Ich muss eine kleine Arbeit schreiben ueber Markennamen. Koennt ihr mir bitte sagen, ob der folgende Absatz eurer Meinung nach richtig ist? (Bei Tixo bin ich mir ziemlich sicher aber bei Tesafilm kenn ich mich nicht aus…)
„Manche großen Markennamen haben sich so gut eingebürgert, dass man beim Hören des Herstellernamens sofort weiß, um welches Produkt es sich handelt (z.B. Maggi, Persil, Leica). Die nächste Stufe dieses Prozesses, die natürlich nicht alle Namen erreichen, ist die des Apellativums oder Gattungsnamens. Das Warenzeichen verliert in dem Fall seine individuelle Stellung und wird als übergreifender Begriff verwendet (z.B. Eau de Cologne, Knirps, Vaseline). Ein weiteres Beispiel hierfür wäre im Österreichischen Sprachraum ‚Tixo‘, was dem in Deutschland verwendetem ‚Tesafilm‘ entspricht. Beide Namen sind die ursprünglichen Herstellernamen, die häufig statt dem Wort ‚Klebeband’ verwendet werden.“
"Manche großen Markennamen haben sich so gut eingebürgert,
dass man beim Hören des Herstellernamens sofort weiß, um
welches Produkt es sich handelt (z.B. Maggi, Persil, Leica).
„Maggi“ und „Persil“ sind doch nicht die Herstellernamen. „Maggi“ wird von Nestlé hergestellt, „Persil“ von Henkel. Nestlé dürfte bei den meisten eher die Assoziation Kaffee hervorrufen, Henkel möglicherweise Waschmittel, da in der Werbung der Herstellername jeweils platziert ist. „Leica“ als Beispiel finde ich schon besser, da der Name der Firma, die noch mehr als nur Kameras herstellt, meistens auf dieses prominente Produkt reduziert wird. Weiteres Beispiel: „Haribo“ für Gummibärchen aller Art.
Die nächste Stufe dieses Prozesses, die natürlich nicht alle
Namen erreichen, ist die des Apellativums oder Gattungsnamens.
Tippfehler: Ap p ellativum
Das Warenzeichen verliert in dem Fall seine individuelle
Stellung und wird als übergreifender Begriff verwendet (z.B.
Eau de Cologne, Knirps, Vaseline).
Weitere Beispiele: Fön, Warenzeichen der AEG. Oder Q-Tip als Stäbchen zum Reinigen der Ohren. Oder Tempo/Kleenex als Taschen-/Kosmetiktuch. Oder Fa/duschdas als Duschgel.
Ein weiteres Beispiel hierfür wäre im Österreichischen Sprachraum ‚Tixo‘, was
dem in Deutschland verwendetem ‚Tesafilm‘ entspricht. Beide Namen
sind die ursprünglichen Herstellernamen, die häufig statt dem
Wort ‚Klebeband’ verwendet werden."
Du kannst hier noch eine Klammer setzen, und zwar: „Tesa(film)“.
„…Das Warenzeichen verliert in dem Fall seine individuelle
Stellung und wird als übergreifender Begriff verwendet (z.B.
Eau de Cologne, Knirps, Vaseline). Ein weiteres Beispiel
hierfür wäre im Österreichischen Sprachraum ‚Tixo‘, was dem in
Deutschland verwendetem ‚Tesafilm‘ entspricht. Beide Namen
sind die ursprünglichen Herstellernamen, die häufig statt dem
Wort ‚Klebeband’ verwendet werden.“
Stimmt! - Ich kannte „Tixo“ nicht aber dafür nur „Tesafilm“… -
Der Absatz ist also richtig!
Viel Erfolg für die Arbeit!
Gruß, Matuja
„Maggi“ und „Persil“ sind doch nicht die Herstellernamen.
„Maggi“ wird von Nestlé hergestellt, „Persil“ von Henkel.
