Trinken - und trotzdem viel Durst ?

Ich trinke gut über den Tag verteilt gut 2 Liter Wasser - meist lauwarm abgekocht. Trotzdem (oder gerade deswegen ??) habe ich sehr viel Durst. Kann das sein? Mache ich etwas falsch? Liegt es am Abkochen des Wassers? Danke!

Hallo Wolf,

hast Du Deinen Blutzuckerspiegel schon mal testen lassen?

Ich will Dir keine Angst machen, aber viel Durst kann auch ein Symptomen von Diabetes sein…

Viele Grüße

Gabi

OT: Warum abgekocht?
Hallo Wolf,

Ich trinke gut über den Tag verteilt gut 2 Liter Wasser -
meist lauwarm abgekocht.

Ob du Wasser lauwarm, kalt oder heiss trinkst ist sicher Geschmackssache.
Aber warum kochst du das Wasser ab?

Rätselnde Grüße von
Tinchen

Hallo.
Der Flüssigkeitsbedarf hängt von vielen Faktoren ab. Der empfohlene Mittelwert hat sich in der letzten Zeit bei 3 Liter eingependelt. Durst bekommt man laut Ansicht von Ernährungsexperten dann, wenn der Salzgehalt im Blutkreislauf ansteigt oder der Wassergehalt sinkt. Also, vielleicht isst Du sehr salzig, oder Du schwitzt viel, oder, oder, oder… Bevor Du Dich auf irgendwelche Untersuchungen wie Diabetes oder ähnliches einlässt, würde ich eher einfach mal so lange weiter trinken, bis Du nicht mehr durstig bist.
Was spricht dagegen 3 oder 4 oder auch 5 Liter zu trinken?
Beste Grüße
Lothar

Hi Wolf,

hat sich Deine Situation in letzter Zeit verändert?
Also stärkere körperliche Anstrengung, Krankheit (Erkältungen können ein ziemliches Durstgefühl erzeugen, weil man viel ausscheidet), Stress?

Wie sieht es mit Schwitzen aus? Normal oder verstärkt?

Hast Du Deine Ernährung umgestellt?

Ansonsten, wenn das Durstgefühl trotz keiner Änderung verändert ist und Du Bedenken hast, laß einen Zuckertest machen. Frag in der Apotheke nach Glucosestäbchen und prüfe damit Deinen Urin. Wie es geht, kriegst Du in der Apotheke erklärt. Solletne die Werte erhöht sein, wäre ein Gang zum Arzt angebracht.

Gandalf

Hallo Wolf,

geht mir genauso, wenn ich mal wieder ganz bewußt aufs Trinken achte, bekomme ich auch mehr Durst. Insbesondere bei warmem Wasser. Da komme ich aus dem Saufen gar nicht mehr raus. Bisher hat mir das auch niemand erklären können. Wenn Du mal auf eine Antwort stößt, teile sie mir bitte gerne mit.

Liebe Grüße

Avera

Ich trinke gut über den Tag verteilt gut 2 Liter Wasser -
meist lauwarm abgekocht. Trotzdem (oder gerade deswegen ??)
habe ich sehr viel Durst. Kann das sein? Mache ich etwas
falsch? Liegt es am Abkochen des Wassers? Danke!

Hallo,

Bevor Du
Dich auf irgendwelche Untersuchungen wie Diabetes oder
ähnliches einlässt, würde ich eher einfach mal so lange weiter
trinken, bis Du nicht mehr durstig bist.
Was spricht dagegen 3 oder 4 oder auch 5 Liter zu trinken?

Und was spricht gegen einen Blutzuckertest bei einem Mitvierziger? Ist der Test negativ, kann er beruhigt sein, ist er positiv, dann kann er sich rechtzeitig darauf einstellen. Einfach nur mehr zu trinken würde eine evtl. bestehende Diabetes nur verschleiern.

Gruß, Niels

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Hallo Niels.

Natürlich kann er seinen Blutzucker testen lassen.
Ich bin nur der Meinung, dass viele Menschen wegen „Nichtigkeiten“ überreagieren und den Grund immer gleich in irgendeinem „Defekt“ suchen. Für mich ist es das Naheliegenste bei Durst einfach mal mehr zu trinken. 2 Liter sind ja wirklich nicht die Menge an Flüssigkeit, die den Körper überversorgen könnte.
Wenn das Durstgefühl nach der Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr nicht nachlässt, sind natürlich mindestens mal der Test auf Diabetes unverzichtbar.

