Tod des Hundes

Hallo,

Fall:

29 jährige alleinstehend.
Sie hat einen Hund, 14 Jahre alt
Dieser Hund ist seit seiner 8 Lebenswoche bei ihr.
Diese Hund ist ihr ein und alles.
Dann stirbt der Hund.(muß wegen Altersschwäche eingeschläfert werden)

Frage:
Ist es eigentlich normal, wenn eine Erwachsene es nicht schafft, den Tod des Tieres zu verkraften?
Wenn bei jeder kleinen Gelegenheit Tränenausbrüche kommen.
Wenn sie noch Wochen danach trauert als ob das Kind gestorben ist.
Wenn sie kein Spaß mehr an gar nix hat.

Kann soetwas normal sein?
Oder hat sie vielleicht irgendwelche allgemeinen Probleme mit Tod und Sterben?

Wie kann man da helfen?

Vielen Dank

…wie man da helfen kann?

Ganz einfach, - schenk ihr einen Neuen :wink:

gruß
rolf

Klar kann das sein, daß sie so lange trauert. Schließlich kennt sie ihn schon sehr lange und hat sie lange Zeit begleitet. Gönne ihr ihre eigene Art, zu trauern und laß ihr die Zeit, die sie braucht. Man läßt erst dann los, wenn es die Zeit dazu ist…

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Hallo,

der Hund lebte 14 Jahre mit ihr, das ist wie ein Kind für sie gewesen.Ich finde soetwas auch ganz furchbar, schliesslich ist es ein Lebewesen.
Die Idee mit einem neuen Hund finde ich nicht schlecht, lass sie aber mit entscheiden. Nicht nur den passenden Augenblick.
Manu

Denke, dass es normal ist. Habe meine Katze vor ein paar Wochen einschläfern lassen. Die ersten drei Wochen habe ich wegen jeder Kleinigkeit geheult, weil einem einfach alles zu nahe geht. Das fängt damit an, dass man sich zwingen muß beim Einkaufen an den Tierfutterregalen vorbei zu gehen etc… Die ersten Tage konnte ich die Häfte wieder aus dem Wagen ausräumen…

Wenn man einen engen Bezug zu dem tier hatte, dann erinnert wirklich jeder SChritt an das Tier. Angefangen, dass einem das Essen nicht mehr schmeckt, weil vielleicht der Lieblingskäse auch der Katze immer soooo gut geschmeckt hat über Lieblingsplätze etc…

Nach dem ersten Monat gings dann so langsam wieder. Jetzt muß ich nur manchmal ganz kurz schluchzen, wenn besondere Situationen auftreten. Am Anfang hat mein Partner sich da auch furchtbar drüber aufgeregt (der kannte die Katze nicht so lange und hat auch sonst keinen Bezug zu Tieren) jetzt nimmt er mich einfach nur mal kurz in den Arm und drück mich. Das tut gut. Es ist komisch, auch wenn ich immer behauptet habe es ist nur ein Tier und es auch nur wie ein Tier behandelt habe (also ohne darin einen Partnerersatz etc. zu sehen) fühlt man sich doch manchmal einsam. Meine Katze hat zum Beispiel die letzten zwei Jahre mehr oder weniger im Büro gelebt, weil mein Partner ne Katzenhaarallergie hatte und noch jetzt vermisse ich die Begrüßung am Morgen und bin verleitet nach der Katze zu suchen, wenn sie nicht an der Tür steht, bis mir halt wieder einfällt, dass sie gar nicht mehr da ist…

Mir hats für den Anfang geholfen ein Bild auf den Laptop zu packen damit man das Tier zumindest virtuell begrüßen und verabschieden kann…hört sich blöd an, hat aber am Anfang wirklich geholfen um das Tier nicht in der halben Wohnung zu suchen
daneben habe ich mir ein schönes Bild in die Wohnung gestellt. Jetzt nach fast vier Monaten wird der Verlust langsam erträglich und auch die Lücken lassen sich so langsam füllen.

Kann mir gut vorstellen dass die Lücken bei einem Hund noch größer sind, da man hier seinen Tag ncoh sehr viel mehr um das Tier herum organisieren muß und ja schon alleine die Spaziergänge viel Zeit in Anspruch genommen ahben.

