Tochter (20Mon.) haut u. kneift andere Kinder

Hallo Zusammen, ich weiß mir im Moment keinen anderen Rat, vielleicht könnt ihr mir helfen. Meine Tochter kann absolut nicht mit anderen Kindern spielen, nimmt deren Spielzeug weg, es soll alles ihrs sein, kommt ihr ein Kind zu nahe, fängt sie an dem Kind in die Haare zu ziehen, ins Gesicht zu kneifen, zu schubsen oder zu beißen. Ich kann nur noch dazwischen gehen. Wenn ich ihre eins auf die Finger gebe guckt sie weg zu anderen Kindern und ist gleich abgelenkt und stört sich nicht weiter was ich sage.Jetzt probier ich es mit konsequenten Strafsitzen neben mir. Dann darf sie erst nicht weiter spielen und regt sich tierisch auf. Darf sie weiter spielen geht es von vorne los.Wir sind jetzt in einer Mutter-Kind-Gruppe (Vorstufe zur Loslösegruppe) seit 3 Wochen(1xWo.)und da haut sie auch nur. Wenn sie zu Hause oder auch dort nicht ihren Willen bekommt haut sie mit ihrem Kopf ganz gewaltig auf den Fußboden. Zu Hause muß sie dann ab sofort in ihr Zimmer gehen und kann wiederkommen bis sie sich beruhigt hat, sie soll doch lernen das soetwas auch Konsequenzen hat.
Meine Frage: Ist das eine Phase die sie durchmacht um zu testen wie weit sie gehen kann, das geht jetzt seit fast 8 Wochen so. Oder könnt ihr Tips geben wie ich am besten damit umgehen kann. Sonst kann sie so lieb sein. Ach ja, nächstes Jahr bekommt sie auch ein Geschwisterchen.

Vielen Dank schon mal im Voraus. Bin für jeden Tip dankbar.

Lieben Gruß Silke

off topic
Hallo,

solange noch niemand auf deine Frage im anderen Brett geantwortet hat, kannst du deine Frage noch selber löschen. Der Button befindet sich unten rechts im Artikelfeld.

Gruß
Sticky

jetzt habe ich es dank Dir auch endlich gefunden… ist gelöscht!-)

Hallo Silke,
deine Tochter hat leider gelernt, sich negative Aufmerksamkeit zu holen, d.h. lieber Strafsitzen, geschimpft bekommen, als brav sein und Mama sitzt einfach am Sandkastenrand rum und beachtet einen nicht so, wie gewünscht.
Wenn deine Tochter wieder handgreiflich wird: Fertige sie mit einer ganz knappen Begründung ab, meinetwegen mit einem scharfen „Wir hauen nicht!“ und widme dich SOFORT dem Kind, welches geschädigt/gehauen wurde, tröste es, sprich mit ihm und drehe dich von deiner Tochter weg, dass sie spürt, dass ihr negatives Verhalten keine Vorteile bringt. Auch wenn du schäumst, halte dann deiner Tochter keine Standpaucke, motz sie nicht voll, verkneife dir den Text, auch wenn’s sehr schwer ist. Mit Standpaucken ist ist in dem Alter überfordert und kriegt dann doch die ne dicke Portion Negativ-Zuwendung, die sie dir aus dem Kreuz leiern wollte!
Spielzeug generell als „meins“ zu betrachten ist in dem Alter normal, und das sollten die Minis - wenn es nicht zu krass wird - unter sich ausmachen. Gruppendynamik kann da sehr heilsam sein. Was helfen kann sind Angebote wie: „Ihr könnt doch abwechselnd spielen, erst spielt das Mädchen mit der Sandschaufel, und du mit dem Sieb, und dann tauscht ihr“ In dem Alter können die Kinder noch nicht adäquat auf Konflikte reagieren und hauen/kreischen/wüten deswegen.
Versuche auch einfach „nacheinander“-Spiele mit ihr zu spielen, damit sie lernt abzuwarten, z.B. leere Plastikflaschen aufstellen, die nacheinander mit einem Ball umgekegelt werden dürfen. So lernt deine Tochter, dass es auch andere Spielkameraden gibt, und wie man gleichzeitig ein Spiel spielen kann.
Später wirst du über dein ruppige Maus lächeln, ganz bestimmt…

Hi!

