Trinken beim Essen oder lieber nicht?

Hallo

meine Freundin und ich streiten uns mal wieder. Sie ist der Meinung, dass ich durch mein stetiges Trinken während des Essens meine Magensäure verdünne und deshalb der aufgeweichte Nahrungsbrei weniger effektiv verdaut würde. Die Transitzeit der Nahrung in meinem Körper wäre dadurch auch kürzer und ich würde schneller wieder Hunger bekommen.
Ich bin aber der Meinung, dass reichlich Flüssigkeit - genau wie gründliches Kauen - dem Körper hilft, die Nahrung zu verarbeiten, zu verwerten.

Wer hat nun recht?

Danke für Eure Antworten
Daniel

Hallo,
Zitat von ww.h2Ovital.de
Batmanghelidj empfiehlt zwischen 1,5 und 2 Litern Wasser täglich (hierbei zählt nur Wasser: keine Softgetränke, kein Kaffee, kein Bier etc.!). Getrunken werden sollte das Wasser 15 bis 30 Minuten vor dem Essen, jeweils 2 Gläser á 0,25 l. Zitatende

Also 1.viel trinken, 2.Wasser und 3. VOR dem Essen.
In dieser Weise hat er Kranke geheilt, und Buecher darueber geschrieben.
Gruss Helmut

Hex, hex!
Tag, Helmut!

Genau!
Und wenn man drei geraspelte Hundehaare bei Vollmond über die linke Schulter wirft, erscheint Dein Wasser-Heini leibhaftig und Du bekommst nie wieder Schluckauf!

Herrje, was man den Leuten nicht alles erzählen kann!

Lea

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Hallo Daniel,

von Katmandu oder wie der Guru heisst, habe ich noch nie gehört, aber folgendes:

Sie hat Recht! Sorry! :smile:

Trinken während des Essens „verdünnt“ tatsächlich die Magensäfte, wodurch die effektive Verdauung verlangsamt wird.

Wenn man nicht trinkt, wird die eigene Speichelbildung angeregt, die genug Flüssigkeit darstellt um die Speisen entsprechend auf den Weg zu bringen und eine natürliche Form der Verdauungshilfe darstellt. Außerdem wird man zum gründlicheren Kauen angeregt.

Über Transferzeiten weiss ich nix, ich kann mir eher vorstellen, dass vieles Trinken beim Essen schneller satt macht, da der Magen sich eher gefüllt hat und die Flüssigkeit schneller vom Körper umgesetzt werden kann, als die Nahrung selbst. Also ist der Magen relativ schnell wieder „leer“.

Gruß
Nita

Hallo Lea.

Bevor Du irgendetwas in Frage stellst ohne etwas belegen zu können, solltest Du vielleicht mal ein eines der Bücher von Fereydoon Batmanghelidj lesen z.B.
„Sie sind nicht krank, sie sind durstig.“

Auch wenn man nicht alles vesteht und nicht glauben kann, so findest Du dort jede Menge sinnvolle und plausible Tipps für die Gesunderhaltung mit Hilfe von richtigem Trinken.

Wasser hat - im Gegensatz zu víelen anderen Tipps, die hier gegeben werden bei kleinen Zipperlein, und auch großen Problemen - keine negativen Auswirkungen, ist kostengünstig und steht jedem zur Verfügung. Es einfach auszuprobieren ist ein Leichtes und ohne Aufwand zu bewerkstelligen. Aber ich habe den Eindruck, es ist den meisten „zu einfach“ als dass es wahr sein könnte. Probleme dürfen anscheinend immer nur schwierig zu lösen sein. Komisches Verhalten!

Zur Ausgangsfrage:

Ich bevorzuge es vor und nach dem Essen zu trinken. Während des Essens trinke ich relativ wenig - vielleicht ein Glas Wasser. Wasser ist das Transportmittel für die Nährstoffe und somit spielt es eine Hauptrolle beim gesamten Stoffwechsel. Den einzigen Nachteil, den ich mir vorstellen kann, wenn während des Essens viel getrunken wird, ist der, dass man vielleicht etwas weniger kaut und somit weniger Enzyme aus dem Speichel in die Nahrung kommen.