Fazit: Trauer ist völligst normal, wird aber in unserer Gesellschaft irgendwie nicht akzeptiert, weil die meisten damit nicht umgehen wollen/können. Laß Deine Freundin trauern und nimm sie ab und an mal in den Arm. Wenns nach nem halben Jahr nciht sichtlich besser wird, dann würde ich sie in ne Selbsthilfegruppe stecken oder ihr wirklich ein neues Tier besorgen.

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Hallo Nathalie,

Ist es eigentlich normal, wenn eine Erwachsene es nicht
schafft, den Tod des Tieres zu verkraften?
Wenn bei jeder kleinen Gelegenheit Tränenausbrüche kommen.
Wenn sie noch Wochen danach trauert als ob das Kind gestorben ist.
Wenn sie kein Spaß mehr an gar nix hat.
Kann soetwas normal sein?
Oder hat sie vielleicht irgendwelche allgemeinen Probleme mit
Tod und Sterben?

Ich kenne einige, durchaus lebenstüchtige Frauen und Männer, die
so etwas auf ähnliche Weise erfahren und durchlebt haben.
Es gibt auch keine „Norm“, nach der die Trauer über den Verlust eines
Hundes geringer sein muss als die über den Verlust eines Menschen.
Auch die Dauer von einigen Wochen würde ich nicht als nicht normal
oder pathologisch ansehen.

Wie kann man da helfen?

Wenn die Frau wirklich wegen ihrer intensiven Trauer Zweifel an ihrer
„Normalität“ bekommen hat, sollte sie versuchen, diese Zweifel zu
zerstreuen, am ehesten vielleicht, indem sie Gespräche mit
Hundeleuten sucht, die ja meist ähnliche Erfahrungen und ein
entsprechendes Verständnis haben.
Die Empfehlung „Kauf dir 'nen Neuen“ erscheint mir eher uneinfühlsam.
Auf diese Idee wird sie leicht selber kommen, wenn die Trauer
abgeebbt sein wird. Andererseits kenne ich auch Personen, denen die
baldige Anschaffung eines neuen Hundes die Trauer über den
verstorbenen erleichtert hat. Forcieren, sozusagen als Therapeutikum,
würde ich das aber nicht. Sie könnte sich aber im Tierheim oder bei
Züchtern mal umsehen. Falls es dann mal klickt…

Grüsse
Nescio

Hi,

Wie kann man da helfen?

indem du für sie da bist, sie mal in den Arm nimmst und indem du sie nicht als unnormal abstempelst, weil sie um „nen Köter“ weint als sei ihr Kind gestorben.

Tiere bleiben quasi ihr Leben lang „Kind“, müssen ständig umsorgt werden weil sie sich nicht selbst helfen können. Und jemanden 14 Jahre zu versorgen prägt und es ist irgendwie logisch, dass da plötzlich ein riesiges Loch entsteht.

Es fängt bei Kleinigkeiten an: Man kommt zur Wohnungstür, 14 Jahre lang hörte man dahinter leises Wuffen - jetzt Stille. Man geht in die Küche, 14 Jahre lang kam jemand mit um sich irgendwas zu erbetteln - jetzt is(s)t man allein. Von diesen Beispielen gibt es eine ganze Menge, der Hund fehlt also - obwohl es ja nur ein Hund war - an allen Ecken und Enden.

Lass ihr die Zeit, die sie braucht. Der Hund meiner Eltern ist vor fast 5 Jahren gestorben, sie haben sich nach nicht mal 4 Wochen bereits einen neuen gekauft um nicht mehr so sehr zu trauern. Auch wenn ich glücklich für diesen Hund bin (damals 6 Jahre alt, 5 davon in Tierheimen verbracht, verhaltensgestört und es hätte ihn wohl nur noch eine Einschläferung erwartet) habe ich das meinen Eltern bis heute nicht wirklich vergeben, denn mit dem anderen Hund bin ich aufgewachsen, er war wie mein kleiner Bruder. Hört sich blöd an, ist aber so.
Ich weine nicht mehr um diesen Hund, ich denke sogar nur noch selten an ihn aber eine gewisse Trauerzeit hatte ich damals (er ist auch keines natürlichen Todes gestorben, vielleicht hat das die Sache noch ein bisschen schlimmer gemacht für mich) und über diese Zeit musste ich zwar grundsätzlich allein hinwegkommen aber eine Umarmung ist in so einer Zeit viel mehr wert als Vorwürfe man würde zu sehr trauern etc.

Liebe Grüße
Sue

Hallo Nathalie,

ich bin nur Laie, das vorweg.