Das zweite Jahr ist das schlimmste. Sie können schon so viel, und verstehen so wenig…

Meine Tochter kann absolut
nicht mit anderen Kindern spielen, nimmt deren Spielzeug weg,
es soll alles ihr`s sein, kommt ihr ein Kind zu nahe, fängt
sie an dem Kind in die Haare zu ziehen, ins Gesicht zu
kneifen, zu schubsen oder zu beißen.

Ähm - sie ist 20 Monate! Sie ist zu klein zu begreifen, wie teilen und zusammen spielen funktioniert!

Ich kann nur noch dazwischen gehen.

ja, und genau das solltest Du auch tun. Immer und immer wieder. „Nein, das tut xy weh!“, und die Hand festhalten, das ganze Kind festhalten (wenn es beißen will.) DAS IST SO BEI SO KLEINEN KINDERN!

Wenn ich ihre ein`s auf die Finger gebe

Das würde ich gleich einmal lassen. „Du sollst niemandem weh tun! Das machen nur böse Kidner!“ Patsch, und Mama haut hin… Sehr logisch.

Wenn sie zu Hause oder
auch dort nicht ihren Willen bekommt haut sie mit ihrem Kopf
ganz gewaltig auf den Fußboden. Zu Hause muß sie dann ab
sofort in ihr Zimmer gehen und kann wiederkommen bis sie sich
beruhigt hat, sie soll doch lernen das soetwas auch
Konsequenzen hat.

Noch einmal: sie ist 20 Monate! Sie verleiht ihrem Frust Ausdruck, und dafür wird sie bestraft…

Meine Frage: Ist das eine Phase die sie durchmacht um zu
testen wie weit sie gehen kann, das geht jetzt seit fast 8
Wochen so. Oder könnt ihr Tips geben wie ich am besten damit
umgehen kann.

Nein, es ist keine Phase, es ist schlicht altergemäßes Verhalten. Ja, es ist eine Phase, denn wenn sie älter und reifer wird, wird es besser.

Wie geht man damit um? Indem man sich immer wieder klar macht, daß so kleine Kinder einfach noch nicht anders KÖNNEN. Indem man eingreift, wenn es nötig ist, aber keinerlei Einsicht und vor allem noch keinen dauerhaften Lernerfolg erwartet - selbst wenn das Kind versteht, was Du von ihm willst, wird es das in dem Alter wahrscheinlich im nächsten Moment vergessen haben. Was Du brauchst ist Geduld, Geduld, Geduld - und noch viel mehr Liebe.
Denn das Trotzalter kommt erst, und wenn sie jetzt schon ihren Dickkopf zeigt, dann kann das - noch dazu mit einem Geschwister und möglicher Eifersucht - noch lustig werden.

Tip?
Schaff Dir ein dickes Fell an und gaaanz viel Baldrian.

alien

Hallo

Das Kind ==>

… kommt ihr ein Kind zu nahe, fängt
sie an dem Kind in die Haare zu ziehen,
ins Gesicht zu kneifen, zu schubsen oder
zu beißen.

und

Die Mutter ==>

Wenn ich ihre ein`s auf die Finger gebe
guckt sie weg zu anderen Kindern und
ist gleich abgelenkt und stört sich nicht
weiter

und

Meine Frage: Ist das eine Phase die sie durchmacht um zu
testen wie weit sie gehen kann, das geht jetzt seit fast 8
Wochen so.

Nö, ich denke, es ist einfach ein gelehriges Kind,
und wenn Du ihr ein paar „wegen Fehlverhalten“
verpasst, wird das schon richtig sein, dann macht sie
das mit den Kindern „wegen deren Fehlverhalten“ eben
auch. Sie schaut sich eben Einiges ab :wink:

Die zusätzliche Abstraktion „Erwachsene dürfen böse
Dinge, die Kinder nicht dürfen“ kommt erst in ca.
1 1/2 Jahren …

Grüße

CMБ

Sicherheit geben
Hallo Silke,

auf keinen Fall eins auf die Hand geben. Das ist „Aua“ für die kindliche Hand und vor allem für die kindliche Seele.

