Todesstrafe

Warum ist die Katholische Kirche gegen die Todesstrafe? Gott selbst hat sich doch dafür ausgesprochen.

Warum ist die Katholische Kirche gegen die Todesstrafe? Gott
selbst hat sich doch dafür ausgesprochen.

Exodus 20/13

DU SOLLST NICHT TÖTEN

ist m.E. Eindeutig

Gruss
euer Theologiedilletant
Mike

Warum ist die Katholische Kirche gegen die Todesstrafe? Gott
selbst hat sich doch dafür ausgesprochen.

Dazu ein Beitrag von Karl Hörmann aus dem Lexikon der christlichen Moral:

http://www.stjosef.at/morallexikon/todesstr.htm

Gruß
Michael

Hallo Mike

Exodus 20/13

DU SOLLST NICHT TÖTEN

genauer; du sollst nicht morden

ist m.E. Eindeutig

Warum wird danach Kapitelweise immer wieder die Todesstrafe erwähnt? Warum sollten die Israeliten dann Krieg führen.

Dieses Thema ist leider alles andere als einfach.

Gruß
Carlos

Hallo Michael,

Dazu ein Beitrag von Karl Hörmann aus dem Lexikon der
christlichen Moral:

http://www.stjosef.at/morallexikon/todesstr.htm

dieser Link ist sehr aussagekräftig. Wenn diese Aussage für die gesamte Katholische Kirche gilt, dann akkzeptiert sie die Todesstrafe im Rahmen des staatlichen Gewaltmonopols.

Gruß
Carlos

Warum ist die Katholische Kirche gegen die Todesstrafe? Gott
selbst hat sich doch dafür ausgesprochen.

Exodus 20/13

DU SOLLST NICHT TÖTEN

ist m.E. Eindeutig

Das ist nicht Eindeutig und meine Frage wurde dadurch nicht beantwortet.
Die Todesstrafe setzt voraus das ein Verbrechen begangen wurde. Das Gebot: Du sollst nicht töten, sagt aus das man dieses Verbrechen erst gar nicht begehen soll.
Wer es dennoch tut, kann mit dem Tod bestraft werden.

Die Kirche hatte früher mit der Todesstrafe keine Probleme. Aber in letzter Zeit hat sie sich dagegen ausgesprochen. Warum?

Hallo zusammen,

zwar hat es exekutionen mit billigung oder sogar beteiligungen der kirche gegeben - dieses faktum rechtfertigt aber den in rede stehenden sachverhalt deshalb noch lange nicht . eine kirche jesu christi m u s s sich gegen die todesstrafe stellen, da die ehrfurcht vor dem leben als schöpfung gottes mit zu den wichtigsten grundaspekten jüdisch-christlichen glaubens gehört.

dies gilt auch im falle voran gegangener verbrechen. jesu aussage zu diesem thema ist eindeutig (vgl. Joh 8,7). kein mensch hat das recht, sich am leben zu vergreifen (vgl. paradiesverweis adams/evas). im falle von notwehr mag das anders sein, aber eine institutionalisierte form der tötung kann nicht gebilligt werden.

gruss
Adriane

eine

kirche jesu christi m u s s sich gegen die todesstrafe
stellen, da die ehrfurcht vor dem leben als schöpfung gottes
mit zu den wichtigsten grundaspekten jüdisch-christlichen
glaubens gehört.

Hi Adriane,

kannst Du Dir (bzw. mir) erklären, warum so viele christliche Fundamentalisten (insbesondere in den USA) dies ganz anders sehen und vehemente Verfechter der Todesstrafe sind?

