Trinkwasser Qualität D

Hallo,

nachdem ich Pfingsten mit verkorksten Magen mehr schlecht als Recht über die Feiertage gekommen bin, lag ich mir wieder mit meiner Mutter in den Haaren, weil ich Leitungswasser, statt Wasser aus der Flasche trinke (oder abgekochtes).

Sie beharrt auf der Meinung, dass, gerade in Ballungsgebieten, die vielen Erdbestattungen ihr „übriges“ ins Grundwasser täten.
Also die Medikamente, Hormone, u.s.w. der verstorbenen Leute würde trotz aller Aufbereitung durch unsere Leitung kommen.
Und dies würde natürlich nicht in offiziellen Studien auftauchen.

Ich trinke ca. 3 l Leitungswasser am Tag, es ist geschmacksneutral und riecht nicht.

Ist da jetzt was wahres dran?
ich werde noch verrückt bei dem Thema…(meine Mutter ist nicht die einzige, die die Nase rümpft, wenn ich behaupte, ich trinke Leitungswasser)

Wäre schön, wenn jemand auch einen seriösen Link hätte zu dieser Wassersache.

Danke im Voraus!
Nicole

Hallo Nicole,

du hast schon recht, das Leitungswasser in D ist das bestkontrollierte Lebensmittel überhaupt.
Der einzige Haken ist der, wenn die Leitungen im Haus noch aus Blei bestehen sollten, dann hat über Nacht stehendes Wasser eine recht hohe Konzentration des Schwermetalls darin, aber ansonsten spricht nichts gegen das Trinken von Leitungswasser.

Kocht Deine Mutter auch Nudeln und Kartoffeln mit Wasser aus der Flasche?
Und wie macht sie Tee und Kaffee?
Mit salzigem Wasser aus der Flasche? *igitt*

Gruß
Daniel

Hi Kroeti,

hier hast Du es schriftlich, unser Trinkwasser ist o.K., es gelten sehr strenge Richtlinien für Trinkwasser. Schwierigkeiten kann es mal geben, wenn das ansich saubere Wasser zu lange in der Leitung steht und sich Bakterien vermehren können (also man z.B. lange im Urlaub war, dann sollte man vielleicht einfach mal das Wasser laufen lassen, damit die Leitungen wieder gespült sind) oder man hat vergammelte Leitungen im Haus und findet daher Schwermetalle im Wasser (oder auch nur mal Rost).

Überprüft wird die Wasserqualität nämlich am Hauseingang (erster Hahn nach dem Anschluß) und bis zum Haus haftet auch das Wasserwerk für die hohe Qualität. Was dahinter kommt ist Deine Sache.

Im übrigen haben Friedhöfe ein eigenes Abwasser, nicht versickert in das Grundwasser. So wie die Industrie auch ihre Abwässer nicht einfach versickern läßt, sondern diese Abwässer geklärt werden müssen.

http://www.wasser.de/richt-vero/trinkwasserverordnung/
http://www.gapinfo.de/gesundheitsamt/alle/gesetz/tw/…
http://home.t-online.de/home/070728479-0001/triwass.htm
http://www.umwelt-online.de/recht/boden/tvo_ges.htm

"Trink- oder Leitungswasser ist ein geeigneter Durstlöscher DGE-aktuell 5/99 vom 27.05.1999

In der heißen Jahreszeit sind die Parkplätze der Getränkemärkte häufig überfüllt, denn viele Menschen kaufen große Mengen Getränke und vor allem Mineralwasser ein. Dabei verfügen fast alle Haushalte über Trinkwasser aus der Wasserleitung. Vielen schmeckt jedoch Mineralwasser besser, andere haben gesundheitliche Bedenken, Leitungswasser zu trinken.Prof. Helmut Erbersdobler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., meint: „Trink- oder Leitungswasser aus der öffentlichen Wasserversorgung ist einwandfrei und ein empfehlenswerter, kalorienfreier Durstlöscher. Vorsicht ist geboten, wenn Trinkwasser in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten aus hauseigenen Brunnen stammt oder wenn im Haushalt veraltete Bleirohre installiert sind und sehr weiches, leicht saures Wasser durch Kupferrohre fließt. Im Zweifelsfall kann eine Untersuchung des Wassers Aufschluß geben, ob das Trinkwasser durch gesundheitsgefährdende Metalle, die aus dem hauseigenen Leitungssystem stammen, belastet ist.“"

http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-3949…

Gruß Julia

P.S.: Ich trinke immer Leitungswasser!