Ob Deine Tochter Dich hier nachahmt, weiß ich nicht. Auch mein Sohn hat eine Zeit lang (mit ca. 24 Mon.) gebissen (allerdings nur uns Eltern) obwohl wir niemals körperliche Gewalt gegen ihn angewendet haben.

Zeigen Kinder sehr aggressives Verhalten gegenüber anderen Kindern kann das auch daran liegen, dass sie etwas im Leben, z.B. eine Trennung der Eltern, nicht verkraften/verstehen, einfach hilflos sind. So kleine Kinder können sich nicht mit Worten mitteilen.

Die Aggressivität kann aber auch ohne derartige Lebensumstände einfach auf Hilflosigkeit beruhen.
Ich habe oft Mütter von 1 bis 2jährigen am Sandkastenrand sitzen sehen (wenn überhaupt dort und nicht sogar auf der weit entfernten Bank), die niemals eingriffen, wenn es derartigen Trouble im Kasten gab. Sie vertraten die Meinung, die Kinder lernen am besten, wenn man sie machen läßt.
Aber:
In dem Alter sollte man auf keinen Fall nur von außen zusehen und die Kinder das unter sich ausmachen lassen.
Denn:
Wie sollen sie es unter sich ausmachen, wenn sie gar nicht wissen wie. darum muß man es immer und immer wieder zeigen. Die Kinder nicht nur schimpfen sondern führen und auch loben.

Was kannst Du vor Ort tun:
Deine Tochter festhalten und klipp und klar sagen: „Gehauen/gebissen/… wird nicht! Das tut xy weh. Wer haut/beißt/… darf hier nicht spielen!“

Sollte das nicht gleich helfen: „So nicht! Hör auf damit! Wenn Du noch einmal haust/beißt/… gehen wir nach Hause!“ das mußt Du dann auch durchziehen! Sonst glaubt sie nicht an die Konsequenz.

Schimpf auch nicht zu laut. Muß nicht jeder hören. Auch ein Kind fühlt sich vorgeführt, wenn es an den Pranger gestellt wird. Und es wird dann auf taub stellen.

Spielzeugschlacht:
Wenn Deine Tochter einem anderen Kind was wegnimmt, dann gibst Du es dem Kind zurück und sagst ihr: „Nein, das hatte xy zuerst.“ Oder „Nein, das gehört xy. Das kann man nicht einfach wegnehmen, da muß man erst fragen.“ Und dann fragst Du das Kind stellvertretend für Deine Tochter. Wenn das Kind nein sagt, erklärst Du es Deiner Tochter: „xy möchte … uns jetzt nicht geben. Dann spielen wir eben was anderes…“

Wenn jedoch ein Kind Deiner Tochter was wegnimmt, mußt Du genauso da sein und dem anderen Kind erklären, dass man das nicht macht. Damit Deine Tochter sieht, dass auch ihr „Recht“ geschieht.

Und das immer und immer wieder. Das lernt ein Kind nicht beim ersten Mal.

Wenn sie mit dem Kopf auf den Boden haut:
Setz Dich zu ihr auf den Boden, nimm sie in den Arm und beruhige sie so. (z.B. hin und her schaukeln, vielleicht auch was singen)
Du nimmst sie ja sicher auch mal so, ganz ohne Grund, in den Arm. Deshalb wird sie das Kopfschlagen nicht gleich mit der Kuscheleinheit verbinden. Vielmehr gibt ihr das Sicherheit in ihrer Verzweiflung.

Fazit:
Mit vielen Streicheleinheiten, vielen liebevollen aber klaren Anweisungen und konsequentem Verhalten Deinerseits wird sich das Aus-sich-geraten Deiner Tochter schneller legen als Du denkst.