Gruß
Michael

Der Oberste Boss ist immer noch Gott selbst. Wenn sein Sohn auf die Erde kommt und den Ehebruch für nicht mehr Todeswürdig befindet, bedeutet das nicht das dass auch für andere Gebote die von Gott mitgeteilt wurden das selbe gilt.
Soll man den Plötzlich nicht mehr nach dem Vorbild Gottes leben?
Soll man seine Gebote ignorieren?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Todesstrafe - Ein zweischneidiges Schwert
Hi Adriane,

es ist noch gar nicht so lange her, daß ich genau dieses Thema hier zur Diskussion gestellt habe (allerdings ohne religösen Hintergrund). Zu einem endgültigen Ergebnis sind wir schon damals nicht gekommen, weil es ein solches nicht gibt.

zwar hat es exekutionen mit billigung oder sogar beteiligungen
der kirche gegeben - dieses faktum rechtfertigt aber den in
rede stehenden sachverhalt deshalb noch lange nicht . eine
kirche jesu christi m u s s sich gegen die todesstrafe
stellen, da die ehrfurcht vor dem leben als schöpfung gottes
mit zu den wichtigsten grundaspekten jüdisch-christlichen
glaubens gehört.

Meinst Du die Inquisition? Daran war die Kirche nicht nur beteiligt (der Papst hat sie sogar angeordnet); die Herrschaften haben unzählige unschuldige Menschen umgebracht. Ob sich das mit den christlichen Geboten vereinbaren läßt? Meines Erachtens NEIN!

Was die heutzutage praktizierte Todesstrafe angeht (ich vermute, Du meinst die USA): ich stehe der Geschichte sehr zwiespältig gegenüber. Einerseits: niemand hat das Recht, jemandem anderen das Leben zu nehmen; andererseits: jemand, der ein Kind quält und anschließend umbringt, hat sein Recht, auf dieser Welt zu weilen eigentlich verwirkt.

Viele von Euch werden mich jetzt wahrscheinlich als wahnsinnig bezeichnen, aber: für einen Kindermörder ist die Todesspritze zu human.

anders sein, aber eine institutionalisierte form der tötung
kann nicht gebilligt werden.

Liebe Adriane, stell Dir vor, Dein Kind wird mißbraucht und umgebracht. Du bist mit Sicherheit die Erste, die nach der Todesstrafe (gibt’s in Deutschland zwar nicht, also: lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung) brüllt.

Übrigens: ich bewundere die Frauen, die die Mörder ihrer Töchter im Gerichtssaal abgeknallt haben. Nein, ich habe nichts gegen Männer, nur etwas gegen Pädophile und Psychopathen…

So long

Tessa

gruss

Adriane

Hi Wolfgang,

Jesus lebte nachweislich mit Maria Magdalena zusammen (die er vor der Steinigung wegen Ehebruchs gerettet hat).

Der Oberste Boss ist immer noch Gott selbst. Wenn sein Sohn
auf die Erde kommt und den Ehebruch für nicht mehr Todeswürdig
befindet, bedeutet das nicht das dass auch für andere Gebote
die von Gott mitgeteilt wurden das selbe gilt.
Soll man den Plötzlich nicht mehr nach dem Vorbild Gottes
leben?
Soll man seine Gebote ignorieren?

Du bist kein kleines Kind und durchaus selbst in der Lage, für das, was Du tust, geradezustehen, oder?

Abgesehen davon: Gott ist eine Frau! Ihr glaubt es nicht??? Warum heißt es denn wohl "Am Anfang war das Wort?"2

CU

T.

Hi Tessa,

Jesus lebte nachweislich mit Maria Magdalena zusammen (die er
vor der Steinigung wegen Ehebruchs gerettet hat).

der Nachweis würde mich interessieren.

Abgesehen davon: Gott ist eine Frau! Ihr glaubt es nicht???
Warum heißt es denn wohl "Am Anfang war das Wort?"2

Es kommen aber gar keine Frauen in den Himmel.
Weil gemäß der Offenbarung (Kap.8) gibt es dort eine Stille von einer halben Stunde. :wink:

Gruss Harald

kannst Du Dir (bzw. mir) erklären, warum so viele christliche
Fundamentalisten (insbesondere in den USA) dies ganz anders
sehen und vehemente Verfechter der Todesstrafe sind?