Vor rund 20 Jahren, als ganz junge Frau, mußte ich meinen Hund einschläfern lassen. Er hatte mich durch eine schwere Kindheit begleitet, war sehr oft mein einziger Tröster in tiefer Trauer. Das Einschläfern gehört zu den schlimmsten Erlebnissen, die ich hatte - der Entschluss, JETZT zu fahren und nicht doch noch einen Tag abzuwarten, der Blick des Hundes beim Arzt, das letzte Atmen - das ist heftig.

Wenn ich heute mit meinem jetzigen Hund beim Tierarzt bin und es kommt jemand weinend aus dem Sprechzimmer, dann kommen die Erinnerungen und ich muss fast mitheulen.

Dabei bin ich NICHT alleine, habe Mann und Familie und bin bis auf ein paar Kleinigkeiten relativ stabil :wink:

Ein paar Wochen seit dem Tod des Hundes Deiner Freundin sind NIX im Vergleich zu der langen Zeit und dem vermutlich innigen Verhältnis. Ich gehöre nicht zu denen, die Tiere mit Menschen gleichsetzen, aber das eigene Haustier kommt einem Familienmitglied schon sehr nahe, gerade wohl auch bei alleinstehenden Menschen. Das kann wohl nur verstehen, wer ähnliches erlebt hat.

Fazit:

Kann soetwas normal sein?

Absolut.

Wie kann man da helfen?

Zuhören, vielleicht trösten. NICHT damit, dass sie wieder einen Hund haben kann, und NICHT damit, dass es ja „nur“ ein Tier war - aber ich denke, das machst Du nicht, sonst hättest Du hier gar nicht gefragt.

Viele Grüße,

Inselchen

Hallo Nathalie

29 jährige alleinstehend.
Sie hat einen Hund, 14 Jahre alt
Dieser Hund ist seit seiner 8 Lebenswoche bei ihr.
Diese Hund ist ihr ein und alles.
Dann stirbt der Hund.

29 - 14 (- 1) --> 14!

D.h., es gibt Deine Freundin „ohne Hund“ gar nicht.
Der Hund ist sozusagen „in ihrem Gehirn mit verdrahtet“.
Sie kennt sich selbst nur „mit Hund“.

Sie muss also erst neu lernen, wie man „ohne“
klarkommt. Das entspricht quasi einem völlig
neuen Leben. Das Gehirn braucht wieder Zeit,
um sich anzupassen. Je älter - desto länger (imho).

Kannst Du das wirklich nicht verstehen?

Grüße

CMБ

Hallo,

ich finde das nicht unnormal. Ich bin selbst eher hart im Nehmen und gelte als ziemlich gefühlskalt. Als vor einigen Jahren meine Katze plötzlich starb (hatte sie 10 Jahre lang von Welpe an), habe ich tagelang zuhause geheult. Die Beziehung zu einem Hund ist noch etwas intensiver, da der Hund als Rudeltier, welches seit Jahrtausenden auf Kommunikation mit dem Menschen selektiert wurde, besser sichtbare Signale eigener Zuneigung zum Herrchen/Frauchen aussendet.

Ich habe seit 2 Jahren einen sehr alten Hund aus dem Tierheim. Mir graut es jetzt schon vor dem Tag, an dem es zu Ende sein wird. Ein Tier hängt an Dir auf eine bedingungslose Weise, wie es kaum ein Mensch kann (das ist auch gut so).

Wenn Du deutlich die Einstellung „das war doch nur ein Tier“ vertrittst, würde ich empfehlen, Dich von der armen Frau fernzuhalten, bis sie sich ein bißchen gefangen hat. Ansonsten gibt es für Leute, die dafür empfänglich sind, viele Bereiche im Internet, die sich mit dem Verlust eines geliebten Haustieres beschäftigen, Stichwort „Regenbogenbrücke“. Für mich wäre das nichts, aber vielen Leuten hilft das.

Das beste wäre ein neuer Hund, aber sie sollte sich zuerst einbißchen fangen. Sonst sucht sie zu sehr nach einem identischen Ersatz, den es nicht geben kann - das wäre auch unfair dem neuen Hund gegenüber.