Wichtig ist vor allem im Hinblick auf die kommende Trotzphase, dass Du sie ernst nimmst. Auch mal ihr Wille sollte erfüllt werden - nicht nur Deiner. Im Alltag oft schwer umzusetzen, aber mit kleinen Zugeständnissen machbar: Welche Straßenseite gehen wir. An welcher Stelle im Sandkasten setzen wir uns hin. Welche Strumpfhose (auch wenn sie nicht zum restlichen Outfit paßt)…

Viel Kraft und Gelassenheit!
Claudia

Hallo Silke,

soziale Kompetenz muß auch erst erlernt werden. Kinder in diesem Alter spielen noch nicht wirklich aktiv miteinander, was aber nicht heißt, dass sie andere ignorieren.
Sie spielen dann eben nebeneinander oder machen auch schonmal einander nach.
Das Spiel miteinander kommt erst ab ca. 3-3,5 Jahren

Kleinkinder drücken ihre Emotionen direkt ohne Umschweife oder Filter aus. Sie sind in ihrem Handeln noch sehr körperlich, da eine sprachliche Auseinandersetzung bei einem Konflikt noch viel zu schwer für sie ist.

(Dass der Klapps auf die Finger genau das Gegenteil von dem bewirkt was Du möchtest, weißt Du ja inzwischen…wenn Mama das macht muß das ok sein)

Sie muß jetzt lernen, dass sie durch das was sie selbst tut, anderen Kindern „aua“ machen kann oder „heileheile“
Viele regelmäßige Kontakte sowohl zu gleichaltrigen, als auch zu älteren Kindern (meiner Meinung nach die besseren Partner, weil größere Kinder schon verständnisvoller sind und nicht gleich alles was schiefgeht mit barer Münze zurückzahlen) erleichtern Deinem Kind das Erlernen von Regeln die das soziale Zusammenleben ermöglichen.

Stärken kannst Du diese Entwicklung auch, wenn Du möglichst oft bewußt mit ihr Situationen beobachtest und diese aktiv beschreibst- also miterlebst-, in denen andere (Kinder oder Erwachsene) miteinander etwas tun.

Schau auch mal hier rein, vielleicht findest Du hier auch noch Tipps:
http://www.familienhandbuch.de

Gruß
Maja

Hallo,

meine Tochter hat ab und zu auch mal solche Reaktionen. Haare ziehen, kneifen und am liebsten mit Spielzeug dem anderen Kind auf den Kopf schlagen!

Wenn es zu arg wird habe ich dann eingegriffen, aber eigentlich nie. Denn ihr Hauptspielpartner war und ist ein ein Jahr älterer Junge. Der hat es dann meistens auch „verdient“! Mit kleineren Kindern geht sie eher „mütterlich“ sorgsam um.

Wenn Sie mal mit uns Rabatz macht (auf dem Boden liegt und schreit) dann tröste ich sie erst und wenn sie nicht aufhört, dann gehts in ein anderes Zimmer. Ich lasse sie aber immer zurückkehren. Geschlossene Türen gibt es nicht.

Eigentlich kommt das aber alles ziemlich selten vor. Wir bemühen uns schon, dass sie auch in vielen Dingen mal ihren Kopf durchsetzen kann. Irgendwie nimmt sie es dann leichter, wenn wir mal auf stur stellen!

Weder Geschrei noch Klapse solltest Du verwenden! Das geht gewaltig nach hinten los! Denn diese Verhaltensweise lernen sie hauptsächlich von DIR.

So ein Verhalten zerstört auch das Selbstbewusstsein. Ein andere Nachbarsjunge bekommt häufig geschimpft (so laut, dass wir es mitbekommen). Den seine Fähigkeit zu kommunizieren ist stark eingeschränkt und der Frust darüber zeigt sich in Diebstahl und Zerstörung von Dingen… ein Teufelskreislauf.

Eencockniedo

Hallo

Wenn Du sie haust, nur einen Klaps auf die Finger und NICHT mit der hand, die Hand ist die liiebende Hand der Mutter, nimm dazu etwas anderes.

