Training - Aufbau, aber wie?

Hallo zusammen,

ja, es wird Sommer, auch die Teddys kriechen langsam wieder aus ihren Höhlen, packen die Inline-Skates aus und wollen so gemächlich erstens ein bisserl Kondition bekommen und vielleicht zweitens das eine oder andere Pfund (durch zu viel Honig entstanden) wieder loswerden.
Oder, um es anders auszudrücken: ich hab festgestellt, daß ich in einem Fitneßzstand bin, der jedem nassen Lappen alle Ehre machen würde und will da dran was ändern. Als Sportarten deuchen mich da noch am ehesten Inline-Skaten und schwimmen.
Nur: Wie geh ich’s jetzt an um ein bisserl Kondition zu steigern? Ganz simpel mit jedem Mal ein bisserl weiter? Oder lieber ein bisserl schneller? Oder doch mal zwischendurch mal „Antritte“ (heißt das so?)? Oder lieber wie blöde irgendwo nen Hügel hoch, runter, hoch, runter? Und wie oft ist das sinnvoll? Also soll ich lieber jeden zweiten Tag und dann daß ich echt k.o. bin am Ende oder lieber täglich und so langssam, daß mich die Omas mit ihren Krückstöcken überholen? Und eher öfter schwimmen oder öfter inlinen?
Wie gesagt, mein Ziel ist eher die Ausdauer als die Schnelligkeit und es soll auch nur für den Hausgebrauch sein. Natürlich wäre es fein, wenn sich auf diese Art das eine oder andere Pfündchen verabschieden könnte *gg*
Und was muß ich sonst noch beachten? „Kraftfutter“ aus dem Sportgeschäft ist ja wohl eher nicht nötig, oder?

Ich würd mich freuen, wenn Ihr mal so allgemeine Tips für mich hättet, wie man sowas am besten anstellt. Die festen Vorsätze hab ich zumindest und sowohl Inlines samt Inline-Stecke (dauert so 45 min) und Freibad sind auch vorhanden :smile:

Vielen Dank schon jetzt für Eure Antworten!

Petzi

Hallo Petzi,

also erstmal empfehle ich Dir die Lektüre dieses Artikels
http://gin.uibk.ac.at/gin/freihtml/fettverbrennung.htm
zum Thema Training und Fettabbau (obwohl Honig doch gar kein Fett enthält …)
Es kommt also letztlich in erster Linie auf die negative Energiebilanz an (also doch nicht so viel Honig …)

Was das Training angeht, gibt es viele verschiedene Ansätze. Verbreitet ist die Formel 3-4 mal wöchentlich mindestens 45 Minuten Training. Dabei mit kurzen Zeiten beginnen und langsam steigern.

Zu Beginn jeder Trainingseinheit die Belastung (Pulsfrequenz) langsam steigern, dann mit wechselnder Intensität trainieren (auch „Hügeltraining“ genannt, Belastungswechsel trainiert mehr als Dauerbelastung) und gegen Ende des Trainings langsam „in den Sinkflug übergehen“ (das beherrschst Du ja) so dass am Ende des Trainings der Puls fast wieder Normalniveau hat.

Auf jeden Fall empfiehlt sich ein Pulsgurt mit Anzeige am Handgelenk, damit man sich weder über-, noch unterfordert.

Als Trainingsbereich empfehle ich den aeroben Bereich, nach der Faustformel also 220-Alter und davon zwischen 70% und 85%. Das ist aber nur eine grobe Schätzung, den optimalen Bereich kann man beim Sportarzt feststellen lassen.

Zum Thema „Fettverbrennungszone“ siehe der obige Artikel, da ist alles erklärt.

Ob Schwimmen oder Inlinen ist eigentlich egal. Schwimmen schont die Gelenke, Inlinen … keine Ahnung.

Ich selbst mache „Dribble Jogging“, laufen mit einem Basketball, den ich während des Laufens mit ständigem Handwechsel dribbele. Das fordert die Arm- und Schultermuskulatur zusätzlich und schult die Koordination. Und es macht Spaß.

Aber Du bewegst Dich sicher lieber „mit Fahrwerk“ (sozusagen „two greens“, die Nase als Bugrad ist nicht zu empfehlen).

Wichtig sind auch Dehnübungen, das beugt Muskelkater vor und verhindert eine Verkürzung der Muskulatur, die beim Training leicht entstehen kann.

Oder, um es anders auszudrücken: ich hab festgestellt, daß ich
in einem Fitneßzstand bin, der jedem nassen Lappen alle Ehre
machen würde und will da dran was ändern.

