Tour de France=Tour de Doping

Ach Mensch, die (Veranstalter, div. Kommissionen, etc.) bekommen das trotz aller Bekundungen nach wie vor nicht in den Griff, diese Veranstaltung ist doch nicht mehr ernst zu nehmen, oder?! Man fragt sich doch wirklich bei jedem überdurchschnittlich fahrenden Fahrer „hat der gedopt“? Bei diesem Ricco war es ja zu offensichtlich, so abzuziehen geht nicht ohne… Da könnte man auch noch mal Mr.Armstrong fragen, der hat das ja ähnlich hin bekommen.

Aber: So macht doch die gesamte TdF keinen Sinn mehr!!! Was meint Ihr?

Hi,

Aber: So macht doch die gesamte TdF keinen Sinn mehr!!! Was
meint Ihr?

ist die Tour überhaupt noch in der öffentlichen Wahrnehmung vorhanden?

Ich bekomme davon nix mit. Und bin froh darüber. Ich fahre lieber selbst Rad, die haben alle oberalberne Klamotten an und letztendlich kann man schon fast sicher sein, dass so gut wie alle Spitzenreiter vollgedröhnt sind bis zum im wahrsten Sinne des Wortes umfallen. Nur die Unsicherheit der Kontrollen rettet den einen oder anderen.
Was soll daran interessant sein für den Zuschauer???

Grüße,
J~

Hallo erstmal,
(soviel Zeit muss sein)
ich bin dafür die Tour umzubenennen in Tour de Pharmazie.
Dann kann jeder einnehmen was er will, er muss es nur auf dem Trikot stehen haben. Damit man weiss, was am besten wirkt.
Die albernen Trikots fielen dann auch weg.
Mal im Ernst, wer glaubt, dass im Profisport wo Millionenbeträge umgesetzt werden ohne Betrug -wie und wer auch immer das tut- zugeht, der ist doch recht blauäugig.
Nadrolon in der Zahncreme war noch lange nicht das Ende.
Ich will den Sport nicht verdammen, ich treibe selbst Sport ( Radfahren Laufen und Schwimmen), aber wo es um Höchstleistungen geht, meint man wahrscheinlich nicht ohne „Hilfen“ auszukommen. Ich bin ernsthaft dafür, diesen Dopingkontrollschei*** einzustellen. Die Trefferquote ist einfach zu gering. Freigeben mit Ansage was genommen wird und wie bei den Paralympics je nach Wirkungsgrad oder wie dort Behinderungsgrad ein Bonus- oder Abzugssystem einführen. Dann kann auch ein langsamerer Fahrer/Läufer der sauber ist gewinnen, weil die Gedopten halt Zeit/Höhe /Weite darufgelegt/abgezogen bekommen. Erst wenn es ich nicht mehr lohnt zu dopen, hören sie von selber auf.
Mit freundlichen Grüßen
Rumburak

Freigabe ALLER Medikamente und Drogen an ALLE?
Hi,
du willst ernsthaft die Besorgung, die Verabreichung, die Duldung und die Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente und Drogen aus niederen Beweggründen erlauben? Wie willst du als Staat und Veranstalter dann rechtlich argumentieren, dass du dem Bahnhofsjunkie sein Heroin, dem Künstler sein Kokain und der Omi ihre Benzodiazepine verbietest?

Das kann nicht dein ernst sein…

J~

Hallo,
na, Dein Konzept musst Du Dir aber nochmal durchdenken.

  • Warum sollte jemand wahre Angaben machen?
  • Warum sollte jemand nicht im gesundheitlich gefährlichen Bereich dopen, wenn es erstens freigegeben ist, zweitens andere auch machen und es drittens mehr Bewerber für eine Stelle in einem Profi-Team gibt als freie Stellen?

Um es kurz zu sagen, Du hast mit der Freigabe kein Problem gelöst.