Isolietren ist gut und nicht beachtung schenken.
Also wenn Du Ihr die ganze sache mal gut zund verständlich erklärt hast, dann das nächste mal nur isolieren und/oder Klaps auf finger geben. KEINE, absolut keine Beachtung geben, dh auch nicht schimpfen, denn dies ist Beachtung und ausserdemm weiss sie ja genau, wieso es diese Konsequenzen hatte.

Schemke Ihr dafür während und nach einem guten Verhalten lobend besonders viel Beachtung, damit sie merkt, gutes verrhalten erzeugt Beachtung, schlechtes das Gegenteil.

Hallo,

Wenn Du sie haust, nur einen Klaps auf die Finger und NICHT
mit der hand, die Hand ist die liiebende Hand der Mutter, nimm
dazu etwas anderes.

Am besten einen Rohrstock oder was?Man schlägt Kinder überhaupt nicht,Punkt und aus.Die Kleine lernt doch dann nichts anderes als hauen.Was sie dann an andere Kinder weiter gibt.

Isolietren ist gut und nicht beachtung schenken.
Also wenn Du Ihr die ganze sache mal gut zund verständlich
erklärt hast, dann das nächste mal nur isolieren und/oder
Klaps auf finger geben. KEINE, absolut keine Beachtung geben,
dh auch nicht schimpfen, denn dies ist Beachtung und
ausserdemm weiss sie ja genau, wieso es diese Konsequenzen
hatte.

Hallo,wir reden hier von einen 20 mon.alten Kleinkind.Natürlich muss sie lernen wo ihre Grenzen sind,doch das lernt sie nicht durch Isolation,dadurch kriegt sie höchstens Angst und fühlt sich ungeliebt.

Schemke Ihr dafür während und nach einem guten Verhalten
lobend besonders viel Beachtung, damit sie merkt, gutes
verrhalten erzeugt Beachtung, schlechtes das Gegenteil.

Ja,das ist richtig,mehr die guten Sachen loben und schlechtes Verhalten nicht kommentieren.
Wenn die Kleine wieder ein anderes Kind haut, beißt u.s.w Das andere Kind trösten ,sie nicht weiter beachten,macht sie es wieder,das andere Kind wieder trösten und einfach den Ort des geschehens verlassen.Später ihr in Ruhe erklären,warum ihr weggegangen seit.Dadurch lernt sie aus ihren schlechten Verhalten und nicht durch wegsperren.
Wenn sie etwas möchte genau überlegen, ob es denn so schlimm wäre ihr den Gefallen zu tun.Wenn es etwas ist was sie wirklich nicht soll,einfach nein sagen und begründen „warum“.Bevor sie in eine Trotzsituation kommt für Ablenkung sorgen.

Meine Meinung!

Liebe Grüsse Sabine

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Hallo Zusammen, vielen Dank an Euch alle. Ihr habt mir einiges klar gemacht. Wenn ich ihr als Strafe eines auf die Finger gebe, lebe ich es ihr ja nur vor. Das werde ich als erstes einmal ändern.

Man steht da erstmal ziemlich hilflos vor.

Vielen Dank für die vielen Ratschläge und ich habe mir auch einiges davon eingeprägt und versuche es möglichst gut umzusetzen.

Man muss sich halt auch in sie hineinversetzen.

Liebe Grüße

Silke

Hallo,

ich möchte mich noch ganz „persönlich“ für die ausführliche Antwort bedanken. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht und in einigen Argumenten auch die Augen geöffnet.

Vielen Dank

Silke

Hallo Silke,

der Inhalt deines letzten Absatzes untermauert meinen Gedanken, dass deine Tochter nicht willkürlich aggressiv auf andere Kinder reagiert. Das hat einen fundamentalen Grund. Es könnte sein, dass sie auf ihr Geschwisterchen schon eifersüchtig ist, bevor es auf der Welt ist. Es gibt da jemanden, mit dem sie mit einem Mal deine Aufmerksamkeit teilen muss, und noch dazu kann man diesen Jemand nicht sehen. Außenstehende fragen nach deinem Wohlbefinden, und so erahnt sie durch deine Vorfreude Veränderungen in ihrem Familienleben, die sie nicht einschätzen kann. Diese Ahnungen verunsichern und machen Angst. Angst macht aggressiv.
Und dann soll sie in eine Kindergruppe (Loslösegruppe), in einer Situation, in der ihr alles andere als nach loslösen zumute ist? Vielleicht ist die Gruppenstunde momentan nicht das Richtige für sie.
Du wirst bei all ihrer Verunsicherung mit Symptombekämpfungen nicht weit kommen. Es nützt kein Schimpfen, Schlagen, Wegzerren oder Reden.