Auch im Cockpit ist eine gute Kondition und ein stabiler Kreislauf sicher wichtig, man kann mit Stress viel besser umgehen. Kampfpiloten machen nicht umsonst ausgiebiges Konditionstraining.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben, und ansonsten allzeit guten Flug.

Liebe Grüße
Sebastian

Kleine Ergänzung…
Mein Vorredner hat eigentlich schon alles gesagt (auch sehr kompeten =Y> Kompliment!) ich möchte aber noch was persönliches ergänzen.

Ich trainiere seit 3 Jahren und habe letztlich gemerkt dass alles Training nichts bringt wenn man nicht mit seinem Körper im Einklang ist! Alle Ergebnisse sind nur erzwungen und führen danach zum Gegenteil…

Wenn du deinen Körper nicht magst und ihn deshalb ins Studio zwingst, bekommst du vielleicht einen schöneren Körper (HArter Kampf!) aber ey ist dein Körper den du da bekämpft hast!

Nach dieser Phase habe ich bemerkt dass ihc meinen Körper eigentlich auch mag wenn er nicht so in Form oder schön ist! Und siehe da, auf einmal hat das kleinste bischen Training erstaunlich Erfolge gebracht!!!

Daher wenn dir dein Trainer (Buch oder sonnstwer!) sagt mach so und soviel Wiederholungen mit soviel Gewicht…mach lieber nur die Hälfte und dafür bewusst und Präsent, als die Wiederholungen zu zählen und sich zu wünschen dass es bald vorbei ist!

Wünsch dir viel Erfolg => Sport macht Spass und einen schönen Körper zu haben den man liebt und der einem alles ermöglicht ist das höchste der Gefühle!

Versuch mal Yoga!

Cu
Tanja

1 „Gefällt mir“

Hallo Sebastian,

herzlichen Dank für Deine ausführliche und kompetente Antwort *freu* Genau sowas wollt ich wissen :smile: Fühl Dich reich bedankt und besternt!

http://gin.uibk.ac.at/gin/freihtml/fettverbrennung.htm

Klasse Link :smile:

(also doch nicht so viel Honig …)

So ein Elend, aber irgendwie war das zu befürchten *g*

Was das Training angeht, gibt es viele verschiedene Ansätze.
Verbreitet ist die Formel 3-4 mal wöchentlich mindestens 45
Minuten Training. Dabei mit kurzen Zeiten beginnen und langsam
steigern.

*strah* *angeb* Also 45 min mit mäßigem Tempo „kann“ ich schon :smile:

(auch „Hügeltraining“ genannt, Belastungswechsel trainiert
mehr als Dauerbelastung)

Ist’s da dann sinnvoll, sich einen wahren Hügel hinaufzuschaffen oder reicht’s aus, einfach mal auf der Ebene mehr Gas zu geben? Und wie lange und wie oft sollten diese Intervalle sein?

„in den Sinkflug übergehen“ (das beherrschst Du ja)

Mixture full rich - Carburetor hot - Power reduce *kicher* Meinst Du das *ggg*

Ende des Trainings der Puls fast wieder Normalniveau hat.

Okay, das klingt logisch :smile:

Als Trainingsbereich empfehle ich den aeroben Bereich, nach
der Faustformel also 220-Alter und davon zwischen 70% und 85%.

Ist aber mal ein guter Anhaltspunkt.

Aber Du bewegst Dich sicher lieber „mit Fahrwerk“ (sozusagen
„two greens“, die Nase als Bugrad ist nicht zu empfehlen).

*kicher* Ja, das ist die Sache mit den Bugradlandungen :smile:

Wichtig sind auch Dehnübungen, das beugt Muskelkater vor und
verhindert eine Verkürzung der Muskulatur, die beim Training
leicht entstehen kann.

Ah ja! Das wußte ich noch nicht mit der Verkürzung der Muskulatur. Dehne ich dann hinterher oder vorher oder beides?

Auch im Cockpit ist eine gute Kondition und ein stabiler
Kreislauf sicher wichtig, man kann mit Stress viel besser
umgehen.

*lach* Ja, grad bei der Kunstfliegerei bin ich schon schweißgebadet aus der Kiste gekrabbelt (und das war nur zur Hälfte Angstschweiß *g*)

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben, und ansonsten
allzeit guten Flug.

Danke :smile:

Petzi

Hallo Tanja,

Mein Vorredner hat eigentlich schon alles gesagt (auch sehr
kompeten =Y> Kompliment!)

*michdemKomplimentanschließ*

Ich trainiere seit 3 Jahren und habe letztlich gemerkt dass
alles Training nichts bringt wenn man nicht mit seinem Körper
im Einklang ist!

