Tod in Hamburg

Hi,

in hamburg ist der kameruner drogendealer nach gabe eines brechmittels gestorben. Ich möchte etwas wissen:

1.) Seit wann war der kameruner in deutschland?
2.) Welchen status hatte dieser kameruner: asylant, asylbewerber (seit wann?), sozialhilfeempfänger, illegal…?
3.) Waren irgendwelche verfahren gegen ihn anhängig? Wenn nicht:
Warum wurden keine rechtsmittel gegen ihn eingelegt, obwohl er als drogendealer polizeibekannt war? Wie oft und seit wann war er auffällig?

Das sind fragen zu den fakten. Aber meine weitergehende frage an euch:

Würde dieser kameruner noch leben, wenn er, sobald seine kriminelle neigung offenbar wurde, rechtzeitig genug abgeschoben worden wäre?

Ist u.u. eine zu laxe ausländerpolitik schuld am tod des kameruners? Und u.u. auch am tod und an den gesundheitlichen schäden von inländern?

martin

Ja, er würde noch leben.

B2

Hi martin,

mir ist es völlig wurscht, ob der kameruner nun nun als asyslant eingereist ist oder nicht.

Tatsache ist, dass HH die regelung der zwangsweisen behandlung hat und bei diesme vorgehen generell schwere körperverletzung nicht ausgeschlossen werden kann. Daher muss, wenn jemand zum erbrechen gebracht wird, besondere sorgfalt sein. Diese ist in offensichtlich grob fahrlässiger form vernachlässigt worden. Aber zur klarstellung. Dies ist - auch wenn ich überhaupt kein freund von Schill bin, keine massnahme der CDU/Schill regierung sondern wurde noch im vorwahlkampf von der SPD und den Grünen in HH beschlossen. Der tod dieses kameruners wird von mir verurteilt.

Gruss Günter

Hallo Martin,

Gegenfrage: Wenn in Namibia ein zahnärztlicher Patient an einer (nun mal nicht verhinderbarer) allergischen Reaktion auf die lokale Betäubung verstirbt, würde dann der Patient noch leben, wenn man den Zahnarzt vorher nach Deutschland abgeschoben hätte?

Als Argument gegen eine Zu laxe Ausländerpolitik ist das reichlich konstruiert, findest Du nicht auch?

Oliver

Hallo Günter,

inwiefern ist man denn nicht sorgfältig genug vorgegangen? Sicher hast Du genauere Informationen.

Kein Mensch verstirbt durch das legen einer Magensonde und Gabe von Brechmittel. Da muß noch irgendwas anderes gewesen sein. War vielleicht vorher ein Päckchen geplatzt? Hatte der Mann eine Herzerkrankung, wie zum Beispiel, wie so oft bei Droenabhängigen, eine bakterielle Endokarditis?

Der tod dieses kameruners wird von mir verurteilt.

Uns steht eine Urteilsbildung zu, sicher aber keine Verurteilung.

Oliver

Hallo Oliver,

inwiefern ist man denn nicht sorgfältig genug vorgegangen?
Sicher hast Du genauere Informationen.

Kein Mensch verstirbt durch das legen einer Magensonde und
Gabe von Brechmittel. Da muß noch irgendwas anderes gewesen
sein. War vielleicht vorher ein Päckchen geplatzt? Hatte der
Mann eine Herzerkrankung, wie zum Beispiel, wie so oft bei
Droenabhängigen, eine bakterielle Endokarditis?

Es ist schon ein qualitativer Unterchied, ob einen Magensonde und ein Brechmittel freiwillig gegeben wird oder unter Gewalt.
Hier muss zumindest durch den Arzt mehr als die übliche Sorgfalt aufgewendet werden. Zwischenzeitlich ermittelt auch der Staatsanwalt. Denn über den Brechreiz - und somit auch der Unterbrechung von Sauerstoff - kann es zu solchen Unfällen kommen. Dies wissen erfahrene Ärzte. Ihc bin auch der Meinung, dass dies bei einem anderen Patierenten nicht geschehen wäre. Meine These : Afrikaner-Dealer-möglicherweise Asylant - wer schreit schon, wenn der abkra—.