Hallo,

dazu dann mal eine Folgefrage.

Daß die Qualität von Leitungswasser auf Schadstoffe kontrolliert wird und absolut als Trinkwasser verwendet werden kann ist mir klar. Wie kritisch kann es aber werden, wenn man über Jahre hinweg stark kalkhaltiges Wasser trinkt? Kann es hier negative Auswirkungen auf die Gesundheit geben?

Gerhard

Friedhof nochmal
Hallo Julia,
ich habe nochmal darüber nachgedacht:

Im übrigen haben Friedhöfe ein eigenes Abwasser, nicht
versickert in das Grundwasser. So wie die Industrie auch ihre
Abwässer nicht einfach versickern läßt, sondern diese Abwässer
geklärt werden müssen.

Wirklich unter Friedhöfen ist ein eigenes Abwassersystem? Wie geht funktioniert denn das, werden da Rohre von den Gräber weggeführt?
(es gibt keine dummen Fragen, oder?)

Tschüss,
Nicole

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Hi Kroeti,

hier erstmal ein link:

http://www.gallex.ch/gallex/4/458.11.html
(öffentliche Gesundheit)

weiter unter google: abwasser friedhof verordnung

prinzipiell darf das Abwasser nicht ins Trinkwasser gelangen und ist vorher zu reinigen.

Ich weiß das moderne Friedhöfe ähnlich wie Deponien gebaut werden, so daß das Abwasser mit Hilfe einer nicht wasserführenden Schicht gesammelt wird und dann geklärt wird. Auf keinen Falle versickert es einfach so.

Soweit ich informiert bin, gelten für alle Abwässer die gleichen Richtlinien. Hier eine übersicht über alle Richtlinien für Abwässer.

Gruß Julia

P.S.: Weitere Hilfe im Brett Architektur, Bau, Umweltschutz?

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Hi Nicole,

geht funktioniert denn das, werden da Rohre von den Gräber weggeführt?

für alte Friedhöfe weiß ich die Antwort: Unsere Altvorderen waren keineswegs doof, sie wußten halt, wo die Lehmschichten liegen, die keine Flüssigkeiten durchsickern lassen.

Gruß Ralf

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hi

Ich weiß das moderne Friedhöfe ähnlich wie Deponien gebaut
werden, so daß das Abwasser mit Hilfe einer nicht
wasserführenden Schicht gesammelt wird und dann geklärt wird.
Auf keinen Falle versickert es einfach so.

ich hab mich zwei semester lang ausführlich mit friedhöfen beschäftigt im
rahmen eines projektes fürs raumplanungs-studium… und die theorie dass
friedhöfe wie deponien gebaut werden, finde ich echt lustig… falls es aber
doch der fall sein sollte, dass die modernsten friedhöfe derart angelegt
werden, dann habe ich noch von keinem einzigen gehört… und es gibt auch recht
wenige wirklich neue friedhöfe, viele alte sind ja nicht mal ausgelastet, und
wenn doch, dann wird oft eher „angebaut“…

Im übrigen haben Friedhöfe ein eigenes Abwasser, nicht versickert in das
Grundwasser. So wie die Industrie auch ihre Abwässer nicht einfach
versickern läßt, sondern diese Abwässer geklärt werden müssen.

ich glaube mit abwasser ist hier wohl eher welches gemeint, das zb in der ähm
verarbeitung von leichen verwendet wird und entsprechend eh in leitungen
abfließt…

für alte Friedhöfe weiß ich die Antwort: Unsere Altvorderen waren keineswegs
doof, sie wußten halt, wo die Lehmschichten liegen, die keine Flüssigkeiten
durchsickern lassen.

*g* nope…es gibt zb genug friedhöfe in denen der boden zu feucht war und die
leichen deshalb verseift sind… deshalb werden leichen jetzt auch net mehr
dort bestattet, wo sie evtl im grundwasser liegen…
für jeden friedhof gibt es festlegte bestattungstiefen, entsprechend der
bodenbeschaffenheit…

außerdem wird leitungswasser ja nu auch gereinigt, bevor es bei uns im
wasserhahn landet…

mfg
jj