In meinen Augen ist das absolut nicht irrelevant.
Jemand, der den Tod vieler Menschen billigt, lebt nun einmal
verdammt gefährlich.Das ist richtig. In diesem Thread ging es aber darum, ob man
diese Methode, die zum Tod führen kann und zum Tod geführt
hat, anwenden soll oder nicht.Du wirst aber doch gestatten, dass ein Thread sich u.U. auch
mal ein bißchen in eine andere Richtung bewegt ?!
Ein Thread kann sich bewegen, wohin er will. Nur wenn man mit Argumenten kommt, die mit dem Ursprung des Threads nichts mehr zu tun haben, dann sollte man sie nicht als Argumente verkaufen, die mit dem Ursprung des Threads etwas zu tun haben.
Es ging nicht darum, dass er
ohne Strafe davonkommen soll. Andere Methoden gibt es ja.
Insofern ist es irrelevant, wieviel Menschen an seinen Drogen
gestorben wären.Das ist für mich nicht irrelevant, weil ich eben kein Mitleid
habe mit Menschen, die bewußt und aus Geldgier das Leben zig
anderer aufs Spiel setzen.
Darin unterscheiden wir uns dann. Ich habe mit jedem Menschen Mitleid. Selbst mit Bin Laden.
und jemand anderer ist dafür
verantwortlich, nicht die angeblich laxe Ausländerpolitik.Doch, m.E. ist es unter anderem genau diese laxe
Ausländerpolitik, die dafür verantwortlich ist.Nein, sicherlich nicht.
Doch, denke ich schon.
Man bekommt sehr schnell heraus, wie weit man hier in D gehen
kann - sehr weit. Und das wird ausgenutzt.
Also müßten doch wohl etwas „autoritärere“ Maßstäbe angesetzt
werden.Die Ausländerpolitik ist insofern nicht verantwortlich zu
machen, weil man sich mal überlegen sollte: wie hoch wäre die
Drogennachfrage in Deutschland, wenn es keine Ausländer gäbe?Hm…diese Frage kann man nicht beantworten, denke ich.
Eben. Wurde aber hier behauptet, dass es hierüber Statistiken gibt. Nur nicht von Dir behauptet, daher sollten wir die Diskussion hier beenden.
Ich denke kaum geringer. Nur dann wären die Dealer
logischerweise ausschließlich Deutsche. Der Markt, die
Nachfrage ist da. Und das ist ein absolut glänzendes Geschäft.
Das heißt, man muß für eine geringere Nachfrage sorgen. Das
Angebot - bei entsprechender Nachfrage - wird es immer geben,
ob mit oder ohne Ausländer in Deutschland.Das ist richtig. Nur bin ich eben der festen Überzeugung, dass
wir mit den kriminellen Deutschen wirklich genug zu tun
hätten.
Denke ich nicht, weil dann die Nachfrage immer noch da wäre. Und das Geschäft wäre zu profitabel, als dass es nicht befriedigt werden würde.
By the way…ich unterstütze die Freigabe.
Welche? Wahrscheinlich die von Haschisch oder auch Heroin und Kokain? Jedenfalls das wäre eine Möglichkeit die Drogenkriminalität zu senken (siehe Holland).
Paralell dazu müßte deutlich bessere und aufwendigere
Prävention betrieben werden und es müßten endlich ausreichend
gute Therapiemöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Das ist richtig. Dürfte auch billiger sein als die Kriminalität zu bekämpfen.
Gäbe es in Deutschland keine
(kriminellen) Ausländer, gäbe es in Deutschland immer noch die
Drogennachfrage. Und, da ein Riesengeschäft, würde diese
Nachfrage dann ausschließlich von Deutschen befriedigt werden.Hm…sehe ich etwas anders.
Geh auf die Szene und schau dir an, wer da vertickt…es
sind irre viele Ausländer. Aber das sind nur die kleinen
Fische…die mächtigsten Drogendealer in D sind nun einmal
Ausländer.Ja, richtig. Aber meinst Du wirklich, wenn wir alle Ausländer
aus Deutschland rausschmeissen würden, gäbe es keine Dealer in
Deutschland mehr, weil alle Deutschen so edel sind, dass sie
dieses Geschäft niemals machen würden? Selbst wenn keine
Konkurrenz von Ausländern mehr da waäre.Nein.
