Hallo!
Dadurch steht natürlich dann auch weniger Motorleistung zum
Beschleunigen zur verfügung.
Frontantrieb ist deshalb eigentlich ein Irrweg.ich frage mich, warum bei diesem Thema (m.E. aufgrund
persönlicher Präferenzen) derart absolute Aussagen getroffen
werden, anstatt neutral die Argumente abzuwägen. Jedes
Antriebssystem hat seine Vor- und Nachteile und bei
Witterungsverhältnissen wie diesen ist ein Fahrzeug mit
Frontantrieb einem mit Heckantrieb überlegen. Das ist aber
keine Wertung (wie gerne unterstellt wird), sondern Tatsache,
die sich dazu noch aus der Physik ergibt.
Nein, das ist, ohne nun Klugschei…n zu wollen, ebenso eine „absolute Aussage“, die so nicht stimmt.
Es gewinnt das Konzept, bei dem der Großteil des Gewichtes auf der angetriebenen Achse liegt.
Ein VW Käfer, er verfügt über einen Heckmotor, Heckantrieb und eine sehr leichte Front, ist im Winter klasse zu fahren und wäre mit Frontantrieb nicht so gut unterwegs.
Für einen Porsche 911 gilt das wiederum nicht, denn er kommt der für Sportwägen idealen Verteilung des Gewichtes von jeweils 50% vorne und hinten sehr nahe. Hier überwiegen dann die Nachteile des Heckantriebes bei rutschiger Fahrbahn.
Genauso verhalten sich die Antriebssysteme in Kurven bei
Lastwechseln unterschiedlich, allerdings ist die Beurteilung
dann weniger objektiv als vielmehr subjektiv und an das
jeweilige Fahrzeug geküpft.
Auch hier gibt es ganz objektiv messbare Unterschiede.
Allerdings stellt man in jüngerer Zeit immer häufiger fest, dass bei modernen Fahrzeugen die angetriebene Achse nicht mehr das große Thema ist. Durch ESP und Differentialsperren kann man auch Hecktriebler wintertauglich bekommen und Fronttrieblern hohe Motorleistungen verpassen.
Auf trockener Straße hat Allradantrieb eigentlich keinerlei
Vorteile gegenüber Heckantrieb.
Nicht bei „normaler“ Fahrweise.
Bei sportlicher Fahrweise i.V.m. Nässe ist Allradantrieb allerdings ein Vorteil. Auch bei sehr hoher Motorleistung kann die Nutzung der Haftreibung aller vier vorhandenen Reifen sinnvoll sein. So verwendet Lamborghini m.W. mittlerweile ausschließlich einen variablen Allradantrieb mit hecklastiger Auslegung.
Was auch immer „eigentlich“ bedeuten soll: So oder schon
ergibt sich auch hier wieder aus der Physik, daß bei schnell
gefahrenen Kurven ein Allradfahrzeug ein relevant besseres
Kurvenverhalten aufweisen, weil das Fahrzeug eben nicht nur
geschoben oder gezogen wird, sondern alle Kräfte an beiden
Achsen gleichmäßig wirken bzw. übertragen werden können.
Wichtig im winter ist hier die erhöhte Traktion, welche einen eben den einen oder anderen Schneehaufen noch „nehmen“ lässt, in welchem andere dann eben schon stecken bleiben.
„Quattro“ bedeutet ja nicht umsonst, dort liegenzubleiben, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt…
Auch im Winter auf Schnee und Eis sind mit guten Winterreifen
kaum Unterschiede zu bemerken „wenn“ die angetriebenen Achsen
bei Front oder Heckantrieb mit gleichem Gewicht belastet
werden.Es geht nicht nur um die Übertragung der Antriebskraft,
sondern auch um Bremskraft und die Seitenführung.
…welche dann nur marginal vom Antriebskonzept abhängt.
Die Faktoren Fahrer und Reifen wirken sich wohl ohnehin am meisten auf die Wintertauglichkeit aus. Auch mit einem alten Mercedes 200 aus 1979 mit Heckantrieb, ohne ESP, ABS u.s.w., kommt man im tiefsten Winter bestens zurecht, wenn man mit dem Fahrzeug umgehen kann.
Gruß,
M.

))