Vielleicht hilft es Euch, wenn du in den Zeiten, in denen du dich um sie kümmerst (zusammen essen, sie anziehen, mit ihr spielen, Schmusestunden, sie baden, sie zu Bett bringen) besonders intensiverst. Ich stelle mir vor, dass sie von dir Zeichen und Gesten braucht, die Eure Verbundenheit bestätigt.

Auf der anderen Seite würde ich sie Zuhause nicht gerade hofieren oder ihr eine 24-Stunden-Animation anbieten. Aber sie sollte einerseits ihre Gelassenheit wiederfinden, anderseits Lust auf andere Kinder bekommen. Und wenn sie diese Lust zeigt, dann kannst du Bedingungen stellen: kein Hauen, kein Kneifen und kein Wegnehmen von Spielsachen, sonst muss sie von den Kinder fernbleiben (ich würde sie bei der nächsten Rangelei ohne große Worte aus dem Geschehen herauspflücken und mit ihr Heimfahren), nämlich bei dir Daheim, wo es ziemlich langweilig sein kann, weil nur schmusen mit der Mama oder im Haushalt helfen auf die Dauer nicht der Bringer ist. Vermutlich legt sie so diese Hau-Marotte in ein paar Wochen ab.

Grüße
Ricarda

Hallo Silke,

die anderen haben ja schon viel gesagt deshalb hier nur eine Anmerkung zu diesem Satz:

Wenn sie zu Hause oder auch dort nicht ihren Willen bekommt haut sie mit ihrem Kopf
ganz gewaltig auf den Fußboden.

Das erinnert mich an meinen Großen der dieses „Nase schubbern“ auch in diesem Alter aus Protest gemacht hat *grins*

Nun, ich hab ihm stets gesagt das es nicht in Ordnung ist und dann dieses Verhalten ignoriert (Der Papa leider nicht, wär sonst vielleicht eher vorbei gewesen). Letztlich vorbei war es aber erst als er meinte dies auch auf einem Asphaltiertem Weg tun zu müssen *aua*. Er hatte eine ordentlich blutige Nase, die natürlich Weh tat und war um eine schmerzhafte Erfahrung reicher. Ich hab ihn versorgt und getröstet und gleichzeitig klar gemacht das es halt bei diesem Verhalten passieren kann(ganz ruhig natürlich). Danach hab ich nie wieder ein Wort über diesen Vorfall verloren, auch nicht wenn er sich anschickte zu bocken. Es fiel ihm wohl immer wieder ein und somit war dieses Thema gegessen und vom Tisch *gg*

Was die anderen Verhaltensmuster angeht haben dir die anderen ja schon genug geschrieben. Einschreiten aber nur kurz und prägnant und dann ausgiebig sich mit dem unterlegenen beschäftigen. Es ist wichtig das Kinder lernen das nicht negatives Verhalten längere Aufmerksamkeit bringt sondern Positives Verhalten. Also wenn es mal eine Schokolade teilt ob mit Mama oder wem auch sonst immer loben usw.

Gruß
Ninobi

Hallo,

Wenn Du sie haust, nur einen Klaps auf die Finger und NICHT
mit der hand, die Hand ist die liiebende Hand der Mutter, nimm
dazu etwas anderes.

Am besten einen Rohrstock oder was?Man schlägt Kinder
überhaupt nicht,Punkt und aus.