Gruß,

Myriam

Hi,
bin kein Psychologe, vorab… eher das krasse Gegenteil: Homo Ratio durch und durch und Gefühle sind was für Weicheier (oder so :smile: Aber gaaaanz empfindlich reagiere ich auf den nahenden Tod unseres Hundes, meine Lebensgefährtin würde höchstwahrscheinlich genauso „absacken“, wenn sie alleine wäre. Selbst mir (eher gefühlskalt) zieht sich der Magen zusammen, wenn ich daran denke „Da ist bald nix mehr“. Sei es das morgendliche Ritual, wenn sie schwanzwedelnd vorm Bett steht, sobald ich aufwache, das Betteln in der Küche, die Fahrradtouren, das Kraulen, den Trost den sie spenden kann undundund.
Das beste, was Du jetzt machen kannst ist feinfühlig auf sie reagieren: braucht sie Ablenkung? Braucht sie ein Kummerkasten? Braucht sie neue Hunde um sich herum?
Stell Dich bitte nicht hin, zeig mit dem Finger auf sie und meine „Wie gehst Du denn ab? Stell Dich mal nicht so an, das ist doch nicht mehr normal ist das nicht!“ Es ist nicht normal, SO aus der Bahn zu fliegen, aber wer ist schon normal? Sie weiß schon, dass es nicht ihr „normales“ Leben ist, dafür braucht sie dich nicht, das auch noch festzustellen. Eher Beistand (wie auch immer der geartet sein mag)

Gruß
jartUl

PS:
Und in gewisser Weise WAR es ein Kind (unmündiges Familienmitglied, dass alleine nicht überlebensfähig ist), dass gestorben ist, nur halt kein menschliches.
Und wenn Du Dir mal vor Augen hälst, dass etwa die Hälfte ihres Lebens jemand da war, der auf einmal weg ist, wird ihre Reaktion doch etwas „normaler“, oder?

Hallo Nathalie,

zunächst kann ich an dem von Dir beschriebenen nichts ungewöhnliches bzw. beunruhigendes feststellen: ein lieber Freund (Tierliebhaber sehen das so und bezeichnen besonders [Ihren] Hund[e] so) stirbt und darüber wird getrauert. Würde diese (m. E. völlig normale) Trauer verhindert oder unterdrückt, wäre das m. E. Besorgnis erregender.

Wie und wie lange jemand trauert, ist sehr sehr individuell (unabhängig von Lebensalter usw.) - beim Verlust des Lebenspartners (Mensch) gelten bis zu drei Jahre Trauerzeit als normal und manche benötigen länger, ohne dass man sich deshalb um diesen Menschen ernsthaft Sorgen machen müsste (aus med. Sicht). Führt die Trauer zu Depression, bzw. „leidet“ der Trauernde und nimmt Schaden daran, scheint zumindest ärztliche Beobachtung und ggf. Therapie hilfreich und nötig.

Hilfe leisten kannst Du, indem Du (im Hintergrund) da bist, zuhörst, Verständnis für die Trauer zeigst, diesbezüglich nicht drängelst und kristisierst . . . Weitergehende Hilfe solltest Du m. E. nur geben, wenn sie das ausdrücklich wünscht und Du das auch leisten kannst.

Quatsch !
Sorry, aber diese Aktion würde garantiert danebengehen !

Viele Grüße,

Inselchen

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Ich liebe diese allgemeingültigen Wahrheiten, als ob hier jemand vom heiligen Gral getrunken hätte… Zumindest im Psychologiebrett könnte man doch Worte wie „QUATSCH, GARANTIERT NIE!“ vermeiden?! Meine Tante hatte nix Besseres zu tun als nach der Beerdigung ihres 15jährigen Rauhaardackels Hundefotos anzugucken… und zwar keine des Schatzis, sondern eines neuen!! Was ham wir da Bauklötze gestaunt… (knapp 2 Wochen später war’s dann soweit: ein neuer Kläffer konnte die Nachbarschaft terrorisieren)
Der Tip „kauf ihr n neuen“ könnte hinhauen, wenn sie so gestrickt ist wie meine Tante (ich hoffe nicht :wink:. Aber du hast recht, dass es in den meisten Fällen daneben gehen würde!

gruß
jartUl

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…wie man da helfen kann?

Ganz einfach, - schenk ihr einen Neuen :wink:

gruß
rolf

Sorry, aber diese Aktion würde garantiert danebengehen !

klappt bei meiner Großmutter seit Jahrzehnten.

Schönen Gruß

Christian

Hallo,

soweit ich sehen kann, haben Dir die anderen hier schon geantwortet im Hinblick auf die Trauer.