Ich sehe die Deutschen nicht als besonders edel.
Ohne hier irgendwen beleidigen zu wollen, ich bin ja selber
Deutsche, aber unter edel verstehe ich etwas völlig anderes.
Natürlich würden die Deutschen bzw. einige davon voll ins
Drogengeschäft einsteigen.
Deshalb bin ich neben der Freigabe und der Drogenarbeit, die
ich überigens selber betreibe, auch ganz klar für deutlich
härtere Strafen in weniger gemütlichen Gefängnissen.
Härtere Strafen: es ist heute immer noch vielfach so (meines Wissens), dass Eigentumsdelikte stärker als Kapitalverbrechen bestraft werden. Das muß geändert werden. Aber nicht einfach immer nur härtere Strafen, wenn wir jedes Jahr die Strafen erhöhen, haben wir irgendwann lebenslang für schief anblicken. Also irgendwo die Strafen erhöhen (halt vor allem bei Verbrechen gegen die Gesundheit eines anderen) sollte auch bedeuten sie irgendwo anders zu senken (nicht zwingend, aber prinzipiell).
Weniger gemütliche Gefängnisse: kann ich nichts zu sagen, kenne die Gefängnisse in Deutschland nicht. Grundsätzlich gilt, dass sie nicht gerade gemütlich sein sollen, aber schon die Menschenwürde auch von Schwerverbrechern berücksichtigen sollten.
Ein Arbeitsloser, der dreimal in Folge beim Schwarzfahren
erwischt wird und die Strafe nicht zahlen kann, hat u.U. das
Pech und geht dafür in den Knast.
Ein Kleindealer, der dreimal in Folge mit Drogen erwischt
wird, bekommt Bewährung ohne Ende…weil er ist ja so arm
dran und und vertickt nur, weil er selber süchtig ist, eine
schlechte Kindheit hatte und was weiß ich noch alles.
Hier fehlt doch jegliche Relation.
So etwas meine ich.
Aha, und was soll mit einem Asylanten hier geschehen, der
Drogen vertickt ?
Er begeht dadurch auch einen heftigen Fehler und sollte zur
Rechenschaft gezogen werden - nur wie ?Abgeschoben oder Gefängnis, je nachdem.
Und das ist ein Teil der laxen Ausländerpolitik.
Warum ins Gefängnis ?
Warum sollen wir denn auch noch dafür zahlen ?
Ich finde es geradezu grotesk, dass ein Ausländer, der gegen
die deutschen Gesetzte verstößt, dann auch noch im deutschen
Knast sitzen soll.Ist aber international so üblich. Kinderschänder oder
Drogenkuriere in Thailand z.B. werden meines Wissens auch
nicht abgeschoben (höchstens bei großem Druck von Deutschland,
aber nicht unbedingt freiwillig).Nun, erstens ist es mir ziemlich egal, was andere Länder
machen
Mir nicht. Nicht dass wir uns an anderen Ländern zwingend orientieren müssen (sonst könnte man ja auch sagen, wir sollten uns die Frauenpolitik der Taliban zum Vorbild nehmen), aber man sollte dann schon sagen: warum wollen wir uns daran nicht orientieren (beim obigen Taliban-Beispiel könnte man wohl Argumente anführen).
und zweitens kannst du eben auch einen deutschen Knast
nicht mit einem thailändischen vergleichen.
Der Knast hier in D ist doch wohl ein Witz, unter Strafe
verstehe ich etwas anderes.
Möglich, kann ich nicht beurteilen. Möglich aber auch, dass in Thailand die Menschenwürde des Straftäters nicht berücksichtigt wird. Weiß ich aber nicht.
Wenn ich als Deutsche ins Ausland gehe interessiert sich kein
Mensch dafür ob ich ein Dach über dem Kopf und etwas zu
fressen habe - da gibt es dann weder ein Arbeitsamt noch ein
Sozialamt.Gibt es hier generell für Ausländer auch nicht.
Wie bitte ??
Wie kommst du denn darauf ?Ganz einfach, weil es so ist. Auch ein Türke kann nicht
einfach nach Deutschland gehen und Sozialhilfe beantragen. Er
muß schon entweder ein Asylant, Bürgerkriegsflüchtling sein
oder erst (lange Zeit) eine Stelle haben.Lange Zeit ?