Nachsicht und Vergebung lassen sich mit dem Glauben (welchem auch immer) in gleicher Weise begründen wie Härte und Tötung. Die Meinungen dazu -auch innerhalb der christlichen Kirchen- ändern sich im Laufe der Zeit.

Institutionalisierter Glaube welcher Richtung auch immer ist stets ein simples Machtmittel - nicht mehr und nicht weniger. In Gegenden, in denen der Glaube bestimmenden Einfluß auf Tun und Lassen der Menschen hat, steht dies regelmäßig in Einklang mit den gerade Herrschenden. Wer nun in den Postulaten von z. B. Bibel oder Koran nach nachvollziehbar begründeter Anleitung für das eigene Handeln sucht, überfordert diese Machwerke. Sie bieten für jede Interpretation etwas und sind dafür geschaffen, von den jeweiligen kirchlichen und/oder weltlichen Machthabern nach eigenem Gusto ausgelegt zu werden.

Der Versuch einer Diskussion mit Logik und Begründungen muß deshalb scheitern.

Gruß
Wolfgang

Hallo Adriane,

dies gilt auch im falle voran gegangener verbrechen. jesu
aussage zu diesem thema ist eindeutig (vgl. Joh 8,7).

Hier würde ich mit einem Schluß vorsichtiger sein.

1.) Hat Jesus sich nicht sonderlich abgemüht, um das Leben dieser Frau zu retten. Immerhin mußten ihn die Schriftgelehrten und Pharisäer berdrängen, bis er die Antwort gab.

2.) Diese Schriftgelehrten und Pharisäer waren gemäß dem mosaischen Gesetz verpflichtet gewesen, den MANN UND die Frau zu
steinigen (3. Mose 20:10). Dass sie nur die Frau ranschleppten, zeigte, daß sie das Gesetz Mose brachen.

3.) Mit der gleichen Begründung „wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein“ verlangen heute viele Übeltäter straffrei auszugehen. Bedeutet dies nun, daß keinerlei Strafe gerechtfertigt ist?

4.) Der Apostel Paulus akkzeptierte, dass die Todesstrafe gerechtfertigt sein kann.
Apostelgeschichte 25:10, 11:
„[Paulus] sprach: ,Ich stehe vor dem Richterstuhl Cäsars, wo ich gerichtet werden muß. Ich habe den Juden kein Unrecht getan, wie auch du sehr wohl feststellst. Wenn ich einerseits wirklich ein Missetäter bin und etwas begangen habe, was den Tod verdient, so bitte ich mich nicht vom Tod los; wenn andererseits nichts an dem ist, dessen mich diese Männer anklagen, so kann mich ihnen als Gunsterweisung niemand übergeben. Ich berufe mich auf Cäsar!“

kein
mensch hat das recht, sich am leben zu vergreifen (vgl.
paradiesverweis adams/evas).

Und ich dachte, dies wäre der Fall gewesen, weil sie direkt gegen Gottes Gebot verstießen in dem Versuch so zu sein wie Gott in der Unterscheidung von Gut und Böse.

im falle von notwehr mag das
anders sein, aber eine institutionalisierte form der tötung
kann nicht gebilligt werden.

Warum sollte Notwehr gemäß Jesus akkzeptabel sein, aber nicht die Todesstrafe (Matthäus 5:39, Johannes 18:11).

Gruß
Carlos

Hallo Tessa,

Jesus lebte nachweislich mit Maria Magdalena zusammen (die er
vor der Steinigung wegen Ehebruchs gerettet hat).

Na klar und heute lebt Jesus nachweislich als schwarzer Taxifahrer mit 18 Kindern in New York.

Soll man seine Gebote ignorieren?

Du bist kein kleines Kind und durchaus selbst in der Lage, für
das, was Du tust, geradezustehen, oder?