Hier haben Ärzte versagt, nicht die Polizei, die die Untersuchung angeordnet hat.

Gruss Günter

Hallo Günter,

ich hatte Dich nicht nach Deiner (medizinisch ohnehin inkorrekten Meinung - Erstickungstod durch Magensonde…) gefragt, sondern nach konkreten Informationen, über die Du ja bestimmt verfügst, wenn Du Dich so weit aus dem Fenster lehnst.

Oliver

hi oliver,

was- wäre -wenn -fragen, die in namibia stattfinden, sind wenig relevant. Was eine spritze dort mit einem drogedealer in hamburg zu tun hat, ist von deiner seite konstruiert. Findest du nicht?

Es wäre aber doch schon nachdenkenswert, ob eine stringente ausländerpolitik ebenso zu diesem todesfall geführt hätte. Ich meine : nein. Wenn dieser unglückliche kameruner ganz früh deportiert worden wäre, würde er jetzt mögkicherweise dort halbwegs zufrieden leben können …immerhin eine möglichkeit . Die kriminelle karriere in deutschland, die allerdings, war vorgezeichnet. Deren bedauerliches resultat war zumindest ansatzweise zu erahnen. Denn trotz der polizeiliche auffäligkeit ist nichts geschehen.

Nochmal und das ganz genau: Meine these ist die folgende: Die deutsche ausländerpolitik schafft sich ihre kriminellen ausländischen bürger selber, weil sie diese nicht früh genug ausweist.

martin

Hallo Martin,

selbstverständlich: Wenn man Ausländer im Land hat, können dieselbigen Probleme verursachen. Sie können sogar sterben. Also sollte man alle Ausländer ausweisen.

Habe ich Deine Gedankenschritte so richtig zusammengefaßt?

Gottseidank bist Du in Namibia kein Ausländer.

Oliver

Wortwahl
Sehr geehrter Herr,
ich halte Ihre Wortwahl in einem öffentlichen Forum in diesem Kontext für absolut unpassend und Ihres Berufsstandes unwürdig.

Zitat:

Wenn dieser unglückliche kameruner ganz früh
deportiert worden wäre, würde er jetzt mögkicherweise dort
halbwegs zufrieden leben können

(Hervorhebung von mir)

Mfg Rossi

Hallo Martin,

Deine ausländerfeindliche Meinung finde ich erschreckend.

Es wäre aber doch schon nachdenkenswert, ob eine stringente
ausländerpolitik ebenso zu diesem todesfall geführt hätte.

Wie bitte? Jemand ist gestorben und jemand anderer ist dafür verantwortlich, nicht die angeblich laxe Ausländerpolitik. Ein Mensch hat einen Fehler begangen. Und der soll zur Rechenschaft gezogen werden, nicht entschuldigt!

Wenn dieser unglückliche kameruner ganz früh
deportiert worden wäre, würde er jetzt mögkicherweise dort
halbwegs zufrieden leben können …

Was lese ich da? Deportiert? Sag mal, ist es Dein Ernst???
Diese Wortwahl halte ich für extrem unglücklich, lieber Martin. Die Deutschen haben in der Vergangenheit bereits andere Menschen deportiert. Das war wohl kein positives Kapitel der deutschen Geschichte, daran möchte ich Dich nochmal erinnern.

Nochmal und das ganz genau: Meine these ist die folgende: Die
deutsche ausländerpolitik schafft sich ihre kriminellen
ausländischen bürger selber, weil sie diese nicht früh genug
ausweist.

Echt toll: Ausländer raus, dann haben wir keine Kriminalität mehr in Deutschland? Vielleicht schaust du dir die Satistiken an: die meisten Kriminellen in D sind nämlich keine Ausländer. (Ich werde Dir eine entsprechende URL raussuchen, ich finde sie jetzt gerade nicht).

