Hi,
nicht er logen, sondern ver logen. Das empfinde
ich so, weil Du ja diese „Auslegung“ als „Beleg“ dafür
anführtest, daß das institutionalisierte Töten nicht der Style
des Judentums sei.
Ok, meinetwegen auch verlogen, ich mochte hier keinen
Unterschied festmachen.
Ich schon. Im Gegensatz zu „um“ vs. „für“ ist das ein deutlicher Unterschied. 
Mensch Malte, erstens ist es nicht „meine“ Regel und zweitens
Ich schrieb doch „flapsig“.
schrieb ich doch bereits wiederholt, dass die Todesstrafe
abgelehnt wird.
Das widerspricht den angeführten Stellen aus Leviticus(?), oder?
Daraus folgt also, daß der Tod im Judentum eine adäquate
Strafe _ist_ wie Du ja selbst einräumst.
Nein, das folgt nicht daraus bzw. ich habe es nicht
eingeraeumt.
Steht in der Bibel. Im Alten Testament. Das ist für Juden gültig, oder?
Es mag da
irgendwo Stellen geben, die ausdrücklich von einem
finanziellen Ausgleich ergangenen Unrechts sprechen, aber
solang die nicht als Beleg aufgeführt werden, bleibt auch da
Verstehe. Es gibt nicht nur „irgendwo“ Stellen, die
ausdruecklich von finanziellem Ausgleich sprechen. Aber
solange man sie Dir nicht alle oder wenigstens einige als
Beleg vorhaelt, haelst Du an Deinem miesen Beigeschmack bzgl.
an der christlichen Interpretation fest.
Ich nehm das, was ich habe, wie sollte ich es anders tun?
ein beispiel von vielen:
Yet our rabbis state clearly, in both the Mishna and the
Talmud which elaborated upon the Torah’s teaching, that these
archaic, primitive laws were never carried out.
Da wird also das geschriebene Wort, welches ich entweder als gültige Grundlage nehme ODER aber ablehne bzw. als „falsch“ bzw. „ungültig“ deklariere, so stehengelassen und durch Geschwafel relativiert, geschönt. „Das war ja gar nicht so…“ Ha. Ha. Nochmal: ENTWEDER die Rabbis sagen „NEIN, diese Strafen aus Leviticus sind Unrecht, Leviticus GILT NICHT“, ODER sie sagen „okay, is so.“ Aber die Geschwänzel drumherum, sich das zurechtzubiegen, ohne es konsequent abzulehnen bleibt verlogen.
Jetzt habe ich einen miesen Beigeschmack aufgrund Deine
Antwort. Und ich stelle mir die Frage, ob ich ueberhaupt etwas
gerade biegen koennte in Deinen Ansichten
Weiß ich nicht. Mit dem, was Du bisher schriebst jedenfalls nicht. Die Christen sind allerdings auch nicht besser…
Wessen Mumm meinst Du? Den meinigen?
Bezieh doch nicht IMMER ALLES auf Dich, Herrgott nochmal… Deutlich und ausdrücklich mein ich den Mumm derer, die als „Autoritäten“ des jüdischen Glaubens gelten - ich nehme an, für Auslegungen und Ansagen sind die Rabbis zuständig. Warum haben DIE nicht den Mumm, Leviticus (bspw.) einfach in die Tonne zu kloppen?
Gruß,
Malte.