Das stimmt, aber ich glaub, daß das inzwischen bei mir der Fall ist…

nur die Hälfte und dafür bewusst und Präsent, als die
Wiederholungen zu zählen und sich zu wünschen dass es bald
vorbei ist!

Nee, das mach ich eh nicht! Wenn ich was mit meinen Inlines losziehe, dann nur weil ich auch grad Lust dazu hab :wink:

Versuch mal Yoga!

Ja, das hab ich mir auch schon überlegt. Wobei ich ein bisserl Probleme mit der Philosophie dahinter habe. Aber für den Winter, wenn man nicht so raus kann, werd ich mir das ganz ernsthaft überlegen…

Danke für Deine Antwort *freu*

Petzi

hallo!!

Wichtig sind auch Dehnübungen, das beugt Muskelkater vor und
verhindert eine Verkürzung der Muskulatur, die beim Training
leicht entstehen kann.

Ah ja! Das wußte ich noch nicht mit der Verkürzung der
Muskulatur. Dehne ich dann hinterher oder vorher oder beides?

gar nicht.
die vorbeugung von muskelkater wurde wiederlegt-dehnen verursacht eher muskelkater als dass es vorbeugt.
und die sogenannte „verkürzung“ ist wenn überhaupt nicht durch den muskel verursacht sondern durch die ansteuerung der muskulatur durch das gehirn.
lauf dich aus, trink nachher viel, nimm ein heisses bad-dann regeneriert sich alles wesentlich besser.

tschüss

matthias

hallo!!

Wichtig sind auch Dehnübungen, das beugt Muskelkater vor und
verhindert eine Verkürzung der Muskulatur, die beim Training
leicht entstehen kann.

Ah ja! Das wußte ich noch nicht mit der Verkürzung der
Muskulatur. Dehne ich dann hinterher oder vorher oder beides?

gar nicht.
die vorbeugung von muskelkater wurde wiederlegt-dehnen
verursacht eher muskelkater als dass es vorbeugt.

Hast Du da eine Quellenangabe? Das widerspricht vollkommen meiner persönlichen Erfahrung.
Durch das Dehnen wird der Muskel langgezogen und entspannt, einer Verkrampfung wird vorgebeugt, das verringert auch die Wahrscheinlichkeit von Muskelkater.

Ich hatte z.B. am Anfang des Joggens Probleme mit der Muskulatur am Schienbein (weil die durch Fahrradfahren und ähnliches Training, das ich vorher gemacht habe, kaum beansprucht wird). Wenn ich die nicht gedehnt habe, blieben die Schmerzen, habe ich sie gedehnt, waren sie sofort wieder weg.

und die sogenannte „verkürzung“ ist wenn überhaupt nicht durch
den muskel verursacht sondern durch die ansteuerung der
muskulatur durch das gehirn.

Wie auch immer die Verkürzung verursacht wird: Schau Dir mal Bodybuilder an, die heftig trainieren, aber wenig dehnen. Die kriegen aufgrund der verkürzten Brustmuskeln die Schultern nicht mehr nach hinten (typische „Gorilla-Haltung“) und können aufgrund der Bizeps-Verkürzung die Arme nicht mehr strecken.

lauf dich aus, trink nachher viel, nimm ein heisses bad-dann
regeneriert sich alles wesentlich besser.

Viel trinken und heiß baden ist sicher gut, ersetzt aber das Dehnen nicht.

Ich habe gelernt: Niemals die kalten Muskeln dehnen (also nicht vorher), sondern ganz am Schluss, so dass man die Muskeln danach nicht mehr trainigsmäßig beansprucht.

Grüße
Sebastian

Hallo Petzi,

herzlichen Dank für Deine ausführliche und kompetente Antwort
*freu* Genau sowas wollt ich wissen :smile: Fühl Dich reich
bedankt und besternt!

Immer gerne, und Danke für’s Sternchen.

(auch „Hügeltraining“ genannt, Belastungswechsel trainiert
mehr als Dauerbelastung)

Ist’s da dann sinnvoll, sich einen wahren Hügel
hinaufzuschaffen oder reicht’s aus, einfach mal auf der Ebene
mehr Gas zu geben?

Ein echter Hügel ist natürlich gut, aber eine Veränderung der Intentität in Intervallen ist sicher auch schon ausreichend.
Und man hat mehr Möglichkeiten, das selbst zu steuern, die Hügel auf der Strecke kann man schlecht verschieben …
Ein echter Hügel hat beim Inlinern natürlich auch Nachteile (wenn’s wieder runter geht), einmal wegen der Sturzgefahr, und auch, weil dann die Muskulatur kaum beansprucht wird und der Puls zu weit runtergeht.

