Hallo Petzi,
herzlichen Dank für Deine ausführliche und kompetente Antwort
*freu* Genau sowas wollt ich wissen
Fühl Dich reich
bedankt und besternt!
Immer gerne, und Danke für’s Sternchen.
(auch „Hügeltraining“ genannt, Belastungswechsel trainiert
mehr als Dauerbelastung)
Ist’s da dann sinnvoll, sich einen wahren Hügel
hinaufzuschaffen oder reicht’s aus, einfach mal auf der Ebene
mehr Gas zu geben?
Ein echter Hügel ist natürlich gut, aber eine Veränderung der Intentität in Intervallen ist sicher auch schon ausreichend.
Und man hat mehr Möglichkeiten, das selbst zu steuern, die Hügel auf der Strecke kann man schlecht verschieben …
Ein echter Hügel hat beim Inlinern natürlich auch Nachteile (wenn’s wieder runter geht), einmal wegen der Sturzgefahr, und auch, weil dann die Muskulatur kaum beansprucht wird und der Puls zu weit runtergeht.
Und wie lange und wie oft sollten diese
Intervalle sein?
Da habe ich keine „wissenschaftlichen“ Zahlen oder so was. Ich würde sagen, innerhalb von 45 Minuten 3-4 Phasen zu je 2-5 Minuten mit erhöhter Intensität, aber nicht gleich am Anfang und auch nicht gegen Ende. Wichtig ist, dass man im aeroben Bereich bleibt, also nicht so, dass man völlig außer Puste gerät.
Ich lege beim Dribble Jogging immer mal einen Sprint ein, so als ob ich einen „Angriff“ auf den gegnerischen Korb laufen würde. Dann verlangsame ich wieder mal, dribble fast auf der Stelle, ein bisschen rückwärts, ein paar Ballkunststückchen und -spielereien, und weiter geht’s. Macht riesig Spaß.
Mixture full rich - Carburetor hot - Power reduce *kicher*
Meinst Du das *ggg*
Genau, und immer an die Klappen und das Fahrwerk denken … und die Sinkrate im Auge behalten … und das VASI …
Ende des Trainings der Puls fast wieder Normalniveau hat.
Okay, das klingt logisch 
Wenn man plötzlich abbricht, kann man ernste Kreislaufprobleme kriegen.
Aber Du bewegst Dich sicher lieber „mit Fahrwerk“ (sozusagen
„two greens“, die Nase als Bugrad ist nicht zu empfehlen).
*kicher* Ja, das ist die Sache mit den Bugradlandungen 
Aber immerhin hast Du beim Inlinern auf jeder Seite des Hauptfahrwerks vier Räder, das haben sonst nur die Großen … aber dummerweise hapert es bei den Bremsen, und Umkehrschub gibt’s auch nicht …
Ah ja! Das wußte ich noch nicht mit der Verkürzung der
Muskulatur. Dehne ich dann hinterher oder vorher oder beides?
Siehe meine Antwort an Matthias Weinberger … nur am Schluss dehnen (da gibt es aber widersprechende Meinungen, aber mir leuchtet ein, dass man keinen kalten Muskel dehnen sollte).
Auch im Cockpit ist eine gute Kondition und ein stabiler
Kreislauf sicher wichtig, man kann mit Stress viel besser
umgehen.
*lach* Ja, grad bei der Kunstfliegerei bin ich schon
schweißgebadet aus der Kiste gekrabbelt (und das war nur zur
Hälfte Angstschweiß *g*)
Nicht nur in Bezug auf die körperlichen Belastungen ist das gut. Ausdauertraining erhöht auch die Konzentrationsfähigkeit und die Stressfestigkeit. Fliegen besteht ja, zumindest wenn’s mal ernstere Probleme gibt, in erster Linie darin, die eigenen Gefühle (Panik, Angst) im Griff zu behalten, damit das Hirn sich auf das konzentrieren kann, was man für diesen Fall gelernt hat. Und genau das wird durch körperliche Fitness unterstützt. In Stress-/Gefahrensituationen wird der Kreislauf extrem belastet, da ist es gut, wenn man einige Reserven hat.
Liebe Grüße
Sebastian