Wie lange denn ?
Ist ein Jahr lange ?
Oder er muß eben eine Scheinehe mit einem deutschen
Staatsbürger eingehen…oder andere gefälschte Papiere haben
etcpp.
Natürlich. Gegen Betrug ist kein Staat gefeit. Das ist klar. Aber mindestens bei der Scheinehe macht ja auch ein Deutscher mit.
Dann kann er
irgendwann auch ein Aufenthaltsrecht bekommen, was auch ohne
Stelle gültig ist.Und bevor er diese Aufenthaltserlaubnis bekommt, bekommt er
eben immer wieder für drei Monate eine
Aufenthaltsduldung…und kassiert munter ab.
Im überigen beziehe ich solche Ausländer, die hier bereits ein
paar Jahre Steuern gezahlt haben, mit ein.
Schau dir doch an, wie es die Schweizer machen - da darfst du
gerne ein Jahr arbeiten, dann mußt aber erst einmal wieder
gehen.
Die Schweiz würde ich nicht gerade als Vorbild nehmen. Immerhin haben die 19% Ausländer, wir nur 9%.
Und ähnlich könnte es hier funktionieren.
Jeder Ausländer, der hier arbeitet, ist selbstverständlich
willkommen.
Andere, die nach langen Jahren für eine gewisse Zeit
arbeitslos werden, sind auch weiterhin willkommen.
Aber jene, die nach kürzester Zeit arbeitslos sind und sich
nen Scheiß darum bemühen, einen neuen Job zu finden, weil es
ist ja viel bequemer, jeden Monat eine Überweisung for nothing
zu bekommen, jene müssen dann eben wieder gehen.
Was ja auch geschieht. Oder wird Deiner Meinung nach nie ein Ausländer abgeschoben?
Ich habe 10 lange Jahre mit einem Türken hier gelebt, inmitten
seiner Großfamilie, seinen Freunden und Bekannten.
Und das, was ich da gesehen habe, hat mich hart werden lassen.
Selbstverständlich beklommen Ausländer hier Sozialhilfe.Habe ich auch nicht bestritten. Aber „generell“ bekommen
Ausländer keine Sozialhilfe. Einfach in Istanbul in den Zug
nach München setzen und Sozialhilfe beantragen, geht nicht.Nee, natürlich nicht, habe ich aber auch nie bahuptet.
Nein, hast Du nicht. Das war jemand anders.
Und nur darum ging es mir hier, weil B2 erzählte, wenn
Deutsche ins Ausland gehen, interessiert sich auch keiner, ob
sie ein Dach über den Kopf haben.Das war nicht B2, sondern ich.
Ich meinte es aber nicht so oberflächlich von wegen in den Zug
setzen.
Ja, das ist richtig.
Vielleicht schaust du dir die Satistiken
an: die meisten Kriminellen in D sind nämlich keine Ausländer.
(Ich werde Dir eine entsprechende URL raussuchen, ich finde
sie jetzt gerade nicht).Im Jahr 1998 waren in Vechta, Hannover und …- jetzt fällt
mir der Name der Stadt nicht ein, irgendeine Stadt nahe der
holländischen Grenze, die mit M beginnt - 25 % ausländische
Strafgefangene. Das spricht für sich.Jetzt ist es mir wieder eingefallen : Meppen meinte ich.
Nö, spricht für gar nichts. Da Einzelbeispiele. Außerdem würde
mich die Quelle wirklich interessieren, speziell für Vechta.
Denn ich komme aus (Kreis) Vechta und kann mir das eigentlich
gar nicht vorstellen. Bist Du Dir sicher, dass die Zahlen
stimmen?Nicht hundertprotzentig, da diese Zahlen mir ein
Vollzugsbeamter aus dem Knast Vechta genannt hat… aber
selbst wenn es nur 10 % wären, wären es 9 % zu viel.Na ja, Zahlen, die man locker selbst von 25% auf 10% ohne
große Diskussion runterschraubt, muss ich nicht Ernst nehmen,
nicht wahr?Was soll das denn jetzt ?
Wie kann ich zu 100% sicher sein, wenn ich es selber nur
gehört habe ?
Mir wurde die Zahl von 25% genannt.
Aber auch wenn es weniger wären, wären es immer noch viel zu
viele.