Beste Grüße
Lothar

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hallo,

Trinken während des Essens „verdünnt“ tatsächlich die Magensäfte, :wodurch die effektive Verdauung verlangsamt wird.

genau, im speichel werden verdauungs-enzyme gebildet, die die nahrung schon mal vorverdauen, damit die bauchspeicheldrüse nicht mehr soviel zu tun hat. die verdauung ist also ohne " verdünnung " effektiver.

hat man sich das trinken zum essen erst einmal angewöhnt, fällt es einem sicher schwer, ohne auszukommen ( da man ja die speichelproduktion quasi gekillt hat ). aber wenn man einige zeit ohne zusätzliches trinken aushält, stellt sich die speichelproduktion auch wieder ein ( denkt sich der körper: was hilfts, jetzt muß ICH halt wieder ran ).

grüße,
susanne ( die sich in ihrer jugend geweigert hat, ohne bereitstehenden saft auch nur einen einzigen bissen in den mund zu nehmen. ich habe es aber überwunden :smile: )

EINE Schuhnummer für alle?
Hallo

… zwischen 1,5 und 2 Litern Wasser täglich

Ja, das hört und liest man oft.
Mag als Ansporn zum GENÜGEND trinken auch ganz nett
sein.
Leider schert es alle über einen Kamm, unbesehen aller
Unterschiede von Alter, Körpergrösse und -gewicht,
Körper- und Ernährungstyp, Atmosphäre am Aufenthaltsort
oder Arbeitspensum.
Also kann es nur ein SEHR vager Richtwert sein!
(Ich z.B. schaffe das nur an ganz besonders heissen
Tagen.)

Zu bedenken möchte ich auch geben, dass es
unterschiedliche Qualitäten von Wasser gibt, und damit
meine ich nicht nur den Mineralgehalt.

hierbei zählt nur Wasser: keine …

Auch dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Ohashi
z.B. rechnet das in den Speisen enthaltene Wasser mit.
Bloss der Kaffee und Schwarztee wird ausgeklammert.

Grüsse
Rolf

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Den einzigen Nachteil, den ich mir vorstellen kann, wenn
während des Essens viel getrunken wird, ist der, dass man
vielleicht etwas weniger kaut und somit weniger Enzyme aus dem
Speichel in die Nahrung kommen.

Beste Grüße

Es ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nichts gegen ein Glas Wasser zum Essen einzuwenden.
Entscheidend ist, dass dadurch nicht das Einspeicheln eingespart wird.
1,5-2 Liter Wasser oder Tee ist eine gute Empfehlung. Auch in Lebensmitteln findet sich Wasser (0,7-1,0 Liter pro Tag), je nach Lebensmittelauswahl.

Im Ayurveda wird gesagt, das ein Glas Wasser vor dem Essen beim Abnehmen hilft.

Oft sind die Naschgelüste nur Durst.

Gruß Martin

Hallo

Im Ayurveda wird gesagt, das ein Glas Wasser vor
dem Essen beim Abnehmen hilft.

Und dass das Trinken NACH dem Essen das Verdauungsfeuer
löscht!

Oft sind die Naschgelüste nur Durst.

Das kann ich bestätigen.

Rolf

Hallo Rolf,

Verdauungsfeuer

Kannst du mir mal erklaeren, was du damit meinst?

Gruss
Elke

Verdauungsfeuer
Hallo Elke

Kannst du mir mal erklaeren, was du damit

meinst?

Was ICH damit meine, scheint mir hier weniger
wichtig, als was die ayurvedische
Ernährungslehre damit meint.
Diese verbindet den Verdauungsvorgang mit dem
Element Feuer. (Nicht so fern, dieser Gedanke …
wir denken hier ja auch an das Verbrennen von
Kalorien.)
Wird nun nach dem Essen Wasser auf dieses Feuer
geschüttet, so wird der Prozess erschwert und
verzögert.
Die Beurteilung des Verdauungsfeuers («agni»)
ist bei der Diagnostik von grosser Bedeutung und
eine Grundlage für die Empfehlung von Diäten.
So wir z.B. bei schwachem Verdauungsfeuer
empfohlen, keinen Salat vor der warmen Mahlzeit
zu essen.

Grüsse
Rolf

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Hallo Rolf,

danke für die Erklärung.
Es hätte ja auch mit Sodbrennen zu tun haben
können :wink:

Gruß
Elke

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Bewertungspunkte fuer geraspelte Hundehaare

Und wenn man drei geraspelte Hundehaare bei Vollmond über die
linke Schulter wirft, erscheint Dein Wasser-Heini leibhaftig
und Du bekommst nie wieder Schluckauf!
Herrje, was man den Leuten nicht alles erzählen kann!
Lea

Hallo Lea,
herrje, mit was man hier alles punkten kann.
Alle anderen dennoch sachlich.
Gruesse von Helmut

Servus Elke,

nein, da verwechselst Du was. Das kommt vom Schierker Feuerstein, falls man diesen „zur Verdauung“ einnimmt.

Aber um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: Robert Gernhardt empfiehlt „Fasten nach dem Ritus der dänisch-alkoholischen Kirche: Nur ganz wenig trinken, aber oft und dann viel!“…

Womit das meiste klar sein dürfte.

Schöne Grüße

MM