Hallo Martin,
in Deinem Posting wirfst Du Problemkreise durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben: Brechmittel, Ausländer, Drogen, Dealer, Sozialhilfeempfänger, Asylant… So kann man Stimmung machen, aber nie zu Problemlösungen kommen.
Wenn jemand Drogen verschluckt, um sie dem Zugriff und der Beweisführung zu entziehen, ist in Hamburg die zwangsweise Herbeiführung des Erbrechens zulässig. Das hat rein nichts mit Ausländern und Asylsuchenden zu tun, sondern trifft jeden entsprechend handelnden Dealer.
Was an Gefahren auftritt, wenn Erbrechen zwangsweise herbeigeführt wird, weiß ich nicht. Ganz sicher ist das Verschlucken von Rauschgift auch nicht gefahrlos und die Alternativen sind, den Dealer laufen zu lassen oder aufs Klo zu setzen und einen Beamten daneben zu postieren, der irgendwann buchstäblich in der Scheiße wühlen muß. Funktioniert der Abgang über den Darm nicht und die Verpackung des geschluckten Gifts wird beschädigt, besteht für den Dealer akute Lebensgefahr. Unabhängig von dem bedauernswerten Todesfall, dessen Ursache ich nicht kenne, muß man fragen, was die gesundheitlich gefahrloseste und für alle Beteiligten zumutbare Methode ist. Das kann ich ohne weiteres nicht beurteilen. Beurteilen kann ich aber, daß das Problem mit Ausländerpolitik absolut nichts zu tun hat.
Beim Stichwort „Ausländer“ sollte man deutlich zwischen Asylsuchenden und Zuwanderern unterscheiden. Asylsuchende nehmen ein hoch angesiedeltes Rechtsgut in Anspruch. Sie brauchen Schutz. Diesen Schutz haben wir gefälligst zu gewähren. Genau so selbstverständlich sollte sein, daß sich dieses Land vor dem Mißbrauch des Asylrechts schützt. Wir überfordern uns mit schlecht ausgebildeten und sprachunkundigen Wirtschaftsflüchtlingen.
Dann gibts das Thema Zuwanderung. Da können wir uns aussuchen, wen man ins Land läßt, wie es viele andere Länder auch praktizieren. Sprachkenntnisse, eine hier gebrauchte Qualifikation, gesund und wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehend sind überall die Kriterien.
Die aufgeführten Punkte sind völlig unterschiedliche Stiefel, die nicht das Geringste miteinander zu tun haben. Die Vermengung ist etwas für tumbe Suffköppe zwischen zwei Prosts zum Schnaps und Bier.
Gruß
Wolfgang