Aha, keine diskussion Du bist im recht ich im Unrecht? Dann solltest du es aber beweisen können. Es gibt etliche Studien zur Körperstrafe (ist nicht gleich Prügel) und die Auswirkung auf später.
Quintessenz der Studien: WENN man das Kind liebt und diese Liebe auch zeigt, dann hat ein Klapps für das Kind im Vorschulalter als Konsequenz sich später positiv auf die Kinder ausgewirkt. Ohne diese gezeigte Liebe oder wenn das Kind ein gewisses Alter erreicht hat, hat esv negative auswirkungen auf das Kind. Also die studien dazu sind differenzierter als deine Meinung.

Die Kleine lernt doch dann
nichts anderes als hauen.Was sie dann an andere Kinder weiter
gibt.

Nein, die Kleine lernt dann, dass negatives Verhalten negative Konsequenzen hat.

Isolietren ist gut und nicht beachtung schenken.
Also wenn Du Ihr die ganze sache mal gut zund verständlich
erklärt hast, dann das nächste mal nur isolieren und/oder
Klaps auf finger geben. KEINE, absolut keine Beachtung geben,
dh auch nicht schimpfen, denn dies ist Beachtung und
ausserdemm weiss sie ja genau, wieso es diese Konsequenzen
hatte.

Hallo,wir reden hier von einen 20 mon.alten
Kleinkind.Natürlich muss sie lernen wo ihre Grenzen sind,doch
das lernt sie nicht durch Isolation,dadurch kriegt sie
höchstens Angst und fühlt sich ungeliebt.

Du willst weder Klapps geben noch isolieren und trotzdem (mit Konsequenzen?)ihm zeigen dass es nicht gut ist? Wie denn bitte?
Die isolation muss natürlich altersangepasst sein, dh sehr kurz. Auch aus diesem Grunde ist eben ein klapps auf die Finger besser, weil das Kind dies besser annimmt, als andere konsequenzen

Schemke Ihr dafür während und nach einem guten Verhalten
lobend besonders viel Beachtung, damit sie merkt, gutes
verrhalten erzeugt Beachtung, schlechtes das Gegenteil.

Ja,das ist richtig,mehr die guten Sachen loben und schlechtes
Verhalten nicht kommentieren.
Wenn die Kleine wieder ein anderes Kind haut, beißt u.s.w Das
andere Kind trösten ,sie nicht weiter beachten,macht sie es
wieder,das andere Kind wieder trösten und einfach den Ort des
geschehens verlassen.

Da stimme ich Dir zu

Später ihr in Ruhe erklären,warum ihr
weggegangen seit.

VORHER, das sagen, nicht später. Danmn weiss sie sofort, warum sie nicht beachtet wird und schlägt vieleicht einmal weniger.

Dadurch lernt sie aus ihren schlechten
Verhalten und nicht durch wegsperren.

Das eine tun, das andere nicht lassen, oder eben statt wegsperren den klaps auf die Finger.

Wenn sie etwas möchte genau überlegen, ob es denn so schlimm
wäre ihr den Gefallen zu tun.Wenn es etwas ist was sie
wirklich nicht soll,einfach nein sagen und begründen
„warum“.

Ergänzend: dafür etwas anderes anbieten

Bevor sie in eine Trotzsituation kommt für Ablenkung
sorgen.

Das finde ich auch gut

Meine Meinung!

wenn nicht ganz, so doch zu einem grossen teil teile

Liebe Grüsse
Beat

Hallo SB,

Quintessenz der Studien: WENN man das Kind liebt und diese
Liebe auch zeigt, dann hat ein Klapps für das Kind im
Vorschulalter als Konsequenz sich später positiv auf die
Kinder ausgewirkt.

Ehrlich mal, wie bescheuert muß einer sein, der sein
Kind schlägt, *weil* er es liebt.

Ich verstehe noch, dass einer sein Kind schlägt,

  • weil er von diesem genervt ist und sich angegriffen fühlt,
  • weil er ernstlich glaubt, dass böse Kinder geschlagen werden müssen,
  • weil er selbst zu wenig Disziplin hat,
  • weil er psychisch nicht gesund ist.