Und wie lange und wie oft sollten diese
Intervalle sein?

Da habe ich keine „wissenschaftlichen“ Zahlen oder so was. Ich würde sagen, innerhalb von 45 Minuten 3-4 Phasen zu je 2-5 Minuten mit erhöhter Intensität, aber nicht gleich am Anfang und auch nicht gegen Ende. Wichtig ist, dass man im aeroben Bereich bleibt, also nicht so, dass man völlig außer Puste gerät.
Ich lege beim Dribble Jogging immer mal einen Sprint ein, so als ob ich einen „Angriff“ auf den gegnerischen Korb laufen würde. Dann verlangsame ich wieder mal, dribble fast auf der Stelle, ein bisschen rückwärts, ein paar Ballkunststückchen und -spielereien, und weiter geht’s. Macht riesig Spaß.

Mixture full rich - Carburetor hot - Power reduce *kicher*
Meinst Du das *ggg*

Genau, und immer an die Klappen und das Fahrwerk denken … und die Sinkrate im Auge behalten … und das VASI …

Ende des Trainings der Puls fast wieder Normalniveau hat.

Okay, das klingt logisch :smile:

Wenn man plötzlich abbricht, kann man ernste Kreislaufprobleme kriegen.

Aber Du bewegst Dich sicher lieber „mit Fahrwerk“ (sozusagen
„two greens“, die Nase als Bugrad ist nicht zu empfehlen).

*kicher* Ja, das ist die Sache mit den Bugradlandungen :smile:

Aber immerhin hast Du beim Inlinern auf jeder Seite des Hauptfahrwerks vier Räder, das haben sonst nur die Großen … aber dummerweise hapert es bei den Bremsen, und Umkehrschub gibt’s auch nicht …

Ah ja! Das wußte ich noch nicht mit der Verkürzung der
Muskulatur. Dehne ich dann hinterher oder vorher oder beides?

Siehe meine Antwort an Matthias Weinberger … nur am Schluss dehnen (da gibt es aber widersprechende Meinungen, aber mir leuchtet ein, dass man keinen kalten Muskel dehnen sollte).

Auch im Cockpit ist eine gute Kondition und ein stabiler
Kreislauf sicher wichtig, man kann mit Stress viel besser
umgehen.

*lach* Ja, grad bei der Kunstfliegerei bin ich schon
schweißgebadet aus der Kiste gekrabbelt (und das war nur zur
Hälfte Angstschweiß *g*)

Nicht nur in Bezug auf die körperlichen Belastungen ist das gut. Ausdauertraining erhöht auch die Konzentrationsfähigkeit und die Stressfestigkeit. Fliegen besteht ja, zumindest wenn’s mal ernstere Probleme gibt, in erster Linie darin, die eigenen Gefühle (Panik, Angst) im Griff zu behalten, damit das Hirn sich auf das konzentrieren kann, was man für diesen Fall gelernt hat. Und genau das wird durch körperliche Fitness unterstützt. In Stress-/Gefahrensituationen wird der Kreislauf extrem belastet, da ist es gut, wenn man einige Reserven hat.

Liebe Grüße
Sebastian

hallo!

Hast Du da eine Quellenangabe? Das widerspricht vollkommen
meiner persönlichen Erfahrung.
Durch das Dehnen wird der Muskel langgezogen und entspannt,
einer Verkrampfung wird vorgebeugt, das verringert auch die
Wahrscheinlichkeit von Muskelkater.

hier müsste erstmal definiert werden was unter „langziehen“ und „entspannung“ verstanden wird-sonst gibts wieder jede menge verwirrung.
klar ist (reine basis-muskelanatomie) dass jeder muskel einen ansatz und einen ursprung hat; um einen muskel langzuziehen muss man diese voneinander entfernen. irgendwann sagt aber das gelenk „jetzt ist schluss“ und dieses ziehen ist vorbei-und dann kommt man noch lange nicht in den bereich in dem ein muskel wirklich „gedehnt“ wird. das passiert nur bei traumen wenn man sich die schulter auskugelt, etc.
entspannung im sinne einer tonussenkung funktioniert auch nicht (wissenschaftlich nachweisbar durch EMG)-nur eine von vielen quellen: http://www.iaomed.com/iaom_us/resources/nletterOld/n…

muskelkater vorbeugung: muskelkater entsteht weil kleine risse auftreten-während (!!!) der belastung. dehnen vor oder nachher ist daher sinnlos wenn man muskelkater vermeiden will.

was natürlich nicht widerlegt werden kann (und was ich nie im leben machen würde) ist das subjektive gefühl! wenn es sich gut anfühlt und es einem gut tut dann kann man es ja machen.
aber das kann kein masstab sein es für alle und jeden zu empfehlen.