Um Probleme zu lösen, muss man nicht an den Symptomen docktern, sondern die Ursachen kennen und abstellen :wink:

  • Konkurrenzkampf, um Stellen im Team und um Wertungsplätze
  • Andere dopen und sind daher nicht schlagbar
  • Doping wird durch das Management toleriert und bei Leistungschecks natürlich auch erkannt.
  • Sponsoren wollen ihre Marke im Fernsehen sehen, am liebsten als Siegerfoto.

Dass Rennfahrer vor der Zieleinfahrt am Berg sich das Trikot gerade zupfen und den Reißverschluss zuziehen, sagt auch etwas über die Macht der Sponsoren. Klar will man auch schick aussehen, vielleicht. Im Amateursport habe ich das jedoch nie gesehen, wirklich niemals.

Wie sagt man doch: Der Zweite ist der erste der Verlierer. Bei 200 Startern ist die Chance zu „verlieren“ sehr hoch. Beim Fußball hat man nur einen Gegner und keine 199, mit denen man nicht gewinnen kann, ohne diese aber auch nicht (Windschattenfahren). Radsport ist Taktik am körperlichen Leistungslimit. Gute Fahrer können Schwächen der anderen erkennen, ausnutzen und eigene Schwächen überspielen, können eigene Leistungsgrenzen abschätzen und stets aktuell bewerten. Das erfordert viel Erfahrung.

Um ein Rennen zu beenden oder unterwegs auszuscheiden, liegen keine Kilometer der Anstrengung, sondern eher Sekunden der Entscheidung. Bleibe ich am Hinterrad? Springe ich ran? Fahre ich die dritte Attacke? Lasse ich abreißen? Fährt der andere die Lücke zu? Wo ist ein guter Punkt auf der Strecke zum attackieren? Bemerkt mein Konkurrent, dass ich auch völlig fertig an diesem Berg bin, aber kann ich noch kurz antreten und ihn damit zur Verzweiflung treiben, kann ich bluffen oder geht es schief und ich werde die Übersäuerung der Beine, nicht mehr rechtzeitig abbauen können? Wer hat da attackiert? Ist der fit oder ein Spinner?
Wer hier dopt, hat Vorteile bei der Schmerztoleranz und der Kraftausdauer. Aber wenn die körperlichen Warnfunktionen ausgeschaltet werden, ist die Frage offen, ob ein Kreislaufversagen oder Langzeitschäden eintreten. Ebenso kann durch Doping die Aggressivität gesteigert werden, was u.U. zu einer falschen Einschätzung der Rennsituation führen kann.

Wer einmal dopt, hat sicher Angst damit aufzuhören und dann Gefahr zu laufen am Ende der Saison durch einen anderen ersetzt zu werden.
Es spielen eben auch finanzielle Sicherheiten eine Rolle - nicht alle verdienen das Gehalt der Spitzenfahrer, leisten aber alles, damit diese überhaupt im Rampenlicht stehen können - bringen Getränke, Essen, Windschatten, Motivation, gegen ihr Rad und warten selber auf ein neues, warten bei Unfällen und Pannen, leisten Führungsarbeit. Alles, damit der Spitzensportler so wenig wie nur möglich tun muss, denn seine Kraft soll er in den Bergen verschleudern.

Nein, was hilft ist nur soziale Kontrolle im Team und unter den Mitfahrern (Freunde zu verlieren ist härter als zu gewinnen), harte Strafen, die Unbekanntheit dessen, was kontrolliert wird und werden kann und Spitzel.

Harte Strafen, bedeuten harte Strafen für das Management und vor allem den Sponsor! Das würde ziehen!
Wenn Gerolsteiner, T-Mobile. Milram u.s.w. sich zurückziehen, dann fängt das Zittern im Team an. Dass dies so sein wird, daran muss gearbeitet werden.
Nicht der Name des Sportlers ist interessant, sondern der Name des Sponsors.

Besten Gruß.