Nestlé dürfte bei den meisten eher die Assoziation Kaffee
hervorrufen, Henkel möglicherweise Waschmittel, da in der
Werbung der Herstellername jeweils platziert ist. „Leica“ als
Beispiel finde ich schon besser, da der Name der Firma, die
noch mehr als nur Kameras herstellt, meistens auf dieses
prominente Produkt reduziert wird. Weiteres Beispiel: „Haribo“
für Gummibärchen aller Art.
Da hast du natuerlich recht… aber so genau mach ich in dem Fall den Unterschied nicht zw. Hersteller und Produkt. Maggi ist die ‚Marke‘ und das Produkt ist dann ‚Maggi Kraeutersuppe‘ oder so was. Es geht in der Arbeit (fuer dt. Sprachwissenschaft) vor allem ueber Namensfindung etc.
Die nächste Stufe dieses Prozesses, die natürlich nicht alle
Namen erreichen, ist die des Apellativums oder Gattungsnamens.
Tippfehler: Ap p ellativum
Ich hatte erst 2p!! Aber dann hat mir das Rechtschreibprogramm ‚gesagt‘, dass 1 p weggehoert. Werde es ‚rueckverbessern‘. Danke! :o)
Weitere Beispiele: Fön, Warenzeichen der AEG. Oder Q-Tip als
Stäbchen zum Reinigen der Ohren. Oder Tempo/Kleenex als
Taschen-/Kosmetiktuch. Oder Fa/duschdas als Duschgel.
Foen und Tempo find ich gut, die werd ich noch dazunehmen!
Du kannst hier noch eine Klammer setzen, und zwar:
„Tesa(film)“.
Danke fuer deine Hilfe!! Wie immer super Beitraege von dir :o)
Bethje
bei maggi handelte es sich lange vor der globalisierung tatsächlich um einen eigennamen, der für suppen stand:
zitat:
Wir kochen und essen immer schneller. Am Beginn der Revolution unserer Essgewohnheiten stand die Fertigsuppe des Schweizers Julius Maggi. Jetzt hat das Traditionsunternehmen in Kemptthal seine Pforten geschlossen
aus: http://www.g26.ch/texte_ursuppe.html
und persil war ein kunstwort aus perborat und silikat, das auch lange vor procter und gamble *erfunden* wurde,
zitat:
Persil setzt sich zusammen aus Perborat und Silicat. Das sind zwei chemische Grundstoffen des Waschmittels. Das Kaiserliche Patentamt zögerte bis 1917 den Namen Persil als Warenzeichen einzutragen, da man ihn mit dem französischen Wort für „Petersilie“ verwechseln könne.
ich könnte mir im pharmazeutischen Bereich ebenfalls solche Verallgemeinerungen vorstellen, da hier wegen der Patente für neue Medikamente eine recht lange Zeit vergehen kann, bis andere nachziehen können. Beispiel: Aspirin. Jeder bezeichnet acetylsalicylsäurehaltige Schmerztabletten als Aspirin, egal, ob er es von Bayer oder Ratiopharm nimmt.
Dann fällt mir noch Bullrich-Salz ein, das schlichtes Natron ist. Ich habe aber schon Rezepte gesehen, wo in den Zutaten Bullrich stand. Es gibt bestimmt noch mehr Beispiele.
Hallo Bethje,
aus Österreich fällt mir da noch ein: Feh (statt Tempo).
Und dann „silanisieren“ für „weichspülen“ (weiß nicht, ob es das in Deutschland auch gegeben hat).
Grüße
Irene
P.S.: im Englischen gibt es glaube ich auch noch: to hoover für staubsaugen.
Zur Ergänzung der schon genannten Markennamen fällt mir ein, daß bei uns gaaanz früher „Rama“ für Margarine stand.