Genau, ich entscheide dann also für mich selber was richtig oder falsch ist. Beispielsweise könnte ich meine Frau schlagen, Kreditwucher betreiben und Zuhälterei betreiben. Solange mich niemand anzeigt und ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann, ist alles in Ordnung. Oder siehst du das etwa anders??
Und wenn du es anders siehst, wie willst du es begründen?

Mit Ethik? -> Dann habe ich einfach eine andere Ethik.
Mit Gestetz -> Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter.
Mit Gewissen -> Dann hat mein Gewissen keine Probleme.

Mit göttlichen Geboten -> Dann gibt es keine Entschuldigung mehr für mich. Es sei denn ich leugne die Existenz dieser Gebote oder verdrehe sie.

Gruß
Carlos

Du bist kein kleines Kind und durchaus selbst in der Lage, für
das, was Du tust, geradezustehen, oder?

Du hast recht. Wozu Gesetze und Gebote? Gleich Morgen werde ich in ein Elektrofachgeschäft gehen und werde dort ein wenig Einkaufen. Aber Natürlich mit einem kleinen fünf Finger Rabatt.

Muß ich DAS verstehen?! (o. T.)
.

.

Diese Reaktion war zu erwarten.

Nachsicht und Vergebung lassen sich mit dem Glauben (welchem
auch immer) in gleicher Weise begründen wie Härte und Tötung.
Die Meinungen dazu -auch innerhalb der christlichen Kirchen-
ändern sich im Laufe der Zeit.

Institutionalisierter Glaube welcher Richtung auch immer ist
stets ein simples Machtmittel - nicht mehr und nicht weniger.
In Gegenden, in denen der Glaube bestimmenden Einfluß auf Tun
und Lassen der Menschen hat, steht dies regelmäßig in Einklang
mit den gerade Herrschenden. Wer nun in den Postulaten von z.
B. Bibel oder Koran nach nachvollziehbar begründeter Anleitung
für das eigene Handeln sucht, überfordert diese Machwerke. Sie
bieten für jede Interpretation etwas und sind dafür
geschaffen, von den jeweiligen kirchlichen und/oder weltlichen
Machthabern nach eigenem Gusto ausgelegt zu werden.

Der Versuch einer Diskussion mit Logik und Begründungen muß
deshalb scheitern.

Das ist sehr einleuchtend. Es würde aber auch bedeuten das es in Zukunft möglich ist das die Katholische Kirche zu ihren Wurzeln zurückkehrt und alte Gewohnheiten wieder aufleben läst.

Hallo zusammen,

Es scheinen mir in der Diskussion einige Missverständnisse die bleibend eindeutige Aussage der Schrift zum Thema Todesstrafe zu verstellen.

2.) Diese Schriftgelehrten und Pharisäer waren gemäß dem
mosaischen Gesetz verpflichtet gewesen, den MANN UND die Frau
zu
steinigen (3. Mose 20:10). Dass sie nur die Frau
ranschleppten, zeigte, daß sie das Gesetz Mose brachen.

Hier stellt sich die Frage, welchen Sinn wir dem mosaischen Gesetz unterstellen. Handelt es sich um praktische Handlungsanweisungen für den Alltag? wenn ja, warum praktizieren wir sie nicht mehr? Mir scheint es vielmehr so zu sein, dass durch das Gesetz, das ganz objektiv kein Mensch jemals wirklich treu befolgen kann - und sei er noch so fromm -, zum Ausruck kommt, dass Menschen sich nie das Heil verdienen können, sondern auf die gnädige Zuwendung Gottes angewiesen sind. Gerade dies sagt auch die jesuanische Botschaft vom sicher kommenden und geschenkten Reich Gottes.

3.) Mit der gleichen Begründung „wer ohne Sünde ist, der werfe
den ersten Stein“ verlangen heute viele Übeltäter straffrei
auszugehen. Bedeutet dies nun, daß keinerlei Strafe
gerechtfertigt ist?

Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Freiheitsentzug, um einem Unwesen ein Ende zu bereiten, und der Entscheidung über wertes und unwertes Leben, die uns nun ganz einfach nicht zusteht. Hier ist im Übrigen der oft übersehene Baum des Lebens (nicht von Gut und Böse!) einzordnen (vgl. Gen 3,22). Gott ist der Herr des Lebens und nicht der Mensch.

4.) Der Apostel Paulus akkzeptierte, dass die Todesstrafe
gerechtfertigt sein kann.
Apostelgeschichte 25:10, 11:
„[Paulus] sprach: ,Ich stehe vor dem Richterstuhl Cäsars, wo
ich gerichtet werden muß. Ich habe den Juden kein Unrecht
getan, wie auch du sehr wohl feststellst. Wenn ich einerseits
wirklich ein Missetäter bin und etwas begangen habe, was den
Tod verdient, so bitte ich mich nicht vom Tod los; wenn
andererseits nichts an dem ist, dessen mich diese Männer
anklagen, so kann mich ihnen als Gunsterweisung niemand
übergeben. Ich berufe mich auf Cäsar!“

Es ist schon interessant, Paulus hier ein Plädoyer für die Todesstrafe unterstellen zu wollen. Paulus - von seiner Unsachuld überzeugt - plädiert lediglich für ein faires Gericht im Rahmen der damaligen Rechtsprechung, die er auch nicht ändern konnte. Seine Argumentation zeugt eher von offener Rechenschaft als von Ausagen über die Todesstrafe.

Warum sollte Notwehr gemäß Jesus akkzeptabel sein, aber nicht
die Todesstrafe (Matthäus 5:39, Johannes 18:11).

Die angegebenen Textstellen stehen in keinem Zusammenhang mit der hier zu verhandelnden Thematik (Jesu Liebesgebot und das Bewusstsein seines Auftrages). Mit Notwehr steht es anders. Hier geht es darum, einen Menschen, der unfreiwillig seines Lebens gewalttätig bedroht wird, vor der Aggression eines anderen, der dazu kein Recht hat, zu bewahren. In einigen Fällen ist dies wohl nur durch den Tod des werdenden Täters möglich. Wenn auch dieser Tod nicht schuldlos bleibt, so ist nach menschlichen Maßstäben welche andere Lösung adäquat? Dem Opfer beim Sterben zusehen?

Selbstverständlich kann ich Verwandte von Opfern verstehen, die Mordgelüste gegenüber den Tätern haben. Ich weiss nicht, ob es mir anders gehen würde, aber ich hoffe, dass mich einige Menschen vor einem großen Fehler bewahren würden.

Alles in allem bin ich schockiert darüber, dass die Todesstrafe als Institution (!) von einigen Diskussionsteilnehmern offenbar toleriert und in keinem Widerspruch zur Botschaft des Evangeliums gesehen wird. Dies ist mir völlig unbegreiflich. Die Ermordung eines anderen Menschen erscheint offenbar in einigen Fällen geradezu als ein göttlicher Auftrag und eine heilige Pflicht. Hat man hier über allem Eifer vielleicht das Kreuz Jesu Christi vergessen? Ist nicht sein Tod das unbedingte Ja zum Menschen, das uns annimmt trotz unserer Sündhaftigkeit? Hat Gott etwa seinen Sohn gerächt und alle Verantwortlichen hingerichtet? Reagiert er auf unsere Ablehnung mit Gewalt und Zwang oder mit sich noch je weiter öffnender Hingabe? Ist nicht Saulus zu einem glühenden Prediger des Wortes Gottes geworden, so dass es Christen in Europa vielleicht im Falle einer frühzeitigen Hinrichtung als Christenverfolger heute gar nicht geben würde?

Man mag die Todesstrafe auf vielfältige Weise zu rechtfertigen versuchen. Sie bleibt gegen die Gottes- und Nächstenliebe gerichtet, gegen Gottes uns annehmendes JA. Daran ändert auch alles Schönreden nichts.

Gruß
Adriane