Ja. Ich habe die TdF gerne geschaut. Die Dopingwelle war ein Schock, obwohl man manchmal schlimmes ahnte.
Jetzt schaue ich mir sie nicht mehr an.
Ich habe wirklich das Interesse verloren, weil ich den Teams -vor allem den im Süden (Spanien und Italien) - nicht mehr traue, ich mich nicht mehr über eine Leistung freuen kann und daher es mir völlig wurscht ist, wer gewinnt.

Ich kann TdF schon nicht mehr hören. Die Teams haben diesen Sport in den Dreck gezogen. Dafür gehört ihnen dermaßen der A… versohlt, dass er nächstes Jahr noch glüht.

:wink:

Saubere Tour
Hallo,

ich möchte einfach mal entgegenhalten und stelle die Hypothese auf, dass es sich um die sauberste Tour seit langem handeln könnte. Mit sauber meine ich allerdings auch die Fälle, in denen Doping entdeckt wird und die entsprechenden Fahrer zeitnah rausgeworfen werden (wie zum Beispiel Ricco).

Die althergebrachten Dopingmittel werden leicht entdeckt. Bislang war das Problem, EPO-Doping zu entdecken. Früher haben daher sehr viele Fahrer diese Methode angewandt. Damals hätte man Riccos Geschwafel über seinen angeborenen Topwert glauben müssen, aber heute kann man es herausfinden. Die neueste Mode soll ja angeblich Gen-Doping sein, aber man kann davon ausgehen, dass noch nicht viele Fahrer diesen Schritt wagen, man weiß noch nicht mal, ob entsprechende Möglichkeiten schon bestehen.

Es mag sein, dass diese Einschätzung sehr optimistisch ist. Aber wer das kritisiert, sollte mir mal darlegen, welche Möglichkeiten für die Fahrer heute bestehen, unbemerkt zu dopen.

Viele Grüße
Ultra

Hi

Das kann nicht dein ernst sein…

Beweis doch mal, dass es mit den Kontrollen besser wird.
Und lies mal alles was ich geschrieben habe.
Mit freundlichen Grüßen
Rumburak

Hi,

Das kann nicht dein ernst sein…

Beweis doch mal, dass es mit den Kontrollen besser wird.

warum sollte ich das? Das steht gar nicht zu Diskussion. Medikamente unterliegen strengen Regeln. Sowohl medizinischen, als auch juristischen. Ziel des Ganzen ist es

  1. Menschen vor anderen zu schützen die nicht die Gesundheit des Einnehmers im Sinn haben
  2. Menschen vor sich selbst zu schützen.

Durch Doping wird, unabhängig von der sportlichen Unfairness die du ja ausgleichen willst, die Gesundheit der Sportler extrem(!) gefährdet. Googlen kannste selbst, gibt genügend Beispiele prominenter Sportler die an Doping sogar gestorben sind. Mal ein krasser Fall aus Deutschland:
http://de.wikipedia.org/wiki/Birgit_Dressel

Also nochmal: wenn Ullrich und Co nach eigenem Ermessen Medikamente ohne med. Notwendigkeit nehmen dürfen um Geld zu verdienen, warum sollte das ein Middelhoff nicht auch dürfen?

Grüße,
J~

Hi,

Ich kann TdF schon nicht mehr hören. Die Teams haben diesen
Sport in den Dreck gezogen. Dafür gehört ihnen dermaßen der
A… versohlt, dass er nächstes Jahr noch glüht.

und letztendlich bist du es auch, der das ganze Doping heraufbeschwört und finanziert (naja, nicht du allein :wink: )
Denn das Geld an die Teams was von den Sponsoren stammt ist ja dein Geld, dass du an der Supermarktkasse hingelegt hast (plus zum Teil GEZ). Und da das dein Geld ist, kannst du es ihnen auch wegnehmen und somit das Doping ausbluten lassen :smile:

Grüße,
J~

Hi,

und letztendlich bist du es auch, der das ganze Doping
heraufbeschwört und finanziert (naja, nicht du allein :wink: )
Denn das Geld an die Teams was von den Sponsoren stammt ist ja
dein Geld, dass du an der Supermarktkasse hingelegt hast (plus
zum Teil GEZ). Und da das dein Geld ist, kannst du es ihnen
auch wegnehmen und somit das Doping ausbluten lassen :smile:

Naja, irgendwas muss der Mensch ja kaufen… wenn ich anfinge, wirklich all die Sachen nicht mehr zu kaufen, die von Herstellern sind die ich für ethisch fragwürdig halte, dann müsste ich wohl auf’s Land ziehn und einen Selbstversorgerhof aufbauen (freilich ohne Telefon, weil ich aufm Land auf Telekom angewiesen bin) und ohne Internet (denn selbst wer kein Fernseher UND KEIN Radio hat, aber einen internetfähigen PC, der zahlt GEW).
Ich glaube immer noch am effektivsten ist, die Tour zu ignorieren. Wer sie nicht anschaut, sieht die bunten Hemdchen nicht, sieht die Werbung nicht und dokumentiert das für Veranstalter und Sponsoren durch sinkende Einschaltquoten und Zuschauerzahlen.
Solange die Leute noch kommen und/oder schauen, wird auch die Werbung noch aufgenommen und unbewusst „verdaut“.
Grüßle von Kati

Grüße,
J~

Hi,

natürlich macht die Tour noch Sinn!
Man muss sich nur der Gehirnwäsche der Medien entziehen.
Der Radsport ist halt ein wunderschönes Opfer auf das man einschlagen kann bis es auf dem Boden liegt und sich nicht mehr rührt, wie es ja aktuell fast der Fall ist.
Zeitung, Fernsehen und andere Nachrichten haben den Sport zu Grunde gerichtet (in zweiter Instanz). Wenn ich meine hiesige Tageszeitung aufschlage, dann steht dort eine halbe Seite über den aktuellen Dopingfall - wer Tagessieger der letzten Etappe geworden ist erfährt man bestenfalls auf der nächsten Seite im Kleingedruckten.

Alle zeigen mit dem Finger auf die Radsportler - tja- und dann guckt der anständige Deutsche eben lieber Olympia. Denn bei den 100m-Läufern, den 10.000m-Läufern, den Weitspringern, den Hammerwerfern und Gewichthebern kann man ja ganz unkritisch zuschauen. Die scheinen ja alle brav zu sein.
Hier und da kommt viell. mal ein Dopingfall ans Tageslicht, aber man akzeptiert das als Einzelfall.
Wird aber bei der Tour de France (im Übrigen soll es ja auch noch andere Rennen geben) ein Dopingfall aufgedeckt, dann drehen sich alle angewidert vom gesamten Radsport ab.
Es wird leider konsequent mit zweierlei Maß gemessen.

Die Olympischen Spiele werden genauso ein Doping Highlight wie jedes höherklassige Radrennen. Aber das interessiert kaum jemanden. Es macht ja auch viel mehr Spaß nur eine kleine Gruppe niederzumachen als den gesamten Leistungssport.

Doping ist kein Problem des Radsports, Doping ist ein Problmen der gesamten Sportwelt.

Und solange Sieger Geld, Ruhm und Ehre bekommen wird immer gedopt werden. Immer.

Grüße
VAST

Hallo,

ich fürchte aber das trifft mit wenigen Ausnahmen auf jeden Spitzensport zu, in dem Doping zur Leistungssteigerung verhelfen kann!
Guckst du etwa garkeinen Sport mehr? Oder guckst du keine Radrennen mehr, weil dir die Medien erzählen, dass dort alle gedopt sind?
Mensch, denkt doch mal selber nach…

Grüße
VAST

Ja, stimmt, es macht keinen sinn… vor allem dieser Marc Cavendish… gewinnt erst 3 etappen oder so… und dann will er sich plötzlich auf Olympia vorbereiten… ein witz…