Wie auch immer die Verkürzung verursacht wird: Schau Dir mal
Bodybuilder an, die heftig trainieren, aber wenig dehnen. Die
kriegen aufgrund der verkürzten Brustmuskeln die Schultern
nicht mehr nach hinten (typische „Gorilla-Haltung“) und können
aufgrund der Bizeps-Verkürzung die Arme nicht mehr strecken.

solche hab ich noch nicht gesehen.
die brustmuskeln kann man nur trainieren wenn man volle beweglichkeit der schultern hat-gleiches gilt für die arme.
ein bodybuilder braucht volle beweglichkeit weil er sonst die muskulatur nicht voll auslasten kann.
jetzt muss ich auchmal nachfragen: beruht deine aussage auf einer meinung oder auf nachweisbaren ergebnissen?
wieso entwickeln viele schreibtischtäter eine „gorilla-haltung“ obwohl sie nicht trainieren?

lauf dich aus, trink nachher viel, nimm ein heisses bad-dann
regeneriert sich alles wesentlich besser.

Viel trinken und heiß baden ist sicher gut, ersetzt aber das
Dehnen nicht.

stimmt. es ist dem dehnen in jeder hinsicht haushoch überlegen.

Ich habe gelernt: Niemals die kalten Muskeln dehnen (also
nicht vorher), sondern ganz am Schluss, so dass man die
Muskeln danach nicht mehr trainigsmäßig beansprucht.

ich habe als kind gelernt dass die geschenke vom weihnachtsmann kommen. man muss eben seine informationen immer anpassen und überprüfen.
es wird eben einfach zuviel sch… gedruckt und gesendet.

tschüss

matthias

Hallo,

muskelkater vorbeugung: muskelkater entsteht weil kleine risse
auftreten-während (!!!) der belastung. dehnen vor oder
nachher ist daher sinnlos wenn man muskelkater vermeiden will.

Ist man sich da inzwischen einig? Es gab doch mal jahrelangen Streit zwischen der „Kleine-Risse-Fraktion“ und der „Säure-Ablagerungs-Fraktion“ …

was natürlich nicht widerlegt werden kann (und was ich nie im
leben machen würde) ist das subjektive gefühl! wenn es sich
gut anfühlt und es einem gut tut dann kann man es ja machen.
aber das kann kein masstab sein es für alle und jeden zu
empfehlen.

Viele Empfehlungen beruhen auf guten oder schlechten Erfahrungen und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Bei vielen Sportarten ist regelmäßiges Dehnen überhaupt die Voraussetzung, um bestimmte Übungen machen bzw. bestimmte Techniken anwenden zu können (z.B. Tritte im Kampfsport). Für eine Tritt in Kopfhöhe ist nicht die Muskelkraft entscheidend, sondern die Beweglichkeit, die durch viele Male wiederholte Dehnung der Sehnen erst geschaffen werden muss (Monate und Jahre lang).

jetzt muss ich auchmal nachfragen: beruht deine aussage auf
einer meinung oder auf nachweisbaren ergebnissen?

Auf eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Von „nachweisbaren Erkenntnissen“ zu sprechen wäre vermessen.

wieso entwickeln viele schreibtischtäter eine
„gorilla-haltung“ obwohl sie nicht trainieren?

Weil sich die Sehnen durch die Dauerhaltung verkürzen, wenn ich richtig informiert bin. Tritt bei Schreibtischjobs auch im Bereich des Hüftbeugers auf, richtig?

ich habe als kind gelernt dass die geschenke vom
weihnachtsmann kommen.

Bitte sachlich bleiben … der Vergleich eines Kindermärchens mit Informationen, die man als Erwachsener aus Fachliteratur oder von Fachleuten gewinnt, hinkt ziemlich.

man muss eben seine informationen immer
anpassen und überprüfen.
es wird eben einfach zuviel sch… gedruckt und gesendet.

Das ist leider wahr. Ich zitiere mein eigenes Posting aus einem anderen Thread (auch eine Antwort an Dich): Es ist schwierig, sich zu Themen, von denen man selbst nicht wirklich viel versteht, verlässliche Informationen einzuholen. An irgendwas muss man sich zwangsläufig halten. Du kennst Dich als Physiotherapeut in diesen Dingen aus und kannst Dir ein eigenes Bild machen, ich nicht. Dafür musst Du auf anderen Gebieten das nehmen, was Du zu lesen bekommst, und andere Leute kennen sich wiederum dort aus und können selbst urteilen.