Aber!

Fall:

29 jährige alleinstehend.
Sie hat einen Hund, 14 Jahre alt
Dieser Hund ist seit seiner 8 Lebenswoche bei ihr.
Diese Hund ist ihr ein und alles.

Das ist das wirkliche Problem! Wie kann man denn ein Hund als ein und alles haben? Sicherlich auch ein Grund, warum sie alleinstehend ist.

Leider kann ich die Frage danache, wie man da helfen kann nicht beantworten. Sicherlich ist der Hinweis eventuell einen Gesprächstherapeuten aufzusuchen nicht schlecht.

Also grundlegend ist es problematisch anzusehen, dass der Hund eine so hohe Wertstellung in ihrem Leben hatte.

Vielleicht bekommst Du hier noch in diesem Sinn eine Expertenantwort.

Besten Gruß
Mathias

Hi Nathalie,

es haben Dir ja schon viele geantwortet. Nur zur Vervollständigung Deiner Statistik:

Auch ich finde nichts Ungewöhnliches am Verhalten Deiner Freundin.

Als meine Katze starb, die mit mir aufgewachsen war, konnte ich 5 Tage lang nicht zur Schule gehen (mit ärztlichem Attest), weil es mir so dreckig ging.

Und als unser letzter Hund starb, war meine Mutter über ein Jahr „in Trauer“. Vollständig verwunden hat sie Ronjas Tod immer noch nicht, das heißt, sie vermißt sie immer noch. Und das ist jetzt 7 Jahre her.

Du gehörst anscheinend eher nicht zu dieser Sorte Menschen, aber es gibt sie: Menschen, die zu einem Tier eine enge Bindung herstellen und denen das Tier fast so wichtig ist wie ihre menschlichen Gefährten.

Was Du für Deine Freundin tun kannst, ist das gleiche, was Du tun würdest, wenn ihre Schwester o.Ä. gestorben wäre. Sei für sie da, hör ihr zu, versuch, sie zu verstehen. Laß sie reden von ihrem Hund und ihrem Vermissen.

Und schenke ihr noch keinen neuen Hund! Das ist viel zu früh.

Liebe Grüße,
Nike

Hi Nike,

es haben Dir ja schon viele geantwortet. Nur zur
Vervollständigung Deiner Statistik:

Wenn du es so verstehst, müsste ich die Statistik
dann aber etwas ausgleichen. Ich kann es zwar akzeptieren,
dass jemand so stark und lang trauert, aber für mich
persönlich nicht nachvollziehen.
Unsere Katze war 18 Jahre bei uns. Wir mussten sie
in Zimbabwe zurücklassen, weil wir ihr die Strapazen
einer Relokation nach Saudi Arabien in ihrem Alter
nicht antun wollten (drei Jahre vorher ist sie von
Johannesburg nach Harare beinahe gestorben). Ja, ich
hab geheult.
Aber diese Intensität der Trauer kann ich nicht nachvoll-
ziehen. Wahrscheinlich bin ich ein kalter Fisch.
Aber, wegen der Statistik und so, dachte ich, ich
erwähne das mal.

Grüße
Elke

PS: wahrscheinlich stimmt das mit dem Fisch, denn wenn
ich an meine Trauerreaktionen beim Tod meiner Eltern denke,
auch da bin ich im Vergleich kalt geblieben. Was nichts
daran ändert, dass ich mich oft und gern auch heute
an meine Eltern erinnere.

Aber diese Intensität der Trauer kann ich nicht nachvoll-
ziehen. Wahrscheinlich bin ich ein kalter Fisch.
Aber, wegen der Statistik und so, dachte ich, ich
erwähne das mal.

Vermutlich besteht aber auch ein Unterschied, denn Deine Katze ist ja nicht tot. Sie hat es ja auch ohne Dich gut (hoffe ich zumindest).

Gruß,

Myriam
*sehr kalter Fisch*

Hiho,

Wenn du es so verstehst, müsste ich die Statistik
dann aber etwas ausgleichen.

Ja, verstehe ich. Ich schrieb ja auch in meiner Antwort, daß es durchaus Menschen gibt, denen es nicht so ergeht. Das war ganz und gar nicht abwertend gemeint. Da sind Menschen eben emotional verschieden. Und über ein Tier nicht lange zu trauern, ist nix Verwerfliches. :smile:

Liebe Grüße,
Nike