Als in Deutschland lebende Ausländerin, Martin, bin ich echt froh, dass doch viele Deutsche anders denken als Du.

Gruß
Camilla

Hallo Martin,

in Deinem Posting wirfst Du Problemkreise durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben: Brechmittel, Ausländer, Drogen, Dealer, Sozialhilfeempfänger, Asylant… So kann man Stimmung machen, aber nie zu Problemlösungen kommen.

Wenn jemand Drogen verschluckt, um sie dem Zugriff und der Beweisführung zu entziehen, ist in Hamburg die zwangsweise Herbeiführung des Erbrechens zulässig. Das hat rein nichts mit Ausländern und Asylsuchenden zu tun, sondern trifft jeden entsprechend handelnden Dealer.

Was an Gefahren auftritt, wenn Erbrechen zwangsweise herbeigeführt wird, weiß ich nicht. Ganz sicher ist das Verschlucken von Rauschgift auch nicht gefahrlos und die Alternativen sind, den Dealer laufen zu lassen oder aufs Klo zu setzen und einen Beamten daneben zu postieren, der irgendwann buchstäblich in der Scheiße wühlen muß. Funktioniert der Abgang über den Darm nicht und die Verpackung des geschluckten Gifts wird beschädigt, besteht für den Dealer akute Lebensgefahr. Unabhängig von dem bedauernswerten Todesfall, dessen Ursache ich nicht kenne, muß man fragen, was die gesundheitlich gefahrloseste und für alle Beteiligten zumutbare Methode ist. Das kann ich ohne weiteres nicht beurteilen. Beurteilen kann ich aber, daß das Problem mit Ausländerpolitik absolut nichts zu tun hat.

Beim Stichwort „Ausländer“ sollte man deutlich zwischen Asylsuchenden und Zuwanderern unterscheiden. Asylsuchende nehmen ein hoch angesiedeltes Rechtsgut in Anspruch. Sie brauchen Schutz. Diesen Schutz haben wir gefälligst zu gewähren. Genau so selbstverständlich sollte sein, daß sich dieses Land vor dem Mißbrauch des Asylrechts schützt. Wir überfordern uns mit schlecht ausgebildeten und sprachunkundigen Wirtschaftsflüchtlingen.

Dann gibts das Thema Zuwanderung. Da können wir uns aussuchen, wen man ins Land läßt, wie es viele andere Länder auch praktizieren. Sprachkenntnisse, eine hier gebrauchte Qualifikation, gesund und wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehend sind überall die Kriterien.

Die aufgeführten Punkte sind völlig unterschiedliche Stiefel, die nicht das Geringste miteinander zu tun haben. Die Vermengung ist etwas für tumbe Suffköppe zwischen zwei Prosts zum Schnaps und Bier.

Gruß
Wolfgang

Hallo, Camilla.

Was lese ich da? Deportiert? Sag mal, ist es Dein
Ernst???

Mal abgesehen von der sonstigen Aussage in Martins Posting : deportieren heißt verschleppen, verbannen, verschicken. Anstatt „abschieben“ „deportieren“ zu sagen, ist zwar im besten Falle Sprachschlamperei und im schlimmsten politisch übel, aber m.E. in der Bedeutungsbreite noch enthalten.

Gruß kw

Hi

Mal abgesehen von der sonstigen Aussage in Martins Posting :
deportieren heißt verschleppen, verbannen, verschicken.
Anstatt „abschieben“ „deportieren“ zu sagen, ist zwar im
besten Falle Sprachschlamperei und im schlimmsten politisch
übel, aber m.E. in der Bedeutungsbreite noch enthalten.