Ich werde weiterhin vorsichtig und mit Augenmaß dehnen, da ich durchweg gute Erfahrungen damit gemacht habe.
Das heiße Bad zusätzlich ist allerdings auch verlockend …

Grüße
Sebastian

hallo!

Ist man sich da inzwischen einig? Es gab doch mal jahrelangen
Streit zwischen der „Kleine-Risse-Fraktion“ und der
„Säure-Ablagerungs-Fraktion“ …

milchsäure ist immer beteiligt bei sportlichen belastungen-daher lässt es sich ja auch bei verletzten muskeln finden.
die risse entstehen v.a. (manche sagen sogar nur) bei exzentrischer muskelarbeit, d.h. bremsender arbeit (z.b. bergabgehen).
gemindert werden kann das indem man vorher die konzentrische phase trainiert.
eine ganz andere frage ist die woher der schmerz stammt-aber da will ich jetzt nicht anfangen das zu diskutieren :wink:).

was natürlich nicht widerlegt werden kann (und was ich nie im
leben machen würde) ist das subjektive gefühl! wenn es sich
gut anfühlt und es einem gut tut dann kann man es ja machen.
aber das kann kein masstab sein es für alle und jeden zu
empfehlen.

Viele Empfehlungen beruhen auf guten oder schlechten
Erfahrungen und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

aber man hat heutzutage die möglichkeiten diese empfehlungen/vermutungen/etc. zu überprüfen-und siehe da: vieles lässt sich nicht bestätigen.
und das geht dann eben gegen die allgemein akzeptierte meinung und führt zu problemen.
wie damals mit „die erde kreist um die sonne“; gleiches prinzip.

Bei vielen Sportarten ist regelmäßiges Dehnen überhaupt die
Voraussetzung, um bestimmte Übungen machen bzw. bestimmte
Techniken anwenden zu können (z.B. Tritte im Kampfsport). Für
eine Tritt in Kopfhöhe ist nicht die Muskelkraft entscheidend,
sondern die Beweglichkeit, die durch viele Male wiederholte
Dehnung der Sehnen erst geschaffen werden muss (Monate und
Jahre lang).

ganz einfach: dehnen ist eine statische und passive angelegenheit. ein tritt in kopfhöhe ist aktiv und dynamisch (ballistisch). das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
auf was anderes übertragen: wenn ich schneller klavierspielen will-lege ich dann meine finger eine minute auf die tasten ohne sie zu bewegen? (meine beispiele sind oft sch…-aber mir fällt nix anderes ein).
um eine dynamische bewegung durchführen zu können (besser bzw. weiter) muss ich sie auch dynamisch trainieren.
und: sehnen kann man nicht dehnen-soviel kraft bringt man nicht auf. du müsstest an einer achillessehne mit mehreren hundert kilo ziehen um die zu dehnen.

Weil sich die Sehnen durch die Dauerhaltung verkürzen, wenn
ich richtig informiert bin. Tritt bei Schreibtischjobs auch im
Bereich des Hüftbeugers auf, richtig?

nein.

ich habe als kind gelernt dass die geschenke vom
weihnachtsmann kommen.

Bitte sachlich bleiben … der Vergleich eines Kindermärchens
mit Informationen, die man als Erwachsener aus Fachliteratur
oder von Fachleuten gewinnt, hinkt ziemlich.

nicht ganz. ich bin jemand der nach prinzipien sucht. und hier passt der weihnachtsmann: das bekommt jeder (?) von seinen eltern erzählt, glaubt es und gibt es irgendwann an seine kinder weiter. das ist für mich „unreflektierte“ informationsweitergabe.
ich habe mir viele bücher von sogenannten fachleuten angesehen-da gibt es immer mindestens einen anteil der das gleiche macht-informationen werden ohne vorherige überprüfung weitergegeben.
das berühmteste beispiel ist das „220 minus lebensalter“; http://www.css.edu/users/tboone2/asep/Robergs.doc

da geistert die formel 40 jahre durch die welt bis einer mal nachschaut was es damit auf sich hat: nichts. genau auf diesem prinzip ist die ganze „populäre“ trainingsliteratur aufgebaut-auf märchen.