Dann gibts viele chemische Produkte, deren Markenname sich stellvertretend für das Produkt eingebürgert haben (z.B. die Textilien „Nylon“ für Polyamid, „Kevlar“ für Polyaramid, beides Markennamen des Herstellers DuPont).
wenn du noch Zeit, ein wenig Geld und einige Lust hast, dann schau auch da mal rein:
Hartwig, Lödige, Tesa, Tuc, und Teddybär Das große Lexikon der rätselhaften Wörter, Ullstein. ISBN 3-550-07157-4 Buch anschauen (Sonderangebot, Restexemplar)
Ich habe noch nie mit Klebeband gearbeitet, sondern immer nur mit Tesa, egal welcher Hersteller darauf stand. In den USA ist das, glaub ich, SCOTCH.
hallöchen, bethje:smile:
mir fallen noch ein:
xerox, aus dem sogar das verb *xerokopieren* wurde;
tipp-ex ist auch ursprünglich ein firmenname,
pampers
taft
und in österreich *obi* für apfelsaftschorle (oder, wie wir eben sagen:
ein *obi g’schpritzt* g*
lg.jenny
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Danke fuer den Tipp!
Ich habe noch nie mit Klebeband gearbeitet, sondern immer nur
mit Tesa, egal welcher Hersteller darauf stand. In den USA ist
das, glaub ich, SCOTCH.
aus Österreich fällt mir da noch ein: Feh (statt Tempo).
Und dann „silanisieren“ für „weichspülen“ (weiß nicht, ob es
das in Deutschland auch gegeben hat).
silanisieren?? Ich bin ja auch aus Oesterreich aber DAS hab ich noch nie gehoert - vielleicht was speziell Wienerisches?! ;o)
P.S.: im Englischen gibt es glaube ich auch noch: to hoover
für staubsaugen.
Zur Ergänzung der schon genannten Markennamen fällt mir ein,
daß bei uns gaaanz früher „Rama“ für Margarine stand.
Ja, daran kann ich mich auch noch erinnern.
Dann gibts viele chemische Produkte, deren Markenname sich
stellvertretend für das Produkt eingebürgert haben (z.B. die
Textilien „Nylon“ für Polyamid, „Kevlar“ für Polyaramid,
beides Markennamen des Herstellers DuPont).
"Manche großen Markennamen haben sich so gut eingebürgert, dass man :beim Hören des Herstellernamens sofort weiß, um welches Produkt es :sich handelt (z.B. Maggi, Persil, Leica).
schreibst:
„Manche großen Markennamen haben sich so gut eingebürgert, dass man beim Hören des vom Hersteller gegebenen Namens sofort weiß, um welches Produkt…“
dann ist bestimmt auch Christopher zufrieden.
Das ist übrigens kein neues Phänomen, schon meine Großmutter sagte immer zur Frischhaltefolie „Frappanfolie“. Erst nach der Wende habe ich mitbekommen, dass das auch ein Markenname ist, der zu einem Hersteller mit Sitz in der späteren DDR gehört. Komisch eigentlich, ich hätte nicht gedacht, dass es Frischhaltefolie schon so lange gibt.
schreibst:
„Manche großen Markennamen haben sich so gut eingebürgert,
dass man beim Hören des vom Hersteller gegebenen Namens sofort
weiß, um welches Produkt…“
dann ist bestimmt auch Christopher zufrieden.
Der hatte sich diesbezuegl. gar nicht beschwert… :o) Habe 1 Jahr Jura studiert, demensprechend war auch meine Sprache - habe das aber wieder abgelegt, weil mich keiner mehr verstanden hat. Man kann’s auch uebertreiben und grad der Professor fuer den die Arbeit ist, hat’s gern kurz und buendig. :o)
Das ist übrigens kein neues Phänomen, schon meine Großmutter
sagte immer zur Frischhaltefolie „Frappanfolie“. Erst nach der
Wende habe ich mitbekommen, dass das auch ein Markenname ist,
der zu einem Hersteller mit Sitz in der späteren DDR gehört.
Komisch eigentlich, ich hätte nicht gedacht, dass es
Frischhaltefolie schon so lange gibt.