die neue Rechtsprechung zu diesem Thema auch schon auf die Bank verlagert, die je nach Fall bei nicht ausreichender Ablaufleistung auf dem Rest des Darlehens sitzen bleibt.

  • steuerliches Risiko! Steuerlich hast Du kein Problem, wenn
    die Ablaufleistung der Versicherung exakt genau dem
    Darlehensbetrag entspricht…liegt sie höher, musst Du den
    Ertragsanteil versteuern.

Worauf begründest du diese Aussage??? Steuern werden auf jeden Fall abgeführt werden müssen.

  • über das Risko, dass die Ablaufleistung geringer ist als der
    Darlehensbetrag habe ich schon oben geschrieben…
  • Auch die Lebesnversicherungen geben meiner Erfahrung nach
    keine „100%“ oder „110%“ Finanzierung

Das hat nichts mit Erfahrung zu tun. Lebensversicherungsgesellschaften dürfen gar keine 100%-Finanzierung heraus geben!

Ein kleiner Tipp: wenn Du nur 100,-- Euro im Monat aufbringebn
kannst, dann steck die lieber in einen soliden Aktienfonds zur
Vermögensbildung.

Dem stimme ich zu.

Von Immobilienkäufen ohne Eigenkapital und mit geringem
Einkommen rate ich grundsätzlich ab!!

Hängt doch stark von der individuellen Situation ab.

(Im übrigen schicke den „Berater“ in die Wüste…die HVT
scheint mir nnicht das zu sein, was Du brauchst, sonder ist
eines der „Produkte“ wo sich nur einer freut: der
Vermittler…

Stimme ich vollkommen zu!

Ich hoffe, ich konnte helfen.

Gruß von Fennchurch

Viele Grüße

Ralf

Vielen Dank für die vielen Antworten. Waren ein paar brauchbare Tipps für mich dabei.
Ja ich muss auch sagen, die Art wie ich von dem Versicherungsvertreter überrumpelt wurde war recht merkwürdeig.
Ein Freund von mir hat ihn einfach mitgebracht ohne uns davon bescheid zu geben und mich würde es nicht wundern wenn er auch was von der Provision abbekommen hätte, wenn meine Freundin und ich einen Vertrag abgeschlossen hätten.
Ja, es war jemand von der Hamburg-Mannheimer.

Was mich ja im Nachhinein ein wenig zum schmunzeln gebracht hat war, dass dieser Herr mich fragte wieviel ich im Monat für meinen Autokredit tilge.
Als ich ihm die Summe nannte, meinte er, ob dies nicht etwas viel sei und ob es nicht besser wäre wenn ich mehr in mich als in mein AUto investieren würde.
Naja selbst fuhr er mit einem dicken Audi rum. Wahrscheinlich finanziert von überrumpelten Vertragsabschließern.

Ich fand die Art und weise sehr merkwürdig… würde mich mal interessieren ob das eine Masche ist, um die Leute zum Vertragsabschluss zu bekommen.

Moinsen,

es gibt leider genügend Kollegen, die auf diese oder ähnliche Art und Weise versuchen Kunden zu fangen. Verschiedene Gesellschaften sind auch bekannt dafür, daß Sie ihre Mitarbeiter speziell in solchen Techniken schulen. Oft genug klappt es auch. die einfachste Art sich davor zu schützen ist immer:

  • Nie sofort etwas unterschreiben. Es gibt in der Regel keine guten Angebote, die ausgerechnet heute noch unterschrieben weren müssen. Wenn doch, dann hat man monatelang Werbung darüber gesehen oder in den Nachrichten gehört.

  • Eine 2. Meinung einholen. Ob über andere Gesellschaften oder ein Forum oder wie auch immer.

Trotzdem sei noch einmal angemerkt, daß der vorgeschlagene Weg nicht grundsätzlich schlecht ist. Es kommt auf die persönliche Situation an.

Es grüßt

Michael Rasche (der froh ist nicht so arbeiten zu müssen :smile:))

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]