und wie immer: wer hat die leute zu fachleuten gemacht?
der zusatz „sportmediziner“ verlangt meines wissens nach keine prüfung-nur die anwesenheit (!) bei einer bestimmten anzahl von fortbildungen. mediziner sind ausserdem v.a. mit pathologien beschäftigt-trainingswissenschaft ist ein ganz anderes gebiet.
für das expertentum empfehle ich: Carl Sagan`s „Baloney Detection Kit“: http://nowscape.com/atheism/baloney_detect_Sagan.htm

für mich modifiziert: wenn jemand mir was erzählen will muss er mir sagen können woher er das weiss. und die reaktionen die da oft kommen sind aufschlussreich: manche fühlen sich angegriffen (das sind die die meist keinen blassen schimmer haben und nur ablesen), die anderen werden stutzig und geben zu es nicht zu wissen, und die dritten rattern eine schlüssige erklärung runter.
wenn ein fachmann/experte keine quelle angibt werte ich die information als fraglich.

man muss eben seine informationen immer
anpassen und überprüfen.
es wird eben einfach zuviel sch… gedruckt und gesendet.

Das ist leider wahr. Ich zitiere mein eigenes Posting aus
einem anderen Thread (auch eine Antwort an Dich): Es ist
schwierig, sich zu Themen, von denen man selbst nicht wirklich
viel versteht, verlässliche Informationen einzuholen. An
irgendwas muss man sich zwangsläufig halten. Du kennst Dich
als Physiotherapeut in diesen Dingen aus und kannst Dir
ein eigenes Bild machen, ich nicht. Dafür musst Du auf anderen
Gebieten das nehmen, was Du zu lesen bekommst, und andere
Leute kennen sich wiederum dort aus und können selbst
urteilen.

aber seit der „entdeckung“ :smile:) des internets sind die zeiten doch fast vorbei!
die PubMed (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi) ist die grösste medizinische datenbank der welt-kinderleicht zu bedienen. da kann sich jeder schnell einen überblick verschaffen.
es gibt zig kostenlose zeitschriften zum thema biomechanik, training, etc. man muss sich eben zeit nehmen.

Ich werde weiterhin vorsichtig und mit Augenmaß dehnen, da ich
durchweg gute Erfahrungen damit gemacht habe.
Das heiße Bad zusätzlich ist allerdings auch verlockend …

ein vorschlag:
mach dein programm ganz normal für 2 wochen und schreib auf wie du dich nach dem training fühlst und wie du dich am nächsten morgen fühlst.
nach zwei wochen lässt du das dehnen weg und erhöhst den anteil „anderer regenerativer massnahmen“, d.h. trinken, alle 15min kohlehydrate essen, baden-und schreibst es mit.
nach zwei wochen vergleichst du und hast dann eine objektive überprüfung.

tschüss

matthias

Hallo,

Viele Empfehlungen beruhen auf guten oder schlechten
Erfahrungen und nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen.

aber man hat heutzutage die möglichkeiten diese
empfehlungen/vermutungen/etc. zu überprüfen-und siehe da:
vieles lässt sich nicht bestätigen.
und das geht dann eben gegen die allgemein akzeptierte meinung
und führt zu problemen.
wie damals mit „die erde kreist um die sonne“; gleiches
prinzip.

Ja, das stimmt schon … wie bei einem Medikament, das in 80% der Fälle zur Heilung führt (hört sich gut an), bis jemand herausfindet, dass die Krankheit in 80% der Fälle auch unbehandelt von selbst ausheilt.

Das Problem bei der wissenschaftlichen Überprüfung ist, dass auch hier manchmal Neben- und Ferneffekte nicht erkannt, unzutreffende Grundannahmen getroffen oder Ursache und Wirkung verwechselt werden und deshalb existierende Zusammenhänge übersehen und verneint und in Wirklichkeit nicht vorhandene Zusammenhänge fälschlicherweise erkannt werden.

Ein Beispiel (vielleicht schon wieder ein schlechtes): Kaffeetrinker weisen statistisch ein höheres Herzinfarktrisiko auf als Teetrinker. Heißt das, dass Kaffeetrinken das Herzinfarktrisiko erhöht? Oder sind Kaffeetrinken und erhöhtes Herzinfarktrisiko beides Wirkungen einer gemeinsamen Ursache (z.B. hektischer Persönlichkeit)? Oder ist die Übereinstimmung rein zufällig und nicht so leicht als zufällig zu erkennen wie z.B. die jahrelang vorhandene Parallelität zwischen der Anzahl der nistenden Storchenpaare und der Geburtenrate?

Fazit für mich: Nicht alles, was wissenschaftlich belegt ist, ist deshalb zwangsläufig richtig. Dafür hat die Wissenschaft schon zu oft „zurückrudern“ müssen.

aber seit der „entdeckung“ :smile:) des internets sind die zeiten
doch fast vorbei!
die PubMed (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi) ist
die grösste medizinische datenbank der welt-kinderleicht zu
bedienen. da kann sich jeder schnell einen überblick
verschaffen.
es gibt zig kostenlose zeitschriften zum thema biomechanik,
training, etc. man muss sich eben zeit nehmen.