Du übersiehst, dass der Verfassung des Postings ein Hochschulstudium mit Erfolg absolviert hat. Deshalb muss ich davon ausgehen, dass er mit den Nuancen der Sprache vertraut ist. Wenn er dieses Wort in diesem Kontext in einer öffentlichen Diskussion gebraucht, will er etwas bestimmtes damit ausdrücken. Meiner Ansicht nach besagt die Menschenverachtung, mit der er als Arzt über diesen Vorfall schreibt, ein übriges. Er weist in seiner Visitenkarte explizit auf seinen Beruf hin. Also muss er sich mit den entsprechenden Masstäben messen lassen, denen er in keiner Weise gerecht wird.
Ciao Rossi

noch öffer topic …
Hallo.

Du übersiehst, dass der Verfassung des Postings ein
Hochschulstudium mit Erfolg absolviert hat. Deshalb muss ich
davon ausgehen, dass er mit den Nuancen der Sprache vertraut
ist.

Na ja, er ist Zahnarzt, nicht Sprachdozent … ich kenne genügend Akademiker, die keinen vernünftigen Satz formulieren können.

Wenn er dieses Wort in diesem Kontext in einer
öffentlichen Diskussion gebraucht, will er etwas bestimmtes
damit ausdrücken. Meiner Ansicht nach besagt die
Menschenverachtung, mit der er als Arzt über diesen Vorfall
schreibt, ein übriges.

Ich schrieb ja auch - im schlimmsten Falle politisch übel. Aber abgesehen davon halte ich Ärzte auch nicht für die ethische Elite der Gesellschaft. Wären sie das, dann wären Ärzte in der Vergangenheit nicht an so vielen Verbrechen gegen die Menschlichkeit mitschuldig geworden.

Er weist in seiner Visitenkarte explizit auf seinen Beruf hin.
Also muss er sich mit den entsprechenden Masstäben messen
lassen, denen er in keiner Weise gerecht wird.

Na ja, ich glaube, auf politisch hochvirulenten Blödsinn hat niemand das Monopol. Ich halte Martins Formulierung immer noch für sprachlich schlampig (wenn auch wohl zu seiner generellen Richtung passend).

Gruß kw

P.S.: Woher soll denn ein Zahnarzt die sprachliche Übung nehmen? Seine Patienten reißen das Maul auf und sind dann bestenfalls noch zu Äußerungen wie AAAHgurglhmpfumsch u.dgl. fähig … da verkümmert das beste Diskussionstalent :wink:

Hallo.

Nochmal und das ganz genau: Meine these ist die folgende: Die
deutsche ausländerpolitik schafft sich ihre kriminellen
ausländischen bürger selber, weil sie diese nicht früh genug
ausweist.

Ausweisung als Prävention? Wer soll denn die Grenzen ziehen? Es sind immer Menschen, die über Menschen urteilen; mit aller Fehlerhaftigkeit. Abgesehen davon : Wenn ich Dich richtig verstehe, ist der Kameruner polizeilich auffällig gewesen. War er vorher schon kriminell, oder war er über eine rote Ampel gefahren? „Polizeilich auffällig“ ist zweischneidig. Auffällig im Sinne von aktenkundig wäre er schon gewesen, wenn er als Opfer irgendwo verwickelt gewesen wäre.

Mir sind zuviele „hätte“ und „könnte“ in der ganzen Argumentation.

Gruß kw

Na, ErBi,

polarisieren wir wieder? Ohne eigentlichen Inhalt, Sinn und Zweck?

>:frowning:

Oliver

Mich würde mal interessieren was a) daran poarisierend sein soll (über die Inhaltslosigkeit lasse ich mit mir reden ,geht aber imo als humoristischer Nachtrag durch) und b) woher du dir so sicher bist das Okdings ErBi ist?

SAN

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Oli,

OKI ist definitiv nicht ErBi.

Rolf

Na, ErBi,

Diese Anrede verbitte ich mir auf das Heftigste! Im Zweifel bitte in die Vika gucken.

polarisieren wir wieder? Ohne eigentlichen Inhalt, Sinn und
Zweck?

Standesehre verletzt worden? Oder nur schlecht geschlafen?

Tschüß
kw