Wenn 9% Ausländer in Deutschland sind, finde ich 10% nicht zu viel. Bei 25% wäre es etwas anders. Daher wäre es schon interessant, ob es sich bei den Zahlen um 10 oder um 25% handelt. Zumal ich mal davon ausgehe, dass es sich bei den Gefängnissen von Hannover, Vechta und Meppen(?) um Extrembeispiele handelt. Warum würden sie sonst hier aufgeführt werden.
Wir können wohl kaum einen deutschen Kriminellen ausweisen,
Ausländer aber sollten sich hier genauso benehmen wie in ihrem
eigenen Land. Und das tun eben sehr viele leider nicht.Vielleicht tun die das ja gerade.
Nein, das tun sie definitiv nicht.
Echt? Weißt Du, wie sich deutsche Männer benehmen, wenn sie
nach Thailand fliegen (immer noch) oder über die tschechische
Grenze fahren. Da stehen ja so viele nette, kleine Mädchen
rum, die nur mit Papi spielen wollen…
Ekelhaft!Ja, das ist in der Tat ekelhaft.
Aber da müßten dann die Behörden genau so einschreiten, wie
ich es von unseren Behörden erwarte.
Jedes Land muß erst mal selber sehen, wie es klar kommt und
welche Gesetze und Strafen es verhängt.
Wir können ja nun nicht sämtlichen Thailändern und Tschechen
Aufenthalt gewähren, weil es leider deutsche Männer gibt, die
der letzte Abschaum sind.
Nein, nur sollte man nicht so tun, als würden sich alle Ausländer in Deutschland wie Arschlöcher und alle Deutschen im Ausland wie Engel benehmen. Stimmt beides nicht.
Hast Du nicht gesagt, aber klang hier im Thread an und darauf habe ich reagiert.
Sollten wir türkische Häftlinge in deutschen Gefängnissen auch
foltern?Nein, natürlich nicht !
Wie kommst du denn darauf ?
Ich erwarte, dass Ausländer sich hier anpassen…Das tun sie ja offensichtlich. Wenn sie hier etwas tun, was
sie in ihrer Heimat nicht tun würden, dann haben sie sich ja
angepaßt. Allerdings offensichtlich nicht in die von Dir
bevorzugte Art und Weise.*lol*
Du hast schon genau verstanden, was ich meinte.
Wer so dumm ist und sich den absoluten Minderheiten anpasst,
hat noch mal ein Problem mehr.
Ja, natürlich habe ich verstanden, was Du meintest. Nur das ist doch interessant: die Ausländer passen sich anscheinend in Deutschland an (verhalten sich anders als in der Türkei). Nur nicht in die Richtung, die wir uns erhoffen. Also müssen wir nicht ihre Anpassungsbereitschaft stärken (die ist vorhanden), sondern die Anpassungsrichtung ändern.
ich erwarte
nicht, dass wir uns den Geflogenheiten des ausländischen
Straf"rechts" anpassen.
Kriminelle Ausländer haben ihre Chance hier leider
verspielt…also werden sie abgeschoben.Oder wandern halt ins deutsche Gefängnis.
Mal abgesehen davon, dass der deutsche Vollzug ein einziges
Trauerspiel ist, weil das alles mit Bestrafung kaum noch etwas
zu tun hat, möchte ich mit meinen Steuergeldern nicht für
inhaftierte Ausländer zahlen müssen.
Dann wissen wir aber wenigstens, dass und wie er bestraft wird. Bei Abschiebung wissen wir es nicht genau, weil wir dann keine Kontrolle mehr haben.
Es kommt halt immer
auf den Einzelfall an (wie lange in Deutschland, unter welchen
Bedingungen hergekommen, wie kriminell (einmal schwarzgefahren
oder mehrere Einbrüche mit Körperverletzungen und Drogenhandel
etc.).Das ist für mich so selbstverständlich, dass ich das nicht
erwähnenswert fand.
Natürlich kann nicht jeder sofort ausgewiesen werden.
Ok, weiß ich ja nicht, was für Dich selbstverständlich ist. Ich denke, dass wir dann gar nicht so weit auseinander liegen. Du sagst: Natürlich kann nicht jeder sofort ausgewiesen werden. Ich sage: Natürlich kann nicht jeder unbegrenzt hier bleiben. Da sollten wir doch zu einer Übereinstimmung kommen, nicht wahr?