Je präziser, fundiert und nachvollziehbarer diese Quellen sind, desto mehr Vorwissen und/oder Ausbildung erfordern sie, um sie überhaupt zu verstehen und die Schlüssigkeit der Information nachprüfen zu können.
Ich bin mir sicher, es gibt tausende gute Quellen für irgendwelche Gebiete, in denen Du weniger fit bist, die Dir überhaupt nichts nützen würden, da Du sie inhaltlich nicht vestehst.
Wenn ich mir das Dokument zum Thema „220-Alter“ anschaue, kann ich ab einer gewissen Stelle nur noch die Buchstaben vom Hintergrund unterscheiden, das war’s. Und Dir wird’s auf anderen Gebieten ähnlich gehen, und dann musst Du Dich auch auf die Meinung von irgendwem verlassen, ohne sie wirklich überprüfen zu können.

ein vorschlag:
mach dein programm ganz normal für 2 wochen und schreib auf
wie du dich nach dem training fühlst und wie du dich am
nächsten morgen fühlst.
nach zwei wochen lässt du das dehnen weg und erhöhst den
anteil „anderer regenerativer massnahmen“, d.h. trinken, alle
15min kohlehydrate essen, baden-und schreibst es mit.
nach zwei wochen vergleichst du und hast dann eine objektive
überprüfung.

Das wird schwierig. Ich fühle mich jetzt nach dem Training bestens, und am nächsten Morgen auch. Durch das Dehnen am Ende sind die Muskeln sofort gelockert, es tut nix weh, alles super.
Wenn ich das Dehnen weglasse und nur heiß dusche, ist es nicht so gut, dann bleiben die Muskeln eher etwas verspannt.
Leider habe ich, da viel unterwegs und in Hotels, meistens keine Möglichkeit für ein heißes Bad.
Vielleicht meinen wir auch etwas Verschiedenes mit „Dehnen“ … ich habe jedenfalls beste Erfahrungen damit und es fällt sofort negativ auf, wenn ich’s weglasse.

Grüße
Sebastian

Hallo Petzi!

Du hast ja nun schon viele kompetente Antworten erhalten. Drum möchte ich mich als Laie auch noch einmischen :wink:

Ich habe hier in meiner neuen Heimat das Wandern für mich entdeckt, vielleicht wäre das ja auch etwas für Dich. Es gibt für mich nichts schöneres als eine mehrstündige Tour, am liebsten allein oder mit meinem Holden. Wanden ist (fast) gratis, lediglich eine gute Ausrüstung sollte man sich zulegen (Schuhe, Wetterklamotten, Kartenmaterial und je nach dem auch Wanderstöcke).

Die Kondition verbessert sich bei regelmäßigem Wandern (zumindest bei mir) enorm und das ein oder andere Kilo verabschiedet sich dann natürlich auch. Man ist an der sogenannten frischen Luft und wenn man aufmerksam ist, kann man quasi nebenbei noch sehr viel über die Natur und die Bergwelt lernen.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen aktiven Sommer und wenig Pollenattacken!

Gruß
Frauke

Hallo!

Mit Interesse habe ich euere Diskussion verfolgt. Aber könntest du deine Aussage

alle 15min kohlehydrate essen

näher erläutern. Vor allem in welcher Form sollten die Kohlenhydrate eingenommen werden. (Wohl nicht alle 15 Minuten Spaghetti kochen :smile:)

Tschüß, Emanuel

hallo!

das lässt sich so erklären:
während einer sportlichen belastung wird die hormonausschüttung des körpers so gestaltet dass maximale leistungsfähigkeit möglich ist.
dazu wird insulin ausgeschüttet um den im blut befindlichen zucker gut in die muskelzellen einschleusen zu können.

diese hormonell günstige situation dauert aber nach beendigung des trainings nicht lange an; man spricht da von ca. 15min.
fängt man also in dieser zeit an schnellverdauliche kohlehydrate zu sich zu nehmen kann man diesen effekt ausnutzen und die insulinausschüttung sogar verlängern so dass man noch mehr zucker einschleusen kann; dadurch verkürzt sich die regenerationszeit erheblich.
verpasst man diese erste günstige zeit dann werden die speicher erheblich langsamer gefüllt-dann dauert es über 12 stunden. das ist der effekt den man erzielen will zur fettverbrennung.

günstig wären: säfte, schokolade, …-eben alles was nicht erst verdaut werden muss.

tschüss

matthias

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