Hallo exc, danke für die Antort, ich lebte zwar noch nicht 1954, habe aber aus Reportagen über das Spiel bzw. dessen Berichterstattung den „Tooor, Tooor, Tooor!“-Schrei des Reporters gut im Ohr. Das hatte damals wirklich noch was Emotionales, ich meine mich zu erinnern, daß der Reporter sich danach für den „Emotionsausbruch“ sogar entschuldigte.
Der heute allgegenwärtige monotone sehr langgestreckte Torschrei (s. Überschrift) ist unverkennbar ein „Kunstprodukt“. Interessant wäre es gewesen, zu wissen, ob es eine öffentliche Debatte ob dieses „Wandels in der Berichterstattung“ gegeben hat oder ob sich niemand (öffentlich) wunderte. Das wiederum würde mich wundern.
Der heute allgegenwärtige monotone sehr langgestreckte
Torschrei (s. Überschrift) ist unverkennbar ein
„Kunstprodukt“. Interessant wäre es gewesen, zu wissen, ob es
eine öffentliche Debatte ob dieses „Wandels in der
Berichterstattung“ gegeben hat oder ob sich niemand
(öffentlich) wunderte.
es gab mal eine Folge der Mattscheibe im Jahre 1997 oder 1998, in der sich Kalkofe darüber mokierte, daß Fritz Egner bei XXO - Griff ins Klo so langgezogen Sprach, als ob er ein Klon eines US-amerikanischen Boxkampfansagers wäre. Das war m.W. die einzige öffentliche „Diskussion“ der Thematik.
Machen wir uns doch nichts vor: Die Moderatoren wollen bei der Kommentierung möglichst cool sein und dafür übernehmen sie dann jeden „Brauch“ aus anderen Ländern, der ihnen zu diesem Behufe geeignet erscheint. Ob die Brüllerei aus den USA übernommen wurde oder aus Südeuropa (wo es wohl schon länger üblich ist. Ich erinnere mich noch an ein WM-Spiel, bei dem der Spanier in der Nachbarkabine derart in Wallung geriet, daß der deutsche Reporter seine eigenen Gedanken - so vorhanden - nicht mehr hören konnte.), ist dabei jetzt mal egal, auch wenn es eine US-amerikanische Eigenheit bei der Einreise leichter hat. Alles in allem scheint es die Moderatorenschaft darauf anzulegen, daß ich überhaupt keinen Sport mehr schaue. Wenn mir so das ständige sinnlose Gebrabbel von Heiko Wasser heute morgen durch den Kopf gehen lasse, stelle ich fest, daß ich kurz davor bin.
Wie z.B. auch bei der ARD-Tour de France-Berichterstattung gelingt es den Leuten vom Fernsehen regelmäßig, die Fachkundigen Co-Moderatoren derart zuzutexten und vor allem zu unterbrechen, daß die am Ende gar nichts mehr sagen.
Einfach abgeschaut von Brasilien und Argentinien! Dort ist es für die Reporter normal GOOOOOOOOOOOOOOOAAAAAL zu schreien! Da immer mehr Südamerikaner in den europäischen Ligen spielen hat man sich einfach ein wenig mehr mit deren Herkunft beschäftigt und fand dieses langgezogenen GOOOOOOAAAAAAL superhipp!