Beste Grüße
Lothar

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Hallo Lothar,

2 Liter sind ja wirklich nicht die Menge an Flüssigkeit, die den
Körper überversorgen könnte.

das ist sicher richtig - aber es ist schon mehr, als die meisten Leute trinken. Ich kenne kaum jemanden, der 2 Liter am Tag „schafft“ - die meisten trinken deutlich weniger. Und wenn man dann immer noch Durst verspürt, ist das schon ungewöhnlich, finde ich.

Der Diabetestest tut nicht weh und geht schnell - und wenn das ausgeschlossen werden kann, umso besser. Und wenn es Diabetes sein sollte, ist jeder Tag früher, an dem er behandelt wird, wichtig.

Grüße

Gabi

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Hallo Wolf,

das klingt seltsam und sollte von einem Arzt abgeklärt werden.

Ich hatte so etwas auch einmal, werde ich nie vergessen. Es war Anfang 2004 und ich lag mir Verdacht auf MS im Krankenhaus. Da habe ich dann 3 Flaschen Sprudel ausgetrunken, diese auch noch ein paar Mal nachgefüllt - am Ende war ich bei 3,5 Liter, mir wurde langsam ein bisschen schlecht, aber mein Durst wurde eher noch schlimmer!

Seitdem habe ich weder gerne noch oft Wasser getrunken. Mein Sprudelverbrauch beläuft sich auf ca. 2-3 Flaschen pro Jahr :wink:

Statt dessen trinke ich Tee (morgens schwarz oder grün, nachmittags Kräutertee oder Früchtetee, eine Tasse am Tag mit Zucker, den Rest ohne Zucker und natürlich auch ohne Süßstoff). Ich habe das Gefühl, dass der Körper dadurch die Flüssigkeit besser aufnehmen kann. Probier es einfach mal, vielleicht ist es ja auch bei dir so.

Und dann solltest du es wie gesagt medizinisch abklären lassen. Mir fallen momentan als mögliche Erklärungen Diabetes Insipidus oder ein Hypophysentumor (keine Sorge, ist recht harmlos) ein, du kannst ja mal googeln und beurteilen, ob es etwas davon sein könnte.

Schöne Grüße

Petra

hall wolf,

ist das denn auch so, wenn du andere sachen trinkst? kaffe, tee, bier, wein, wasweißich?
also ich bekomme von purem wasser auch weiteren durst, der durch trinken selbst kleiner mengen zb. saft weggeht. es tritt durch wasser bei mir einfach keine erfrischung ein.

strubbel
E:open_mouth:)

Hallo,

Natürlich kann er seinen Blutzucker testen lassen.
Ich bin nur der Meinung, dass viele Menschen wegen
„Nichtigkeiten“ überreagieren und den Grund immer gleich in
irgendeinem „Defekt“ suchen.

es geht nicht um eine Überreaktion sondern um eine schlichte Kosten-Nutzen-Abwägung im Sinne einer Entscheidungsmatrix. Welche Fälle können denn eintreten:

  1. Es ist harmlos und er macht keinen Test = kein Problem, keine Kosten
  2. Es ist harmlos und er macht einen Test = kein Problem, minimale Kosten
  3. Es ist Diabetes und er macht keinen Test = übles Problem, maximale Kosten
  4. Es ist Diabetes und er macht einen Test = Problem erkannt, Kosten begrenzbar

Wirklich schlimm ist also nur der Fall 3. Beim Test geht es ja nicht um wochenlange Therapie mit Nebenwirkungen sondern um einen einzigen Arztbesuch. Anschließend hat man Gewissheit und ist entweder beruhigt oder kann rechtzeitig Maßnahmen ergreifen um das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern. Ansonsten könnte es wieder zu einem Fall „erste Warnsignale wurden nicht erkannt“ mit dem anschließenden „hätte ich doch…“ kommen.

Gerade in unserem Alter gibt es doch genug Menschen, die unter Diabetes leiden. Es ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen.

Gruß, Niels

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