All dies sind Dinge, die menschlich sind, sie
entsprechen einer gewissen „Lebenswirklichkeit“.

Diese eingangs genannte „Liebe“ sieht dann doch
eher nach einer Schutzbehauptung aus.

Nein, die Kleine lernt dann, dass negatives Verhalten
negative Konsequenzen hat.

Vor allem aber, wie seine „Vorbilder“
Situationen lösen, die nach „negativem Verhalten“
aussehen.

Grüße

CMБ

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Hi!

Quintessenz der Studien: WENN man das Kind liebt und diese
Liebe auch zeigt, dann hat ein Klapps für das Kind im
Vorschulalter als Konsequenz sich später positiv auf die
Kinder ausgewirkt.

Na servas, das klingt ja nach tiefstem Mittelalter!
Davon abgesehen: daß etwas nicht schadet, beweist noch nicht, daß es nützt und vor allem nicht, daß es KEINEN BESSEREN WEG gibt.

Die isolation muss natürlich altersangepasst sein, dh sehr
kurz. Auch aus diesem Grunde ist eben ein klapps auf die
Finger besser, weil das Kind dies besser annimmt, als andere
konsequenzen

Noch VIEL besser ist es, den tätlichen Angriff zu unterbinden.
Das geht natürlich nur, wenn man nicht zehn Meter entfernt seinen Kaffee schlürft…
Mit Kleinkindern hat man den Anspruch auf Ruhe und Frieden und ungestörte Gemütlichkeit für einige Zeit einfach verloren. Wobei es natürlich überlebensnotwendig ist, sich immer wieder einmal bei der Beaufsichtigung vertreten zu lassen. *g*
IRGENDWANN erfolgt dann die Einsicht, das Kind legt sein falsches Verhalten ab. Aber sicher nicht mit 20 Monaten!
In dem Alter kann ein Kind zwar verstehen, WAS man von ihm will, und manchmal (eher selten) sogar rechtzeitig daran denken, aber es versteht nicht, WARUM man es will.

Übrigens: Die Verwendung des Ausdrucks „Konsequenzen“ für Strafen liegt zwar im Trend, ist aber irritierend, da dieser Begriff ursprünglich „erfunden“ wurde, um _sich aus dem Verhalten zwingend und ohne elterliches Zutun ergebende_ Folgen von den willkürlichen Folgen (Strafen) abzugrenzen.

alien

Stimmt: Keine Diskussion
Hallo,

Sabine schrieb so treffend:

Man schlägt Kinder
überhaupt nicht,Punkt und aus.

Aha, keine diskussion Du bist im recht ich im Unrecht? Dann
solltest du es aber beweisen können. Es gibt etliche Studien
zur Körperstrafe (ist nicht gleich Prügel) und die Auswirkung
auf später.

Quintessenz der Studien: WENN man das Kind liebt und diese
Liebe auch zeigt, dann hat ein Klapps für das Kind im
Vorschulalter als Konsequenz sich später positiv auf die
Kinder ausgewirkt.

Lustig, daß Du Sabine sagst, sie solle es belegen können, Du selbst aber nennst „etliche Studien“ - und belegst es nicht.

Aber Sabine hat Recht: Punkt und aus. Körperliche Züchtigung ist hierzulande nämlich schlichtweg nicht erlaubt. Und was Du erzählst, ist schlichtweg Mist - Verzeihung.

MfG,
Nike

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Lustig, daß Du Sabine sagst, sie solle es belegen können, Du
selbst aber nennst „etliche Studien“ - und belegst es nicht.

Wer etwas als absolut behauptet muss es normalerweise belegen.
Studien habe ich nicht zur Hand, aber wenn du Dich wirklich sehr dafütr interessierst und sie auch liest, werde ich mir die Mühe machen, sie zu suchen.

Aber Sabine hat Recht: Punkt und aus. Körperliche Züchtigung
ist hierzulande nämlich schlichtweg nicht erlaubt.

Im Internet gibt es nicht EIN Land. Ausserdem ist immer noch die Frage, was körperliche Züchtigung ist

MfG,
Beat