Tour de France

Hallo,
ich habe zwei Fragen - naja sind mehr Ideen - zur Tour de France und wollte mal wissen, wie ihr darüber denkt:

  1. Warum wird die Tour de France nicht komplett in einem Stück gefahren, d.h. warum gibt es zwischendurch immer wieder Abschnitte, die mit dem Zug/Flugzeug zurückgelegt werden, um vom letzten Zielort zum nächsten Etappenbeginn zu kommen. Wäre doch mal ganz nett eine Tour zu Erleben, die immer dort beginnt, wo sie am letzen Tag aufgehört hat. Wäre auch von der Logistik beeser und weniger Streß für die Fahrer, Mechaniker und Helfer, also eigentlich den ganzen Tour-Tross.

  2. In Frankreich wurde alle Departements mit Ausnahme von einem schon einmal vor der Tour de France durchfahren. Selbst wenn in einem Departement noch kein Etappenziel, oder -start war, so wurde es doch wenigsten schonmal während einer Etappe durchfahren.
    Einzige Ausnahme: Korsika
    Okay, deckt sich jetzt nicht unbedingt mit Frage 1, aber warum nicht mal einen Prolog und dazu die erste Etappe in Korsika? Würde ich begrüßen.

Schönen Gruß und viel Spaß beim Tour de France schauen wünscht Euch peaty

Hallo,

wahrscheinlich liegt die Ursache, das die Tour immer „mit Luecken“ gefahren wird, darin gebruendet, das es zum einen sehr teuer fuer deine Stadt ist Etappenziel bei der Tour zu sein und zum anderen es auch trotzdem viele Bewerber dafuer gibt, die nach und nach alle mal bedient werden. Um ein Etappenziel fuer die Tour zu werden muss einiges an die Tourorganisation gezahlt werden.

Auserdem gibt es ausser Korsika noch einige andere Departements die noch nie von der Tour „beruehrt“ wurden… Martinique, Nouvelle Calledonie, Guateloupe etc.

Tschau
Peter

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Hallo Peter,
naja auf Matinique oder Guateloupe eine Tour de France Etappe auszurichten würde auch wohl etwas schwierig werden, aber die Idee mit Korsika, dort den Prolog einer Tour und die erste Etappe finde ich sehr gut. Wo Nouvelle Calledonie liegt wiß ich leider nicht.

Gruß Rainer

moin,

wie peter schon inhaltlich sagte: das ganze ist eine gutgeölte maschinerie, in der erhebliche summen mitspielen.

strassburg hat dieses jahr 2 mio eur an die veranstalter gezahlt, um als „grand depart“ ( startort ) wirken zu duerfen, und andere staedte stehen schlange, um ebenfalls in diesen genuss zu kommen.
naechstes jahr wird die tour in london starten, und das machen die veranstalter nicht, weil sie die englaender so lieb haben, sondern weil da entsprechend frisches geflossen ist.

faustregel: ein etappenstart- und zielort zahlt eine mittlere sechsstellige summe.

durchfahrtsorte zahlen wenig bis klein sechstellig.

natuerlich zahlt nicht jedes kleinste kaff, wo die tour durchrauscht einen obulus, aber sobald eine gemeinde meint, sie koenne profitieren, wird mit der tourleitung verhandelt , dass man z.b. direkt durch den ort faehrt, statt auf der umgehungsstrasse, und die gemeinde kann dann sicher sein, eine exzellente promotion durch fernsehbilder etc zu bekommen.

es wird also erstmal da gefahren, wo am meisten bezahlt wird.

weiterhin: an der tour sind ne menge leute beteiligt.

es sind nicht nur die ca 200 fahrer, sondern betreuer, funktionaere, die karawane und die echten fans.
es muessen also taeglich tausende von menschen untergebracht und verpflegt werden!
und es muss genuegend infrastruktur vorhanden sein, die hundertausende bis millionen zuschauer relativ reibungslos an und von der strecke zu bringen.

ich denke mal, die gemeinden, die sich auf der tour zeigen, profitieren davon:

ich selbst waere nie in briancon, gap oder auf dem tourmalet gewesen, wenn ich nicht von dort eindrucksvolle bilder gesehen haette - ich habe da also meine kohle mit uebernachtung und essen gelassen, und so wird es vielfach geschehen sein.

hast du jemals was vom mont ventoux gehoert, was nicht im zusammenhang mit der tour stand?
diese bitterarme karge gegend blueht geradezu vor lauter radsportfans, die sich da ganzjaehrig den mythos reinziehen wollen…
gruss
khs

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Hallo Rainer,

ich vermute mal, das die Tourorganisation sich nicht traut nach Korsika zu gehen, wegen den Separatisten. Da ist die Gefahr von Stoerungen, Demonstationen oder Anschlaegen zu hoch. Und eine ganze Tourstrecke zu sichern ist wohl nicht moeglich.

btw.: http://www.nouvelle-caledonie-defiscalisation.com/liens

Tschau
Peter

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Hi,

Ich will dein Argument nicht unterlaufen, ich stimme ihm zu -
aber der Mont Ventoux ist nicht das beste Beispiel.
Der Luberon (Mont Ventoux ist der höchste Berg im Luberon)
in der Provence zählt zu den Ferienmekkas Frankreich
(zwischen Avignon, Arles, Aptes, St. Remy und
Les Baux eingebacken).

Gruß
Elke

moin,
und dann noch:

karawane + begleitfahrzeuge sind weit ueber 1000 einheiten - da werden die faehrlinien fuer einen tag auch nicht gerade ihre flotte aufstocken koennen/wollen.

weiteres problem: ich kenne auf korsika eigentlich keine strassen, die so breit + gut ausgebaut sind, eine normale etappe zu fahren…
allerdings bestehen ueberlegungen in 2010 eine etappe dort zu fahren ( lt le parisien )

gruss
khs

hast du jemals was vom mont ventoux gehoert, was nicht im
zusammenhang mit der tour stand?
diese bitterarme karge gegend blueht geradezu vor lauter
radsportfans, die sich da ganzjaehrig den mythos reinziehen
wollen…
gruss
khs

Ich geb dir natürlich recht - auch ich selbst war schon oben (mit dem Auto) und sicher auch wegen der Tour de France, aber die gesamte Gegend ist auch mehr als berühmt für ihren Wein der rundum dort angebaut wird!